Home / Forum / Verhalten & Psychologie / Die brauchen aber viel Beschäftigung! - Der Bordercolli-"Mythos"...?

Verfasser
Dogorama-Mitglied
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 589
zuletzt 28. Aug.

Die brauchen aber viel Beschäftigung! - Der Bordercolli-"Mythos"...?

Wie oft bekomm ich sowas zu hören - "Der braucht sicher viel Auslauf/Beschäftigung/Training." Oder "Machen Sie Agility mit ihm?" Oder "Den muss man richtig auspowern." Nö, braucht er nicht. Nö, mach ich nicht. Nö, muss man nicht. Was er braucht ist mehrmals die Woche ordentliche Spaziergänge, bei denen was von ihm verlangt wird. Heisst in seinem Alter nach wie vor Erziehung, Impulskontrolle, Benehmen generell und an der Leine. Agility mach ich, wenn ich einen hysterischen, überdrehten Hund will. Und bevor ich ihn auspowere leg ich mich lieber mit ihm auf die Couch. Wie sind eure Erfahrungen und Beobachtungen zu dem Thema bzw zu ähnlichen Glaubenssätzen rund um andere Rassen? Ps: ja ich hab Showlinie aber da einen richtigen Vivzack, der auch ohne weiteres zum Hüten ausgebildet werden könnte. Warum und wozu viele Arbeitslinien noch extra nervös sein müssen, versteh ich ehrlich gesagt nicht ganz.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Lena
27. Aug. 11:06
@Albert Zweistein:

Aber beim 2. Teil deines Kommentars geb ich dir Recht, das sehe ich auch so!
Lieber den Hund absichern und eben nur mit Schleppleine begrenz „frei laufen“ lassen. Man muss da kein Risiko eingehen bei einem eher reaktiven Hund.
Und wenn man das Ganze trainiert, dann kann der Hund das natürlich auch später noch lernen, wie du ja auch sagst.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Gabriele
27. Aug. 11:19
So kenne ich das auch. Erst wenn der Hund körperlich ausgelastet ist kann der Kopf klar denken. Das erleichert beim lernen vieles.
Nicht nur beim Hund.
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
27. Aug. 11:25
Das selbe Thema beim Dalmatiner. Zb. Thema Gassi, ein fast 10 jähriger Hund muss keine 20 Kilometer mehr pro gassi Gang laufen, wenn er nicht fit ist bzw. Einfach nicht möchte. Wird ja immer gesagt „ der Hund braucht Auslauf „ ja logisch, ich habe mir die Rasse auch deshalb ausgesucht. Jeder Hund ist individuell, wenn da zb 5 Border sind, sind sie trotzdem verschieden. Hundehalter die sich damit außeinander setzen wissen wieso sie dies oder jenes nicht mit ihrem Hund machen. Aber es wird ja sowieso immer sofort ge- und verurteilt.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Albertine
27. Aug. 19:27
Was meinst du damit? „Wenn sie gegen Passanten oder Hunde in die Leine springt ist der Effekt deutlich stärker als wenn die Leine etwas am Boden schleift.“ Welcher Effekt?? Wenn dein Hund 30m Anlauf nehmen kann (selbst bei „nur“ 15m einfacher Weg), dann brettert er u.U. ganz schön heftig in die Leine! Deshalb bin auch ich definitiv dafür, dass man Schleppleinen, also eigentlich alle Leinen ab ca. 4m, besser immer ans Geschirr macht und nicht ans Halsband. Du sagst, dass du es einschätzen kannst.. Was genau willst du denn dabei einschätzen?
Naja, so kannst du nur reden weil du weder mich noch den Hund noch den Kontext kennst 😉 glaub mir bitte einfach dass sie nicht 30m rennt und dann in der Leine hängt. Ich gehe sehr umsichtig mit dem Thema um, und lasse mir nicht irgendwelche Vorhaltungen machen oder in eine Rechtfertigungslage bringen von Wildfremden. 😉😉
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Lena
28. Aug. 04:24
Naja, so kannst du nur reden weil du weder mich noch den Hund noch den Kontext kennst 😉 glaub mir bitte einfach dass sie nicht 30m rennt und dann in der Leine hängt. Ich gehe sehr umsichtig mit dem Thema um, und lasse mir nicht irgendwelche Vorhaltungen machen oder in eine Rechtfertigungslage bringen von Wildfremden. 😉😉
Schade, dass du meine ernst gemeinten Fragen nicht beantwortet hast, sondern alles nur als Angriff wertest und meinst dich verteidigen zu müssen..

