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Melanie
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zuletzt 20. Mai

Entscheidung, Hund abzugeben

Hallo, ich hadere mit der Entscheidung, nach einem neuen Zuhause für meinen 7-jährigen Sheltie-Rüden zu suchen. Er war bisher mit den Kindern im Wechselmodell abwechselnd bei mir und meinem Ex-Mann, der das aber nun beruflich nicht mehr schafft. Ihn allein zu betreuen würde mich zeitlich und kräftemässig sehr belasten und auch nur mit viel Fremdbetreuung gehen. Ich bin berufstätig (wenig Home Office möglich)und zudem chronisch erkrankt. Habe auch keinen Garten und keine Familie vor Ort. Hinzu kommt, dass mein Verlobter so gar kein Hundemensch ist und somit mich auch kaum unterstützen kann/will mit ihm. Unser Sheltie ist ein sensibler, menschenbezogener Hund, der in neuen Situationen etwas Zeit braucht, sich dann aber gut bindet. Ich habe aber große Angst, dass er sehr unter dem Wechsel leiden könnte. Aber ich weiß, dass es auch bei uns nicht mehr optimal für ihn wäre. Und auch graut es mir vor der Trauer der Kinder, die ihn sehr lieben. Hundepensionen sind zu weit weg und zu teuer und ich merke schon jetzt, dass private Betreuungs-Modelle ziemlich wacklig sind. Ich will auch nicht zu viel Hin und Her für ihn mit einem Nett aus zig verschiedenen Menschen. Was denkt ihr, wäre das geringere Übel für den Hund? Hat jemand von euch Erfahrungen, wie Hunde so einen Umzug in ein neues Zuhause verarbeiten?
 
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Marie
20. Mai 11:34
Ich glaube schon, dass Stigmatisierung wie hier („Wie kann man nur?“ ohne die Situation wirklich zu kennen) da auch eine große Rolle spielt. Überlegt euch doch einfach, was ihr mit solchen abwertenden Kommentaren erreicht. Ihr greift mich an, weil mein Leben anders verlaufen ist als geplant (was auch euch treffen kann) und ich jetzt nach der besten Lösung für Mensch und Hund suche. Fragen und Anregungen sind herzlich willkommen! Aber solche Abwertungen finde ich echt unmenschlich.
Naja,manches klingt schon ziemlich hart !
Es kamen aber auch schon viele gute Vorschläge,was mich aber interessieren würde, was wäre denn deine Entscheidung?
Wenn ich deinen Beitrag lese heißt es immer nur das geht nicht, der Verlobte will nicht und so wie ich das sehe die Kids auch nicht wirklich.
Da bleibt doch nur dem Hund zuliebe eine Abgabe!
Oder nicht ?
Von selbst wird sich das Problem nicht lösen,das ist ja wohl mal klar.
Muss trotzdem auch noch etwas direkter werden!
Wenn 2 Erwachsene ,ein 11 jähriges Kind und ein Teenager das nicht hinbekommen ist es auch traurig !
Such ein schönes Zuhause,der Hund wird es euch vielleicht danken
 
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Melanie
20. Mai 11:35
Naja,manches klingt schon ziemlich hart ! Es kamen aber auch schon viele gute Vorschläge,was mich aber interessieren würde, was wäre denn deine Entscheidung? Wenn ich deinen Beitrag lese heißt es immer nur das geht nicht, der Verlobte will nicht und so wie ich das sehe die Kids auch nicht wirklich. Da bleibt doch nur dem Hund zuliebe eine Abgabe! Oder nicht ? Von selbst wird sich das Problem nicht lösen,das ist ja wohl mal klar. Muss trotzdem auch noch etwas direkter werden! Wenn 2 Erwachsene ,ein 11 jähriges Kind und ein Teenager das nicht hinbekommen ist es auch traurig ! Such ein schönes Zuhause,der Hund wird es euch vielleicht danken
Meine Entscheidung steht noch nicht, da ich es aktuell noch mit Dogsharing versuche
 
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Hannah und
20. Mai 11:39
Ich würde es erstmal mit Hundetagesstätte (Kita für Hunde) oder Gassigeher o.ä. Probieren!
 
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Hannah und
20. Mai 11:40
Es gibt auch Hundelieb
Leinentausch
Betreut.de
 
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Julia 🐾Nero
20. Mai 11:40
Oder der Verlobte, wenn man schon nicht mit Taten unterstützen will, dann vielleicht wenigstens so? Aber letztendlich kann mir keiner erzählen, dass drei Leute, die Vollzeit arbeiten, keine 250 € am Ende des Monats zusammen bekommen. Dann muss man eben an anderer Stelle sparen, oder ein paar Stunden zusätzlich arbeiten. Wenn nach Vollzeit Arbeit nichts übrig bleibt, würde ich mir erst recht einen anderen Job suchen. Mit Homeoffice hat sich das Problem dann eh gelöst. Aber ich glaube hier geht es mehr ums nicht Wollen als ums nicht Können.
Manchmal ist das auch ok.

