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Dogorama-Mitglied
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zuletzt 6. Nov.

"Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Hallo ihr Lieben :)
Ich habe kürzlich o.g. Buch verschlungen und gleich begeistert mit dem dort aufgeführten Training begonnen.

Für alle, die es nicht kennen: Es geht darum gemeinsam mit seinem Hund die Welt zu entdecken und Spuren zu suchen etc.. Quasi ein Leitfaden, wie man dem Hund zeigt nicht mehr alleine jagen zu gehen, sondern voller Freude zu kooperieren.

Ich bin nun unendlich begeistert, weil erste (auch unerwartete) Erfolge schon in wenigen Tagen sichtbar wurden und wollte nun mal fragen, ob noch jemand inspiriert von diesen Methoden mit seinem Hund die Welt erkundet?

Würde mich über einen Erfahrungsaustausch unheimlich freuen!

Liebe Grüße
 
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Cori
25. Sept. 02:59
Hey voll cool dass es so gut bei euch läuft ! Ich hab das Buch noch nicht gelesen. Es steht aber auf meiner Wunschliste
 
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Das A-Team
26. Sept. 15:52
Die Leine ist nicht das Zeichen dafür, dass ein Hund etwas nicht kann.
Manchmal ist sie schlicht das Mittel der Wahl.

Denn es gibt Situationen, in denen die Außenreize für einen Hund so stark werden, dass selbst gute Kommunikation an ihre Grenzen kommt. Wildgeruch, eine frische Spur, ein plötzlich auftauchendes Tier.
Für einen Jagdhund sind das keine belanglosen Reize. Sie können eine Intensität erreichen, in der andere Dinge für einen Moment in den Hintergrund treten.

Dann ist die Leine keine Niederlage, sie ist Verantwortung.

Denn bevor aus Jagdverhalten tatsächlich eine Gefahr für ein Tier wird, sollte die Grenze bereits dort gezogen werden, wo wir sie noch sicher halten können. Nicht erst dann, wenn der Hund schon unterwegs ist.

Auch nimmt die Leine uns die Versuchung, jede Situation in eine Dauerdiskussion ausschweifen zu lassen.
Mit Leine muss man nicht immer erklären, erinnern, rufen und verhandeln.
Manchmal darf eine Grenze einfach eine Leine sein.

Die Leine schafft dabei einen sicheren Rahmen, in dem der Hund nicht ständig Entscheidungen treffen muss, die ihn überfordern könnten, und wir nicht ständig versuchen müssen, seine Aufmerksamkeit gegen die Umwelt zu gewinnen.
 
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Petra
27. Sept. 11:40
Danke dafür! Passt!
Bin auch deiner Unterhaltung (schriftlich) mit Sandra gefolgt, interessiert mich. Ich benötige nur manchmal Beispiele um besser zu verstehen, vielleicht liegt es an meinem Alter? Auf jeden Fall danke euch 😊
 
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Kirsten
27. Sept. 12:27
Danke dafür! Passt! Bin auch deiner Unterhaltung (schriftlich) mit Sandra gefolgt, interessiert mich. Ich benötige nur manchmal Beispiele um besser zu verstehen, vielleicht liegt es an meinem Alter? Auf jeden Fall danke euch 😊
Oh, das sind ja eher Überlegungen, die mit Sicherheit nicht vollständig sind. Wozu magst du gerne Beispiel haben?
 
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Steffi
27. Sept. 12:46
Interessant 😃, ich werde mal sehen, ob ich noch mehr von ihr finde. Bin gerade so 'trainingsmüde' was die gängigen positiven Methoden angeht. Und habe dadurch einen Zufallstreffer gelandet, auf den ich beschämender Weise nicht von alleine gekommen bin. Lumis Gebell sobald sich die Terrassentür öffnet..blindes rausschießen. Gängige Methoden, auch mit hochwertigen Leckerlis, haben nur sehr kurzfristigen Erfolg gebracht und dabei ist die Lösung ganz einfach..Kurz gemeinsam an der Tür innehalten und schnuppern, ob die Luft rein ist. Dann Blickkontakt und gegenseitiges, nonverbales vergewissern, dass 'die Luft rein' ist. So kann sie ruhig in den Garten gehen.
 
