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Susan
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heute 15:12

Generalisierung nach einmaligem (negativem) Erlebnis?

Unser Rüde (8 Jahre, kastriert, aus der Slowakei, ehemaliger Zwingerhund, seit Oktober 2025 bei uns) war bisher eher unkompliziert und lediglich seine Impulskontrolle lässt arg zu wünschen übrig, aber wir arbeiten dran. Jetzt gab es folgende Situation: Olli stand neben meinem Mann, der ihn, wie schon so oft vorher, über den Rücken gestreichelt hat, vom Kopf weg über den gesamten Rücken. Dann fuhr er unvermittelt herum und hat nach meinem Mann geschnappt (ich war nicht dabei, hab nur sein kurzes hysterisches Bellen gehört). Alle Anwesenden haben gesagt, er hätte nicht gewarnt. Zwar sagt mein Mann auch, dass er nicht auf die Körpersprache geachtet hat, weil er sich unterhalten hat, aber akustisch erfolgte keine Warnung. Seitdem darf mein Mann ihn ab den Schultern abwärts nicht mehr anfassen, überall sonst ist es okay, nur der Rücken nicht. Heute war ich beim TA, der keine akuten Schmerzen finden/auslösen konnte, was ja erstmal nicht schlecht ist. Schließt aber nicht aus, dass Olli in dieser speziellen Situation evtl Schmerzen hatte. Jetzt meine Frage: Kann es sein, dass er diese eine Situation so arg mit meinem Mann verknüpft hat, dass er ihn deswegen nicht mehr dran lässt? Er kann ihn ab/anleinen, Geschirr an- und ausziehen überall sonst anfassen, nur nicht am oberen Rücken, was vorher nie ein Problem war. Bei mir und meinem Sohn hat er da bisher nicht ausgelöst, haben aber den Bereich seit dem Vorfall bewusst gemieden, aber ab und an streicht man doch mal drüber, weil man nicht dran denkt. Kennt das jemand und was habt ihr gemacht? Natürlich frag ich auch unseren Trainer, wie er das einschätzt, aber vielleicht hat hier schon jemand Erfahrung mit der Problematik.
 
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Claudia
heute 15:12
Das können trotzdem Schmerzen oder zumindest ein Unwohlsein an einer bestimmten Stelle sein.
Mein Hund hat das auch, hinten an der einen Hüfte.
Für mich gehört es zum medical Training, sie überall anfassen zu können/ dürfen. Das hat auch etwas mit Vertrauen zu tun.
Übt das Anfassen ganz bewusst, schaut auf den Hund und lernt ihn lesen. Wann ist es ok, wann und wo zu viel, loben und beruhigen.
Versucht die Stelle für „mal eben streicheln“ zu meiden, er findet es ja eh nicht schön.
Und lasst dort auf keinen Fall andere hinfassen.