Hallo zusammen!
Erstmal vielen Dank für die vielen Rückmeldungen! Damit habe ich nicht gerechnet!
Aber um es festzuhalten: ich gehe nie aktiv auf ihn zu und versuche ihn so gut es geht zu ignorieren.
Aber da es am Anfang gut lief, habe ich natürlich versucht ihn etwas zu locken; Leckerlis im Sitzen von ihm abgewand zu geben, wenn möglich keine direkte Ansprache, nie laut, immer sehr sanft. Hat funktioniert! Er hat sogar leberwurst aus meiner Hand geschleckt.
Aber anstatt besser wurde es schlechter. Mit allen anderen aus unserem Haushalt (3 Generationen Haus) kommt er gut aus, lässt sich anfassen.
Ich will halt nur vermeiden, dass das vor mir ausweichen und weglaufen nicht am Ende in Aggression endet. Damit ist niemandem gedient.
Ich lasse ihn momentan links liegen. Keine Ansprache, kein Leckerli in der Hand gibt es nicht mehr. Ich lege ihm eins ins Körbchen und gehe weg. Wenn ich aufstehen und in die andere Richtung gehe, werfe ich leckerlies auf den Boden um meine Bewegung für ihn auch positiv zu bewerten.
Wahrscheinlich habe ich die ersten Reaktionen zu positiv gesehen und hätte es noch langsamer angehen müssen. Das werde ich jetzt tun, was mir echt schwer fällt, da ich derjenige war, der ihn in die Familie geholt hat, bzw der ausschlaggebende Mensch war. Meine Frau wollte einen Goldie Welpen.
Also mein Plan:
- Ich ignoriere ihr weiterhin
- Ich werfe Leckerli bzw lasse sie fallen
- Ich setze mich in ruhigen Momenten auf den Boden und warte ab
- Ich gehe weiterhin nicht auf ihn zu
Aber jetzt meine Frage:
Bringt es mehr mich aus dem Hundetraining (wir gehen einmal die Woche zu einer wechselnden Gruppe in einem Park) rauszuhalten, oder soll ich daran teilnehmen und mich nur nicht beteiligen. Ich habe heute meine Frau mit unserer Tochter hingefahren und bin fern geblieben. Ich halte das für den besseren Weg bis sich eine bessere Beziehung aufgebaut hat und würde dann wieder einsteigen. Lieber hätte ich es zwar anders, aber wenn das der Weg ist, gehe ich ihn.
Was sagt ihr zu meinem Plan?
LG
Maik
PS: Das ist der süße!
Ich würde an deiner Stelle auch weiterhin zur Gruppe gehen und aktiv teilnehmen.
Schließlich ist es ein gemeinsames Erlebnis und damit genau das, was zusammenwachsen lässt.
Wenn er dich anfangs noch mochte und jetzt plötzlich nicht mehr und du aber der einzige bist, der ihn in einer Situation stoppen (maßregeln) kann, stellt sich mir unweigerlich die Frage, ob er das nicht mit dir verknüpft hat.
Wie reagiert er denn, wenn du - als einziger - etwas verbietest?
Erschrickt er? Weicht er augenblicklich zurück?
Was genau tust du, um ihn zu maßregeln? Erhebst du die Stimme oder bleibt die Lautstärke gleich? Manche Hunde sind da sensibler und vertragen es nicht so gut, wenn die Stimme erhoben wird. Bei meiner muss selbst das "Nein" noch süß und hoch klingen, um sie nicht zu verschrecken.
Könnte sein, dass ihn das zu sehr beeindruckt hat und er deshalb nun vorsichtiger ist.
Mein Vorschlag ist, mit deiner Frau die Rollen zu tauschen.
Sie lernt, dem Hund Grenzen zu setzen (möglichst freundlich) und übernimmt den Part, während du vorerst nur noch die spaßigen Sachen übernimmst.
Im Laufe der Zeit (Geduld) wird er dann schon sehen, dass ihm nichts passiert und er mit beiden von euch schöne Dinge erleben kann.