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Dogorama-Mitglied
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zuletzt 2. Juni

"Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Hallo ihr Lieben :) Ich habe kürzlich o.g. Buch verschlungen und gleich begeistert mit dem dort aufgeführten Training begonnen. Für alle, die es nicht kennen: Es geht darum gemeinsam mit seinem Hund die Welt zu entdecken und Spuren zu suchen etc.. Quasi ein Leitfaden, wie man dem Hund zeigt nicht mehr alleine jagen zu gehen, sondern voller Freude zu kooperieren. Ich bin nun unendlich begeistert, weil erste (auch unerwartete) Erfolge schon in wenigen Tagen sichtbar wurden und wollte nun mal fragen, ob noch jemand inspiriert von diesen Methoden mit seinem Hund die Welt erkundet? Würde mich über einen Erfahrungsaustausch unheimlich freuen! Liebe Grüße
 
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Ina
29. Apr. 19:29
Ich mache unterwegs sehr viele Suchspiele. Die Spaziergänge sind reine Hundezeit, wo ich nur mit ihnen beschäftigt bin und Spaß habe. Beide Collies haben einen sehr guten Grundgehorsam und sind wirklich absolut unproblematisch. Das wollte ich jetzt doch mal betonen. Cleo hat aber leider im Gegensatz zu Kelwitt viel Jagdtrieb ( hauptsächlich Sichtjäger). Deswegen versuche ich gerne sie auf Fährten zu lenken um von der Sichtung vom Wild wegzukommen. Das ich so flott weitergegangen bin, ist etwas dem Umstand geschuldet, daß ich das Verhalten mal filmen wollte. Ich hatte etwas gehofft, daß ich durch Lekkerlies nach hinten werfen sie irgendwann zu mir zurückholen kann. War alles was schwierig mit Handy in der Hand…
Ich bewundere jeden hier eingestellten Film! 🥳
Ich probiere es immer wieder und bekomme nichts vernünftiges hin! 🙈
Noch dazu so eine dynamische Situation zu filmen- sicher nicht einfach!
 
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Sylvia
29. Apr. 19:59
Vielen Dank erstmal für eure freundlichen Ratschläge👍
 
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Kirsten
29. Apr. 22:48
Sylvia, erstmal richtig toll, dass du dich traust
viele Videos einzustellen, gerade wenn du sagst, du hattest nach der Diskussion dazu gemischte Gefühle.

Ich habe, geprägt von unserem Alltag, ein paar Ideen, vielleicht ist etwas dabei, was passt.

Du hast ja geschrieben, das du extra flott weitergegangen bist, um zu filmen. Vielleicht ist der kommende Punkt also über, weil du es im Normalfall eh machen würdest ☺️
Die Cleo zeigt ja von Beginn des Videos schon etwas an und sie bleibt stehen. Ich habe mir den Merksatz von Sabine Wöhner „Stehen bleiben, wenn der Hund stehen bleibt.“ ganz besonders in diesen Situationen hinter die Ohren geschrieben. Dann täte ich, was die Babs schon geschrieben hat. Also schon viel früher, nicht erst, wenn Cleo sehr nah dran ist und ggf. schon etwas sehen kann, sondern wenn sie noch mit allen Sinnen arbeitet, statt hauptsächlich auf Sicht.
Mich hat das für zu nahes Auflaufen auf Mira sensibilisiert. Wenn ich zu nah komme, wenn Mira alle Kanäle offen hat, kürzt sie das Stehen und Wahrnehmen ab und geht weiter auf den Reiz zu. Ich drücke sie also über das Gehen viel schneller zum Reiz hin, als sie es in ihrem eigenen Tempo tun würde, was mehr Hektik und Fahrigkeit in die Situation bringt und in Folge dessen die Situation für uns beide erschwert.
Ich merke, dass mir die Sache mit dem Stehen bleiben selbst viel schwerer fällt, wenn mich viele Dinge beschäftigen, wenn ich aufgeregt bin, als wenn meine Stimmung entspannt ist. Bemerke ich also bei mir die Neigung zum Auflaufen, ist es für mich auch ein toller Reminder, einfach mal durchzuatmen. Davon profitieren wir dann wieder beide.

In aufgeregten Situationen profitieren wir stark von den Dingen zu anderen Zeitpunkten schon normalisiert haben. Wenn mir normal im Alltag immer wieder gute Dinge einfallen, die ich initiiere, wenn wir lustige Richtungswechsel machen, oder ich ihr gute Dinge zeigen kann, dann bin ich auch in solchen Momenten eher präsent für sie und ich kann ihr glaubhaft vermitteln, dass ich zum Beispiel eine Position kenne, von der aus man das Wild viiiiiieel besser beobachten kann. Oder wenn es nicht mehr im Sichtfeld ist, dass ich einen tollen Einstieg in die Fährte kenne (weil ich beobachtet habe, wo es langgelaufen ist). Damit kann ich die Situation schon ein wenig günstiger gestalten.

