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Melanie
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Anzahl der Antworten 182
heute 20:21

Entscheidung, Hund abzugeben

Hallo, ich hadere mit der Entscheidung, nach einem neuen Zuhause für meinen 7-jährigen Sheltie-Rüden zu suchen. Er war bisher mit den Kindern im Wechselmodell abwechselnd bei mir und meinem Ex-Mann, der das aber nun beruflich nicht mehr schafft. Ihn allein zu betreuen würde mich zeitlich und kräftemässig sehr belasten und auch nur mit viel Fremdbetreuung gehen. Ich bin berufstätig (wenig Home Office möglich)und zudem chronisch erkrankt. Habe auch keinen Garten und keine Familie vor Ort. Hinzu kommt, dass mein Verlobter so gar kein Hundemensch ist und somit mich auch kaum unterstützen kann/will mit ihm. Unser Sheltie ist ein sensibler, menschenbezogener Hund, der in neuen Situationen etwas Zeit braucht, sich dann aber gut bindet. Ich habe aber große Angst, dass er sehr unter dem Wechsel leiden könnte. Aber ich weiß, dass es auch bei uns nicht mehr optimal für ihn wäre. Und auch graut es mir vor der Trauer der Kinder, die ihn sehr lieben. Hundepensionen sind zu weit weg und zu teuer und ich merke schon jetzt, dass private Betreuungs-Modelle ziemlich wacklig sind. Ich will auch nicht zu viel Hin und Her für ihn mit einem Nett aus zig verschiedenen Menschen. Was denkt ihr, wäre das geringere Übel für den Hund? Hat jemand von euch Erfahrungen, wie Hunde so einen Umzug in ein neues Zuhause verarbeiten?
 
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Melanie
heute 04:43
Tja, würde sich Melanie die Mühe machen ihr Profil mal etwas zu füllen, könnte man sich so manche Frage sparen und man könnte schon gezielter nach der Lösung suchen.☝🏼 Aktuell hat sie nicht mal einen Hund🤔
Danke für den Hinweis, werde ich machen- wie gesagt, bin neu.
 
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Christina
heute 05:05
Also wenn keiner mehr so richtig Zeit für den Hund hat und eher als Last empfunden wird, spürt der das glaub auch. Du kannst noch über die App Hundelieb versuchen einen Dogsharing Partner zu finden aber ansonsten würde ich nach einem GUTEN neuen Zuhause suchen am besten vll über eine Vermittlungshilfe über Hundetrainer, Tierschutzverein oder Tierheim die wirklich Erfahrung damit haben die richtigen Leute zu finden. Viel Glück und ganz viel Kraft für die Entscheidung 🫶
 
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Melanie
heute 05:14
Also wenn keiner mehr so richtig Zeit für den Hund hat und eher als Last empfunden wird, spürt der das glaub auch. Du kannst noch über die App Hundelieb versuchen einen Dogsharing Partner zu finden aber ansonsten würde ich nach einem GUTEN neuen Zuhause suchen am besten vll über eine Vermittlungshilfe über Hundetrainer, Tierschutzverein oder Tierheim die wirklich Erfahrung damit haben die richtigen Leute zu finden. Viel Glück und ganz viel Kraft für die Entscheidung 🫶
Danke, ja, das ist definitiv Plan B und ich überlege auch, ob es langfristig sogar besser, weil stabiler wäre.
Kennst du zufällig gute Vermittlungsvereine? Hab von Inlandspfoten, Hucin und Heimat für Pfoten gelesen, aber kenne niemanden mit Erfahrungen dort
 
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Steffi
heute 05:41
Danke für deine Gedanken. Sie sind 11 und 16. was genau sind deine Bedenken- dass sie es dem Vater übel nehmen könnten? Ich fürchte eher, dass die einfach massiv unter dem Verlust leiden würden 😕
Ja, das wollte ich andeuten. Ich habe selber einen Jungen in der Pubertät (gerade 15 geworden) und in dieser sensiblen Phase ist die Weggabe eines geliebten Hundes, der seit 7 Jahren Familienmitglied ist, meiner Meinung nach wirklich schlimm. Berufliche Gründe des Vaters, aber auch besonders das 'ich kann/will nicht da kein Hundemensch' Deines Verlobten und letztendlich auch Deine Gründe würde mein Sohn nicht akzeptieren und wären nur schwer verzeihbar. Andererseits würde und könnte er sich in diesem Alter auch mehr einbringen, um die Situation zu entschärfen. Weiß Deine Familie plus Verlobter eigentlich schon um Deine Überlegungen hinsichtlich der Abgabe des Hundes? Ein Familienrat, wie die Situation mit Hilfe aller zu retten ist, wäre sonst mein Rat.
Alles Gute für Euch.
 