Dann erklärt es doch wie du es meinst, sodass man dich auch verstehen kann!

Wenn man einen Hund lieber mit Schlepp absichert, weil er reaktiv ist….. aber man kann sicher ausschließen, dass er auch mal in die Leine brettern könnte, wenn er einen Reiz wahrnimmt und hinterher will…
Das ist ja das was du jetzt sagst.

Hier sind wir in einem Forum und da werden Meinungen und Erfahrungen ausgetauscht.
Da muss man auch mit anderen Meinungen rechnen oder damit, dass jemand nachfragt, um das Geschriebene besser zu verstehen..
deshalb nochmal: schade, dass du meine Fragen nicht beantwortet hast. 🤷🏽‍♀️
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Kirsten
28. Aug. 07:12
Naja, so kannst du nur reden weil du weder mich noch den Hund noch den Kontext kennst 😉 glaub mir bitte einfach dass sie nicht 30m rennt und dann in der Leine hängt. Ich gehe sehr umsichtig mit dem Thema um, und lasse mir nicht irgendwelche Vorhaltungen machen oder in eine Rechtfertigungslage bringen von Wildfremden. 😉😉
Vielleicht liegt ihr ein Verständnisproblem vor?
Mich würde auch interessieren wie ihr das macht.

Ähnlich wie Lena hatte ich auch den Gedankengang „30 Meter Spielraum und dann am Halsband? Aua!“.
Vielleicht ist unsere Assoziation mit deinem Text einfach falsch und es würde helfen das ein wenig aufzuklären ☺️

Ich bin zum Beispiel sehr häufig mit 12 Metern Schleppleine unterwegs. Wenn man uns beobachtet, wäre es aber völliger Quatsch zu sagen, mein Hund hätte 24 Meter zur Verfügung. Meine Hündin läuft nämlich so gut wie nie hinter mir und falls mal etwas ganz Wichtiges ist, wo sie hinter mich fallen würde, warte ich eh, oder mache eine gemeinsame Aktion draus.

Wenn sie vorne läuft, lass ich die Schlepp nach Bedarf aus der Hand gleiten und sammle sie wieder auf, wo etwas über ist. Also hat sie auch nach vorne hin keine vollen 12 Meter. Das sie aus dem Affekt heraus durchstartet ist aber auch ohnehin so selten, dass es kaum erwähnenswert ist. Wenn sie etwas entsprechendes sieht, bleibt sie erstmal stehen und schätzt die Lage ein.

Wenn jemand nun schreibt, dass der Hund 30 Meter Spiel hin- und zurück hat, spult sich bei mir auch das Kopfkino ab von einem Hund, der dynamisch vor und zurück läuft. (Ggf. auch weil die Katze und andere Reize erwähnt wurden, der Hund rasend schnell ist und seinen eigenen Kopf hat.)
Und mit soviel Anlauf ordentlich ins Halsband reinzubrettern fände ich auch gefährlich. So seid ihr aber wohl gar nicht unterwegs.

