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Susan
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Anzahl der Antworten 7
zuletzt 16. Mai

Generalisierung nach einmaligem (negativem) Erlebnis?

Unser Rüde (8 Jahre, kastriert, aus der Slowakei, ehemaliger Zwingerhund, seit Oktober 2025 bei uns) war bisher eher unkompliziert und lediglich seine Impulskontrolle lässt arg zu wünschen übrig, aber wir arbeiten dran. Jetzt gab es folgende Situation: Olli stand neben meinem Mann, der ihn, wie schon so oft vorher, über den Rücken gestreichelt hat, vom Kopf weg über den gesamten Rücken. Dann fuhr er unvermittelt herum und hat nach meinem Mann geschnappt (ich war nicht dabei, hab nur sein kurzes hysterisches Bellen gehört). Alle Anwesenden haben gesagt, er hätte nicht gewarnt. Zwar sagt mein Mann auch, dass er nicht auf die Körpersprache geachtet hat, weil er sich unterhalten hat, aber akustisch erfolgte keine Warnung. Seitdem darf mein Mann ihn ab den Schultern abwärts nicht mehr anfassen, überall sonst ist es okay, nur der Rücken nicht. Heute war ich beim TA, der keine akuten Schmerzen finden/auslösen konnte, was ja erstmal nicht schlecht ist. Schließt aber nicht aus, dass Olli in dieser speziellen Situation evtl Schmerzen hatte. Jetzt meine Frage: Kann es sein, dass er diese eine Situation so arg mit meinem Mann verknüpft hat, dass er ihn deswegen nicht mehr dran lässt? Er kann ihn ab/anleinen, Geschirr an- und ausziehen überall sonst anfassen, nur nicht am oberen Rücken, was vorher nie ein Problem war. Bei mir und meinem Sohn hat er da bisher nicht ausgelöst, haben aber den Bereich seit dem Vorfall bewusst gemieden, aber ab und an streicht man doch mal drüber, weil man nicht dran denkt. Kennt das jemand und was habt ihr gemacht? Natürlich frag ich auch unseren Trainer, wie er das einschätzt, aber vielleicht hat hier schon jemand Erfahrung mit der Problematik.
 
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Claudia
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13. Mai 15:12
Das können trotzdem Schmerzen oder zumindest ein Unwohlsein an einer bestimmten Stelle sein.
Mein Hund hat das auch, hinten an der einen Hüfte.
Für mich gehört es zum medical Training, sie überall anfassen zu können/ dürfen. Das hat auch etwas mit Vertrauen zu tun.
Übt das Anfassen ganz bewusst, schaut auf den Hund und lernt ihn lesen. Wann ist es ok, wann und wo zu viel, loben und beruhigen.
Versucht die Stelle für „mal eben streicheln“ zu meiden, er findet es ja eh nicht schön.
Und lasst dort auf keinen Fall andere hinfassen.
 
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Claudia
13. Mai 15:12
Das können trotzdem Schmerzen oder zumindest ein Unwohlsein an einer bestimmten Stelle sein.
Mein Hund hat das auch, hinten an der einen Hüfte.
Für mich gehört es zum medical Training, sie überall anfassen zu können/ dürfen. Das hat auch etwas mit Vertrauen zu tun.
Übt das Anfassen ganz bewusst, schaut auf den Hund und lernt ihn lesen. Wann ist es ok, wann und wo zu viel, loben und beruhigen.
Versucht die Stelle für „mal eben streicheln“ zu meiden, er findet es ja eh nicht schön.
Und lasst dort auf keinen Fall andere hinfassen.
 
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Susan
15. Mai 20:34
Das können trotzdem Schmerzen oder zumindest ein Unwohlsein an einer bestimmten Stelle sein. Mein Hund hat das auch, hinten an der einen Hüfte. Für mich gehört es zum medical Training, sie überall anfassen zu können/ dürfen. Das hat auch etwas mit Vertrauen zu tun. Übt das Anfassen ganz bewusst, schaut auf den Hund und lernt ihn lesen. Wann ist es ok, wann und wo zu viel, loben und beruhigen. Versucht die Stelle für „mal eben streicheln“ zu meiden, er findet es ja eh nicht schön. Und lasst dort auf keinen Fall andere hinfassen.
Aktuell liegt keine akute Schmerzsymptomatik vor, da hab ich ihn checken lassen.
Eben ist er meinen Mann wieder angegangen und es war eine andere Situation. Ich fürchte, da liegt was mit der Beziehung der beiden im Argen oder irgendwas triggert ihn, nur warum erst jetzt, nach einem halben Jahr 😔 bei mir hat er bisher noch nichts in der Richtung gezeigt. Wir verstehen es nicht. Unsere erste Hündin hatte ein offensives Agressionsproblem aus Unsicherheit aber er überspringt gefühlt alle Agressionsstufen, warnt akustisch überhaupt nicht, schnappt ab und haut dann ab.
 
