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Melanie
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Anzahl der Antworten 182
heute 20:21

Entscheidung, Hund abzugeben

Hallo, ich hadere mit der Entscheidung, nach einem neuen Zuhause für meinen 7-jährigen Sheltie-Rüden zu suchen. Er war bisher mit den Kindern im Wechselmodell abwechselnd bei mir und meinem Ex-Mann, der das aber nun beruflich nicht mehr schafft. Ihn allein zu betreuen würde mich zeitlich und kräftemässig sehr belasten und auch nur mit viel Fremdbetreuung gehen. Ich bin berufstätig (wenig Home Office möglich)und zudem chronisch erkrankt. Habe auch keinen Garten und keine Familie vor Ort. Hinzu kommt, dass mein Verlobter so gar kein Hundemensch ist und somit mich auch kaum unterstützen kann/will mit ihm. Unser Sheltie ist ein sensibler, menschenbezogener Hund, der in neuen Situationen etwas Zeit braucht, sich dann aber gut bindet. Ich habe aber große Angst, dass er sehr unter dem Wechsel leiden könnte. Aber ich weiß, dass es auch bei uns nicht mehr optimal für ihn wäre. Und auch graut es mir vor der Trauer der Kinder, die ihn sehr lieben. Hundepensionen sind zu weit weg und zu teuer und ich merke schon jetzt, dass private Betreuungs-Modelle ziemlich wacklig sind. Ich will auch nicht zu viel Hin und Her für ihn mit einem Nett aus zig verschiedenen Menschen. Was denkt ihr, wäre das geringere Übel für den Hund? Hat jemand von euch Erfahrungen, wie Hunde so einen Umzug in ein neues Zuhause verarbeiten?
 
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Melanie
heute 06:50
Den Vorschlag mit dem Familienrat finde ich sehr gut! Wenn ihr gemeinsame eine Entscheidung trefft, tragen alle gemeinsam die Konsequenzen und nicht nur du allein (tatsächlich und emotional)
An sich ja, aber wie Heike schreibt, die Kinder können das Betreuungsproblem nicht lösen, erstens, weil die durch die Schule auch über 6 h weg sind und zweitens, weil sie die Hälfte der Woche beim Vater sind.
 
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Hans
heute 07:37
Du haderst nicht mit der Entscheidung, du suchst nach Entschuldigungen. Um ehrlich zu sein, ich find's zum kotzen. Da sind drei Erwachsene Personen und zwei teenys und nach sieben Jahren vergisst man plötzlich den Hund und seine Bedürfnisse. Geht dann einfach nicht ?!... Ich bin richtig wütend ... Sucht ein zu Hause! Mitleid, dass du dir allein mit der Arbeit vorkommst, kommt von mir nicht. Deinen neuen Partner finde ich noch verwerflicher, als den Hunde-unkompatibelen job deines Ex, der das wohl vorher in der Arbeitszeit wuppen musste - und dir ist fünf Tage die Woche nicht eingefallen, dass zwei Kinder und ein Hund im Haushalt eigentlich fehlen? Trennung ist fies, aber Kinder hat man eigentlich 7tage die Woche...einen Hund sein Leben lang... Hoffentlich passt das mit den Kindern... Und dem Hund ein Leben außerhalb des Irrsinns. "Die Kinder würden ihn vermissen" ...so herzlos - Der Hund verliert alles was er in dieser Welt zuordnen kann ! .... Du bist hier nicht im Familienforum, sondern im Hundeforum. Der Hund wird also abgegeben. Ja, ihr habt alle versagt in eurer Lebensplanung. Und nein, dogsharing wird's meiner Meinung nach nicht richten. Also entweder , du kriegst den Hund artgerecht (!!) eingeplant, oder du lässt es ganz. Sowohl bei der Abgabe artgerecht, als auch, wenn ein Arbeitstag planbar mit dem Hund laufen soll. Es waren eure Entscheidungen, ihr habt euch getrennt und nun ist das dennoch eure Verantwortung. Dafür habe ich kein Mitleid. Es nervt mich viel eher ! Soviele *trennungs- Tiere.... Einzeln hättet ihr das grundsätzlich auch nicht mit einem Hund geschafft ? Sry, hab ich kein Verständnis. "Halbe Halter"... Das sich welche um das Sorgerecht kloppen - ja, OK ...aber den Hund als Belastung sehen . Nein. Ihr werdet seine Belastung sein und er wird euch auch noch vermissen... Erwachsene Menschen , dass ich nicht lache... Eher wenn Kinder, Kinder haben. Im Netz nach trost und ausrede suchen.flüchten, neu machen, Verantwortung vergessen - ihr seid inkompatibel für den Hund geworden. Er muss drunter leiden . Tschüß...
Sehr gut geschrieben. 👍
 
