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zuletzt 6. Nov.

"Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Hallo ihr Lieben :)
Ich habe kürzlich o.g. Buch verschlungen und gleich begeistert mit dem dort aufgeführten Training begonnen.

Für alle, die es nicht kennen: Es geht darum gemeinsam mit seinem Hund die Welt zu entdecken und Spuren zu suchen etc.. Quasi ein Leitfaden, wie man dem Hund zeigt nicht mehr alleine jagen zu gehen, sondern voller Freude zu kooperieren.

Ich bin nun unendlich begeistert, weil erste (auch unerwartete) Erfolge schon in wenigen Tagen sichtbar wurden und wollte nun mal fragen, ob noch jemand inspiriert von diesen Methoden mit seinem Hund die Welt erkundet?

Würde mich über einen Erfahrungsaustausch unheimlich freuen!

Liebe Grüße
 
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Das A-Team
10. Okt. 16:38
Heute witterte Dracu in ein Waldstück, fand aber, nicht sonderlich aktiv, ich ging mit ihm ein Stück in das Waldstück hinein, er lief mit der Nase am Boden entlang, witterte oft und stand auch vor. Ich nahm das nicht wirklich für voll da er nicht sonderlich motiviert erschien.
Als wir wieder auf den Weg gingen sprangen wenige Dutzend Meter zwei Rehe auf aus der Richtung in die Dracu Vorstand.

Und so kam ich wieder auf meine Gedanken...:
Manchmal frage ich mich, ob ich mit Dracu einfach Glück habe und seine jagdliche Motivation weniger stark ausgeprägt ist als bei anderen (Jagd)hunden. Oder ob es vielleicht auch daran liegt, dass er durch den regelmäßigen Kontakt mit seinen jagdlichen Interessen eine gewisse Zufriedenheit und Ausgeglichenheit entwickelt hat?


Wie denkt ihr darüber?!
 
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Jochen
11. Okt. 07:28
Heute witterte Dracu in ein Waldstück, fand aber, nicht sonderlich aktiv, ich ging mit ihm ein Stück in das Waldstück hinein, er lief mit der Nase am Boden entlang, witterte oft und stand auch vor. Ich nahm das nicht wirklich für voll da er nicht sonderlich motiviert erschien. Als wir wieder auf den Weg gingen sprangen wenige Dutzend Meter zwei Rehe auf aus der Richtung in die Dracu Vorstand. Und so kam ich wieder auf meine Gedanken...: Manchmal frage ich mich, ob ich mit Dracu einfach Glück habe und seine jagdliche Motivation weniger stark ausgeprägt ist als bei anderen (Jagd)hunden. Oder ob es vielleicht auch daran liegt, dass er durch den regelmäßigen Kontakt mit seinen jagdlichen Interessen eine gewisse Zufriedenheit und Ausgeglichenheit entwickelt hat? Wie denkt ihr darüber?!
Das ist eine sehr spannende Frage, die mich auch schon oft umtrieb.
Die Antwort ist wahrscheinlich langweilig multifaktoriell. Ein paar Einflüsse, die mir so einfallen:

Hund: Genetik, Epigenetik, Umwelt, Alter, Erfahrungen, Charakter, Temperament, Sozialisation, Vertrauen, Orientierung, Stressregulation, körperliche Fitness, Spiegelneuronen

Mensch: Erfahrungen, Wissen, Empathie (soziale Intelligenz), Temperament/Geduld, Erwartungen, Umwelt

Die jeweiligen Eigenschaften Hund/Mensch interagieren auch noch miteinander, verstärken sich oder schwächen sich ab.

Ich denke, bei euch passt einfach alles.
 
