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Melanie
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zuletzt 20. Mai

Entscheidung, Hund abzugeben

Hallo, ich hadere mit der Entscheidung, nach einem neuen Zuhause für meinen 7-jährigen Sheltie-Rüden zu suchen. Er war bisher mit den Kindern im Wechselmodell abwechselnd bei mir und meinem Ex-Mann, der das aber nun beruflich nicht mehr schafft. Ihn allein zu betreuen würde mich zeitlich und kräftemässig sehr belasten und auch nur mit viel Fremdbetreuung gehen. Ich bin berufstätig (wenig Home Office möglich)und zudem chronisch erkrankt. Habe auch keinen Garten und keine Familie vor Ort. Hinzu kommt, dass mein Verlobter so gar kein Hundemensch ist und somit mich auch kaum unterstützen kann/will mit ihm. Unser Sheltie ist ein sensibler, menschenbezogener Hund, der in neuen Situationen etwas Zeit braucht, sich dann aber gut bindet. Ich habe aber große Angst, dass er sehr unter dem Wechsel leiden könnte. Aber ich weiß, dass es auch bei uns nicht mehr optimal für ihn wäre. Und auch graut es mir vor der Trauer der Kinder, die ihn sehr lieben. Hundepensionen sind zu weit weg und zu teuer und ich merke schon jetzt, dass private Betreuungs-Modelle ziemlich wacklig sind. Ich will auch nicht zu viel Hin und Her für ihn mit einem Nett aus zig verschiedenen Menschen. Was denkt ihr, wäre das geringere Übel für den Hund? Hat jemand von euch Erfahrungen, wie Hunde so einen Umzug in ein neues Zuhause verarbeiten?
 
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Heike
20. Mai 16:39
Find ich auch. Niemand hier kennt Eure Lebenssituation und sollte auch nicht darüber urteilen. Du hast erkannt, dass der Hund so nicht ausreichend versorgt werden kann und suchst nach einem neuen Zuhause. Ich finde, da spricht nichts dagegen, wenn es dem Hund dann besser geht und ihr entlastet seid.
Andere Individuen setzen das Tier einfach aus oder es landet im Tierheim.
Du suchst sorgfältig nach neuen Besitzern, weil Du möchtest, dass es dem Hund dann besser geht und er wird einen Besitzerwechsel gut überstehen, dass muss auch jeder Hund aus dem Tierschutz oder Tierheim. Ich würde ihn gerne übernehmen, aber da spielt mein Mann nicht mit, er meint ein Hund reicht. Trotzdem viel Glück beim Finden eines neuen Herrchens oder Frauchens.🙋🐾🐾 L. G. Heike
 
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Petra
20. Mai 16:50
Der Verlobte war ja auch schon zu Zeiten der wechselseitigen Betreuung da und daher war ja auch schon bekannt das er zu Hunden keinen Bezug hat. Ich hätte mich nicht auf so eine Beziehung einlassen können, wo klar war das er keine Unterstützung bietet. Von so einem Mann hätte ich Abstand genommen. Meine Liebe wäre dafür niemals groß genug gewesen. Ich war auch ein Scheidungskind und wir hatten einen Familienhund, hätte meine Mutter einen Mann gehabt, der unseren Hund abgelehnt hätte und der deswegen hätte abgegeben werden müssen, der Kerl hätte kein schönes Leben mehr mit mir gehabt. Ich bin und war da immer schon sehr hart und mit klaren Prinzipien.
 
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Marie
20. Mai 16:51
Ich kann es wahrscheinlich nicht verstehen weil ich selbst keine Kinder habe, nein mein Hund ist kein Kinderersatz, aber ich gestalte mein Leben danach. Für mich persönlich ist das echt unverständlich und traurig aber ich bin da wohl nicht die richtige um so eine Situation zu beurteilen. Ich will hier nicht diskutieren. Wenn’s für das Wohl des Hundes das Beste ist habe ich wohl hier nichts mehr zu sagen.
Warum sollst du nicht die Richtige sein,um sich eine Meinung darüber zu bilden ?
Aber es ist eben ein Unterschied ob man etwas unverständlich und traurig findet,oder eben verwerflich.
 
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Aga
20. Mai 17:00
Warum sollst du nicht die Richtige sein,um sich eine Meinung darüber zu bilden ? Aber es ist eben ein Unterschied ob man etwas unverständlich und traurig findet,oder eben verwerflich.
Ich habe erwähnt warum ich es verwerflich finde, meine Hunde hatten immer eine starke Bindung zu mir, da fände ich das einfach grausam.
 