Du musst dich hier sicher nicht rechtfertigen. Dann bleiben aber leider auch oft diese möglicherweise sehr falschen Vorstellungen im Kopf hängen.
Möglicherweise hast du ja einen tollen Weg für euch gefunden, der auch für andere interessant ist?
Vielleicht hat es ja auch einen ganz bestimmten Grund, dass du dich lieber für das Halsband als für das Geschirr entschieden hast, den man ohne den passenden Kontext dazu nicht so gut nachvollziehen kann?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Lena
28. Aug. 07:41
Vielleicht liegt ihr ein Verständnisproblem vor? Mich würde auch interessieren wie ihr das macht. Ähnlich wie Lena hatte ich auch den Gedankengang „30 Meter Spielraum und dann am Halsband? Aua!“. Vielleicht ist unsere Assoziation mit deinem Text einfach falsch und es würde helfen das ein wenig aufzuklären ☺️ Ich bin zum Beispiel sehr häufig mit 12 Metern Schleppleine unterwegs. Wenn man uns beobachtet, wäre es aber völliger Quatsch zu sagen, mein Hund hätte 24 Meter zur Verfügung. Meine Hündin läuft nämlich so gut wie nie hinter mir und falls mal etwas ganz Wichtiges ist, wo sie hinter mich fallen würde, warte ich eh, oder mache eine gemeinsame Aktion draus. Wenn sie vorne läuft, lass ich die Schlepp nach Bedarf aus der Hand gleiten und sammle sie wieder auf, wo etwas über ist. Also hat sie auch nach vorne hin keine vollen 12 Meter. Das sie aus dem Affekt heraus durchstartet ist aber auch ohnehin so selten, dass es kaum erwähnenswert ist. Wenn sie etwas entsprechendes sieht, bleibt sie erstmal stehen und schätzt die Lage ein. Wenn jemand nun schreibt, dass der Hund 30 Meter Spiel hin- und zurück hat, spult sich bei mir auch das Kopfkino ab von einem Hund, der dynamisch vor und zurück läuft. (Ggf. auch weil die Katze und andere Reize erwähnt wurden, der Hund rasend schnell ist und seinen eigenen Kopf hat.) Und mit soviel Anlauf ordentlich ins Halsband reinzubrettern fände ich auch gefährlich. So seid ihr aber wohl gar nicht unterwegs. Du musst dich hier sicher nicht rechtfertigen. Dann bleiben aber leider auch oft diese möglicherweise sehr falschen Vorstellungen im Kopf hängen. Möglicherweise hast du ja einen tollen Weg für euch gefunden, der auch für andere interessant ist? Vielleicht hat es ja auch einen ganz bestimmten Grund, dass du dich lieber für das Halsband als für das Geschirr entschieden hast, den man ohne den passenden Kontext dazu nicht so gut nachvollziehen kann?
Genau. Es ist ein Verständnisproblem.
Deshalb hab ich ja nachgefragt wie es gemeint war.. 😉
Entweder derjenige erklärt es dann, damit andere es besser nachvollziehen können. Oder auch nicht. Keiner muss sich rechtfertigen. Darum geht es ja gar nicht. Sondern um gegenseitig Austausch. Dazu muss man aber auch verstehen können wie etwas von anderen gemeint war. Sonst gibts nur Missverständnisse und wie du ja auch sagst, bleiben dann evtl. falsche Vorstellungen im Kopf hängen, wenn es nicht aufgeklärt wird. 🤷🏽‍♀️
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Yvonne
28. Aug. 07:54
Vielleicht liegt ihr ein Verständnisproblem vor? Mich würde auch interessieren wie ihr das macht. Ähnlich wie Lena hatte ich auch den Gedankengang „30 Meter Spielraum und dann am Halsband? Aua!“. Vielleicht ist unsere Assoziation mit deinem Text einfach falsch und es würde helfen das ein wenig aufzuklären ☺️ Ich bin zum Beispiel sehr häufig mit 12 Metern Schleppleine unterwegs. Wenn man uns beobachtet, wäre es aber völliger Quatsch zu sagen, mein Hund hätte 24 Meter zur Verfügung. Meine Hündin läuft nämlich so gut wie nie hinter mir und falls mal etwas ganz Wichtiges ist, wo sie hinter mich fallen würde, warte ich eh, oder mache eine gemeinsame Aktion draus. Wenn sie vorne läuft, lass ich die Schlepp nach Bedarf aus der Hand gleiten und sammle sie wieder auf, wo etwas über ist. Also hat sie auch nach vorne hin keine vollen 12 Meter. Das sie aus dem Affekt heraus durchstartet ist aber auch ohnehin so selten, dass es kaum erwähnenswert ist. Wenn sie etwas entsprechendes sieht, bleibt sie erstmal stehen und schätzt die Lage ein. Wenn jemand nun schreibt, dass der Hund 30 Meter Spiel hin- und zurück hat, spult sich bei mir auch das Kopfkino ab von einem Hund, der dynamisch vor und zurück läuft. (Ggf. auch weil die Katze und andere Reize erwähnt wurden, der Hund rasend schnell ist und seinen eigenen Kopf hat.) Und mit soviel Anlauf ordentlich ins Halsband reinzubrettern fände ich auch gefährlich. So seid ihr aber wohl gar nicht unterwegs. Du musst dich hier sicher nicht rechtfertigen. Dann bleiben aber leider auch oft diese möglicherweise sehr falschen Vorstellungen im Kopf hängen. Möglicherweise hast du ja einen tollen Weg für euch gefunden, der auch für andere interessant ist? Vielleicht hat es ja auch einen ganz bestimmten Grund, dass du dich lieber für das Halsband als für das Geschirr entschieden hast, den man ohne den passenden Kontext dazu nicht so gut nachvollziehen kann?
Nur mal so nebenbei, wegen des grundsätzlichen NoGo’s von Schleppleinen am Halsband:

Ich bin zwar nicht gefragt, aber ich arbeite teilweise auch mit Schleppleine am Halsband, allerdings mit max. 5 Meter-Leine.
Das ist wahrscheinlich praktisch gesehen nicht auf eine 15 Meter-Leine zu übertragen, aber ich händel (eingedeutscht 🤪) das im Training so, dass die Leine nie mehrere Meter durchhängt oder wirklich schleppt, sondern dass ich immer in der Lage bin, ein mögliches „Reinspringen“ sanft abzufangen, indem ich mit der Leinenlänge immer in Kontakt zum Hund bleibe.
Bei einer 15 Meter-Leine wird das durch das Eigengewicht der Leine physikalisch nicht möglich sein, jedenfalls nicht jenseits von 8 Metern. Und sehr wahrscheinlich auch von einem selbst nicht, weil man, so schnell wie Hunde rennen können, gar nicht in der Lage ist, die Leine nachzufassen.
Das erfordert bei einem dynamischen Hund eine hohe Konzentration und Aufmerksamkeit seitens des Menschen und das kann man auch nicht 2 Stunden am Stück durchhalten, aber für ein kurzes, gezieltes Training ist eine längere Leine am Halsband mit achtsamer Handhabung definitiv ein nützliches Tool.

Allerdings wird die Schleppleine in meinem Fall dann auch nicht wirklich als Schleppleine verwendet, sondern als längere Führleine 🤷🏻‍♀️
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Eva
28. Aug. 08:09
Naja, so kannst du nur reden weil du weder mich noch den Hund noch den Kontext kennst 😉 glaub mir bitte einfach dass sie nicht 30m rennt und dann in der Leine hängt. Ich gehe sehr umsichtig mit dem Thema um, und lasse mir nicht irgendwelche Vorhaltungen machen oder in eine Rechtfertigungslage bringen von Wildfremden. 😉😉
Naja der wichtige Kontext ist 15m und Halsband bei einem "rasend schnellen" Junghund, der laut deiner eigenen Aussage auch Katzen hinterherrennt. Also ja das empfinde ich durchaus als gefährlich. Was spricht denn bitte dagegen ein Geschirr zu verwenden?