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Das A-Team
11. Okt. 07:48
Das ist eine sehr spannende Frage, die mich auch schon oft umtrieb. Die Antwort ist wahrscheinlich langweilig multifaktoriell. Ein paar Einflüsse, die mir so einfallen: Hund: Genetik, Epigenetik, Umwelt, Alter, Erfahrungen, Charakter, Temperament, Sozialisation, Vertrauen, Orientierung, Stressregulation, körperliche Fitness, Spiegelneuronen Mensch: Erfahrungen, Wissen, Empathie (soziale Intelligenz), Temperament/Geduld, Erwartungen, Umwelt Die jeweiligen Eigenschaften Hund/Mensch interagieren auch noch miteinander, verstärken sich oder schwächen sich ab. Ich denke, bei euch passt einfach alles.
Danke.🥰 Das denke ich mir mit Dracu auch. Ein besseres Match aus dem Tierschutz für beide Seiten gibt es nicht!

Ich denke aber auch in dem Gegensatz die ihren Hund nicht jagdlich führen wie ich, aber fast täglich in Wäldern unterwegs sind und beispielsweise Hunde die unregelmäßig bis selten in den Genuss ihres Habitats kommen und deswegen nicht sonderlich ihren Interessen gesättigt sind und deswegen weniger ausgeglichen sind in dem Punkt.
In dem Buch " Leben will gelernt sein" geht es auch um den Aspekt das manche Kulturen Jagdhunde nicht Sozialisieren und nicht außerhalb der Jagd auslasten das sie dann im Einsatz völlig außer sich sind und alles geben.
 
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Jochen
11. Okt. 09:05
Ja, absolut. Es ist so wichtig, die Erwartungen des Hundes im Blick zu haben und auch zu beeinflussen und zu konditionieren. Ich habe gestern einen interessanten Podcast gehört, da war ein Jäger und Dackelzüchter zu Gast. Er meinte, dass die Hunde ja die meiste Zeit im Alltag nicht jagen sollen und dies auch verstehen und normaler Freilauf möglich ist.

Wird den Hunden jedoch das Jagdgeschirr angezogen und der Halter trägt seine Warnweste, wissen die Hunde bescheid und „schalten ihr Verhalten“ um.

Die Triebstautheorie ist widerlegt. Es geht um Verhaltenssteuerung und nicht um einen „Triebabbau“, weil sich was aufgestaut hat.
 
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Babs
11. Okt. 09:20
Ja, absolut. Es ist so wichtig, die Erwartungen des Hundes im Blick zu haben und auch zu beeinflussen und zu konditionieren. Ich habe gestern einen interessanten Podcast gehört, da war ein Jäger und Dackelzüchter zu Gast. Er meinte, dass die Hunde ja die meiste Zeit im Alltag nicht jagen sollen und dies auch verstehen und normaler Freilauf möglich ist. Wird den Hunden jedoch das Jagdgeschirr angezogen und der Halter trägt seine Warnweste, wissen die Hunde bescheid und „schalten ihr Verhalten“ um. Die Triebstautheorie ist widerlegt. Es geht um Verhaltenssteuerung und nicht um einen „Triebabbau“, weil sich was aufgestaut hat.
Ähnlich ist es auch beim Mantrailing, Schutzdienst...

Die Hunde suchen ja auch nicht den ganzen Tag Menschen. Hole ich aber das entsprechende Geschirr raus, wissen die was ansteht.
 
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Yvonne
13. Okt. 03:23
Heute witterte Dracu in ein Waldstück, fand aber, nicht sonderlich aktiv, ich ging mit ihm ein Stück in das Waldstück hinein, er lief mit der Nase am Boden entlang, witterte oft und stand auch vor. Ich nahm das nicht wirklich für voll da er nicht sonderlich motiviert erschien. Als wir wieder auf den Weg gingen sprangen wenige Dutzend Meter zwei Rehe auf aus der Richtung in die Dracu Vorstand. Und so kam ich wieder auf meine Gedanken...: Manchmal frage ich mich, ob ich mit Dracu einfach Glück habe und seine jagdliche Motivation weniger stark ausgeprägt ist als bei anderen (Jagd)hunden. Oder ob es vielleicht auch daran liegt, dass er durch den regelmäßigen Kontakt mit seinen jagdlichen Interessen eine gewisse Zufriedenheit und Ausgeglichenheit entwickelt hat? Wie denkt ihr darüber?!
Ich kann mich noch an die Anfangszeit erinnern, wo Dracu aber sowas von ausgeprägten Jagdinstinkt hatte…, nur in unkontrolliert.
Das ist der Unterschied.

