Verhalten & Psychologie

Hallo ihr Lieben 🙂 Wir haben eine 1,5 Jahre alte Mittelspitzhündin aus dem russischen Tierschutz. Mika kam Ende Februar zu uns. Laut der Tierschutzorga lebte sie bei einem russischen Züchter nur im Haus, wurde bei der ersten Läufigkeit gedeckt, kümmerte sich dann logischerweise nicht gut um ihre Welpen und musste daher weg. Sie landete in nem Tierheim, wurde dort von ner Tierschützerin relativ schnell rausgeholt, kastriert, geimpft usw. Das war Ende des Jahres. Seit Ende Februar ist sie jetzt eben bei uns. Grundsätzlich ist sie eine total liebe und lernwillige Hündin, versteht sich auch super mit unserem Ersthund. Zuhause haben wir schon sehr viele Erfolge erzielt. Sie bellt nicht mehr wenn es klingelt sondern geht wie trainiert ins Wohnzimmer und wartet, bis sie dazugerufen wird. Sie springt keine Besucher mehr an sondern setzt sich, wie trainiert ins Wohnzimmer und wartet, bis sie begrüßt wird. Im Garten ist sie ein Traumhund, total lernwillig. Sie lernt Kommandos und Tricks innerhalb einer bis zwei kurzen Trainingssequenzen. Ist aufmerksam und ruhig. Kann mittlerweile auch zuhause und im Garten super entspannen. "Eindringlinge" die die Grundstücksgrenze übertreten werden mit 1-2 bellern bei mir angekündigt - das ist ok für uns 😀. Alleine bleiben war ein rießen Thema, sie hat mich auf Schritt und Tritt verfolgt, gebellt, gejault usw. Wir haben ganz viel ganz kleinschrittig trainiert und sind jetzt bei 3 Std entspannten allein bleiben. Radio an und sie legt sich auf die Couch oder auf ihren Platz und schläft. Hab auch mehrere Videos, mit denen ich das ganze immer mal wieder überprüfe. Jetzt zum Problem: Sobald es raus geht, ist diese Hündin wie ausgewechselt. Mika ist mega gestresst sobald es raus geht. Hechelt, winselt, jammert, weit hinter gezogene Leften, lecken über die Nase usw. Volles Programm. Sie ist kaum mehr ansprechbar. Ziehen an der Leine haben wir in den Griff bekommen. Je nach Erregungslevel werden andere Menschen und Hunde angebellt. Menschen eigentlich kaum mehr, Hunde fast immer. Ich versuche, erst los zu gehen, wenn sie einigermaßen ruhig ist. Draußen bleibe ich immer mal wieder stehen und warte, bis Sie sich etwas beruhigt. Wir gehen nur 2 verschiedene Runden. Ich habe aber das Gefühl, es wird einfach nicht besser. Trainerin ist mit an Board. Konnten schon viel insgesamt erreichen (mittlerweile klappt es, dass sie soweit auf mich achtet, dass sie stehen bleibt wenn ich stehe, sitz an Straßen ausführt..., aber Spazieren gehen ist immer wieder aufs neue totaler Stress für sie. Geht man eine lange Runde und es passiert null aufregendes (Hundebegegnungen oder Gebell usw) beruhigt sie sich manchmal irgendwann ( dauert locker 30-45 min) und ist dann auch ansprechbar, entspannt, führt Kommandos aus, spielt, ist abrufbar usw. Vielleicht hat ja der ein oder andere noch Tipps für uns oder möchte von seinen eigenen Erfahrungen berichten. Liebe Grüße Lisa und Mika
Stress/Nervosität beim Spaziergang - Hund aus dem Ausland