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Laura
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 47
zuletzt 23. Mai

Autismus bei Hunden

Hallo zusammen, ich habe mit meinem Hund schon einiges ausprobiert an Sachen Training komme aber immer wieder zu den gleichen Symptomen/Problemen zurück. Ich mag das jetzt auch gar nicht so viel breit treten, aber mir wurde jetzt von mehreren Menschen schon gesagt, dass es wirkt als hätte meine Hündin Autismus. Ich wusste bis zu dieser Äußerung gar nicht, dass Hunde auch Autismus haben können und war erstmal baff. Zum Kontext: ich war schon beim Tierarzt und habe das Thema angesprochen, aber leider wird da nicht so viel Wert auf die Psychologie eines Hundes bzw. innere Krankheiten nenne ich es mal, gelegt. Da kam also nicht wirklich was heraus weil wir nicht ernst genommen worden sind. Wer sich aber besser damit auskennt, war unser Hundetrainer und er hat sich diesbezüglich auch eingelesen und bestätigt dass die Symptome dazu passen würden. Das Problem ist, dass es keinen Test für uns „Normalsterbliche“ gibt um das herauszufinden. Es wurden bereits Autismus Gene beim Hund nachgewiesen, somit ist die Krankheit auch wirklich beim Hund nachweisbar aber eben nicht für uns. Nur durch Verhaltensanalyse. Leider habe ich im Internet kaum etwas dazu gefunden und ich wollte mich erkundigen, ob vielleicht jemand von euch gute Bücher, Websites oder Ähnliches zu diesem Thema empfehlen kann. Ich würde mich wirklich gerne dazu einlesen, damit ich mich besser damit auseinander setzen kann. Danke an alle, die sich die Mühe machen, das hier zu lesen und eventuell ein Kommentar hinterlassen! 😊
 
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Lisa-Eileen
23. Mai 17:27
Einen „normalen“ Umgang haben wir auch schon durch und klar probieren wir den Alltag so zu gestalten aber da ich merke dass es nicht so funktioniert und wir irgendwas ändern müssen, unabhängig ob sie das vielleicht hat. Bestätigen kann ich es eh nicht. 😅 daher suche ich Ideen oder wege, wie ich sie besser verstehen kann. Es haben wirklich schon mehrere Leute gesagt, dass ihr Verhalten auch von so typischen angsthunden oder unsicheren Hunden abweicht. Weil diese sich im Normalfall zumindest irgendwie ansprechen lassen.
Stimmt nicht unbedingt, je nach dem wie stark die Angst ist und was für ein Typ ein Hund ist kann er flüchten, angreifen oder eben freezen.
Besonders wenns ein schwer traumatisierter Hund ist ist das garnicht so abwegig.
In so nem Moment ist das Nervensystem einfach völlig überfordert und hat dann quasi n Kurzschluss.
 
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Lisa-Eileen
23. Mai 17:29
So jemanden der spezialisiert ist in diese Richtung haben wir uns auch schon mal überlegt. Es ist dann doch ein unterschied zum „normalen Hundetraining“.
Hat halt auch an dem Punkt nix mit Training zu tun sondern Management und Nervensystem verstehen und regulieren.
Man muss den Hund und Situationen lesen lernen und Situationen dann so gestalten das er gut damit klarkommen kann.
 
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Lisa-Eileen
23. Mai 17:40
Dieses anstarren klingt für mich erstmal wie ein Freeze. Ich kann dazu auch Mal ein Beispiel beim Tierarzt geben. Zwerg hatte sporadisches hinken. Ich also zum Arzt - checken, möglichst dann, wenn es auch Auftritt. Dazu war dann neuer Arzt (wegen öffnungszeiten). In dieser Praxis ist sie so erstarrt und erstarrt geblieben. Die Tierärztin hat versucht Reflexe und Triggerpunkte zu aktivieren. Und meinte auch, laut Untersuchungsergebnis müsste dieser Hund nerventot und querschnittsgelähmt sein. Die war einfach erstarrt und wollte nicht wach werden. Ein Brett quasi. Sobald sie vom Tisch kam, wieder normal. Das war nicht das erste Erlebnis, wo ein Arzt wegen diesem Freeze meinte, an ihr könnte was nicht stimmen neurologisch.. das haben wir aber im Alltag nicht. Oder dieses Freeze eher nur ganz zu Anfang(Umweltreize waren für einen animal hoarder Hund anfangs komplett zuviel) . Ich Pack das bei Angstmauern ein. Ist jetzt nicht als Vergleich gemeint, nur dass es im freeze extreme Formen gibt.
Kannte ich von Rocket auch, als ernoch nicht eingestellt war mit seinen Schmerzmitteln war er manchmal einfach nervlich überfordert und ist dann auch in ein Freeze/ Shutdown verfallen.
Hat auf nix reagiert.
Hab dann auch verschiedenes getestet.
Wenn ich es ignoriert hab und ihn einfach gelassen hab, abgewartet hab wurde die innere Anspannung iwann so extrem das er krampfte und zitterte.
Ich merkte er kommt da allein nicht raus und steigerte sich immer mehr rein wenn man nicht eingreift.
Nahm ich ihn zu mir, bietete Nähe und streichelte/ kraulte ihn also einfach emotional supporten geben, dann schmolz der Zustand direkt weg und er entspannte sich sichtlich.
Zur damaligen Zeit wusste ich noch nicht viel über Autismus und Panikattacken usw.
Anfangs dachte ich logischerweise erstmal er wäre störrisch oder so und verweigere sich.
Später als ich mehr über mich verstand verstand ich ihn auch mehr mit seinen Autismus Sachen.
Er war durch die Schmerzen einfach so mit sich selbst beschäftigt das er mit allem dann in dem Moment einfach völlig überfordert war weil er keinen Nerv für iwas hatte.
Seit ich das weiß und er natürlich gut eingestellt ist und ich generell besser weiß mit uns umzugehen ist so ein Shutdown eigentlich nicht mehr passiert.
Das ist wie bei uns einfach ne Systemüberlastung.
 
