Welpen & Junghunde

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Merit
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zuletzt 26. Jan. 23:09

Mag mein Hund keine Kinder?

Hallöchen! Wir haben einen nun fast 5 Monate jungen spanischen Wasserhund. Wer die Rasse kennt, der weiß, dass sie Fremden gegenüber sehr zurückhaltend sind, teilweise fast scheu. Natürlich ist das bei jedem unterschiedlich stark ausgeprägt. Die einen gehen trotzdem offen auf alle zu, andere möchten sich tatsächlich auch im Erwachsenenalter nicht von Fremden anfassen lassen. Unser Welpe war also auch „normal“ zurückhaltend. Wie hatten/haben viel Besuch, damit er viele positive Erfahrungen mit Menschen macht. Mit den Wochen entwickelt sich der Welpe und man lernt seine Persönlichkeit immer besser kennen. Statt aber offener zu werden, zeigt Floki immer direkter dass er gar keinen Bock hat von Menschen behelligt zu werden. Zusätzlich reagiert er sehr sensibel auf Körpersprache. Keiner (außer ich) darf ihm in die Augen schauen, sich nur minimal vorbeugen, geschweige denn die Hand nach ihm ausstrecken. Sofort bellt er denjenigen an um ihn auf Abstand zu halten. Auch Familienmitglieder hier im Haus. Nun haben wir auch zwei kleine Kinder (4 und 6). Er mag sie generell, rennt draußen gern mit Ihnen herum, aber auch hier ist Anfassen nicht so toll. Von meinem 6-jährigem Sohn lässt er sich zwar streicheln, beugt er sich dabei aber in „Kuschellaune“ nur ein bisschen über ihn, schnappt er in Richting seines Gesichtes. Von meiner 4-jährigem Tochter lässt er sich auch nicht gern streicheln. Er duldet es zum Teil, aber schleckt sich dabei übers Maul, schmatzt, gähnt usw. Ich bin mir sicher, dass er meinen Sohn bevorzugt, da er schon größer ist und sich „normaler“ bewegt. Fremde Besucherkinder würde er in Richtung Hand schnappen. Anmerkung dazu: Ich bin immer direkt mit dabei, die Kinder sind niemals nie alleine mit ihm und dürfen ihn nicht anfassen, außer ich sitze mit dabei. Da seine Entwicklung eher in die Richtung geht, dass er immer schneller klarere Ansagen macht, kommen bei mir langsam Sorgen auf: Kann es sein, dass ein Hund sich mit Kindern einfach nicht wohl fühlt? Dass er generell zu sensibel ist für den Trubel in einem Mehrgenerationenhaus? Mit Großeltern die die Hundesprache nicht verstehen und ihn immer wieder verunsichern? Inwieweit kann ich das verantworten mit Kindern und ja auch mal Besucherkindern im Haus? Ohne auch unfair gegenüber dem Hund zu sein, weil ich ihn dann räumlich immer abgrenzen muss durch Babygitter. Oder ist meine Sorge überzogen und das muss alles nichts heißen?
 
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Tirza
Anzahl der Antworten 27
zuletzt 23. Jan. 14:18

Wie lange habt ihr auf eure Lieblinge gewartet?

Mein Mann und ich haben uns 2020 (noch vor Lockdown etc.) dafür entschieden, dass wir einen Hund aufnehmen möchten. Wir haben uns viel mit unterschiedlichen Hunderassen, Haltung usw. beschäftigt und schließlich stand für uns fest, dass es ein Eurasier sein soll. Wir haben uns über den VDH informiert und uns bei 2 Zuchtvereinen die den VDH angehören für einen Welpen beworben. Bei dem Zuchtverein woher wir auch unseren Welpen haben mussten wir noch zu einer Familie mit Eurasier in der Nähe, damit wir uns die Hunde angucken können und merken ob es zu uns passt und damit die dem Verein zurückmelden, dass wir auch für einen Eurasier Welpen passen. Wir haben uns im August 2020 endgültig für einen Eurasier der KZG beworben und im August 2021 die Nachricht bekommen, dass „unser“ Welpe geboren wurde. Heute war ich auf der Hundewiese und es war ein anderer Hund da, der auch einen Eurasier sehr ähnlich sah, aber so wie ich noch nie einen gesehen habe. Einiges passte (meiner Ansicht nach) nicht zum Rassestandart. Wir kamen ins Gespräch und er fragte mich woher wir Milka hätten. Als ich meinte, dass sie aus dem Zuchtverein ist war er ganz überrascht und meinte, dass es da doch ewig dauert bis man einen hat. Ich habe gesagt, dass wir ein Jahr gewartet haben. Er erzählte mir dann ganz stolz, dass es bei ihm nur eine Woche gedauert hätte. Es hätte ne Ebay Kleinanzeigen Anzeige gegeben, er hätte sich gemeldet und ne Woche später hätte er den Hund abholen können. Es klang total stolz und ein bisschen so als ob ich zu dumm wäre und deshalb ein Jahr gewartet hätte. Ich fand’s ein bisschen komisch. Er meinte es wären halt Hobbyzüchter gewesen, aber ihm wurde versichert beide Elterntiere wären reinrassige Eurasier. Natürlich gibt es auch verantwortungsvolle Züchter außerhalb von Zuchtvereinen, aber ich frage mich immer, was einen davon abhält, wenn man reinrassig züchtet, beim VDH gemeldeter Züchter zu sein 🤔 und ich habe mich auch gefragt, wenn man doch einen Hund möchte und genau weiß was man will, warum man dann nicht bereit ist zu warten? Ein Hund ist ja keine Jacke die ich dann zurückgeben kann oder so. Der begleitet mich ja im Idealfall über 10 Jahre. Natürlich ist man ungeduldig, wir konnten den Anruf auch kaum abwarten. Aber grade wenn es der erste Hund ist, kann ich die Zeit doch sinnvoll in Vorbereitung und Einarbeitung in das Thema investieren, oder?