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zuletzt 6. Nov.

"Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Hallo ihr Lieben :)
Ich habe kürzlich o.g. Buch verschlungen und gleich begeistert mit dem dort aufgeführten Training begonnen.

Für alle, die es nicht kennen: Es geht darum gemeinsam mit seinem Hund die Welt zu entdecken und Spuren zu suchen etc.. Quasi ein Leitfaden, wie man dem Hund zeigt nicht mehr alleine jagen zu gehen, sondern voller Freude zu kooperieren.

Ich bin nun unendlich begeistert, weil erste (auch unerwartete) Erfolge schon in wenigen Tagen sichtbar wurden und wollte nun mal fragen, ob noch jemand inspiriert von diesen Methoden mit seinem Hund die Welt erkundet?

Würde mich über einen Erfahrungsaustausch unheimlich freuen!

Liebe Grüße
 
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Katja
21. Okt. 11:08
Oh, jaaa… und nicht nur Jagdhunde!
Polli wusste gar nicht, wo sie zuerst schnüffeln sollte: es stehen ja gerade auch noch überall Kraniche & Gänse… und die Wildschweine werden jetzt mit der Maisernte auch aus ihrem Wellness-Hotel vertrieben!
Polli hat sich allerdings lieber für die Mäuse entschieden…

PS: Rehe & Dammwild und auch das seltenere Rotwild sind bei uns im Norden inzwischen absolut heimlich unterwegs, seit der Wolf da ist: Nix mehr zu sehen! Wenn denn überhaupt noch welche da sind…🥴
 
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Katja
21. Okt. 11:11
Ach und nochmal Zeckenschutz überprüfen! Polli hat vom Landausflug doch einige mitgebracht, trotz Bravecto!
Werden da nochmal nachlegen müssen…

Tierärztin meinte auch, dass in Berlin aktuell die Intensivplätze für Babesiose-erkrankte Hunde knapp werden… die Babesien haben sich hier offensichtlich massiv ausgebreitet!😳
 
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Das A-Team
21. Okt. 11:39
Oh, jaaa… und nicht nur Jagdhunde! Polli wusste gar nicht, wo sie zuerst schnüffeln sollte: es stehen ja gerade auch noch überall Kraniche & Gänse… und die Wildschweine werden jetzt mit der Maisernte auch aus ihrem Wellness-Hotel vertrieben! Polli hat sich allerdings lieber für die Mäuse entschieden… PS: Rehe & Dammwild und auch das seltenere Rotwild sind bei uns im Norden inzwischen absolut heimlich unterwegs, seit der Wolf da ist: Nix mehr zu sehen! Wenn denn überhaupt noch welche da sind…🥴
Ja. Nicht nur Jagdhunde.
Es betrifft alle, denn nicht nur die Wildtiergerüche halten sich länger.
Es ist interessant wie sich die ganze Umwelt der Gerüche für die Hunde aufgrund der Witterung und die steigende Aktivität der Wildtiere verändert.

Und ja, jetzt sind auch die Zecken wieder vermehrt unterwegs.
 
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Marion
30. Okt. 07:48
Nachdem ich Ulli Reichmann sehr für ihr Verständnis zum Umgang und Zusammenleben mit Hunden schätze, möchte ich hier gerne etwas von ihr teilen ❣️

Zitat aus Ullihunde.at :

Mich nervt all dieser Hundeerziehungsquatsch schon dermaßen, ich kann’s gar nicht sagen.

Mit jedem anderen Lebewesen kommen wir mehr oder weniger gut zurecht, aber Hunde, die uns eigentlich am besten verstehen, quälen wir durch Erziehungsprogramme aller möglichen „Experten“, die sich ihrerseits für große Hundefreunde halten.

Mit allen anderen Lebewesen leben wir einfach.

Einem Kind erklären wir und leben (hoffentlich) vor, dass Stehlen Scheiße ist. Aber niemand käme auf die Idee, ein Anti-Stehl-Programm durchzuziehen. Wir bringen es nicht in Versuchung und bestrafen es dann. Wir belohnen es auch nicht fürs Nicht-Stehlen.

Katzen lieben wir für ihre Eskapaden. Je eigenwilliger umso besser. Ein Hund aber sollte uns am besten noch um Erlaubnis fragen, ob er etwas zum Kotzen finden darf oder nicht.

Wir haben uns schon so daran gewöhnt, eine durch (soziale) Medien und andere Menschen diktierte Form von Bravheit zu akzeptieren, dass wir es gar nicht mehr wagen, aus der Reihe zu tanzen.

An Gesetze halten wir uns sowieso - das ist auch nötig fürs kultivierte Zusammenleben - aber wir ziehen innerhalb dieser Grenzen freiwillig noch engere Ringe um uns und unsere Hunde, als wollten wir einen Preis für größtmögliche Selbstaufgabe gewinnen.

Wo soll bei all dieser künstlich klein und grau gehaltener Lebenslust der Raum für Toleranz und Neugier auf Anderes herkommen?

Über Hunde kann man sich die Welt erklären und dieser Duckmäuserwahnsinn macht sie garantiert nicht besser. Weder die Welt noch die Hunde.
 