Es macht mit Sicherheit auch einen Unterschied, ob ein Hund in seinem Sinne regelmäßig ausgelastet wird und vor allem, wie diese Art Auslastung aussieht und ob mit seinen genetischen Anlagen oder dagegen gearbeitet wird.
 
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Das A-Team
13. Okt. 05:12
Ich kann mich noch an die Anfangszeit erinnern, wo Dracu aber sowas von ausgeprägten Jagdinstinkt hatte…, nur in unkontrolliert. Das ist der Unterschied. Es macht mit Sicherheit auch einen Unterschied, ob ein Hund in seinem Sinne regelmäßig ausgelastet wird und vor allem, wie diese Art Auslastung aussieht und ob mit seinen genetischen Anlagen oder dagegen gearbeitet wird.
Ja, dass stimmt mir kommen so langsam die Erinnerungen wieder hoch.🙈
Als ich sogar Spaziergänge im Wald abbrechen musste weil die für ihn nicht machbar waren aufgrund der Gerüche.
Manchmal stand er winselnd Erdmännchen machend in der Schleppleine.
 
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Das A-Team
13. Okt. 05:19
Ja, absolut. Es ist so wichtig, die Erwartungen des Hundes im Blick zu haben und auch zu beeinflussen und zu konditionieren. Ich habe gestern einen interessanten Podcast gehört, da war ein Jäger und Dackelzüchter zu Gast. Er meinte, dass die Hunde ja die meiste Zeit im Alltag nicht jagen sollen und dies auch verstehen und normaler Freilauf möglich ist. Wird den Hunden jedoch das Jagdgeschirr angezogen und der Halter trägt seine Warnweste, wissen die Hunde bescheid und „schalten ihr Verhalten“ um. Die Triebstautheorie ist widerlegt. Es geht um Verhaltenssteuerung und nicht um einen „Triebabbau“, weil sich was aufgestaut hat.
Jetzt wo du und Babs B. es sagt, ja.
Da habe ich mal ein Video gesehen von einem Deutsch Kurzhaar, jagdlich im gebrauch gesehen wo er in dem Video viel winselte und das bemängelt wurde.
Der Jagdhund Besitzer klärte aber auf das das nur der Fall ist wenn er die Schweißhalsung angezogen bekommt da der Hund weiß das es jetzt auf die Totsuche geht.

Ich denke das ist bei mir und Dracu ähnlich wenn ich die Leine nehme und mit dem Karabiner klapper, Dracu weiß das es ohne mich an dem Punkt der Fährte nicht alleine weiter geht.
Er kommt dann zu mir stellt sich neben mich und trabt wie ein Turnierpferd auf der Stelle vor Aufregung und wenn ich angeleint sage das er der Fährte folgen soll fliege ich im wahrsten Sinne des Wortes hinterher.😂

https://youtube.com/shorts/lM26N70FX0A?is=f2HJznPrA5BTzkeJ
 
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Das A-Team
15. Okt. 14:53
Grüße aus Österreich auf dem Piller Pass Richtung Torfmoor!
Dracu, ganz vorbildlich an der Leine.
An dem heutigen Tage hatte er viel zu wittern. Ich vermute Rehe.
Aber die Spuren Verrieten auch das dort Rotwild ansässig ist.
In der Unterhaltung ging es darum was denn noch so alles ansässig ist. 😄
 
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Das A-Team
21. Okt. 09:50
Da es wieder merklich spürbar ist...
Ein Rat an alle!
Bei den kühleren und feuchten morgenden sind die Gerüche der Wildtiere länger "konserviert" sodass es dazu kommen kann das unsere (Jagd)Hunde aktiver unterwegs sind.

Vielleicht beobachtet der ein oder andere das auch?