Home / Forum / Welpen & Junghunde / Hund klaut einfach alles

Verfasser-Bild
Betty
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 22
zuletzt 23. Sept.

Hund klaut einfach alles

Mein 8 Monate alter Labrador Rüde klaut einfach alles. Egal ob es nach dem spazierengehen ist oder vor dem einschlafen. Auch wenn absolut nichts mehr rumsteht, dann klaut er den Kerzenständer vom Tisch. Wenn es nichts gefährliches für ihn ist, ignoriere ich es. Ich wäre dankbar für ein paar Tipps
 

Du willst mitreden?

Lade dir Dogorama kostenlos im App Store oder Play Store herunter und schon kann es losgehen!
Playstore-Button Appstore-Button
Beitrag-Verfasser-Bild
Andreas
22. Sept. 22:39
Morgens gehen wir ca. 1 Stunde spazieren mit Dummy Suche danach bekommt er einen Knochen und geht ins Körbchen. Mittagessen bekommt er mit Fährtensuche im Garten und am späten Nachmittag gehen wir spazieren. Abendessen bekommt er aus dem Napf. Er geht immer einfach am Tisch oder Arbeitsplatte hoch und sucht etwas. Ich sage dann runter und schicke ihn in seine Box. Das könnte ich aber am Tag 50 x machen und es bringt nichts
Ist für das Alter eher schon ein heftiges Programm. Kommt er denn ansonsten gut zur Ruhe? Mit wegnehmen, tauschen & belohnen kommt ihr hier m. E. nicht weiter. Begrenzung und Akzeptanz sind die Themen. Wenn du ihn 50 x den Tisch oder Arbeitsplatte hochgehen lässt, hast du alles erreicht, nur keine Akzeptanz (deiner Regel). Du musst ihn zunächst zuverlässig räumlich begrenzen können (Decke, Hausleine). Zudem muss ein Abbruchsignal etabliert werden, was er wirklich akzeptiert. Und er muss dich nach Freigabe fragen, bevor er etwas nimmt. Das ist anstrengend, weil du seine Absichten quasi erahnen musst und bereits beim Versuch, etwas zu „klauen“, unterbinden/abbrechen. Meine Frau ist ne ziemliche Deko-Queen und wir haben als Kalle kam nur die gefährlichen (verschlucken, scharfkantig) Sachen weggeräumt und bei den anderen Dingen sehr auf „Nein“ gesetzt. Kalle ist zugegebenermaßen relativ leicht zu begrenzen und er zeigt schnell Akzeptanz. Wenn jetzt mal beim spielen sein Spielzeug in die Nähe solcher Accessoires rollt/springt holt er die entweder gar nicht und guckt uns an oder er geht auf „Samtpfoten“ darauf zu, macht nen langen Hals und holt das Spielzeug total vorsichtig aus der „Todeszone“ 😄 Aber wir haben ihn auch sehr lange immer im Auge gehabt, um das richtige Timing zu treffen. Wir können heute alles stehen lassen, auch Futtersäcke etc. Er geht nur an „seine“ Sachen. Schaut mal, diese Akzeptanz in anderen Alltagssituationen einzubauen/umzusetzen, das ist für den Hund einfacher, wenn etwas immer so ist, als wenn man mal so und mal anders agiert. Wenn ihr ihn körperlich „bewegen“ müsst, ist es schon keine Akzeptanz. Kalle muss auch nicht jedes Mal auf seine Decke oder so, es genügt, wenn er ein deutliches Meideverhalten zeigt.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Andreas
22. Sept. 22:40
Jep 👍😊
 
Beitrag-Verfasser
Heike
23. Sept. 06:14
So sehe ich das auch. 👍🏻Da ist die Übung „Das gehört dir nicht“, die ich verlinkt hatte.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Birgit
23. Sept. 06:30
Der Hund will Aufmerksamkeit und bekommt sie. Er hat dich sozusagen dressiert Das von Heike verlinkte Video 👍 Andreas und Heiner 👍
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
23. Sept. 06:48
Damit es nicht zum Dauerthema wird, such dir einen guten Hundetrainer. Einfache Tipps reichen da nicht aus.
 
Beitrag-Verfasser
Heike
23. Sept. 06:58
Stimmt, lieber einen Profi dazu holen, bevor der Hund was verschluckt oder so. Halte uns auf dem Laufenden, Betty!
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Susi
23. Sept. 08:00
Ich bin jetzt 52 Jahre alt und wisst ihr was ich mich manchmal Frage was haben wir damals ohne Hundetrainer gemacht und die Hunde waren auch alle okay manchmal wird einfach viel zu viel gemacht
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Marina
23. Sept. 09:50
bin ganz Heiners Meinung! @Betty: 1. Maßnahme: Leine an den Hund, wenn ihr da seid. Wandhaken in die Wand, sodass er nicht mehr űberall hin kann. Wenn ihr weggeht: in die Box (muss natűrlich alles sorgsam und langsam auftrainiert werden.) Du musst AB SOFORT jedes, aber auch wirkliche JEDES Erfolgserlebnis verhindern!!! Ggf. auch erstmal Tűren abschließen als Managementmaßnahme Außerdem: Meideverhalten antrainieren ("das gehört dir nicht".. Link wurde weiter oben gepostet) P. S. Essen auf die Pfoten legen gehört eher zum Thema "Impulskontrolle" Das nutzt hier nix, weil das Klauen selbstbelohnend ist. 😉
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Marina
23. Sept. 09:54
Damit es nicht zum Dauerthema wird, such dir einen guten Hundetrainer. Einfache Tipps reichen da nicht aus.
Seh ich anders... das kann man auch so ganz gut managen
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Andreas
23. Sept. 11:15
Ich bin jetzt 52 Jahre alt und wisst ihr was ich mich manchmal Frage was haben wir damals ohne Hundetrainer gemacht und die Hunde waren auch alle okay manchmal wird einfach viel zu viel gemacht
Das denke ich nicht. Heute ist das Thema im TV und den Sozialen Medien nur deutlich präsenter und es gibt auch wesentlich mehr Hunde, und vielfach wird eine „gute“ Hundehaltung auch als Lifestyle betrieben. Meine Eltern haben seinerzeit diverse Hunde aus schlechter Haltung bzw. aus überforderten Familien übernommen, und die Menschen waren nicht fähiger und die Hunde genauso unglücklich, es fehlte nur die breite Wahrnehmung. In den 1990er Jahren waren Hundeschulen als kommerzielle Einrichtungen noch selten, man ist dann eher in einen Hunde(Sport)Verein eingetreten und hatte dort die Trainer. Insofern empfinde ich es als Positiv, dass sich heute mehr Leute um eine artgerechte Haltung und Beschäftigung der Hunde kümmern. Und Trainer sind eben nicht nur für Problemfälle sinnvoll, sondern auch für den korrekten Aufbau von Beschäftigungs- und Sportarten. Was natürlich nicht heiß, dass jeder Halter unbedingt einen Trainer benötigt. Manche haben halt eine Gabe für den richtigen Umgang und das finde ich auch bewundernswert.
 

Du willst mitreden?

Lade dir Dogorama kostenlos im App Store oder Play Store herunter und schon kann es losgehen!
Playstore-Button Appstore-Button