Ganz ehrlich? Erst hat mich diese Ausdrucksweise "Hunde lesen" irritiert, jetzt nervt sie mich zunehmend. Zu mir hat eine Tierärztin mal gesagt, sie hätte zwangsläufig ja schon Vieles gesehen, hätte aber noch nie jemanden kennengelernt, der seinen Hund so gut kennen würde wie ich es tue. Also schein ich sie ja drauf zu haben, die Hundesprache. Ich lebe 24/7 mit ihm zusammen, er begleitet mich überall hin. Je mehr wir zusammenwachsen und je enger die Bindung mit der Zeit wird, desto genauer weiß ich, wie er tickt und was er vorhat. Je älter ein Tier ist, desto mehr verschiebt sich die Kommunikation in Richtung Augen! Ich brauche dann kaum noch Kommandos. Wir schauen uns einfach an. Ich weiß, was er denkt und er weiß, was ich denke. Man nennt es innige Verbundenheit! Ich kenne ihn einfach und er kennt mich! Auch ich lebe die Beziehung eher und analysiere sie nicht. Sorry, wenn ich es so sage, aber durch Analyse entsteht in meinen Augen eine eher seelenlose Versuchskaninchen-Mensch-Beziehung.