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Melanie
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zuletzt 20. Mai

Entscheidung, Hund abzugeben

Hallo, ich hadere mit der Entscheidung, nach einem neuen Zuhause für meinen 7-jährigen Sheltie-Rüden zu suchen. Er war bisher mit den Kindern im Wechselmodell abwechselnd bei mir und meinem Ex-Mann, der das aber nun beruflich nicht mehr schafft. Ihn allein zu betreuen würde mich zeitlich und kräftemässig sehr belasten und auch nur mit viel Fremdbetreuung gehen. Ich bin berufstätig (wenig Home Office möglich)und zudem chronisch erkrankt. Habe auch keinen Garten und keine Familie vor Ort. Hinzu kommt, dass mein Verlobter so gar kein Hundemensch ist und somit mich auch kaum unterstützen kann/will mit ihm. Unser Sheltie ist ein sensibler, menschenbezogener Hund, der in neuen Situationen etwas Zeit braucht, sich dann aber gut bindet. Ich habe aber große Angst, dass er sehr unter dem Wechsel leiden könnte. Aber ich weiß, dass es auch bei uns nicht mehr optimal für ihn wäre. Und auch graut es mir vor der Trauer der Kinder, die ihn sehr lieben. Hundepensionen sind zu weit weg und zu teuer und ich merke schon jetzt, dass private Betreuungs-Modelle ziemlich wacklig sind. Ich will auch nicht zu viel Hin und Her für ihn mit einem Nett aus zig verschiedenen Menschen. Was denkt ihr, wäre das geringere Übel für den Hund? Hat jemand von euch Erfahrungen, wie Hunde so einen Umzug in ein neues Zuhause verarbeiten?
 
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Sina
20. Mai 11:49
Und wieder so ein unnötiger Angriff … kann es echt nicht verstehen sowas. Wenn du wüsstest, wie ich seit Wochen mit viel Zeit und Kraft nach einer Lösung suche. Und wie ich eh schon kämpfe mit chronischer Erkrankung, zwei Kindern und Job, der aber gesundheitsbedingt nur in Teilzeit möglich ist. Mein Ex will übrigens keinen Cent dazu zahlen und wenn mein Verlobter, der nie einen Hund wollte, 250 Euro im Monat zu viel findet, würde ich auch sagen, muss man akzeptieren. Nun bin ich diejenige, die sich viel Mühe gibt, die beste Lösung zu finden. Schade, dass ausgerechnet ich, die sich am meisten dafür einsetzt, sich dann so krass beschimpfen lassen muss.
Also sorry, aber sicherlich habe ich dich nicht "krass beschimpft" da bitte mal die Kirche im Dorf lassen.

Es tut mir Leid, dass du so von den Männern im Stich gelassen wirst, und das meine ich ganz ehrlich.

Wenn du aber nur Teilzeit arbeitest, braucht es dann überhaupt Fremdbetreuung?
Du sagtest doch, es geht nicht ums Gassi gehen, sondern dass der Hund alleine ist?

Ansonsten.
Wem 250 € für dein Seelenheil, deine Gesundheit, für einen Hund den du liebst, und nicht aufgeben möchtest, zuviel ist, und dich auch nicht durch Taten unterstützen möchte,
Den würde ich persönlich mal überdenken als Partner.
Er muss es nicht für den Hund tun, sondern für dich.
 
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Melanie
20. Mai 11:50
Dogsharing sind doch private Betreuungsmodelle, da schreibst du das die ziemlich wackelig sind ! Was um Gottes Willen ist denn bei 4 bzw. 5 Personen so kompliziert einem Hund gerecht zu werden? Es gibt doch so viele Familien die Kinder haben,meist auch noch im Kleinkindalter,arbeiten gehen und es trotzdem schaffen ihrem Hund gerecht zu werden! Sorry,aber ich versteh das einfach nicht!
Wie gesagt … ich habe zwei lange Arbeitstage, an denen auch mein Verlobter und meine Kinder durch Schule und Arbeit nicht einspringen können. Und mein Ex ist raus, der will sich nicht mehr kümmern. Hört bitte auf mit den 4-5 Personen. Es ist eine Person, die die Verantwortung trägt, nämlich ich. Die Kinder können ihn mal beschäftigen, löst, aber sind eben auch 6-7 h in der Schule und die Hälfte der Zeit beim Vater. Und mein Verlobter hat ganz konkret ne Hundephobie und will da zurzeit nicht ran . Er kommt klar, wenn der Hund mit im Raum ist, aber viel mehr ist für ihn aktuell nicht drin. Kann ich nicht erzwingen und hat mit einem traumatischen Kindheitserlebnis mit Hunden zu tun.
Hundekitas sind 20-30 km entfernt und kosten pro Tag 40 Euro
 
