Home / Forum / Welpen & Junghunde / Welpenkauf und Preise > Corona bedingt oder nicht?

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C。
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zuletzt 30. Nov.

Welpenkauf und Preise > Corona bedingt oder nicht?

Hallo liebe Dogorama Community! Mich würde mal Eure Erfahrung und Meinung interessieren, was die Preise bei der Anschaffung vieler Hunderassen (aber auch bei Katzen) ohne Papiere vs. mit Papieren angeht. Bitte gründlich durchlesen bevor ihr Kommentiert! DER AUSTAUSCH IM FORUM SOLL NIEMANDEN ANGREIFEN ODER BELEIDIGEN, NOCH SOLLTE ANDEREN NUTZERN PASSIV AGGRESSIV ODER ABWERTEND GEANTWORTET WERDEN! Von Vermehrer oder für Welpen aus dem Ausland werden für Rasse-Welpen/Hunde die außer einem EU Heimtierausweis keine andere Untersuchungen u. Papiere besitzen, teilweise richtig utopische Preise verlangt. ❓>> Wer hat so einen Welpen? Oder kennt jemanden der einen holte? Und warum? Das Phänomen mit dem Preisanstieg begann bereits schon 2019 und wurde durch die Pandemie nun auch weiterhin verfestigt. Für einige Kleinhunde-Rassen wird bis zu 4.000€ verlangt und auch bei großen Rassen gibts Preise bis zu 3.000€ ohne Papiere. Der Durchschnittpreis für Rassehunde von seriösen Züchtern, bei dem nicht nur Papiere und alle nötigen Unteruschungen gemacht und vorgelegt werden, liegt erstaunlicherweise mit 600 - 800€ doch krasser weise deutlich darunter! Das Preis-Verhältnis kann nicht krasser sein und die Anfrage für Rasse-Hunde ohne Papiere steigt immer mehr an und somit gibt es mehr und mehr Vermehrer. ❓>> Sollten die seriösen Züchter, die nach strengen Vorlagen züchten, ihre Preise dementsprechend anpassen, um so diesen Markt ausbremsen und dagegen wirken? Ein seriöser Züchter investiert bei weitem viel mehr finanziell in seine Hunde/Welpen und hat alleine schon hohe Ausgaben (je Rasse-Spezifisch) für die absolut nötigen Untersuchungen pro Welpe/Hund. Bei so einem Züchter geht der Hauptteil des Gewinns, beim Verkaufs einer seiner Nachkömmlinge, auch in seine Zucht, die Gesundheit und Qualität seiner Hunde. Auch steht dieser nach dem Kauf den neuen Haltern für Rat und Fragen weiterhin zur Verfügung. Vermehrer und Anbieter von Hunden aus dem Ausland, die sich selbst als Hobby-Züchter selbst benennen, tun das oben genannte alles nicht, verlangen extrem viel und haben eine sehr große Anfrage und dreifach soviel Anfragen als Welpen. ❓>> Was müsste euerer Meinung nach geschehen, um solchen Geldgieregen Vermehrer und Anbietern das Geschäft mit den Welpen schwieriger zu machen? ❓>> Wie kann man Interessenten besser informieren und aufklären, warum Papiere bei Rassehunden wichtig sind und sein sollten? Freue mich auf sachlich bleibenden und regen Austausch! 😃
 
