Verhalten & Psychologie

Kann sich territoriale Aggression auch außerhalb der eigenen vier Wände zeigen? Meine Hündin zeigt zuhause ein sehr respektables Verhalten. Bellt nicht, rennt nicht zur Tür, blockiert nicht und lässt sich diskussionslos auf ihren Platz verweisen und bleibt auch dort. Im Training zeigt sie Artgenossen über leichte Aggression. Beispiel: Straße in unserer Wohngegend. Mir bekannter Hund mit Besitzer kommt uns entgegen, unsere Hunde sind an der abgewandten Seite mit ca 3m Abstand , meine Hündin fixiert leicht ohne Piloerektion, bleibt aber an meiner Seite. Auf gleicher Höhe fängt sie an zu bellen, beisst gelegentlich in die Leine und wurschtelt neben mir rum. Fixierung des anderen Hundes hört auf und sie bellt nach oben. Nach Absprache bleiben der andere Besitzer und ich stehen, beide Hunde an der abgewandten Seite . Meine Hündin springt nicht nach vorne, bleibt gerade ohne Schwerpunktverlagerung nach vorne neben mir und bellt weiter, dann setzt sie sich hin und bellt weiter(jetzt nur noch halbherzig) . Irgendwann hört sie dann auf und der andere Besitzer und ich wechseln noch ein paar Worte und gehen in entgegengesetzter Richtung weiter. Das alles ist ein mir aufgegebenes Training, mit der Begründung es wäre ein territoriales Verhalten. Leider habe ich kein Video. Meine Frage wäre :zeigt sich eine territorial Aggression nicht ausschließlich in der Wohnung /Grundstück? Oder gelten Familienmitglieder auch dazu (in dem Fall ich) wäre es dann nicht Ressourcenverteidigung und das Beißen in die Leine kann ich das als Leinenfrust verstehen? Ich möchte das gerne verstehen und entsprechend entgegen wirken und komme gerade nicht weiter. Infos zum Hund :4j,tierschutzhund, seit Februar bei mir, Leinentraining seit Februar
Hallöchen, mir ist gerade etwas passiert, was mich ein bisschen sprachlos zurück gelassen hat und ich wollte fragen, ob das normal ist und ich mir einfach ein dickeres Fell zulegen muss oder, ob das so ein Ding aus der Twilight Zone war. Vielleicht zum Hintergrund kurz: mein Hund ist aus dem Tierschutz und ich habe ihn jetzt knapp vier Monate. Er ist drei Jahre alt und ein sog. Angsthund, d.h. er hat super viel Zeit gebraucht, überhaupt Vertrauen nur ansatzweise zu bekommen und unsere Hundetrainerin hat den Fokus erst einmal darauf gelegt und nicht primär auf Gehorsam und Tricks, etc. Jetzt zu heute: ich war mit meinem Hund im Wald spazieren und er war angeleint. Hinter uns kam eine Frau mit Hund, nicht angeleint. Sie hat ihn dann zu sich gerufen und angeleint. Soweit, so normal. Danach fragte sie in welche Richtung wir wollen; ich hab’s ihr gesagt und sie hat vorgeschlagen, dass sie mit ihrem Hund an uns vorbei geht. Ich meinte dann im Scherz:“Wahrscheinlich will er (mein Hund) dann mit.“ Und dann wurde es komisch. Sie dann ganz piquiert: „Ne, außerdem haben Sie ihn ja an der Leine.“ Ich dachte mir, okay, vielleicht hat sie den Witz nicht verstanden. Zehn Meter vor uns dann die Bitte meinen Hund noch näher zu mir zu nehmen mit dem Hinweis, dass sie „strikt“ gegen Kontakt an der Leine ist. Auch kein Problem. Als sie dann mit ihrem Hund auf unserer Höhe war, wollte Leon halt hin (er hat weder gebellt noch geknurrt) ich habe ihn selbstverständlich festgehalten. Und dann meinte sie so dem Sinn nach und in einem Ton, der auch netter gegangen wäre: „Ja, das ist gerade mal richtig falsch...Mensch...keine Ahnung, typisch, etc.“ Nach 20 Metern hat sie ihren Hund dann wieder abgeleint und ist weiter gegangen. Und jetzt wollte ich mal wissen: ist es vermessen von mir, mir einen anderen Kommunikationsstil zu wünschen? Wenn sie doch ganz klar so viel erfahrener ist, als ich- und das ist sie bestimmt- warum kann sie mir dann nicht einfach sagen, wie ich es besser machen kann, statt mir reinzudrücken, dass ich nur ein dummer Anfänger bin? Oder ist das normal, dass man - wie es Hunde untereinander machen - gemaßregelt wird? Ich weiß, Leon und ich sind noch lange nicht da, wo wir hinsollen, aber ich bemühe mich wirklich sehr. Außerdem bin ich immer froh und dankbar, wenn mich jemand an seiner Erfahrung teilhaben lässt. Mitteilen, dass jemand was falsch macht, finde ich grundsätzlich okay, aber dann doch bitte auch sagen, wie es besser geht.