Vielleicht liegt ihr ein Verständnisproblem vor?
Mich würde auch interessieren wie ihr das macht.
Ähnlich wie Lena hatte ich auch den Gedankengang „30 Meter Spielraum und dann am Halsband? Aua!“.
Vielleicht ist unsere Assoziation mit deinem Text einfach falsch und es würde helfen das ein wenig aufzuklären ☺️
Ich bin zum Beispiel sehr häufig mit 12 Metern Schleppleine unterwegs. Wenn man uns beobachtet, wäre es aber völliger Quatsch zu sagen, mein Hund hätte 24 Meter zur Verfügung. Meine Hündin läuft nämlich so gut wie nie hinter mir und falls mal etwas ganz Wichtiges ist, wo sie hinter mich fallen würde, warte ich eh, oder mache eine gemeinsame Aktion draus.
Wenn sie vorne läuft, lass ich die Schlepp nach Bedarf aus der Hand gleiten und sammle sie wieder auf, wo etwas über ist. Also hat sie auch nach vorne hin keine vollen 12 Meter. Das sie aus dem Affekt heraus durchstartet ist aber auch ohnehin so selten, dass es kaum erwähnenswert ist. Wenn sie etwas entsprechendes sieht, bleibt sie erstmal stehen und schätzt die Lage ein.
Wenn jemand nun schreibt, dass der Hund 30 Meter Spiel hin- und zurück hat, spult sich bei mir auch das Kopfkino ab von einem Hund, der dynamisch vor und zurück läuft. (Ggf. auch weil die Katze und andere Reize erwähnt wurden, der Hund rasend schnell ist und seinen eigenen Kopf hat.)
Und mit soviel Anlauf ordentlich ins Halsband reinzubrettern fände ich auch gefährlich. So seid ihr aber wohl gar nicht unterwegs.
Du musst dich hier sicher nicht rechtfertigen. Dann bleiben aber leider auch oft diese möglicherweise sehr falschen Vorstellungen im Kopf hängen.
Möglicherweise hast du ja einen tollen Weg für euch gefunden, der auch für andere interessant ist?
Vielleicht hat es ja auch einen ganz bestimmten Grund, dass du dich lieber für das Halsband als für das Geschirr entschieden hast, den man ohne den passenden Kontext dazu nicht so gut nachvollziehen kann?
Nur mal so nebenbei, wegen des grundsätzlichen NoGo’s von Schleppleinen am Halsband:
Ich bin zwar nicht gefragt, aber ich arbeite teilweise auch mit Schleppleine am Halsband, allerdings mit max. 5 Meter-Leine.
Das ist wahrscheinlich praktisch gesehen nicht auf eine 15 Meter-Leine zu übertragen, aber ich händel (eingedeutscht 🤪) das im Training so, dass die Leine nie mehrere Meter durchhängt oder wirklich schleppt, sondern dass ich immer in der Lage bin, ein mögliches „Reinspringen“ sanft abzufangen, indem ich mit der Leinenlänge immer in Kontakt zum Hund bleibe.
Bei einer 15 Meter-Leine wird das durch das Eigengewicht der Leine physikalisch nicht möglich sein, jedenfalls nicht jenseits von 8 Metern. Und sehr wahrscheinlich auch von einem selbst nicht, weil man, so schnell wie Hunde rennen können, gar nicht in der Lage ist, die Leine nachzufassen.
Das erfordert bei einem dynamischen Hund eine hohe Konzentration und Aufmerksamkeit seitens des Menschen und das kann man auch nicht 2 Stunden am Stück durchhalten, aber für ein kurzes, gezieltes Training ist eine längere Leine am Halsband mit achtsamer Handhabung definitiv ein nützliches Tool.
Allerdings wird die Schleppleine in meinem Fall dann auch nicht wirklich als Schleppleine verwendet, sondern als längere Führleine 🤷🏻♀️