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Dogorama-Mitglied
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2. Juni 14:17
Uiuiui, Büchse der Pandora geöffnet. Ich sehe das Problem bei folgenden Punkten: 1. Züchter haben gerade teilweise sehr lange Wartelisten, die Leute wollen aber sofort kaufen 2. Mischlinge werden als Designerhunde bezeichnet und sind plötzlich Prestigeobjekt 3. Züchter (seriös und mit Papieren) werden teilweise als überbewertet angesehen, dann heißt es „mir sind Papiere (und alles was dahinter steht wie Zuchtstättenkontrolle) unwichtig“ bzw. bei den Leuten, wo gekauft wird „das sind Hobbyzüchter, das find ich toll“ Kombiniere das dann mit einer Portion Unbedarftheit und schon hauen dir die Leute die tausender auf den Tisch. Ich denke nicht, dass die Vereinszüchter ihre Preise groß hochschrauben sollten, da ich nicht möchte, dass man sich an der Zucht bereichert. Und da passen auch viele Verbände auf, so ist häufig gewerbsmäßiges Züchten nicht gestattet. Außerdem löst das kein einziges der genannten Probleme. Foto von meiner „Coronahündin“ mit roten Papieren, die trotz super Abstammung noch knapp dreistellig war. Ich war außerdem aus Interesse mit ein paar Dalmi Züchtern in Kontakt, da lag der Preis auch ziemlich rassetypisch bei 2K
 

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Dogorama-Mitglied
2. Juni 14:17
Uiuiui, Büchse der Pandora geöffnet. Ich sehe das Problem bei folgenden Punkten: 1. Züchter haben gerade teilweise sehr lange Wartelisten, die Leute wollen aber sofort kaufen 2. Mischlinge werden als Designerhunde bezeichnet und sind plötzlich Prestigeobjekt 3. Züchter (seriös und mit Papieren) werden teilweise als überbewertet angesehen, dann heißt es „mir sind Papiere (und alles was dahinter steht wie Zuchtstättenkontrolle) unwichtig“ bzw. bei den Leuten, wo gekauft wird „das sind Hobbyzüchter, das find ich toll“ Kombiniere das dann mit einer Portion Unbedarftheit und schon hauen dir die Leute die tausender auf den Tisch. Ich denke nicht, dass die Vereinszüchter ihre Preise groß hochschrauben sollten, da ich nicht möchte, dass man sich an der Zucht bereichert. Und da passen auch viele Verbände auf, so ist häufig gewerbsmäßiges Züchten nicht gestattet. Außerdem löst das kein einziges der genannten Probleme. Foto von meiner „Coronahündin“ mit roten Papieren, die trotz super Abstammung noch knapp dreistellig war. Ich war außerdem aus Interesse mit ein paar Dalmi Züchtern in Kontakt, da lag der Preis auch ziemlich rassetypisch bei 2K
 
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Dogorama-Mitglied
2. Juni 14:19
Gerade ein sehr schwierigers Thema.Wir sind ja selbst Züchter im VDH und für unsere Rasse liegt der Preis zwischen 1.800€-2.200€. Dieser Preis und viel höher wird quasi von allen (fast allen) verlangt, die auch außerhalb des VDH züchten. Leider ist hier oft der Endverbraucher das Problem, weil unwissend und auch oft uneinsichtig sind. Es wird schon versucht, in einschlägigen Foren Aufklärung zu betreiben aber solange Angebot und Nachfrage den Markt regeln, bleibt es schwierig.
 
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Dogorama-Mitglied
2. Juni 14:24
Gerade ein sehr schwierigers Thema.Wir sind ja selbst Züchter im VDH und für unsere Rasse liegt der Preis zwischen 1.800€-2.200€. Dieser Preis und viel höher wird quasi von allen (fast allen) verlangt, die auch außerhalb des VDH züchten. Leider ist hier oft der Endverbraucher das Problem, weil unwissend und auch oft uneinsichtig sind. Es wird schon versucht, in einschlägigen Foren Aufklärung zu betreiben aber solange Angebot und Nachfrage den Markt regeln, bleibt es schwierig.
Ich denke auch, dass man hier nur Aufklärung betreiben kann. Wobei ich mir wirklich wünschen würde, dass Vater Staat der Vermehrerei einen Riegel vorschiebt oder diese zumindest unattraktiv macht
 
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Dogorama-Mitglied
2. Juni 14:27
Ich denke auch, dass man hier nur Aufklärung betreiben kann. Wobei ich mir wirklich wünschen würde, dass Vater Staat der Vermehrerei einen Riegel vorschiebt oder diese zumindest unattraktiv macht
Absolut!!!
 