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Petra
27. Sept. 12:55
Oh, das sind ja eher Überlegungen, die mit Sicherheit nicht vollständig sind. Wozu magst du gerne Beispiel haben?
Genau ich muss es erstmal verdauen. Impulskontrolle, Resilienz (finde ich sehr wichtig). Bei mir und meinem Hund ist die Körpersprache sehr wichtig und meine Aufmerksamkeit und die Gedanken, ich glaube manchmal sie kann Gedanken lesen 😉 Das Umfeld ist auch entscheidend wo ich mit ihr unterwegs bin und da gibt es klare Richtlinien(Naturschutzgebiet sehr gut besucht) hier ist es gut dass ich mit ihr "Regeln" eingeübt habe, dass macht es für sie und die anderen einfacher und sicherer und letztendlich mir dass ich entspannter unterwegs bin.
Was ich gut fand und worüber ich nachdenke ist, wenn meine angespannt ist und sich selbst für etwas entscheidet um sich runterzufahren, lasse ich sie, obwohl es in manchen Ratgebern unterbunden wird damit der Hund lernt Situationen auszuhalten, nenn es Frustrationstolleranz erlernen. Ich stehe manchmal dazwischen? Vanessa Engelstädter (Resilienz +) und Sami El Ayashi (Körpersprache) und Anne Krüger-Degener sagen mir in ihrer Literatu sehr viel. Wir sind beide sehr aufmerksam miteinander unterwegs und Betti zeigt mir sehr viel an wo ich einfach vorüberlaufen würde.
Aber wichtig ist mir auch, dass das Erlernen von Regeln auch ihren Platz haben, ist wie Autofahren/Strassenverkehr und uns beiden hat und macht es immer wieder Spass.
🙈 oh ich glaube ich bin vom Thema Jagen abgekommen.
 
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SandrA
27. Sept. 16:35
Danke für die lieben Worte.😊 Ich bin mittlerweile tatsächlich auch recht stolz auf uns - auf Neo im Besonderen aber auch bei Ivy sehe ich langsam dass sich etwas tut 🥰

Es ist so wertvoll dass du einen befreundeten Jäger hast - da können Mira und du sicher sehr viel mitnehmen und tolle Erfahrungen sammeln ☺️

Ich musste beim Lesen wieder an einen Abschnitt zum Jagdverhalten aus Brede/Heberer denken. Die beiden beschreiben Jagd nicht ja einfach als „einen Jagdtrieb“, sondern als Verhaltenskette - dass einzelne Elemente der Verhaltenskette genetisch bedingt (und insbesondere durch Zucht) hyper- oder hypotrophiert ausgeprägt sein können.

Bei Ivy habe ich schon das Gefühl dass die ganz deutlich hyper ist 😅 und ich denke mittlerweile, dass sie nicht einfach nur eine hohe Jagdmotivation hat, sondern dass bei ihr sowas wie ein Handlungssog entsteht - alá „Da ist was, und JETZT (!) MUSS (!) ich handeln.“
Und ich weiß auch dass sie die Jagdkette am liebsten bis zum Ende durchziehen möchte, wenn ich sie ließe.

Da liegt für mich vielleicht auch der Unterschied zum Stand von Mira. Was du von ihr beschreibst, klingt ja nach Aktivierung, die sie in Handlung und Problemlösen - also in verschiedene Lösungsstrategien umsetzen kann. Bei Ivy habe ich eher den Eindruck, dass dieser Handlungssog ihre Möglichkeiten aktuell noch sehr verengt. Das was sie von sich aus anbietet geht wirklich eher in Richtung Körperkontakt - oder Hilfeanfrage? Ich glaube schon, sie benötigt mich zumindest aktuell noch als Ideengeberin ☝️😂
Sie wird bei Aktivierung nicht unbedingt kreativer, sondern immer zielgerichteter/fokussierter/wilder - irgendwann so stark, dass sie eben auch völlig „unvernünftige“ oder gefährliche Dinge tut.

AABER☝️ jetzt habe ich tatsächlich ein ziemlich gutes Beispiel dafür, was bei Ivy möglicherweise funktionieren könnte. Ich habe neulich im Training (obwohl ich mich gegen Echtfell bisher innerlich immer gewehrt habe, aus Gründen 🙈) einmal ein Echtfell-Zergel ausprobiert. Und dieses Dings ist für Ivy offenbar der absolute Burner. 😅So sehr, dass sie sogar eine wirklich heiße Wildspur nicht weiterverfolgt, wenn das Zergeldings auftaucht.

Das finde ich im Kontext deiner Gedsnken/Fragen gerade total spannend - das Zergel klinkt offenbar in eben diesen Handlungssog ein, den sie bei jagdlichen Reizen entwickelt und ich kann ihm so eine andere Richtung geben. Sie ist dadurch nicht weniger Jagdhund, hat aber eine andere Möglichkeit, Jagdhund zu sein.😅

Ich denke das ist wohl die Art von „Abzweigung“, nach der ich bei Ivy suchen muss: nicht irgendein beliebiges Alternativverhalten, das aus meiner bescheidenen Sicht vernünftig wäre, sondern eine Handlung, die für sie selbst so bedeutsam und lohnend ist, dass sie tatsächlich bereit ist, dafür eine andere Handlungskette zu verlassen - ich war so überrascht, dass sie dazu offenbar wirklich in der Lage ist. 🙈😂
Also, dass sie selbst bei sehr hoher jagdlicher Motivation noch für eine konkurrierende Handlung erreichbar sein kann. 💪

Ich würde das bei ihr aber gar nicht unbedingt als klassisches „Alternativverhalten trainieren“ sehen. Ich möchte ihr nicht einfach beibringen: „Wenn du Wild siehst, mach stattdessen X.“ Das wäre wahrscheinlich viel zu wenig, wenn der Tunnel naht.
Also um deine Frage nach dem stufenweisen Weg zu beantworten: Ja, ich denke auch, dass sie erst Erfahrungen mit verschiedenen funktionierenden Abzweigungen in reizärmeren Bereichen sammeln muss, bevor sie diese unter hoher Aktivierung überhaupt als Möglichkeit wahrnehmen kann.

