Welpen & Junghunde

Ein Thema das viele Emotionen auslöst und gerade bei Besitzern einer solchen Rasse auch mal negativ aufgefasst wird. Trotzdem würde ich gerne etwas mehr dazu informieren, da hier auch häufiger Erstbesitzer von Hunden sind und die jenigen, die noch auf der Suche nach ihrem ersten Hund. Unter Brachyzephalen Rassen fallen die bekannten Plattnasen Hunde -auch Katzen- die auch als Qualzuchten bezeichnet werden. Die Beliebtheit dieser Rassen ist auch in heutiger Zeit immer noch groß. Was auch darauf zurückzuführen ist, dass zum einen kognitive Dissonanz herrscht, aber auch, weil immer noch der Aberglaube umher geht, dass diese Rassen auch gesund sein können. Vorab muss man hier sagen, es ist leider unmöglich ein komplett gesundes Tier dieser Art zu züchten. Es gibt Vertreter die weniger Probleme haben als andere, aber das sollte man nicht als etwas gutes Ansehen. Denn weniger Leid heißt am Ende nicht, gar kein Leid. Was sind nun klassische Krankheitssymptome dieser Rassen? Nun das auffälligste Symptom ist wohl die Atmung. Brachyzephale Rassen sind anatomisch so verzüchtet worden, dass durch ihre Kopfform keine freie Atmung möglich ist. Die Atemwege sind zu kurz und die Nasenlöcher häufig so stark verengt das ein Eingriff notwendig ist, bei dem die Nasenlöcher erweitert werden. Sie werden dafür ausgelötet und die äußere Nase wird etwas frei geschnitten. (Ich liefere gerne Bilder von Tierärzten auf Nachfrage, posten werde ich sie aber nicht, weil es kein schöner Anblick ist) Da das Maul zudem sehr klein ist, ist das Gaumensegel fast immer zu groß. Das Gaumensegel ist unter anderen für die Regulierung der Atmung zuständig. Bei Brachyzephalen Rassen ist diese Regulierung sehr schwierig möglich, durch das zu große Gaumensegel. Es rutscht teilweise bei der Atmung in die Luftröhre und verschlimmert dadurch noch die Atemprobleme. Durch diese Atemprobleme sieht man diese Rassen oft mit erhöhtem Kopf schlafen. In manchen Fällen schlafen diese Rassen aber auch mit Spielzeug im Maul. Das sieht zwar sehr süß aus, dient dem Hund aber dazu nicht zu ersticken im Schlaf. Ein weiteres Problem stellt auch das Gebiss an sich da. Das Maul ist zu klein und deformiert. Dementsprechend schaut auch das Gebiss aus. Zähne die sich überlappen, Zähne die schief wachsen, Zähne die gar nicht erst wachsen. Dadurch entstehen häufig Entzündungen im Maul. Das Kauen fällt diesen Hunden dementsprechend auch oft sehr schwer. Weiter geht es mit den Augen. Diese sitzen durch das gewollte hervor quellen leider nicht sonderlich fest, weshalb es zum einen zu Entzündungen kommen kann, die Augen aber auch leicht herausquellen können. Dann müssen sie vorsichtig zurückgeführt werden ins Auge. Ein weiteres Thema sind die Falten im Gesicht. Diese sind teilweise so dicht, das kein Sauerstoff in die Falten gelangt und sich damit schnell bei nicht regelmäßiger Pflege Bakterien dort niederlassen, die schlimme Entzündungen in diesen Falten verursachen. Ein weiteres klassisches Krankheitsbild sind Patellaluxtationen. Hier sind deutlich häufiger Möpse als zb Frenchis betroffen. Auch seriösen Züchtern ist es unmöglich dieses Krankheitsbild wegzuzüchten, da es durch die gewollte Statur dieser Rassen fast unumgänglich ist, das es dazu kommt. Fragt man Hundeqhysiotherapeuten so sind dort häufiger als andere Rassen Brachyzephale anzutreffen mit diesen Problemen anzutreffen ( Eine spannende Podcast Folge gibt es hierzu bei E-Dogs Folge 5) Ich möchte hier keinen Shitstorm aufmachen mit diesem Text, sondern für das Thema sensibilisieren. Vielleicht gibt es hier ja einige Hundebesitzer die gerne ihre Erfahrungen zu diesem Thema teilen möchten. ~~~~~~~~~~~~~<~~~~~~~>~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Grüß euch! Meine Frau und ich haben seit etwas über einer Woche die kleine Nora bei uns Zuhause. Sie ist eine kleine Labbidame, Arbeitslinie und jetzt 11 Wochen alt. Wie waren erstaunt, wie schnell alles ging. Sie ist extrem gelehrig. Kam uns zumindest so vor. Eineinhalb Tage, bis sie ihren Namen drin hatte. Vom ersten Tag an sehr leinenführig, als hätte sie nie was anderes gemacht usw. Nach ein paar Tagen konnten wir sie so langsam lesen, wann sie mal raus muss und nach 6 Tagen fing sie an an der Wohnungstür zu sitzen und zu fiepen, wenn sie raus muss. Ich war die erste Woche zuhause, bin aus beruflichen Gründen normalerweise unter der Woche aber nicht daheim. So wie diese Woche auch. Meine Frau erzählt mir nun, dass die kleine komplett frei dreht. Fetzt durch die Wohnung, bellt häufig und hat angefangen so zu tun als würde sie müssen, an ihrer Lösestelle passiert aber dann nichts und sie tobt nur rum. Dazu hat sie heute nach einem längeren Gassi trotzig im Wohnzimmer einen Haufen hinterlassen. Arbeiten bzw Uni geht wohl gar nicht, weil sie so viel Aufmerksamkeit einfordert. Meine Frau geht mit ihr schon in ausgedehntem Welpenrahmen (also nicht zu lang) mit ihr Gassi, beschäftigt sich mit ihr, gibt das Fressen im Schnüffelteppich, spielt mit ihr und alles mögliche. Ignorieren, schimpfen wenn sie wieder was anknabbert, mit Spielzeug ablenken etc funktioniert wohl auch nur bedingt und natürlich nur kurz. Habt ihr das auch durch und wenn ja, was könnt ihr uns für Tips geben? Uns ist bewusst, dass sie noch sehr jung ist, aber wir wollen auch nichts falsch machen. Danke schonmal für eure Antworten 🙂✌