Aktuell liegt keine akute Schmerzsymptomatik vor, da hab ich ihn checken lassen.
Eben ist er meinen Mann wieder angegangen und es war eine andere Situation. Ich fürchte, da liegt was mit der Beziehung der beiden im Argen oder irgendwas triggert ihn, nur warum erst jetzt, nach einem halben Jahr 😔 bei mir hat er bisher noch nichts in der Richtung gezeigt. Wir verstehen es nicht. Unsere erste Hündin hatte ein offensives Agressionsproblem aus Unsicherheit aber er überspringt gefühlt alle Agressionsstufen, warnt akustisch überhaupt nicht, schnappt ab und haut dann ab.
Hallöchen, ich denke nicht, dass es sich um ein generalisiertes Verhalten Deinem Mann gegenüber handelt, sondern ein bewusstes Verhalten. Abschnappen ist ja erst mal eine deutliche Warnung, dass ihn irgendwas stört und der Rückzug danach zeigt es dann m. M. n. noch deutlicher ... aus der Situation raus wollen. Aus welchem Grund er die eher für uns Menschen unscheinbaren Warnungen überspringt, wäre jetzt Spekulation. Oftmals kommt das dann vor, wenn die "unscheinbaren" Warnungen übergangen wurden und der Hund gelernt hat, dass diese nicht mehr helfen und er deutlicher werden muss. Wie hat Dein Mann reagiert, als er zum ersten Mal abgeschnappt hat? Hat Dein Mann darauf mit Rückzug reagiert? Wenn ja, ist das aus,Sicht Deines Hundes das geeignete Mittel, Deinem Mann mitzuteilen, dass er gerade etwas blöd findet. Jeder braucht DIE Korrektur, die er versteht.
Aus meiner Sicht wäre es jetzt wichtig, ihn an die einzelnen Warnstufen Deinem Mann gegenüber wieder zu erinnern und das Dein Mann diese harte Korrektur nicht braucht und schon die unscheinbaren Korrekturen/Warnungen erkennt.
Mir ist z. B. aufgefallen, dass Dein Mann ihn über den Rücken gestreichelt hat, aber gar nicht "richtig" anwesend beim Hund war. Hunde wollen aber nicht immer gestreichelt werden. Wenn er in dieser Situation schon einige Warnungen abgegeben hat, Dein Mann aber darauf nicht reagiert hat, dann musste er deutlicher werden.
Mein Tip: Kuscheln und auf die Anzeichen des Hundes achten. In dieser Situation ganz bewusst auf die Anzeichen achten und entsprechend reagieren. Gleichzeitig aber ist es auch wichtig, dass Dein Mann souverän bleibt. Ihm Grenzen setzt und da konsequent bei bleiben. Beispiel: Hund möchte auf die Couch. Mensch sagt:" Alkes klar, komm her."
Wer hat hier jetzt wen bewegt?
Viel schöner ist es, dass der Hund nicht anfragt, sondern einfach so auf die Couch eingeladen wird. Es ist wertvoller zur Party eingeladen zu werden, als anzufragen, ob ich auch zur Party kommen darf.
Ein weiterer Tip: gemeinsames soziales Spiel. Darüber lernt man sich gut kennen. Spielerisch kann der Hund seine Regeln/Grenzen zeigen und umgekehrt. Das würde ich mal mitfilmen, um später noch mal alles zu analysieren.
Das sind jetzt wirklich nur Ideen aus der Ferne, basierend auf Deinen Schilderungen.