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Lena
20. Mai 17:02
Der Verlobte war ja auch schon zu Zeiten der wechselseitigen Betreuung da und daher war ja auch schon bekannt das er zu Hunden keinen Bezug hat. Ich hätte mich nicht auf so eine Beziehung einlassen können, wo klar war das er keine Unterstützung bietet. Von so einem Mann hätte ich Abstand genommen. Meine Liebe wäre dafür niemals groß genug gewesen. Ich war auch ein Scheidungskind und wir hatten einen Familienhund, hätte meine Mutter einen Mann gehabt, der unseren Hund abgelehnt hätte und der deswegen hätte abgegeben werden müssen, der Kerl hätte kein schönes Leben mehr mit mir gehabt. Ich bin und war da immer schon sehr hart und mit klaren Prinzipien.
Das ist ja ne schöne unterschwellige Schuldverschiebung…

Der Hund wird eventuell abgegeben, weil die Besitzer die Betreuung nicht gedeichselt bekommen- daran sind Besitzer (also Frau und Exmann) schuld und niemand sonst
 
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Heike
20. Mai 17:06
Fahre doch doppelgleisig, versuche eine gute Betreuung zu finden, parallel kümmerst du dich um jemanden, der deinen Hund übernehmen würde, das braucht nämlich auch viel Zeit.
Wie machst du es denn aktuell an deinen langen Arbeitstagen?
Bleibt der Hund da 8-9 Std mit bellen alleine?
Es ist sicher nicht einfach, man hat ja allen gegenüber ein schlechtes Gewissen 🤷🏼‍♀️
Der Ex-Mann ist für die Abgabe, der Verlobte erst recht, was sagen die Kinder dazu?
Schlimm für den Hund, wenn er nur als Belastung gesehen wird. Ich würde ihm dann ein schönes, neues Zuhause suchen.
 
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Petra
20. Mai 17:09
Das ist ja ne schöne unterschwellige Schuldverschiebung… Der Hund wird eventuell abgegeben, weil die Besitzer die Betreuung nicht gedeichselt bekommen- daran sind Besitzer (also Frau und Exmann) schuld und niemand sonst
Das sehe ich anders. Er hat sich für eine Frau mit Kindern und Hund entschieden. Also gehört er zur Familie und trägt Verantwortung wenn er seine Verlobte liebt.
Das wäre wie wenn er sagen würde ich nehm dich und den Hund, aber mit den Kindern will ich nichts zu tun haben.
 
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𝕿𝖍𝖊 𝕻𝖆𝖈𝖐
20. Mai 17:14
Das sehe ich anders. Er hat sich für eine Frau mit Kindern und Hund entschieden. Also gehört er zur Familie und trägt Verantwortung wenn er seine Verlobte liebt. Das wäre wie wenn er sagen würde ich nehm dich und den Hund, aber mit den Kindern will ich nichts zu tun haben.
Genau als ich meinen Partner kenngelernt habe vor paar Jahren waren alle 3 Hunde schon da.
Hätte er ein Problem damit gehabt, dann wäre es seins geworden.
Hätte ihn dann wieder abgeben bzw. ihn erst gar nicht zum Partner werden lassen. Passt dann halt nicht. 🤷🏼‍♀️
 
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Lena
20. Mai 17:15
Das sehe ich anders. Er hat sich für eine Frau mit Kindern und Hund entschieden. Also gehört er zur Familie und trägt Verantwortung wenn er seine Verlobte liebt. Das wäre wie wenn er sagen würde ich nehm dich und den Hund, aber mit den Kindern will ich nichts zu tun haben.
Das tut er aber nicht. Er will nur keine Verantwortung übernehmen für ein Lebewesen, für das er sich nicht entschieden hat.

Und das tun durchaus auch neue Partner bei Kindern. Mit ihnen leben und Verantwortung übernehmen sind unterschiedliche Dinge.

Und entscheidend ist, sie! hat sich für diesen Mann entschieden, trotz seiner Abneigung.
 
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Vanessa
20. Mai 17:16
Es gibt einige Leute die selbst einen Hund suchen für "Teilzeit". Wäre vielleicht jemand in deiner Nähe, der die anderen Wochen machen würde?