Welpen & Junghunde

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Katrin
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zuletzt 1. Dez. 09:12

Vermehrung - Kasse statt klasse

Es scheint kein Ende zu nehmen. Täglich stoße ich im Internet auf neue Anzeigen von süßen kleinen Mischlingswelpen. Vom Ups Wurf bin hin zur geplanten Trächtigkeit weil man mal Welpen bekommen möchte. Ja es gibt Fälle wo der Halter unverschuldet in die Situation kommt und sich herausstellt das der neueste Familienzuwachs bald Mutter wird. Diese sind jedoch eher selten und sind hier auch nicht gemeint. Genauso wenig wie verantwortungsvolle Züchter natürlich. Gemeint sind alle die meinen mal eben Welpen produzieren zu müssen. Mit Hunden die weder zuchttauglich sind, noch zueinander passen. Wo weder das Können noch das Wissen über Genetik, Verpaarung, Trächtigkeit, Geburt und Aufzucht vorhanden sind. Denn bei solchen Vermehrern steht weder der Hund, noch die Rasse und auch nicht die Welpen an erster Stelle sondern das liebe Geld. Inzwischen wird sogar für einen Mischling ordentlich was verlangt. Zu Coronazeiten ließen die sich schließlich sehr gut verkaufen. Diese Zeiten sind nun allerdings vorbei. Außerdem wird alles teurer, auch die Tierärzte und das Hundefutter. Da überlegt man doch nochmal genauer ob es man sich so eine gesundheitliche Wundertüte ins Haus holt. Denn genau das sind diese Welpen. Defizite durch mangelnde Sozialisation, nicht wesensfest durch Vererbung, krank durch falsche Verpaarung/ Erbkrankheiten sind nur einige der Risiken. Denn je nach Rasse steht diesen Welpen sogar ein recht qualvolles und für den Halter sehr teures Leben bevor. Jeder kennt die Geschichten vom illegalen Welpenhandel und den Muttertieren die als Gebärmaschinen mißbraucht werden. Aber Vermehrung findet auch im kleinen Stil statt, vielleicht sogar in der Nachbarswohnung von XY. Vermehrung zu Profitzwecken ist leider keine Seltenheit mehr. Meine Fragen an euch sind: Wie steht ihr zu dem Thema? Dürfen Vermehrer Platz auf I-net Plattformen haben? Wie reagiert ihr auf solche Anzeigen? Sollte man mehr über die Risiken Aufklären? Habt ihr vielleicht sogar eigene Erfahrungen mit Vermehrern gemacht? Welche Probleme gibt es aus Züchtersicht? Ich freue mich auf einen friedlichen Austausch. Eure Katrin J.
 
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Lana
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zuletzt 1. Dez. 08:08

Junghund kaut Decken, Socken, Klamotten - eigentlich alles ...