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Das A-Team
30. Okt. 16:55
Unsere Freitags Runde war spannend, und die Teamarbeit klappte hervorragend.
 
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Marion
30. Okt. 20:34
Der „Ulli-Weg“ sieht Hunde aus einer ganz anderen Perspektive als es heute leider oft der Fall ist.

Ich würde deshalb gerne hier noch ein bisschen ihre Gedankenwelt verbreiten und noch etwas aus Ullihunde.at zitieren:

Facebook überschüttet mich seit einiger Zeit mit Werbung für Hundetraining. Vorher-Nachher-Videos in denen Hunde zu sehen sind, denen Manieren beigebracht wurden.
Artig schleichen die dann neben ihren Herrn und Meistern (m/w/d) her und lassen diese erscheinen, als hätten sie ihr Leben und überhaupt eh alles im Griff.

Höchst selbstzufriedene Trainer-Männlein (manchmal sind es auch stramme Weiblein) erklären dem geneigten Zuschauer dann, wie sehr Hunde doch nach „Führung“ lechzten und wie unerlässlich es doch wäre, dass der Mensch dem Hund alle Entscheidungen abnähme. Dann wäre er nämlich glücklich und frei von Stress.

WTF…
Wer will so leben? Geführt, geleitet, untergeordnet, befehlshörig und absolut stressfrei? Als wäre es der Lebenszweck von Hunden, einem Führer zu dienen und jegliche eigene Persönlichkeit aufzugeben.

Für viele Menschen ist das aber anscheinend ein verführerischer und dadurch wahrscheinlich logischer Gedanke.

Sollte ich je in den Sog dieser Verlockung geraten, habe ich ein kleines, pelziges Mahnmal zu Hause sitzen, das mich schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Meine Vivi nämlich.

Die Vivi wurde schwer verletzt neben einer Autobahnauffahrt gefunden. Mehrfacher Beckenbruch, Zwerchfellriss, Lungenblutung und bewegungsunfähig. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie, als der Sensenmann sie holen wollte, ihm ihre spitzen Zähne gezeigt und mit Nachdruck erklärt hat: „DU bestimmst sicher nicht, wann ich gehe. Das bestimme immer noch ICH!“

Als sie dann vom Tierheim an mich vermittelt wurde, weil sich nie ein Besitzer gemeldet hatte (natürlich konnte sich keiner melden - eine Vivi hat keinen Besitzer), durfte ich sehr schnell und sehr nachhaltig lernen, Grenzen zu respektieren und mir meine halbherzigen Erziehungsversuche an den Hut zu stecken.
Eine Vivi erzieht man nicht, man lernt von ihr.

Was würde ich gern all diese Internet-Helden an ihr scheitern sehen.

Gut, das eigene Ego leidet ein wenig unter der Standhaftigkeit von Viventieren, aber das ist eine sehr heilsame Therapie. Meine kleine, heimlich grinsende Rache ist, dass ich ihr ausschließlich rosa Zeug kaufe. Rosa! Wo ihr doch schwarze Lederjacken viel besser stünden.

Ich sage häufig „über Hunde kann man sich die Welt erklären“ und war immer recht stolz drauf, wie oft dieser Satz sich doch bestätigt. Kürzlich musste ich feststellen, dass schon lang vor mir jemand zum gleichen Schluss gekommen ist und das auch noch viel schöner formuliert hat.
Franz Kafka nämlich und er sagt das so:
„Alles Wissen, die Gesamtheit aller Fragen und alle Antworten sind im Hund enthalten“.

Manchmal könnte ich verzweifeln über die Unfähigkeit der Menschen, von Hunden zu lernen. Die Unfähigkeit zu erkennen, was Hunde uns so selbstverständlich anbieten und wir nur einen Schritt zurücktreten müssten, um es zu erkennen.
 
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Marion
30. Okt. 21:59
Also gut, dann noch eine kleine Fotostudie zum Jagdverhalten der Galgos:
- Gucken
- Elegant beschleunigen
- Und dann ein Gesicht machen, dass das Wild vor Lachen umfällt 🤭😆😂🤣
 
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Marion
30. Okt. 22:19
Vielleicht sind wir aber auch oft zu verkopft und dürfen einfach nur beobachten, uns einfühlen und von unseren Hunden lernen.
Als Kind konnten wir das noch.
Diese Offenheit - ohne Erwartungen an den Hund - finde ich so wertvoll.
Denn auch positives Training dient ja dazu, den Hund nach unseren Wünschen zu formen.

Die Ulli Hunde dagegen stehen für sich selbst
- mit ihrer eigenen Persönlichkeit
- und mit selbstständigen Entscheidungen.
Denn schließlich sind sie „Leute im anderen Gewand“.
 