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Claudia
15. Mai 20:44
Vielleicht ist er jetzt bei euch angekommen. Eventuell habt ihr oder eher dein Mann viele Signale übersehen, das muss ja kein akustisches Signal sein. Bei meiner Hündin ist ein Ohrenzucken und ich weiß Bescheid. Eventuell hat er schon einiges durchgehen lassen und jetzt eben nicht mehr.
Du hast sicherlich mit beidem recht: Beziehung und Trigger
Dann schaut genau hin!

Was genau war das denn für eine Situation?
War es wieder am Rücken?
 
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Claudia
15. Mai 20:49
Bei einem 8jährigen, der aus dem Zwinger kommt, ist ein halbes Jahr nichts….
Er hat anders gelernt sich Menschen gegenüber zu verhalten, hat sich seine eigenen Methoden ausgesucht, da ging es ja eher ums überleben und eventuell ums „nicht gesehen werden“
Vielleicht hat er auch ein Problem mit Männern, oder den Bewegungen deines Mannes
 
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R
15. Mai 21:03
Denke der Konflikt ist gewachsen. Evtl weil ihr auf zu deutliche Zeichen "wartet" und daraus hat sich vom Hund ein Stilles - er hat sechs Mal nein nicht verstanden, also Ansage. Das kann nun erstmal der Umgang damit in dieser Beziehung sein. Also ja, wenn wirklich keine schmerzen vorhanden sind und es eben gerade bei deinem Mann allein der Fall ist und nicht bei dir z.b. wird dein Hund eine Methode erkannt haben, die er selber für zu krass hält - aber scheinbar ihn erreichen lässt, was sonst untergegangen ist. Da hilft nur, dass die beiden an ihrer Beziehung, ihrem vertrauen und der Kommunikation miteinander arbeiten. Nach einem halben Jahr ist auch nicht untypisch, da er die erste Zeit zu gefallen und die Familie zu lesen versucht. Jetzt wo er die stärken und schwächen kennt, packt er sich selbst aus. Mit einem guten Training, hinsichtlich Körpersprache und Kommunikation kann das dann sicher gelöst werden. Umgang mit seinen sensiblen Phasen, wie Nervosität, Unsicherheit, oder ähnlichem auf eine Beziehungsebene bringen. Reines kräftemessen ist das sicher nicht. Er vermeidet ja jegliche Auseinandersetzung. Wenn er erst abschnappt und dann nervös wird- ist das eher eine Reflexsituation mit ganz schnellen "ohoh was hab ich getan". Vlt hat er dafür auch schon Mal was schlimmes erlebt ?!... Dabei wäre es nur hundesprachlich eine Abwehrreaktion?!... Schmerzen sind durch den Tierarztbesuch leider nicht auszuschließen. Eher dass nichts wirklich kaputt ist. Möglich dass er einfach in Spannungsmomenten "rücken" hat bspw. Ich hab Hund mit Schmerzen, sie hat auch schon reflexgeschnappt, wenn ich doof wo drangekommen war. Ich hab Hauptsächlicj an ihrer Angst gearbeitet, um sie gelassener zu kriegen, dass früher weicher anzuzeigen.
 
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Babs
16. Mai 07:28
Aktuell liegt keine akute Schmerzsymptomatik vor, da hab ich ihn checken lassen. Eben ist er meinen Mann wieder angegangen und es war eine andere Situation. Ich fürchte, da liegt was mit der Beziehung der beiden im Argen oder irgendwas triggert ihn, nur warum erst jetzt, nach einem halben Jahr 😔 bei mir hat er bisher noch nichts in der Richtung gezeigt. Wir verstehen es nicht. Unsere erste Hündin hatte ein offensives Agressionsproblem aus Unsicherheit aber er überspringt gefühlt alle Agressionsstufen, warnt akustisch überhaupt nicht, schnappt ab und haut dann ab.
Hallöchen, ich denke nicht, dass es sich um ein generalisiertes Verhalten Deinem Mann gegenüber handelt, sondern ein bewusstes Verhalten. Abschnappen ist ja erst mal eine deutliche Warnung, dass ihn irgendwas stört und der Rückzug danach zeigt es dann m. M. n. noch deutlicher ... aus der Situation raus wollen. Aus welchem Grund er die eher für uns Menschen unscheinbaren Warnungen überspringt, wäre jetzt Spekulation. Oftmals kommt das dann vor, wenn die "unscheinbaren" Warnungen übergangen wurden und der Hund gelernt hat, dass diese nicht mehr helfen und er deutlicher werden muss. Wie hat Dein Mann reagiert, als er zum ersten Mal abgeschnappt hat? Hat Dein Mann darauf mit Rückzug reagiert? Wenn ja, ist das aus,Sicht Deines Hundes das geeignete Mittel, Deinem Mann mitzuteilen, dass er gerade etwas blöd findet. Jeder braucht DIE Korrektur, die er versteht.