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Nicole
heute 05:50
Hm also so klein sind deine Kinder ja nicht mehr.
Ich finde schon da kann man im Rahmen schon auch Aufgaben verteilen zumal euer Hund ja jetzt auch kein 50 Kilo Monster ist und mit 7 Jahren wird er ja soweit stabil und gefestigt sein, dass da nichts verrutscht auch wenn jeder der zwei da mal Aufgaben übernimmt.

Ich würde dir vorschlagen führe mal ein offenes Gespräch mit deinen Buben.

In einer Familie muss jeder sein Bit bringen damit gewisse Dinge funktionieren.
 
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R
heute 06:01
Du haderst nicht mit der Entscheidung, du suchst nach Entschuldigungen.

Um ehrlich zu sein, ich find's zum kotzen. Da sind drei Erwachsene Personen und zwei teenys und nach sieben Jahren vergisst man plötzlich den Hund und seine Bedürfnisse.
Geht dann einfach nicht ?!...
Ich bin richtig wütend ...

Sucht ein zu Hause!
Mitleid, dass du dir allein mit der Arbeit vorkommst, kommt von mir nicht. Deinen neuen Partner finde ich noch verwerflicher, als den Hunde-unkompatibelen job deines Ex, der das wohl vorher in der Arbeitszeit wuppen musste - und dir ist fünf Tage die Woche nicht eingefallen, dass zwei Kinder und ein Hund im Haushalt eigentlich fehlen? Trennung ist fies, aber Kinder hat man eigentlich 7tage die Woche...einen Hund sein Leben lang... Hoffentlich passt das mit den Kindern...
Und dem Hund ein Leben außerhalb des Irrsinns. "Die Kinder würden ihn vermissen"
...so herzlos - Der Hund verliert alles was er in dieser Welt zuordnen kann ! .... Du bist hier nicht im Familienforum, sondern im Hundeforum.
Der Hund wird also abgegeben.
Ja, ihr habt alle versagt in eurer Lebensplanung. Und nein, dogsharing wird's meiner Meinung nach nicht richten.
Also entweder , du kriegst den Hund artgerecht (!!) eingeplant, oder du lässt es ganz. Sowohl bei der Abgabe artgerecht, als auch, wenn ein Arbeitstag planbar mit dem Hund laufen soll.

Es waren eure Entscheidungen, ihr habt euch getrennt und nun ist das dennoch eure Verantwortung.
Dafür habe ich kein Mitleid.
Es nervt mich viel eher ! Soviele *trennungs- Tiere....
Einzeln hättet ihr das grundsätzlich auch nicht mit einem Hund geschafft ?
Sry, hab ich kein Verständnis. "Halbe Halter"... Das sich welche um das Sorgerecht kloppen - ja, OK ...aber den Hund als Belastung sehen . Nein. Ihr werdet seine Belastung sein und er wird euch auch noch vermissen... Erwachsene Menschen , dass ich nicht lache... Eher wenn Kinder, Kinder haben. Im Netz nach trost und ausrede suchen.flüchten, neu machen, Verantwortung vergessen - ihr seid inkompatibel für den Hund geworden. Er muss drunter leiden . Tschüß...
 
