Von entweder oder war ja auch nicht die Rede. Viele Hütehunde können ja zwischen etlichen Worten differenzieren, warum sollte man das Potential verschenken?
Beim ZOS habe ich ein halbes Jahr konsequent mit Pepe täglich geübt zwei Worte zu unterscheiden, Klammer und Schlüssel, vergebens. Ich glaube, er kennt nichtmal sicher das Wort "sitz".
Trotzdem lobe ich ihn viel (Stichwort Lobblase) und "connecte" mich verbal mit ihm, was auch deutlich erkennbar ankommt ohne dass er die Worte dekodiert. Auch die Tonlage und Lautstärke interpretiert er gut und richtig.
Ich spreche deshalb fast nur in ganzen Sätzen mit ihm, zB. "heute gehen wir da nicht rein", wenn ich sehe, dass er mit dem Gedanken spielt ein Schlammloch anzusteuern.
Ich habe vor einiger Zeit noch gedacht „Was reden die Leute in ganzen Sätzen mit ihren Hunden? Wie blöd ist das denn? Wie soll der Hund das denn verstehen können?“
Mittlerweile quatsche ich auch oft in ganzen Sätzen und was passiert?
Die Hunde scheinen das genauso zu verstehen, wie ein einzelnes Kommando.
Warum?
Weil es so ist, wie Du/Jochen es sagst/sagt.
Hunde nehmen die Stimmung auf, über Lautstärke, über den Tonfall, über die Stimmung, die man ausstrahlt, über das, was man mit dem eigenen Körper zeigt/sagt.
Ich denke trotzdem, manche können ihren Hund auch bewusstlos quatschen, aber das ist ja nicht das, was man tut, wenn man die Verbindung zu seinem Hund wirklich fühlt.