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Dimitri
2. Juni 14:27
Besonders kleine Hunde sind extrem teuer geworden. In unserer Gegend möchten die Vermehrer Minimum 3000€ für einen fragwürdigen Pom, Pomchi u.ä. haben. Ich könnte das damit begründen, dass Leute (oft! Nicht alle!) gerne einen Hund haben wollen, aber weniger Arbeit aufbringen, damit es einigermaßen läuft. Somit käme ein großer Hund schon gar nicht in Betracht. Für einige mag Erziehung intuitiv sein, für die meisten jedoch nicht. Das könnte zumindest erklären, wieso die meisten kleinen Hunde in unserer Gegend ziemlich unerzogen sind und auch nicht von ihrem Halter korrigiert werden. Kleine Hunde machen weniger Mist und das bisschen "kann man ja auch liegen lassen". Das alles ist NUR meine Erfahrung in unserem Viertel. Die Nachfrage ist seit Corona auch extrem gestiegen. Aber wem das alles ohnehin egal ist, der greift da natürlich zu und ist bestimmt nicht auf Dogorama unterwegs, da man sich auch hier hauptsächlich wegen dem Hund befindet.
 
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Dogorama-Mitglied
2. Juni 14:33
Besonders kleine Hunde sind extrem teuer geworden. In unserer Gegend möchten die Vermehrer Minimum 3000€ für einen fragwürdigen Pom, Pomchi u.ä. haben. Ich könnte das damit begründen, dass Leute (oft! Nicht alle!) gerne einen Hund haben wollen, aber weniger Arbeit aufbringen, damit es einigermaßen läuft. Somit käme ein großer Hund schon gar nicht in Betracht. Für einige mag Erziehung intuitiv sein, für die meisten jedoch nicht. Das könnte zumindest erklären, wieso die meisten kleinen Hunde in unserer Gegend ziemlich unerzogen sind und auch nicht von ihrem Halter korrigiert werden. Kleine Hunde machen weniger Mist und das bisschen "kann man ja auch liegen lassen". Das alles ist NUR meine Erfahrung in unserem Viertel. Die Nachfrage ist seit Corona auch extrem gestiegen. Aber wem das alles ohnehin egal ist, der greift da natürlich zu und ist bestimmt nicht auf Dogorama unterwegs, da man sich auch hier hauptsächlich wegen dem Hund befindet.
Meine Tante züchtet Kleinspitze und Zwergspitze, die Preise sind normal (solang da Papiere bei sind)
 