Wenn man alle Optionen durchgeht und merkt, es gäbe Lösungen, aber man will sie nicht umsetzen, dann erkennt man, dass man sich eigentlich schon entschieden hat.
Aber die Entscheidung einfach noch nicht wahrhaben kann.

Die allermeisten Hunde machen einen Besitzerwechsel sehr gut mit. Was traumatisch endet ist, wenn der Hund ausgesetzt wird, in ein lautes, volles Tierheim kommt und nicht versteht was eigentlich passiert.

Einen Halterwechsel kann man hingegen schonend vollbringen. Hund lernt neuen Besitzer kennen, man geht spazieren, dann bleibt er mal für einen Nachmittag, dann mal über Nacht, übers Wochenende und dann für immer.
Einen Hund aus schlechten Gewissen zu behalten ist selten gut für einen Hund.
Ich glaube Tiere spüren, ob sie gewollt oder ertragen werden.
Warum dem Hund aus falschem Verantwortungsbewusstsein die Chance nehmen da zu leben, wo er gewollt ist? Mit 7 hat er noch viele Jahre vor sich.
 
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Melanie
20. Mai 11:40
Oder der Verlobte, wenn man schon nicht mit Taten unterstützen will, dann vielleicht wenigstens so? Aber letztendlich kann mir keiner erzählen, dass drei Leute, die Vollzeit arbeiten, keine 250 € am Ende des Monats zusammen bekommen. Dann muss man eben an anderer Stelle sparen, oder ein paar Stunden zusätzlich arbeiten. Wenn nach Vollzeit Arbeit nichts übrig bleibt, würde ich mir erst recht einen anderen Job suchen. Mit Homeoffice hat sich das Problem dann eh gelöst. Aber ich glaube hier geht es mehr ums nicht Wollen als ums nicht Können.
Und wieder so ein unnötiger Angriff … kann es echt nicht verstehen sowas. Wenn du wüsstest, wie ich seit Wochen mit viel Zeit und Kraft nach einer Lösung suche. Und wie ich eh schon kämpfe mit chronischer Erkrankung, zwei Kindern und Job, der aber gesundheitsbedingt nur in Teilzeit möglich ist.
Mein Ex will übrigens keinen Cent dazu zahlen und wenn mein Verlobter, der nie einen Hund wollte, 250 Euro im Monat zu viel findet, würde ich auch sagen, muss man akzeptieren.
Nun bin ich diejenige, die sich viel Mühe gibt, die beste Lösung zu finden. Schade, dass ausgerechnet ich, die sich am meisten dafür einsetzt, sich dann so krass beschimpfen lassen muss.
 
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Hannah und
20. Mai 11:40
Oder einfach googeln nach Hundekita o.ä.
 
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Heike
20. Mai 11:42
Und wieder so ein unnötiger Angriff … kann es echt nicht verstehen sowas. Wenn du wüsstest, wie ich seit Wochen mit viel Zeit und Kraft nach einer Lösung suche. Und wie ich eh schon kämpfe mit chronischer Erkrankung, zwei Kindern und Job, der aber gesundheitsbedingt nur in Teilzeit möglich ist. Mein Ex will übrigens keinen Cent dazu zahlen und wenn mein Verlobter, der nie einen Hund wollte, 250 Euro im Monat zu viel findet, würde ich auch sagen, muss man akzeptieren. Nun bin ich diejenige, die sich viel Mühe gibt, die beste Lösung zu finden. Schade, dass ausgerechnet ich, die sich am meisten dafür einsetzt, sich dann so krass beschimpfen lassen muss.
Bei Tierio sind Leute für 10-15 Euro die Stunde, wenn da jemand 1 Std. mit dem Hund läuft, an Tagen, wo es bei dir besonders eng ist, wäre doch allen geholfen, oder?
 
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Marie
20. Mai 11:44
Meine Entscheidung steht noch nicht, da ich es aktuell noch mit Dogsharing versuche
Dogsharing sind doch private Betreuungsmodelle, da schreibst du das die ziemlich wackelig sind !
Was um Gottes Willen ist denn bei 4 bzw. 5 Personen so kompliziert einem Hund gerecht zu werden?
Es gibt doch so viele Familien die Kinder haben,meist auch noch im Kleinkindalter,arbeiten gehen und es trotzdem schaffen ihrem Hund gerecht zu werden!
Sorry,aber ich versteh das einfach nicht!
 
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Melanie
20. Mai 11:45
Bei Tierio sind Leute für 10-15 Euro die Stunde, wenn da jemand 1 Std. mit dem Hund läuft, an Tagen, wo es bei dir besonders eng ist, wäre doch allen geholfen, oder?
Wenn er kein Problem mit Alleinsein hätte ja. Aber er bellt oft schon nach 3-4 Stunden und ich fürchte stark, bei 8-9 Stunden würde sich eine Stunde Unterbrechung durch einen Spaziergang nicht reichen. Haben eh schon Stress mit einer Nachbarin wegen gelegentlichem Gebell nach wenigen Stunden.