Ich sehe sehr viel hochtrabende Theorie-schwurbelei und wenig Praxisbezogene Strategie. Im Kern stört mich, das ganz groß gewettert wird, über Ausführungen Anderer(immer die Unbekannten Personen XYZ), während die eigene Ausführung der Praxis als möglichst arm und damit leichter verdaulich diskutiert wird. Vom Thema her wird jetzt ein Leitfaden Studium der Verhaltenstherapie, gegen die angeblich so verrosteten und verrohten und vor Allem angeblich völlig vom Hund abweichenden, alten "Stammpfeiler" Traditionen gestellt. Was ich nicht mag, ist diese Sprachschwurbelei. Man kann die Dinge ja umbenennen. Ist mir wurscht ob Trieb, Motivation, Genetische Veranlagung. Viele Ansätze sind leider so Junghundbesitzer typisch, dass ich sie für ein ganzes Hundeleben nicht feststecken möchte. Routinen und Bewegungsmöglichkeiten sind in allererster Linie deshalb genutzt, damit der Hund im Alltag seine Zeit findet. Auch vermenschlichung von Zielen wird niemals abhanden kommen, der Hund will ja grundsätzlich Gefallen und wird seine Menschen weiter dazu animieren . Wenn ich Welpen sehe, sehe ich Arbeit. Sie sind unerzogen, undicht, fressen wahrscheinlich noch alles usw. Na sicher kann man jetzt stundenlang über Verhaltenstheorien sprechen, Praxis ist aber immer Recht ähnlich um sie dem menschlichen Umfeld anzupassen. Und das haben die alten Theorien den neuen Theorien (die wie gesagt , viel kritisieren ohne praxisnahe Alternativen) etwas voraus. Schlicht weil Traditionen zwar veralten und nicht immer mit der Zeit Schritt halten, aber sich bewährt haben. Von daher nicht alles alte ist schlecht und muss zerrissen werden. Ein guter Weg ist eine brücke zwischen alt und neu zu schlagen. So lange der Hund jung fit und gesund ist- finde ich eine möglichst große hundegerechte
Erlebnisbandbreite wirklich Lebenswert. Für den einen ist das täglich Wald und Natur und der andere der in der Stadt wohnt, geht halt gerne zu einem Sportverein. Adrenalin ist etwas , das alle Hunde zur Aktivität freisetzen. Und ob die nun bellen ist für mich kein Zeichen von Negativem. Was tut das denn dem Hund? Wenn die Zunge aus dem Rachen hängt, nach dem spielen in der Hundegruppe ist er glücklich. Geht man zum Sport ist es ungesund? ... Das Hundeleben wird immer auf und ab geben, der eine verletzt sich, der andere wird alt, der Nächste hat in seiner Menschenfamilie gerade häusliche Geschichten zu managen. Ich bewundere die Geradlinigkeit der Diensthundeführer.Der Familienhund (rasseunabhängig) macht auch immer sehr viel unhündisches mit. Ob in kleinen oder großen Situationen. Und was überreizung angeht...nach knapp 25jahren beobachtung- hohe Hundedichte , größere Reaktivität und mehr überreizte Hunde.
Was wäre denn eine praxisbezogene Strategie die du als passend empfindest?
Das der Hund im Alltag Zeit für sich wertvoll nutzen kann, empfinde ich auch als sehr wichtig.
Welche Ansätze sind Junghundbesitzer typisch?
Magst du mal adressieren, was dich so stört?