Und da kommt auch dein Gedanke mit dem Vertrauensvorschuss für mich ins Spiel. Dieser würde ja recht schnell aufgebraucht, wenn ich ihr hundertmal in einer schwierigen Situation sage, was sie tun soll.😅 Anders ist es sicher wenn sie im Vorfeld immer wieder erlebt, dass ihre Aktivierung nicht abgewürgt wird sondern etwas sinnvolles daraus entsteht.

Und da finde ich deine Beobachtung so schön, dass Mira offenbar davon profitiert, wenn ihre jagdlichen Fähigkeiten gesehen und wertgeschätzt werden. Das hab ich bei Neo ja auch mal erleben dürfen. 🥰
Sich daran zu erinnern hilft mir enorm nicht dahin zu kippen, permanent gegen die Motivation zu arbeiten, sondern ihr einen Platz zu geben.

Ich muss mir zwischendurch immer wieder vor Augen führen, dass ich Ivy nicht weniger Jagdhund werden lassen möchte und auch nicht jede hohe Aktivierung möglichst schnell herunterregulieren muss. Aber ein paar mehr mehr Werkzeuge, mit dieser Energie umzugehen, wären schon toll. 😊

Und ja, allmählich denk ich immer mehr dass das schon eine andere Form von Fsrustrationstoleranz ist: das eigentliche Ziel ist gerade nicht erreichbar, aber die Altivierung muss nicht einfach verpuffen oder wegreguliert werden sondern es gibt noch andere Möglichkeiten, etwas damit im selben Funktionskreis zu machen - also die Handlungsbreite innerhalb ihres Jagdhund-Seins hat sich vergrößert.
 
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Das A-Team
28. Sept. 17:31
Heute haben wir auf der Frisch gemähten Wiese am Dorfrand uns in der Sonne gut gehen lassen.
Plötzlich tauchte ein Fuchs auf. Er war auf Nahrungssuche.
In den Videos sieht man das der Fuchs uns Wahrnimmt aber sich nicht sonderlich gestört fühlt?! Jedenfalls ca 11 Mäuse oder eben ca 1 Stunde später bemerkte er uns, floh aber aber nicht hektisch, er wechselte nur die Seite der Wiese.

Für Dracu war das alles sehr aufwühlend.
Immerhin ist Fuchs sein Endgegner und dann stand der Wind auch noch für den Jagdhund günstig. 🙈
Aber wie immer, haben wir das beste aus der Situation gemacht.
Nach dem ganzen gab es eine richtig Fette Party mit Dracus Futter Dummy den wir gemeinsam hetzten. Als Belohnung, viel mehr aber noch um die enorme Anspannung abzubauen.

Das war heute wirklich besonders.
 
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SandrA
28. Sept. 18:50
Heute haben wir auf der Frisch gemähten Wiese am Dorfrand uns in der Sonne gut gehen lassen. Plötzlich tauchte ein Fuchs auf. Er war auf Nahrungssuche. In den Videos sieht man das der Fuchs uns Wahrnimmt aber sich nicht sonderlich gestört fühlt?! Jedenfalls ca 11 Mäuse oder eben ca 1 Stunde später bemerkte er uns, floh aber aber nicht hektisch, er wechselte nur die Seite der Wiese. Für Dracu war das alles sehr aufwühlend. Immerhin ist Fuchs sein Endgegner und dann stand der Wind auch noch für den Jagdhund günstig. 🙈 Aber wie immer, haben wir das beste aus der Situation gemacht. Nach dem ganzen gab es eine richtig Fette Party mit Dracus Futter Dummy den wir gemeinsam hetzten. Als Belohnung, viel mehr aber noch um die enorme Anspannung abzubauen. Das war heute wirklich besonders.
Es ist so schön zu sehen, wie konzentriert und wie sehr Dracu bei sich und mit dir ist 🥰
 
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Das A-Team
2. Okt. 16:47
Heute lud das trübe und milde Wetter zu einem schönen langen und ruhigen Spaziergang durch den Wald ein.

Dracu roch im Wald plötzlich etwas, wir beide wussten das dort was ist und wollte es genauer wissen.🧐
Bei dem nächsten weg der nach rechts abging signalisierte mir Dracu das er dort lang gehen möchte, und, oh mein Gott ich habe das getan was mein Hund verlangt hat! 🙈😄
Ich habe mal nebenbei gefilmt ob den was passiert, und wir beide wirklich Recht hatten.

Und siehe da es waren zwei Rehe.

Auf den Fotos sieht man Dracu wie er einem Geruch nachgehen möchte aber die Brombeer Sträucher doch stören. Da steht er erstmal erhöht für einen besseren Überblick und entschied sich dann über die umgefallenen Bäume sicher zu mir zu gelangen und doch meinen, einfacheren Weg zu folgen.😂