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Jochen
31. Okt. 04:59
Der „Ulli-Weg“ sieht Hunde aus einer ganz anderen Perspektive als es heute leider oft der Fall ist. Ich würde deshalb gerne hier noch ein bisschen ihre Gedankenwelt verbreiten und noch etwas aus Ullihunde.at zitieren: Facebook überschüttet mich seit einiger Zeit mit Werbung für Hundetraining. Vorher-Nachher-Videos in denen Hunde zu sehen sind, denen Manieren beigebracht wurden. Artig schleichen die dann neben ihren Herrn und Meistern (m/w/d) her und lassen diese erscheinen, als hätten sie ihr Leben und überhaupt eh alles im Griff. Höchst selbstzufriedene Trainer-Männlein (manchmal sind es auch stramme Weiblein) erklären dem geneigten Zuschauer dann, wie sehr Hunde doch nach „Führung“ lechzten und wie unerlässlich es doch wäre, dass der Mensch dem Hund alle Entscheidungen abnähme. Dann wäre er nämlich glücklich und frei von Stress. WTF… Wer will so leben? Geführt, geleitet, untergeordnet, befehlshörig und absolut stressfrei? Als wäre es der Lebenszweck von Hunden, einem Führer zu dienen und jegliche eigene Persönlichkeit aufzugeben. Für viele Menschen ist das aber anscheinend ein verführerischer und dadurch wahrscheinlich logischer Gedanke. Sollte ich je in den Sog dieser Verlockung geraten, habe ich ein kleines, pelziges Mahnmal zu Hause sitzen, das mich schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Meine Vivi nämlich. Die Vivi wurde schwer verletzt neben einer Autobahnauffahrt gefunden. Mehrfacher Beckenbruch, Zwerchfellriss, Lungenblutung und bewegungsunfähig. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie, als der Sensenmann sie holen wollte, ihm ihre spitzen Zähne gezeigt und mit Nachdruck erklärt hat: „DU bestimmst sicher nicht, wann ich gehe. Das bestimme immer noch ICH!“ Als sie dann vom Tierheim an mich vermittelt wurde, weil sich nie ein Besitzer gemeldet hatte (natürlich konnte sich keiner melden - eine Vivi hat keinen Besitzer), durfte ich sehr schnell und sehr nachhaltig lernen, Grenzen zu respektieren und mir meine halbherzigen Erziehungsversuche an den Hut zu stecken. Eine Vivi erzieht man nicht, man lernt von ihr. Was würde ich gern all diese Internet-Helden an ihr scheitern sehen. Gut, das eigene Ego leidet ein wenig unter der Standhaftigkeit von Viventieren, aber das ist eine sehr heilsame Therapie. Meine kleine, heimlich grinsende Rache ist, dass ich ihr ausschließlich rosa Zeug kaufe. Rosa! Wo ihr doch schwarze Lederjacken viel besser stünden. Ich sage häufig „über Hunde kann man sich die Welt erklären“ und war immer recht stolz drauf, wie oft dieser Satz sich doch bestätigt. Kürzlich musste ich feststellen, dass schon lang vor mir jemand zum gleichen Schluss gekommen ist und das auch noch viel schöner formuliert hat. Franz Kafka nämlich und er sagt das so: „Alles Wissen, die Gesamtheit aller Fragen und alle Antworten sind im Hund enthalten“. Manchmal könnte ich verzweifeln über die Unfähigkeit der Menschen, von Hunden zu lernen. Die Unfähigkeit zu erkennen, was Hunde uns so selbstverständlich anbieten und wir nur einen Schritt zurücktreten müssten, um es zu erkennen.
Oh wie wunderbar, danke fürs Erzählen. Deine Vivi erinnert mich stark an Lotta, die hatte meine damalige Hundeweltsicht auch komplett auf den Kopf gestellt. Noch heute lachen wir über den Charakterkopf mit Tränen im Knopfloch.

Eigentlich sollte es ja nicht schwer sein, darauf zu kommen, bei einem sozialen Lebewesen das Miteinander, die Gemeinsamkeiten vor dem Hintergrund der Individualität anzunehmen, zu fördern und zu festigen und dieses Lebewesen nicht dogmatisch in eine Erwartungsform pressen zu wollen.
 
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Marion
31. Okt. 08:47
Oh wie wunderbar, danke fürs Erzählen. Deine Vivi erinnert mich stark an Lotta, die hatte meine damalige Hundeweltsicht auch komplett auf den Kopf gestellt. Noch heute lachen wir über den Charakterkopf mit Tränen im Knopfloch. Eigentlich sollte es ja nicht schwer sein, darauf zu kommen, bei einem sozialen Lebewesen das Miteinander, die Gemeinsamkeiten vor dem Hintergrund der Individualität anzunehmen, zu fördern und zu festigen und dieses Lebewesen nicht dogmatisch in eine Erwartungsform pressen zu wollen.
Das sehe ich ganz genauso ☺️. Mittlerweile finde ich es eher traurig zu sehen, wenn Hunde „funktionieren“.
Ich liebe die Selbstständigkeit und Souveränität meiner Hunde.

Die wunderschönen Geschichten von Vivi sind allerdings nicht von mir sondern von Ulli Reichmann.

Vielleicht hat ja auch hier jemand ihr Buch „Perfekt unerzogen“ gelesen ?