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Ina
heute 07:44
Wenn er für dich/euch nur noch eine Belastung darstellt, ihr ihm nicht mehr gerecht werden könnt, ist es sicher besser ihm ein gutes Zuhause zu suchen, wo die Menschen genügend Zeit haben und Willens sind dem Hund ein dauerhaftes Heim bis zum Lebensende zu geben.
In einer liebevollen Umgebung mit viel Zeit und Zuwendung wird er sich schnell einleben und wohl fühlen, Hunde sind sehr soziale Tiere und ein stabiles Umfeld ist gerade für einen sensiblen Hund allemal besser als ständig von einem zum anderen gereicht zu werden.
Und nein, ich bin nicht dafür einen Hund leichtfertig abzugeben, aber Lebensumstände können sich ändern und hier sollte man verantwortungsvoll im Sinne des Hundes handeln. Auch das ist Tierliebe.
 
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Heike
heute 07:50
Habt ihr euch denn schon mal alle an einen Tisch gesetzt und alle Möglichkeiten und daraus folgende Konsequenzen durchgesprochen?
Also Kinder, Ex-Mann und du?
Der Verlobte hat ja scheinbar seinen Standpunkt und möchte mit dem Hund eigentlich gar nichts zu tun haben 🤷🏼‍♀️
 
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Jas Men
heute 07:51
Wie schon erwähnt wurde, ist es eine Entscheidung, die keiner treffen möchte, und man wünscht auch keinem, eine solche Entscheidung treffen zu müssen. Das tut mir für dich und vor allem für die Kids und und Fili leid.

Schade ist es aber auch, dass dein Ex und dein Verlobter sich da nicht mehr einbinden möchten. Dein Ex war damals bei der Entscheidung Fili zu holen dabei und hat diese mitgetragen, daher wäre es schön, wenn er sich da bei der Lösung jetzt auch mehr einbringen würde. Was deinen Verlobten angeht… Keine Ahnung, aber wenn ich jemanden liebe, dann versuche ich mich doch einzubringen und zu helfen, das Mindeste wäre es zu versuchen. Jemanden für die schönen Sachen des Lebens findet man überall, jemanden, der bereit ist auch Ungemütliches mit einem durchzustehen ist, ist leider eher selten. Ich denke auch, dass sich dein Großer auch mehr einbringen würde, wenn man ihm die Situation erklärt.

Und ja, Fili wird sich auch in einer neuen Familie zurecht finden und wenn es eine tolle Familie ist, welche ihm alles gibt, was er braucht, wird er es vielleicht auch ohne iwelche problematischen Folgen bleiben. Aber es ist leider auch so, dass Fili 7 Jahre ist, da ist es nicht immer leicht jemanden anderen zu finden, der ihm ein schönes Leben bieten kann, leider sind die Tierheime voll und erfahrungsgemäß werden die vor der Urlaubszeit nochmal voller …

Bitte verstehe das nicht als Kritik oder sowas, ich hoffe nur, dass du die beste Lösung im Sinne deiner Kids und Fili findest, und natürlich auch in deinem Sinne. Viel Glück dafür.
 
