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Galina
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Anzahl der Antworten 46
zuletzt 15. Juli

Wo kann mein Hund endlich frei laufen?

Mein Hund aus dem Tierschutz hat über die Jahre leider trotz intensiver Trainings zu sämtlichen Themen viele Ängste entwickelt. An der kurzen Leine hat er ständig Angst, läuft aber artig nebenher und hört auf jeden Befehl (Dr. Jekyll). An der langen Schleppleine hingegen wird er „aggressiv“ und stellt Menschen und vor allem Fahrräder, um sie fernzuhalten (Mr. Hide). Autos auf den Straßen sind kein Problem, aber kommt eins unvorhergesehen im Wald zum Beispiel der Förster, dann rennt er direkt vor das Auto. Es gab schon einige böse Unfälle (für mich vorallem) mit der langen Leine und ich muss mich dauerhaft konzentrieren und bin angespannt. Diesen Trieb kriegen wir nicht mehr raus aus ihm. Er hat dann eine andere Persönlichkeit und dennoch muss er laufen dürfen, er liebt es, über Felder zu rennen, aber gibt wirklich immer irgendwo jemanden oder etwas, weshalb wir immer mitrennen müssen, wodurch wir ihm niemals gerecht werden können. Jetzt meine Frage: Was gibt es für Möglichkeiten, damit mein Hund frei laufen kann in seinem Tempo und vielleicht sogar in kleineren Gruppen mit Artgenossen? Hundeschulen bieten zwar oft das richtige Ambiente, allerdings wollen wir kein Training und keine Mitgliedschaft. Hundeparks sind aufgrund seiner Unsicherheit auch ausgeschlossen, wenn wir die Situation bzw. die Hunde nicht aussuchen können. Ich wünsche mir, dass er richtig ausgelassen Hund sein darf, dass er nicht seine Umgebung abscannen muss und einfach spielen kann, anstatt angespannt zu sein. Im Übrigen hat er noch nie ein anderes Lebewesen gebissen oder verletzt.
 
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Maria
15. Juli 09:19
Was ich weiß, ist, wann Capper Freude empfindet und weniger Anspannung ausstrahlt und das ist aktuell an der Schleppleine. Deshalb suche ich nach Lösungen, wie ich ihm das alternativ bieten kann. Das bedeutet nicht, dass es kein Training mehr gibt und Baustellen nicht weiter angegangen werden. Allerdings kann ich sagen, dass die Schleppleine nur für ihn ist. Für mich wäre es dauerhaft an der kurzen Leine mit ihm viel einfacher. Die Schleppleine bedeutet unnötigen zusätzlichen Stress und Risiko. Das ist tatsächlich keine Entlastung für mich. Ich mag nur sein freudiges Gesicht beim Rennen mit uns und wie er sein Hinterteil einzieht für zoomies über die Wiese. Dafür gebe ich ihm die Möglichkeit, die er sonst nicht hat. Capper und ich wachsen beide zusammen. Mit den vermeintlichen Rassen, die in ihm stecken, wäre er bei einem Profi sicherlich besser aufgehoben gewesen, aber er ist bei mir gelandet und ich lerne ebenfalls mit ihm. Ich versuche ihm trotz all der Ängste und Missvertrauen in andere Menschen gerecht zu werden, das kann also durchaus sein, dass der ein oder andere Gedanke zu menschlich gedacht ist.
Wie kann er an der Schlepp weniger angespannt sein, wenn er da alles angeht, was sich bewegt inklusive Autos? Vielleicht ist er an der kurzen Leine ja eher in der Lage, seine Sorgen mitzuteilen, während er sich an der Schlepp selbst verantwortlich fühlt und sich entsprechend verhält, ohne Rückversicherung und Absprache mit euch.

Zombies sind nicht unbedingt ein Zeichen von Freude. Das kann eben angestaute Anspannung sein.

Meine Elisa hatte das anfangs auch und ich wollte ihr auch möglichst viel Freiheit geben. Sie kam und kommt auch heute ins “Gerenne”, wenn ich nicht mit ihr in Verbindung bleibe, und daran erkenne ich, dass sie total drüber ist.