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Lisa-Eileen
23. Mai 17:42
Ich habe es gerade mal bei ChatGPT eingegeben sehr interessant. Vielleicht könnte es dich auch ein bisschen weiter bringen.
Mit dem schreib ich auch oft, grad beim Situationen analysieren oder dann eben Pläne aufstellen um etwas gut zu behandeln echt hilfreich.
 
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Lisa-Eileen
23. Mai 18:27
Danke für den Tipp! Da es da echt viele Ansätze gibt bin ich mir natürlich unsicher was es sein könnte. Könnte auch ein Trauma sein tatsächlich. Als wir sie adoptiert haben, war sie eine Woche in Österreich und davor in Bulgarien. Man weiß nicht, was dort mit ihr passiert ist. Sie war schon von Anfang an so bei äußeren Reizen. Mit der Zeit hat es sich im vergleich zu vor 4 Jahren schon bereits drastisch verbessert. Früher hat komplett den Schwanz eingezogen, extrem gezittert und komplett Panik gehabt. Jetzt ist das in den meisten Situationen Gottseidank schon weg. Aber wir haben immer noch einige Baustellen, wie z.B. das sie teils nicht ansprechbar ist weil sie dann wirklich nur diesen Reiz wahrnimmt. Und viele Sachen überfordern sie, auch wenn wir das schon zig mal gemacht haben. Ich wünsch mir wirklich, dass es irgendwann so besser wird, dass sie auf mich reagieren kann und nicht bei jedem Geräusch irgendwas ist. Danke auf jeden Fall für den buchvorschlag! Beide klingen wirklich extrem interessant, und ich bin mir sicher, dass da etwas dabei sein wird 😄 Wo siehst du den Unterschied zwischen freeze und dissoziativem Zustand?
Bei nem Freeze/ Shutdown bekommst du noch alles mit, bist aber nicht handlungsfähig eben wie eingefroren.
Bei Disso muss man unterscheiden.
Dauerhafte Disso ist man nie so ganz "da", bei nem Disso Anfall (da gibts verschiedene Arten) tritt man weg und bekommt nichts mehr mit.
Ich hab zb zum einen dauerhafte Disso und den sogenannten Stupor.
Dabei frier ich ein, krieg nix mehr mit und auf Berührung reagiert mein Körper abwährend.
Andere Menschen können meinen Anfall nicht erkennen weshalb mein Assistenzhund für mich umso wichtiger ist mich davor zu schützen.
Man ist nicht ansprechbar und reagiert eben nicht, starrt ins Leere.
Dann gibts noch die Krampfanfall Disso, das hat meine eine Schwester.
Dabei kippt man um und krampft, zuckt und rudert mit Armen und Beinen.
Sieht aus wie ein epileptischer Anfall, ist im Gegensatz zu meinem nach außen sichtbar.
Man ist auch da nicht ansprechbar und nicht handlungsfähig und bekommt in dem Moment nix mit.
Es ist verschieden was einem in so Situationen hilft.
Meist aber etwas comfortendes.
Etwas was Sicherheit und Wohlgefühl gibt oder ein starker Reiz.
Bei Menschen nutzt man oft Ammoniak Stäbchen und hält die unter die Nase, das ist so ein starker Reiz und stinkt so widerlich das es einen zurückholt.
Das aber bitte NICHT beim Hund machen, das ist viel zu stark für die empfindliche Nase und kann die Riechzellen schädigen.
Bei mir helfen zb comfortende Sachen, eben Rocket mit seinen Kontaktaufgaben -> Taktile starke Reize oder Düfte die mich wohlfühlen lassen.
Ich hab da auch zb ein Duftölträger Armband oder Kette.
Mit der Kette kannst du einen Duft dauerhaft bei dir tragen der dich beruhigt/ angenehm ist und mit dem Armband eben punktuell wenn ich merke das ich was brauche.
Bei meiner Schwester zb hilfts ihr Chuck Norris Witze zu erzählen, die liebt sie und die comforten sie wohl gut.🤷🏼‍♀️
Jap, ich hab damals auch blöd geguckt als meine Schwester umkippte und krampfend am Boden lag und meine Mum sagte ich solle Chuck Norris Witze googlen und vorlesen.
Ich kam mir SO dumm vor.😭🤣
Aber es half sie wieder in der Realität zu ankern und sie kam langsam zu sich.