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Marie
20. Mai 11:52
Wenn er kein Problem mit Alleinsein hätte ja. Aber er bellt oft schon nach 3-4 Stunden und ich fürchte stark, bei 8-9 Stunden würde sich eine Stunde Unterbrechung durch einen Spaziergang nicht reichen. Haben eh schon Stress mit einer Nachbarin wegen gelegentlichem Gebell nach wenigen Stunden.
Vielleicht hättest du das in deinem Beitrag mal erwähnen sollen das er schlecht allein bleiben kann.
Das ist aber mit einem guten Training machbar .
Und allen Ernstes ,der Hund wäre 8-9 Stunden allein ?
Selbst wenn das klappen würde!!! was bleibt denn am Ende des Tages an Zeit für ihn übrig? Vermute mal keine,und das führt dann dazu daß er zur Last wird .
Daran ändert auch ein Betreuungsmodell nichts.
 
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Thomas
20. Mai 11:54
Probier doch mal ein paar Ansprechpartner aus der Gegend durch - falls noch nicht geschehen:

https://www.georgsmarienhuetter-hundefreunde.de

Nahegelegene Tierheime bzw. Tierschutzvereine können ggfls. ebenfalls beratend helfen und/oder Kontakte herstellen. Evtl. hilft ja auch ein Aushang im Tierheim...
 
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Melanie
20. Mai 11:54
Also sorry, aber sicherlich habe ich dich nicht "krass beschimpft" da bitte mal die Kirche im Dorf lassen. Es tut mir Leid, dass du so von den Männern im Stich gelassen wirst, und das meine ich ganz ehrlich. Wenn du aber nur Teilzeit arbeitest, braucht es dann überhaupt Fremdbetreuung? Du sagtest doch, es geht nicht ums Gassi gehen, sondern dass der Hund alleine ist? Ansonsten. Wem 250 € für dein Seelenheil, deine Gesundheit, für einen Hund den du liebst, und nicht aufgeben möchtest, zuviel ist, und dich auch nicht durch Taten unterstützen möchte, Den würde ich persönlich mal überdenken als Partner. Er muss es nicht für den Hund tun, sondern für dich.
Nee, mit dem Beschimpfen meinte ich auch eine andere Person. Mich hat nur diese Unterstellung gestört, ich wolle ja eh nicht. Weil ich mir da echt seit Wochen extrem viele Gedanken mache und schon sehr viel Zeit rein gesteckt habe. Da tut sowas weh.
Ja, es geht um meine zwei langen Arbeitstage, da brauche ich Betreuung
 
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Petra
20. Mai 11:55
Mir persönlich ist es lieber, wenn man sich Gedanken macht für den Hund ein neues gutes Zuhause zu suchen, als ihn zu behalten und er ist dann für alle nur noch der Klotz am Bein. Damit wäre ihm auch nicht geholfen. Ich finde es traurig und könnte es nicht. Ich hab in der Hinsicht auch harte Zeiten hinter mir. Hatte mich mit Ende Zwanzig von meinem Mann getrennt und somit 2 Schäferhunde, ne unbezahlte Eigentumswohnung und nen Vollzeitjob zu wuppen. Aber es ging, weil ich es unbedingt wollte. Mit einer anderen Entscheidung hätte ich nicht leben können.
Ich wünsche dir und deinem Hund, das ihr die bestmögliche Lösung findet.
 