Mit mehr Arbeit meine ich mentale Arbeit, vorausschauendes Spazieren gehen, Struktur reinbringen…
 
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Lisa-Eileen
15. Juli 13:18
Auch wenn die Eingangsfrage eine andere war: Ich habe den Eindruck, du bist Ersthundehalterin und projizierst deine sehr menschlichen Vorstellungen auf den Hund (Der Hund möchte Freiheit) Schade finde ich es vor allem, weil es so klingt, als würdest du den Hund lieber in Unverbundenheit frei laufen lassen - was eigentlich nur eine Entlastung für dich bedeutet, nicht für den Hund - als gemeinsam mit ihm in Verbundenheit seine Bedürfnisse nach Bewegung zu befriedigen. Aber das ist natürlich um einiges anstrengender. Und das Argument “Tierschutzbund” empfinde ich als fadenscheinig. Schau mal auf YouTube nach Maya Nowak und Pauline. Pauline war bei ihrer Ankunft schwer traumatisiert, hat schon beim Transport um sich gebissen und gekotet, hat sich drei Jahre lang nicht anleinen lassen, etc. und lässt sich trotzdem führen. In meinen Augen hast du in Bezug auf Hunde einfach noch sehr viel zu lernen.
Gut zusammengefasst.👍🏼
 
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Tina
15. Juli 13:51
Hallo zusammen, vielen Dank für die rege Beteiligung und vorallem die Tipps zum Freilauf. Ich werde mich mal schlau machen, wo das geht zum Beispiel in Puchheim. Zu den anderen Themen kann ich nur sagen: Jede Hund-Mensch Beziehung ist anders. Viele dieser Beiträge und Tipps könnte ich 1:1 unter andere Post schreiben…jeder Hund ist anders. Jeder Hund tickt anders und jede Beziehung zwischen Hund und Halter funktioniert anders. Es gibt keine Muster, die man einfach anwenden kann. In den 4 Jahren hatten wir neben einer festen Trainerin noch 4 weitere und Capper ist kein einfacher Hund. Es gibt Dinge, die kann man nicht mehr aus ihm rauskriegen, wie ich bereits sagte. Seine Ängste gehören ebenfalls dazu und niemand weiß besser, was dieser Hund braucht, als ich. Die Gefahr mit der Schleppleine habe ich verdeutlicht, den Spaß, den er im Freilauf hat und beim Rennen alle Sorgen vergisst, habe ich auch erwähnt. Jetzt suche ich eine Lösung für ihn und will Risiken minimieren. Sehr viele Baustellen haben wir gemeinsam bewältigt, an anderen arbeiten wir weiter, so lange es sein muss. Das ist meine Aufgabe als Halterin.
👍🫶🍀😬💚
 
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Tina
15. Juli 13:54
Das kann der Hund wenn man als Mensch ihm den sicheren Rahmen gibt durch Führung. Was soll ein Hund mit vermeindlicher "Freiheit" mit der er nicht umgehen kann? Hunde brauchen Sicherheit, dann geht das auch. Erstmal lernen wie man ihm diese gibt und ihn nicht sich selbst überlassen. Beibringen das er sich auf dich verlassen kann und es nicht selbst regeln muss. Wenn du etwas siehst rufst du ihn zu dir bevor er reagiert. Zum gesicherten Freilauf gibts Freilaufplätze, wenn du mit Leuten zusammen gehen willst kannst du ne Gruppe gründen oder selbst suchen zb hier auf Dogorama über Treffen kannst du was reinstellen um passende Leute zu finden. Hunde müssen nicht frei rumbrettern, man kann gut Fahrrad fahren für körperliche Auslastung wenn der Hund Druck ablassen muss oder Bikejöring, Canicross usw. Es gibt genug Möglichkeiten für körperliche Auslastung.
So viele wissende Menschen würden mich glatt überfordern 🧐😎
 
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Karin
15. Juli 18:49
Toll wäre es wenn du eine Wiese pachten und einzäunen könntest Dann könnten seine Hundekumpels zu euch kommen
 
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Leonie
15. Juli 19:26
In unserer Nähe gibt es das Caniplace – wohl leider out of reach für Euch. Vielleicht mal mit einem Urlaub im Hunsrück verbinden, eine schöne, naturnahe und hundefreundliche Region ...

https://caniplace.eu/