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Heike
heute 06:19
Ich habe Suki als sie 5 Jahre alt war von den Vorbesitzern übernommen (wegen Trennung, Wohnungswechsel…)
Suki hatte gar keine Probleme bei der Eingewöhnung, nach ein paar Tagen war es so, als wäre sie schon immer hier gewesen. Ich bin sicher, dass es für Suki die beste Entscheidung war, sie abzugeben, da die Bedingungen einer artgerechten Haltung mit viel gemeinsamen Unternehmungen und einem sicheren Zuhause hier gegeben sind, bei den vorherigen Haltern aber nicht (mehr).
Es kommt aber auch sehr auf den Hund an. Suki war und ist sehr offen fremden Menschen gegenüber, findet sie fast alle toll. Sie ist kein ängstlicher Hund und findet es super, Neues zu erkunden.
Wichtig wäre bei einer Abgabe, den richtigen Menschen für den Hund zu finden. Die Vorbesitzerin von Suki hatte sehr viele Anfragen für den Hund, sie hatte eine Anzeige bei Kleinanzeigen aufgegeben. Sie ist froh, uns ausgesucht zu haben, wir haben noch immer, nach 5 Jahren sporadisch Kontakt.
Kinder in dem Alter werden leiden bei Abgabe des Hundes. Die Schulen sind auch meist bis Nachmittags, so dass auch die Kinder lange Abwesenheitszeiten oft nicht auffangen können.
Ideal wäre eine „Tages-Stelle“ für den Hund in der Nähe, jemand, der keinen eigenen Hund mehr haben möchte, sich aber gerne ein paar Stunden um den Hund kümmert. Das zu finden ist nicht einfach, viele Anzeigen in örtlichen Zeitungen aufgeben, Zettel in Supermärkten aufhängen… vielleicht hast du Glück und findest jemanden.
Ein offenes Gespräch mit den Kindern und dem Partner ist auch sehr wichtig für die Entscheidung.
Alles Gute !
 
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Sabine
heute 06:27
Es gibt noch einige Betreuungs-/ Dogsharingapps, wie https://hundelieb.com/?cmp=13&gad_source=1&gad_campaignid=1822285165&gbraid=0AAAAADszNQ5eHcfI51C_Oh5MEbstMTJB-&gclid=Cj0KCQjwlLDQBhDjARIsAPlIefHWVqdU81unJ1d3SFeHonoc-A_EAk4qZBKfUN4i_5JzfTtvXiwSz_YaAh3hEALw_wcB oder https://www.rover.com/search/ oder https://www.betreut.de/hundesitter-nrlp-sb011/19511094?rx=SEM|Google|Seeker|BR|796466167196|betreut%20de%20hundesitter|m_S_DE_PC_PCBrand_SEM_INTL_GGC07328|com_betreut_hundebetreuung|p-|g&utm_source=google&utm_medium=cpc&utm_campaign=m_S_DE_PC_PCBrand_SEM_INTL_GGC07328-com_betreut_hundebetreuung&utm_content=796466167196-g&utm_term=p_betreut%20de%20hundesitter&gad_source=1&gad_campaignid=23534452035&gbraid=0AAAAADsvQdJKW2vOYqwgONF8sD9xPtCbc&gclid=Cj0KCQjwlLDQBhDjARIsAPlIefGRyFjsJGowYp1C26Nx-Ln55gs_7WPO0Veye0BoIYSkLUKskkX7igUaAuTnEALw_wcB. Und noch mehr. Eine Bekannte hat über Hundelieb ein stabiles Dogsharing gefunden.
 
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Silke
heute 06:35
Ich habe jetzt den zweiten Hund aus dem Tierheim. Beide Hunde wurden von ihren Vorbesitzern wegen Zeitmangel/Überforderung/keine Lust mehr dort abgegeben. Ich habe den Hund jeweils durch ehrenamtliches Gassi gehen kennengelernt und bei der Adoption ging die Eingewöhnung sehr schnell innerhalb von wenigen Tagen waren die jeweils entspannt und zufrieden. Manchmal ist es besser, dem Hund eine zweite Chance zu ermöglichen.
 
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Lena
heute 06:41
Ja, das wollte ich andeuten. Ich habe selber einen Jungen in der Pubertät (gerade 15 geworden) und in dieser sensiblen Phase ist die Weggabe eines geliebten Hundes, der seit 7 Jahren Familienmitglied ist, meiner Meinung nach wirklich schlimm. Berufliche Gründe des Vaters, aber auch besonders das 'ich kann/will nicht da kein Hundemensch' Deines Verlobten und letztendlich auch Deine Gründe würde mein Sohn nicht akzeptieren und wären nur schwer verzeihbar. Andererseits würde und könnte er sich in diesem Alter auch mehr einbringen, um die Situation zu entschärfen. Weiß Deine Familie plus Verlobter eigentlich schon um Deine Überlegungen hinsichtlich der Abgabe des Hundes? Ein Familienrat, wie die Situation mit Hilfe aller zu retten ist, wäre sonst mein Rat. Alles Gute für Euch.
Den Vorschlag mit dem Familienrat finde ich sehr gut! Wenn ihr gemeinsame eine Entscheidung trefft, tragen alle gemeinsam die Konsequenzen und nicht nur du allein (tatsächlich und emotional)