Aus meiner Sicht wäre es jetzt wichtig, ihn an die einzelnen Warnstufen Deinem Mann gegenüber wieder zu erinnern und das Dein Mann diese harte Korrektur nicht braucht und schon die unscheinbaren Korrekturen/Warnungen erkennt.

Mir ist z. B. aufgefallen, dass Dein Mann ihn über den Rücken gestreichelt hat, aber gar nicht "richtig" anwesend beim Hund war. Hunde wollen aber nicht immer gestreichelt werden. Wenn er in dieser Situation schon einige Warnungen abgegeben hat, Dein Mann aber darauf nicht reagiert hat, dann musste er deutlicher werden.

Mein Tip: Kuscheln und auf die Anzeichen des Hundes achten. In dieser Situation ganz bewusst auf die Anzeichen achten und entsprechend reagieren. Gleichzeitig aber ist es auch wichtig, dass Dein Mann souverän bleibt. Ihm Grenzen setzt und da konsequent bei bleiben. Beispiel: Hund möchte auf die Couch. Mensch sagt:" Alkes klar, komm her."

Wer hat hier jetzt wen bewegt?

Viel schöner ist es, dass der Hund nicht anfragt, sondern einfach so auf die Couch eingeladen wird. Es ist wertvoller zur Party eingeladen zu werden, als anzufragen, ob ich auch zur Party kommen darf.

Ein weiterer Tip: gemeinsames soziales Spiel. Darüber lernt man sich gut kennen. Spielerisch kann der Hund seine Regeln/Grenzen zeigen und umgekehrt. Das würde ich mal mitfilmen, um später noch mal alles zu analysieren.

Das sind jetzt wirklich nur Ideen aus der Ferne, basierend auf Deinen Schilderungen.
 
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Jochen
16. Mai 07:34
Hallöchen, ich denke nicht, dass es sich um ein generalisiertes Verhalten Deinem Mann gegenüber handelt, sondern ein bewusstes Verhalten. Abschnappen ist ja erst mal eine deutliche Warnung, dass ihn irgendwas stört und der Rückzug danach zeigt es dann m. M. n. noch deutlicher ... aus der Situation raus wollen. Aus welchem Grund er die eher für uns Menschen unscheinbaren Warnungen überspringt, wäre jetzt Spekulation. Oftmals kommt das dann vor, wenn die "unscheinbaren" Warnungen übergangen wurden und der Hund gelernt hat, dass diese nicht mehr helfen und er deutlicher werden muss. Wie hat Dein Mann reagiert, als er zum ersten Mal abgeschnappt hat? Hat Dein Mann darauf mit Rückzug reagiert? Wenn ja, ist das aus,Sicht Deines Hundes das geeignete Mittel, Deinem Mann mitzuteilen, dass er gerade etwas blöd findet. Jeder braucht DIE Korrektur, die er versteht. Aus meiner Sicht wäre es jetzt wichtig, ihn an die einzelnen Warnstufen Deinem Mann gegenüber wieder zu erinnern und das Dein Mann diese harte Korrektur nicht braucht und schon die unscheinbaren Korrekturen/Warnungen erkennt. Mir ist z. B. aufgefallen, dass Dein Mann ihn über den Rücken gestreichelt hat, aber gar nicht "richtig" anwesend beim Hund war. Hunde wollen aber nicht immer gestreichelt werden. Wenn er in dieser Situation schon einige Warnungen abgegeben hat, Dein Mann aber darauf nicht reagiert hat, dann musste er deutlicher werden. Mein Tip: Kuscheln und auf die Anzeichen des Hundes achten. In dieser Situation ganz bewusst auf die Anzeichen achten und entsprechend reagieren. Gleichzeitig aber ist es auch wichtig, dass Dein Mann souverän bleibt. Ihm Grenzen setzt und da konsequent bei bleiben. Beispiel: Hund möchte auf die Couch. Mensch sagt:" Alkes klar, komm her." Wer hat hier jetzt wen bewegt? Viel schöner ist es, dass der Hund nicht anfragt, sondern einfach so auf die Couch eingeladen wird. Es ist wertvoller zur Party eingeladen zu werden, als anzufragen, ob ich auch zur Party kommen darf. Ein weiterer Tip: gemeinsames soziales Spiel. Darüber lernt man sich gut kennen. Spielerisch kann der Hund seine Regeln/Grenzen zeigen und umgekehrt. Das würde ich mal mitfilmen, um später noch mal alles zu analysieren. Das sind jetzt wirklich nur Ideen aus der Ferne, basierend auf Deinen Schilderungen.
Großartiger Kommentar, Babs!