Mir ist in den Videos aufgefallen, dass Cleo besonders stark daran interessiert zu sein scheint, sich ein gutes Sichtfeld zu verschaffen. In einem vorherigen Video mit den vertrockneten Farnbergen stellt sie sich extra auf den Baum, um besser schauen zu können. Im Video, für das du gefragt hast, springt sie in die Luft dafür. Hast du schon mal in wesentlich entspannteren Situationen probiert, ihr Plätze vorzuschlagen, von denen aus sie interessante Dinge besser beobachten kann? Baumstämme, Erhöhungen, Bänke, sowas in der Richtung? Gerade wenn optisch was im Weg ist und du eine tolle Lösung dafür kennst, kannst du so vielleicht nochmal ein paar Bonuspunkte sammeln, die dir in solchen Situationen weiterhelfen können ☺️
 
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Jochen
30. Apr. 06:36
Zum Glück gibt es ja nicht nur entweder oder. Ich glaube, manche Hunde sind, wie manche Menschen, weniger gesprächig. Wilma und ich kommunizieren auch gerne nonverbal. Wenn sie etwas fragt oder mir etwas zeigen möchte, ist meine natürliche Reaktion ein Blickkontakt und nicken, vielleicht geht auch der Körperschwerpunkt etwas vor. Falls Ihre Frage damit beantwortet ist, geht es weiter, falls nicht, insistiert sie, dass ich gucken komme/ihren Blickwinkel einnehme. Also Fragen beantworten: ja, aber nicht unbedingt mit Lautäußerung.
Von entweder oder war ja auch nicht die Rede. Viele Hütehunde können ja zwischen etlichen Worten differenzieren, warum sollte man das Potential verschenken?

Beim ZOS habe ich ein halbes Jahr konsequent mit Pepe täglich geübt zwei Worte zu unterscheiden, Klammer und Schlüssel, vergebens. Ich glaube, er kennt nichtmal sicher das Wort "sitz".

Trotzdem lobe ich ihn viel (Stichwort Lobblase) und "connecte" mich verbal mit ihm, was auch deutlich erkennbar ankommt ohne dass er die Worte dekodiert. Auch die Tonlage und Lautstärke interpretiert er gut und richtig.

Ich spreche deshalb fast nur in ganzen Sätzen mit ihm, zB. "heute gehen wir da nicht rein", wenn ich sehe, dass er mit dem Gedanken spielt ein Schlammloch anzusteuern.
 
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Kirsten
30. Apr. 06:45
Von entweder oder war ja auch nicht die Rede. Viele Hütehunde können ja zwischen etlichen Worten differenzieren, warum sollte man das Potential verschenken? Beim ZOS habe ich ein halbes Jahr konsequent mit Pepe täglich geübt zwei Worte zu unterscheiden, Klammer und Schlüssel, vergebens. Ich glaube, er kennt nichtmal sicher das Wort "sitz". Trotzdem lobe ich ihn viel (Stichwort Lobblase) und "connecte" mich verbal mit ihm, was auch deutlich erkennbar ankommt ohne dass er die Worte dekodiert. Auch die Tonlage und Lautstärke interpretiert er gut und richtig. Ich spreche deshalb fast nur in ganzen Sätzen mit ihm, zB. "heute gehen wir da nicht rein", wenn ich sehe, dass er mit dem Gedanken spielt ein Schlammloch anzusteuern.
Falls jemand Interesse hat:
https://www.justfordogs.de/zulabern/
https://www.justfordogs.de/2019/03/05/einfach-mal-die-klappe-halten/

Die Sabine erklärt den Unterschied sehr schön
 
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Yvonne
30. Apr. 07:56
Von entweder oder war ja auch nicht die Rede. Viele Hütehunde können ja zwischen etlichen Worten differenzieren, warum sollte man das Potential verschenken? Beim ZOS habe ich ein halbes Jahr konsequent mit Pepe täglich geübt zwei Worte zu unterscheiden, Klammer und Schlüssel, vergebens. Ich glaube, er kennt nichtmal sicher das Wort "sitz". Trotzdem lobe ich ihn viel (Stichwort Lobblase) und "connecte" mich verbal mit ihm, was auch deutlich erkennbar ankommt ohne dass er die Worte dekodiert. Auch die Tonlage und Lautstärke interpretiert er gut und richtig. Ich spreche deshalb fast nur in ganzen Sätzen mit ihm, zB. "heute gehen wir da nicht rein", wenn ich sehe, dass er mit dem Gedanken spielt ein Schlammloch anzusteuern.
Ich habe vor einiger Zeit noch gedacht „Was reden die Leute in ganzen Sätzen mit ihren Hunden? Wie blöd ist das denn? Wie soll der Hund das denn verstehen können?“

Mittlerweile quatsche ich auch oft in ganzen Sätzen und was passiert?
Die Hunde scheinen das genauso zu verstehen, wie ein einzelnes Kommando.
Warum?
Weil es so ist, wie Du/Jochen es sagst/sagt.
Hunde nehmen die Stimmung auf, über Lautstärke, über den Tonfall, über die Stimmung, die man ausstrahlt, über das, was man mit dem eigenen Körper zeigt/sagt.