Hallöchen :) Unser Malinois-Mix-Baby macht sich eigentlich super - ist verträglich, hat ein tolles offenes Wesen (laut unserer Hundeschule), lernt schnell und hat eine super Bindung zu uns aufbauen können. Sie ist jetzt 6,5 Monate und ich weiß, dass jetzt die schwierigste Phase beginnt oder schon begonnen hat. Sie ist jedoch noch gut zu händeln und weil wir früh mit dem Training angefangen haben, scheint sie (bis jetzt) noch kein durchgedrehtes Pubertier zu sein. Aber eine Sache stört mich extrem: heute hat sie meinen Lieblingscardigan zerstört und langsam reicht es mir. Juno hat schon unzählige Socken zerfleddert und teilweise ein wenig Stoff gefressen, was mir selbst natürlich jedes Mal Panik macht. Sie zerstört vor allem Dinge aus Stoff: ihre eigene Hundedecke, ihr Schnuffeltuch (ist schon weggeworfen), Kuscheltiere (auch alle entsorgt), Socken, Hausschuhe und alles, was sonst in ihre Schnauze passt. Aber auch Spielzeuge aus Tau und Seile. Oft finde ich Fäden in ihrem Kot … Ein bisschen zu unserem Alltag: Wir gehen 3x am Tag raus und nutzen die Spaziergänge um Impulskontrolle, Bordsteintraining, Rückruf und Menschen/Tiere ignorieren zu trainieren. Natürlich darf sie aber auch im Freilauf einfach mal über die Wisse rennen, schnüffeln oder kriegt von mir ein Schnüffelspiel aufgebrummt. Zudem gehen wir 2x die Woche in die Hundeschule, wo sie mit ihren Freund:innen fetzen kann und danach der vorbildlichste Junghund der Welt ist. Sie ist ein typischer Mali in dieser Hinsicht: Augen nur auf Mama und besessen von ihrem Dummy, alles andere ist dann egal. Wöchentlich darf Juno auch mind. 2x mit in die Universität kommen und schläft bei den Vorlesungen / Seminaren ganz brav neben uns, macht kaum einen Ton und hat sich mit der Langweile in der Uni abgefunden - freut sich dann über den Nachhauseweg über viele Wiesen mit Freilauf. Zuhause ist meistens Ruhe angesagt oder momentan Boxentraining (eben weil sie auch bei unserer Abwesenheit die Zeit nutzt, um Socken zu zerfetzen). Sie hat zu jeder Zeit ein Kauholz herumliegen und zur Abwechslung auch etwas aus Gummi mit Noppen. Gibt es Menschen unter euch, die ein ähnliches Problem hatten und Verbesserungen erreicht haben? Oder verwächst sich das vielleicht? Unsere vorherige Hündin hat einmal einen Schuh kaputt gemacht, gesehen, dass wir enttäuscht waren und es danach einfach nie wieder getan ¯\_(ツ)_/¯ Im Gegensatz zu Juno war unsere verstorbene Hündin aber schon 5 Jahre, als wir sie zu uns geholt haben. Ich habe also mit dem Problem wirklich keine Erfahrung. An der Auslastung kann es aber eigentlich nicht liegen, wobei ich auch festgestellt habe, dass sie nach den Hundestunden K.O ist und nichts mehr kauen möchte. Aber jeden Tag 2h am Stück zu trainieren erscheint mir zu extrem für einen jungen Hund, zumal immer gesagt wird, man solle sie eben nicht zu Actionjunkies machen - besonders bei der dreifachen Hütehundmischung, die sie ist. Ich kann mir also nicht vorstellen, dass es mit mehr Auslastung besser wird … ich habe eher Angst, dass sie diese Auslastung dann immer und jeden Tag haben möchte … Man liest, ich bin ein wenig ratlos 😅 Erfahrungen, Tipps, gemeinsames Ausheulen: alles her damit! ✨
 
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C。
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zuletzt 30. Nov. 21:12

Welpenkauf und Preise > Corona bedingt oder nicht?

