Medizinische Sprechstunde

Liebe Hundefreunde, Im Moment mache ich mir viele Gedanken über Sirius' (3) Pfote. Die Pfote wurde vor 1,5 Jahren begradigt und versteift. Seitdem haben wir viel an Lebensqualität gewonnen. Sirius läuft in allen Gangarten sehr gut. Auch längere Strecken. Er muss aber immer noch rund um die Uhr ein dickes polster tragen, dadurch entstehen fast ständig Wunden und offene Stellen, die ihm dann wieder Schmerzen bereiten und er muss in seiner Bewegung eingeschränkt werden, damit es wieder abheilt. Schwimmen und Wasser sind absolut tabu. Auch ein maßgefertigter gepolsterter Schuh oder eine Orthese ändert leider nichts daran, dass er sich ständig wund reibt und dann wieder Verbände tragen muss. Die Alternative wäre immer noch die Amputation der Pfote. Sirius humpelt oft auf drei Beinen, wenn wieder etwas weh tut, und das funktioniert sehr gut. Eine Pfotenprothese wäre hier aber trotzdem unser absolutes Ziel, denn Sirius will viel rennen und toben und ist mit seinen 45kg kein Leichtgewicht. Dann könnte er auch schwimmen usw. Allerdings neigen Prothesen auch dazu, Probleme mit Druckstellen zu machen und müssen ständig nachgebessert werden... Im Moment bin ich wirklich hin- und hergerissen, was das Beste für Sirius wäre. Es hat alles seine Vor- und Nachteile. Leider kann man nicht amputieren, testen und ggf. rückgängig machen. Sorgen über Sorgen. Der Hund wird nicht jünger... Aber Tatsache ist, dass ich dem armen Tier das nicht die nächsten 10 Jahre zumuten möchte so wie es jetzt ist. Auch wenn er mit seiner Pfote und Polster hervorragend läuft. Hund und Besitzer zahlen einen ziemlich hohen Preis für das tolle Gangbild 😔 Wie sieht eure fachmännische Meinung dazu aus? Der Chirurg der Sirius operiert hat ist sehr überzeugt von seiner Arbeit und gegen eine Amputation bei so einem schweren Hund. Allerdings hat er an dem Hund auch schon 20.000€ verdient und es ist kein Ende in Sicht.