Ich denke trotzdem, manche können ihren Hund auch bewusstlos quatschen, aber das ist ja nicht das, was man tut, wenn man die Verbindung zu seinem Hund wirklich fühlt.
 
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Kirsten
1. Mai 07:50
@Sylvia Ich habe noch einen Gedanken. Magst du hören, oder lieber erstmal in Ruhe für dich sortieren, was von den bisherigen Ratschlägen für euch als Team überhaupt passt?

Manchmal ist man ja auch froh, wenn das Thema mit etwas oder jemand anderem weitergeht und man für sich in Ruhe alles zurecht sortieren kann und erstmal nicht im Mittelpunkt steht.

Ich möchte wirklich nicht, dass sich jemand unwohl fühlt.
 
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Sylvia
1. Mai 10:14
@Sylvia Ich habe noch einen Gedanken. Magst du hören, oder lieber erstmal in Ruhe für dich sortieren, was von den bisherigen Ratschlägen für euch als Team überhaupt passt? Manchmal ist man ja auch froh, wenn das Thema mit etwas oder jemand anderem weitergeht und man für sich in Ruhe alles zurecht sortieren kann und erstmal nicht im Mittelpunkt steht. Ich möchte wirklich nicht, dass sich jemand unwohl fühlt.
Ich bin bereit, zumal in einem anderen Thread auch berichtet wird, daß der Jagdtrieb da auch voll mit 4 Jahren durchkam. Aber, als die Videos entstanden sind, war auch Abendzeit und die Muttis wollten wohl zu ihren Kitzen in der Wiese neben dem Weg. Normal gehe ich da abends nicht mehr lang. Wir können auch ruhig und ohne Leine. Aber ich höre sehr gerne auch deine Ratschläge. Ich werde aber wahrscheinlich nicht so zeitnah antworten können.
 
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Jochen
1. Mai 10:32
Ich habe heute was Schräges erlebt. Bin mit beiden auf der Morgenrunde, da erschallt ein lauter Knall. Es war erstmal Party angesagt, weil beide nicht schussfest sind. Irgendwann hatten sie sich wieder einigermaßen eingekriegt, da sehe ich den Jäger an seinem Auto.

"Moin. Was haben Sie geschossen?"
"Einen Rehbock."
"In der Brut- und Setzzeit?"
"Ja, die sind ausgenommen"
Weil ich kein erlegtes Tier bei ihm gesehen habe, frage ich noch:
"Und getroffen?"
"Ja, der liegt da 200m weiter am Wegesrand, nicht erschrecken. Und danke, dass sie die Brut- und Setzzeit so verinnerlicht haben und ihre Hunde angeleinen"

So jetzt die Frage, hättet ihr eure Hunde schnüffeln lassen? Pepe war nicht besonders interessiert, aber Willy habe ich kaum weiter bekommen.

Gut, obige Situation wird sehr selten sein, aber lasst ihr eure Hunde an Kadaver riechen, zB. totem Geflügel oder Fischen etc.?
 
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Sylvia
1. Mai 10:48
Ich habe heute was Schräges erlebt. Bin mit beiden auf der Morgenrunde, da erschallt ein lauter Knall. Es war erstmal Party angesagt, weil beide nicht schussfest sind. Irgendwann hatten sie sich wieder einigermaßen eingekriegt, da sehe ich den Jäger an seinem Auto. "Moin. Was haben Sie geschossen?" "Einen Rehbock." "In der Brut- und Setzzeit?" "Ja, die sind ausgenommen" Weil ich kein erlegtes Tier bei ihm gesehen habe, frage ich noch: "Und getroffen?" "Ja, der liegt da 200m weiter am Wegesrand, nicht erschrecken. Und danke, dass sie die Brut- und Setzzeit so verinnerlicht haben und ihre Hunde angeleinen" So jetzt die Frage, hättet ihr eure Hunde schnüffeln lassen? Pepe war nicht besonders interessiert, aber Willy habe ich kaum weiter bekommen. Gut, obige Situation wird sehr selten sein, aber lasst ihr eure Hunde an Kadaver riechen, zB. totem Geflügel oder Fischen etc.?
Ich würde es nicht tun. Warum, kann ich noch nichtmal sagen. Ich möchte damit nichts zu tun haben.