Hallo liebe Dogorama Community! Mich würde mal Eure Erfahrung und Meinung interessieren, was die Preise bei der Anschaffung vieler Hunderassen (aber auch bei Katzen) ohne Papiere vs. mit Papieren angeht. Bitte gründlich durchlesen bevor ihr Kommentiert! DER AUSTAUSCH IM FORUM SOLL NIEMANDEN ANGREIFEN ODER BELEIDIGEN, NOCH SOLLTE ANDEREN NUTZERN PASSIV AGGRESSIV ODER ABWERTEND GEANTWORTET WERDEN! Von Vermehrer oder für Welpen aus dem Ausland werden für Rasse-Welpen/Hunde die außer einem EU Heimtierausweis keine andere Untersuchungen u. Papiere besitzen, teilweise richtig utopische Preise verlangt. ❓>> Wer hat so einen Welpen? Oder kennt jemanden der einen holte? Und warum? Das Phänomen mit dem Preisanstieg begann bereits schon 2019 und wurde durch die Pandemie nun auch weiterhin verfestigt. Für einige Kleinhunde-Rassen wird bis zu 4.000€ verlangt und auch bei großen Rassen gibts Preise bis zu 3.000€ ohne Papiere. Der Durchschnittpreis für Rassehunde von seriösen Züchtern, bei dem nicht nur Papiere und alle nötigen Unteruschungen gemacht und vorgelegt werden, liegt erstaunlicherweise mit 600 - 800€ doch krasser weise deutlich darunter! Das Preis-Verhältnis kann nicht krasser sein und die Anfrage für Rasse-Hunde ohne Papiere steigt immer mehr an und somit gibt es mehr und mehr Vermehrer. ❓>> Sollten die seriösen Züchter, die nach strengen Vorlagen züchten, ihre Preise dementsprechend anpassen, um so diesen Markt ausbremsen und dagegen wirken? Ein seriöser Züchter investiert bei weitem viel mehr finanziell in seine Hunde/Welpen und hat alleine schon hohe Ausgaben (je Rasse-Spezifisch) für die absolut nötigen Untersuchungen pro Welpe/Hund. Bei so einem Züchter geht der Hauptteil des Gewinns, beim Verkaufs einer seiner Nachkömmlinge, auch in seine Zucht, die Gesundheit und Qualität seiner Hunde. Auch steht dieser nach dem Kauf den neuen Haltern für Rat und Fragen weiterhin zur Verfügung. Vermehrer und Anbieter von Hunden aus dem Ausland, die sich selbst als Hobby-Züchter selbst benennen, tun das oben genannte alles nicht, verlangen extrem viel und haben eine sehr große Anfrage und dreifach soviel Anfragen als Welpen. ❓>> Was müsste euerer Meinung nach geschehen, um solchen Geldgieregen Vermehrer und Anbietern das Geschäft mit den Welpen schwieriger zu machen? ❓>> Wie kann man Interessenten besser informieren und aufklären, warum Papiere bei Rassehunden wichtig sind und sein sollten? Freue mich auf sachlich bleibenden und regen Austausch! 😃
 
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Kathia
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zuletzt 30. Nov. 11:49

Futtermenge (Trofu)

Ihr Lieben Ich hätte gerne eure Einschätzung zu folgendem Problem: Wir sind seit drei Tagen glückliche Beschützerinnen vom kleinen Juno, einem Sheltiewelpen. Der Züchter hat ihm Trockenfutter von Eukanuba gefüttert, was wir nun eine Weile weiterfüttern werden. Nur: die Futtermenge, die auf der Verpackung angegeben ist, scheint mir völlig überrissen. Auf der Packung steht: 1-3 Monate, 4kg = 250g Futter. Mein Problem: Der Kleine frisst schlichtweg nicht so viel. Auch wenn mit der Eingewöhnung derzeit ein verminderter Appetit einhergehen mag, kann ich mir nicht vorstellen, dass der in nächster Zeit diese Futtermenge von 250g Trofu bewältigen werden kann. Ein Napf, der von ihm mit wenigen Resten zurückgelassen wird, enthält 40-50g aufgequollenes Trockenfutter. Und dann ist er für Stunden pappsatt und nimmt nicht einmal mehr Leckerchen zu sich (mit Ausnahme vom Superleckerchen Leberpaste). Entsprechend schaffen wir es kaum, ihm mehr als 120g zu verfüttern. Der Kleine ist jetzt genau 10 Wochen alt und wiegt satte 4.6kg. Das ist mit Blick auf die Wachstumstabelle fast ein Kilo schwerer als ein 'Normsheltie' gleichen Alters etwa wiegen würde. Das Kerlchen wird also vermutlich ziemlich gross und vielleicht ein Endgewicht von 12kg oder etwas mehr erreichen. Wer weiss! Meine Intuition wäre es jetzt, ihm weiter mehrmals täglich eine Portion anzubieten und er isst halt so viel er isst. Aber die Futterangaben des Herstellers verunsichern mich etwas... Wie seht ihr das?