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C。
2. Juni 14:50
Uiuiui, Büchse der Pandora geöffnet. Ich sehe das Problem bei folgenden Punkten: 1. Züchter haben gerade teilweise sehr lange Wartelisten, die Leute wollen aber sofort kaufen 2. Mischlinge werden als Designerhunde bezeichnet und sind plötzlich Prestigeobjekt 3. Züchter (seriös und mit Papieren) werden teilweise als überbewertet angesehen, dann heißt es „mir sind Papiere (und alles was dahinter steht wie Zuchtstättenkontrolle) unwichtig“ bzw. bei den Leuten, wo gekauft wird „das sind Hobbyzüchter, das find ich toll“ Kombiniere das dann mit einer Portion Unbedarftheit und schon hauen dir die Leute die tausender auf den Tisch. Ich denke nicht, dass die Vereinszüchter ihre Preise groß hochschrauben sollten, da ich nicht möchte, dass man sich an der Zucht bereichert. Und da passen auch viele Verbände auf, so ist häufig gewerbsmäßiges Züchten nicht gestattet. Außerdem löst das kein einziges der genannten Probleme. Foto von meiner „Coronahündin“ mit roten Papieren, die trotz super Abstammung noch knapp dreistellig war. Ich war außerdem aus Interesse mit ein paar Dalmi Züchtern in Kontakt, da lag der Preis auch ziemlich rassetypisch bei 2K
Hey Marie! Danke für deinen Beitrag! Bei Punkt 1 und 3 bin ich bei dir. Aber nicht sicher in wie fern Punkt 2 welche Mischlingen als Prestigeobjekt du meinst? Ich besitze ja einen Deckrüden und erhalte auch ausserhalb des Vereins Deckanfragen für Hydro-Mischungen. Da war ja schon alles dabei: Huskey, RR, Vizla, Spanisch Setter... Da frage ich mich schon, und auch nach, was man mit so einer verpaarung bezwecken möchte? Aber ich bin mir nicht so sicher, ob Vereinszüchter sich nicht am Markt orientieren sollten und den Preis anpassen. Denn der Durchschnittspreis im VDH für Dalmatiner liegt bei 1.200-1.500€ und somit deutlich niedriger als für einen Labrador mit Papieren. Obwohl Dalmatiner mehr Untersuchungen bei den Welpen brauchen! Das Ratio stimmt einfach nicht. Und Gewerbe anmelden macht man hierfür nicht klar, aber je nach Gewinn, Finanzamt und je nach Züchter wird das ggf. natürlich versteuert oder angemeldet! Daher die Bezeichnung; Hobby-Züchter. Die vermehrer kassieren es in ihre Tasche - jeden den ich selbst kontaktierte und fragte was sie füttern, da konnte ich nur den Kopf schütteln. Auch habe ich mal so einen „Kaufinteressenten“ gespielt und habe mir mal vor Ort einen solchen Anbieter besucht - kein Zuchtwart und kein Verein hätte beim besichtigen der Umstände und Haltungsbedinungen zugestimmt und für ok befunden! Das ist eine Frechheit wie man Geld mit Tieren macht! Seriöse Züchter müssen bereits eine mindest Größe für die Wurfbox und Raum und Unterboden usw usw beachten. Solche vermehrter halten sich an rein gar nichts. Neulich hatte ich einen regen Chat mit einer Mutter, die eihren 8 Monate alten Dalmatiner ohne Papiere weiter verkauft für 2.000€ - ohne einen triftigen Grund zu nennen und blockte mich ab mit sie habe so viele Interessenten und muss gar keine Fragen beantworten. Es möchten ja schon die ersten gleich kommen ihn besichtigen ohne überhaupt eine einzige Frage gestellt zu haben. Da sind so einige Dinge falsch hier. 😕
 
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C。
2. Juni 14:53
Gerade ein sehr schwierigers Thema.Wir sind ja selbst Züchter im VDH und für unsere Rasse liegt der Preis zwischen 1.800€-2.200€. Dieser Preis und viel höher wird quasi von allen (fast allen) verlangt, die auch außerhalb des VDH züchten. Leider ist hier oft der Endverbraucher das Problem, weil unwissend und auch oft uneinsichtig sind. Es wird schon versucht, in einschlägigen Foren Aufklärung zu betreiben aber solange Angebot und Nachfrage den Markt regeln, bleibt es schwierig.
👍🙌 bin da völlig bei dir! Was müsste deiner Meinung passieren um das letztere Problem mehr in den Griff zu bekommen? Macht der VDH etwas? Wie klärt er auf oder unterstützt Züchter?
 
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C。
2. Juni 14:53
Ich denke auch, dass man hier nur Aufklärung betreiben kann. Wobei ich mir wirklich wünschen würde, dass Vater Staat der Vermehrerei einen Riegel vorschiebt oder diese zumindest unattraktiv macht
👍👌 Wie wahr! Das ist wirklich überfällig.
 
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C。
2. Juni 14:55
Meine Tante züchtet Kleinspitze und Zwergspitze, die Preise sind normal (solang da Papiere bei sind)
Wie setzt sich der Preis hier zusammen? Unabhängig davon das diese Rasse wenig Welpen Wölfen.
 

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