Ja, das ist die konservative Sichtweise, dass das Überstehen die Hunde wachsen lässt. Ich glaube eher denen, die meinen, dass das nichts oder wenig „bringt“, weil die Belohnung (im Falle von Polli Selbstbelohnung) das Vorbeisein der Furchtsituation belohnen und nicht die eigentliche Situation, die die Ängste auslöst.
Dh. der Hund wird sie so nicht bewältigen, sondern weiterhin „verstärkt“ hoffen, dass es schnell vorbei ist und die Belohnung kommt.
Ne, es geht nicht um das „Vorbeisein der Ängste“, sondern um das Auseinandersetzen damit… das ist ein wesentlicher Unterschied, finde ich.
Deswegen ist es auch wichtig, dass SIE in solchen Fällen von alleine den ersten Schritt tut… egal, wie lang es dauert!
Während der Auseinandersetzung geht‘s da dann stimmlich eigentlich nur noch darum, sie aus einem eventuellen Tunnel „Ich will sofort weg hier!“ rauszuholen und ihr mitzuteilen „hey, wir machen das zusammen: denk doch nochmal drüber nach“.
So hat sie übrigens auch Schwimmen gelernt: das fand sie TOTAL doof & unheimlich, wenn sie den Grund nicht spürt… wir haben sie einfach selbst entscheiden lassen, wann sie sich traut, und es hat mehrere Wochen gedauert. Heute ist das gar kein Problem mehr und sie springt sogar mit Hechtsprung vom SUP!😀
Aber nu genug davon, ist ja schon ganz schön weit weg vom Thema… auch wenn es auch um „Miteinander“ geht…🥴