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Lena
heute 08:33
An sich ja, aber wie Heike schreibt, die Kinder können das Betreuungsproblem nicht lösen, erstens, weil die durch die Schule auch über 6 h weg sind und zweitens, weil sie die Hälfte der Woche beim Vater sind.
Sie sollen nicht das Betreuungsproblem lösen, sondern alle Familienmitglieder (Kinder, Exmann, Verlobter) sollen gemeinsam überlegen, was das Beste für den Hund ist
 
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Ina
heute 08:58
Sie sollen nicht das Betreuungsproblem lösen, sondern alle Familienmitglieder (Kinder, Exmann, Verlobter) sollen gemeinsam überlegen, was das Beste für den Hund ist
Kinder sollten das Problem überhaupt nicht lösen müssen, das liegt allein bei den Erwachsenen.
Kinder sind den halben Tag in der Schule, je älter sie werden oft bis in den Nachmittag hinein. Dazu kommen Ausflüge, Klassenfahrten, und sie wollen und müssen die Möglichkeit haben mehr und mehr Zeit mit ihren Freunden verbringen zu können. Das gehört zur gesunden Entwicklung eines Menschenkindes dazu.
Ein Hund kann im Leben eines Kindes etwas Schönes und Wertvolles sein, aber die Verantwortung tragen allein die Eltern, für beide Seiten.
Sie haben sich für die Anschaffung des Hundes entschieden und haben dafür Sorge zu tragen dass es allen gut geht, dazu kann auch gehören unpopuläre Entscheidungen zu treffen.
 
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Lena
heute 09:02
Kinder sollten das Problem überhaupt nicht lösen müssen, das liegt allein bei den Erwachsenen. Kinder sind den halben Tag in der Schule, je älter sie werden oft bis in den Nachmittag hinein. Dazu kommen Ausflüge, Klassenfahrten, und sie wollen und müssen die Möglichkeit haben mehr und mehr Zeit mit ihren Freunden verbringen zu können. Das gehört zur gesunden Entwicklung eines Menschenkindes dazu. Ein Hund kann im Leben eines Kindes etwas Schönes und Wertvolles sein, aber die Verantwortung tragen allein die Eltern, für beide Seiten. Sie haben sich für die Anschaffung des Hundes entschieden und haben dafür Sorge zu tragen dass es allen gut geht, dazu kann auch gehören unpopuläre Entscheidungen zu treffen.
Wo schreibe ich, dass sie es lösen sollen?
Ich schreibe von einem gemeinsamen Gespräch aller Beteiligten.

Sollen sie lieber übergangen werden, sich nicht äußern dürfen und eines Tages ist der Hund einfach weg?
 
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Melanie
heute 09:03
Wo schreibe ich, dass sie es lösen sollen? Ich schreibe von einem gemeinsamen Gespräch aller Beteiligten. Sollen sie lieber übergangen werden, sich nicht äußern dürfen und eines Tages ist der Hund einfach weg?
Nein, sie wissen natürlich Bescheid und ich beziehe sie auch ein in die Überlegungen. Das definitiv
 
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Ina
heute 09:07
Wo schreibe ich, dass sie es lösen sollen? Ich schreibe von einem gemeinsamen Gespräch aller Beteiligten. Sollen sie lieber übergangen werden, sich nicht äußern dürfen und eines Tages ist der Hund einfach weg?
Das habe ich ja so nicht gesagt, und auch nicht gemeint, aber es wurde hier mehrfach auf die Kinder verwiesen....
Damit das sie sich mehr einbringen könnten /sollten...
Selbst wenn sie sich dazu bereit erklären und es auch wirklich wollen, wird das für sie kaum zu realisieren sein und dann wird der Hund wieder nur hin und her gereicht.

Soll das die Lösung sein?