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Ilona
20. Mai 11:56
Was ich hier lese ist folgendes: du bist in einer Situation, wo du eine Entscheidung treffen möchtest im Sinne deines Hundes. Du bist verlobt und hast einen Ex Mann und mit ihm 2 Kinder. Du und dein Ex Mann habt doch die Entscheidung für einen Hund vor 7 Jahren gemeinsam getroffen. Wieso sitzt er nicht mit am Tisch? Euer Hund gehört doch zur Familie, da kann er sich doch nicht vor der Verantwortung davon schleichen. Das war ja doch auch seine Entscheidung. Das 2. Ist, dein Verlobter wusste doch, das du einen Hund hast. Ihr wollt doch wohl auch heiraten. Das heisst dann was für den Hund? Das er ihn nicht mitfinanzieren möchte? Verstehe ich nicht so ganz. Ich verstehe, das dich die Situation stresst. Denn Fakt ist, die anderen 2 Erwachsenen ziehen sich einfach raus. Dem einen ist es zu teuer, der andere begründet das mit dem Job. Wobei ihr euch ja auch finanziell absprechen könntet, inwieweit fiffty fiffty möglich wäre, was Betreungskosten angeht.
Die Frage, die sich mir stellt ist folgende: möchtest du den Hund behalten? Das musst du für dich beantworten. Unabhängig vom drumherum. Wenn ja, dann setzt euch alle an den Tisch ,sprecht miteinander und zieh die 2 erwachsenen Männer zur Verantwortung. Der eine hat sich vor 7 Jahren für einen Hund entschieden. Die Verantwortung dafür erlischt nicht, weil man geschieden ist. Der andere will dich heiraten. Da unterstützt man sich in schwierigen Situationen.
Ich verurteile dich nicht, ich verstehe deine Situation. Was ich nicht verstehe, das 3 erwachsenen Menschen sich nicht an den Tisch setzen können um gemeinsam eine Lösung zu finden. Und Lösungen gibt es garantiert abseits der Abgabe.
 
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Marie
20. Mai 11:56
Wie gesagt … ich habe zwei lange Arbeitstage, an denen auch mein Verlobter und meine Kinder durch Schule und Arbeit nicht einspringen können. Und mein Ex ist raus, der will sich nicht mehr kümmern. Hört bitte auf mit den 4-5 Personen. Es ist eine Person, die die Verantwortung trägt, nämlich ich. Die Kinder können ihn mal beschäftigen, löst, aber sind eben auch 6-7 h in der Schule und die Hälfte der Zeit beim Vater. Und mein Verlobter hat ganz konkret ne Hundephobie und will da zurzeit nicht ran . Er kommt klar, wenn der Hund mit im Raum ist, aber viel mehr ist für ihn aktuell nicht drin. Kann ich nicht erzwingen und hat mit einem traumatischen Kindheitserlebnis mit Hunden zu tun. Hundekitas sind 20-30 km entfernt und kosten pro Tag 40 Euro
Nochmal zu deinem Verlobten,was ist er denn nun?
Kein Hundemensch,wie du geschrieben hast,der nicht will/ kann,oder hat er eine Hundephopie?
 
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Melanie
20. Mai 11:57
Vielleicht hättest du das in deinem Beitrag mal erwähnen sollen das er schlecht allein bleiben kann. Das ist aber mit einem guten Training machbar . Und allen Ernstes ,der Hund wäre 8-9 Stunden allein ? Selbst wenn das klappen würde!!! was bleibt denn am Ende des Tages an Zeit für ihn übrig? Vermute mal keine,und das führt dann dazu daß er zur Last wird . Daran ändert auch ein Betreuungsmodell nichts.
Richtig. Es wäre in keinem Job ziemlich schwierig, meine Stunden nur auf halbe Tage zu verteilen. Ich überlege, ob das ginge, aber es wäre dann wieder noch mehr Zeit und Energie, die für die Fahrten drauf geht und mehr Stress, alles unterzukriegen jeweils in 4- max 5 Stunden, die ich nur abwesend sein könnte.
Am Alleinbleiben arbeiten wir gerade auch mit einer Trainerin
 
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Melanie
20. Mai 11:59
Nochmal zu deinem Verlobten,was ist er denn nun? Kein Hundemensch,wie du geschrieben hast,der nicht will/ kann,oder hat er eine Hundephopie?
Er mag Hunde nicht und das hat sicher auch mit seiner Angst vor Hunden zu tun. Abneigung plus Phobie, beides sehe ich bei ihm und die Phobie ist als Kind entstanden und wurde nie durch positive Gegenerfahrungen mit Hunden verändert