Auf jeden Fall um es nochmal besser verständlich zu machen mit der Disso hab ich da immer so eine Metapher.
Also erstmal, normalerweise wenn du eine Situation erlebst nimmt das Gehirn verschiedene Reize (sehen, riechen, schmecken, taktiles Fühlen, hören) war und die werden verbunden.
Nur so kann es die Situation gut abspeichern und zuordnen.
Wenn dir ein Trauma passiert wird das alles zerrissen.
Das Gehirn kann die Situation nicht verarbeiten und nicht ins Archiv ablegen.
Es bleibt also unverarbeitet aktuell.
Dabei werden random Sachen verknüpft aber es fehlen Puzzleteile um es wegpacken zu können.
Deswegen entstehen dann eben auch diese Trigger, zb ein bestimmter Geruch, Geräusch, jemand der wie jemand aussieht der dich traumatisiert hat oder oder oder.
Du nimmst das wahr und zack durchlebst du diese Trauma Situation wieder.
Das ist extrem anstrengend, weshalb man danach auch übelst geschlaucht ist.
Wenn du Pech hast hast du nicht nur diese Trigger sondern dein Nervensystem hängt dauerhaft in dem Alarmmodus fest was langfristig auch sehr erschöpft, die sogenannte PTBS.
Alles was wir erleben wird auch im Körper abgespeichert weshalb man dabei oft auch Psychosomatische Symptome bekommt.
Ich schweife ab, das war jetzt nur grob wie das mit Trauma eben funktioniert damit wir zu meiner Metapher kommen können.🙊
Du kannst dir das Gehirn quasi wie einen Stromkasten vorstellen.
Bei einem Trauma fliegt die komplette Sicherung raus, Schutzmodus für die überforderte Psyche - du dissoziierst.
Nachträglich gibts dann dauerhafte Disso Zustände, das ist wie wenn in diesem Sicherungskasten immer irgendeine Sicherung draußen ist oder auch mal mehrere.
Diese einzelnen Sicherungen sind für alles was du wahrnimmst, schmecken, hören, sehen, fühlen...
Du erlebst nicht wirklich Situationen und sie können schlecht abgespeichert werden weshalb man sich dann oft auch nicht oder schlecht dran erinnert.
Ich sag immer ich fühl mich als ob ich an nem Schaufenster stehe, ich seh es aber es kommt nicht an mich ran, ist iwie nicht wirklich greifbar.
Ich weiß zb ich müsste mich jetzt freuen oder so aber iwie komm ich da nicht dran.
Bei einem dissoziativem Anfall ist es wiederum so das alle diese Sicherungen rausspringen und du garnichts mitbekommst.
Das ist wenn das System dann komplett überfordert ist.
Allerdings passieren Shutdowns und Dissos nicht nur bei Trauma sondern können auch sein wenn man als Autist/ ADHSler / AuDHDler einfach völlig überfordert / reizüberflutet ist.
Wir nehmen viel mehr Reize auf einmal wahr wodurch wir an dieser schieren Reizflut heutzutage oft einfach völlig überfordert sind.
Man kann trainieren bis zu nem gewissen Grad das man besser filtert was wichtig ist und was nicht und anderes ausschaltet, ansonsten eben auch seinen Alltag managen das du dir nicht zu viel (Reize) vornimmst und danach immer ordentlich ne Reizpause gönnst (zb nen Tag wo du nix machst) um dich zu regenerieren.
Beim Hund ist das nicht anders.
Struktur hilft sehr, heißt aber auch nicht das man um punkt so und so viel Uhr dies und das machen muss (außer bei sehr extremen Fällen was aber eher seltener der Fall ist), es langt meist wenn du einfach ne grobe Struktur hast und vorallem feste Rituale.
Das Problem ist wenn du alles ganz genau durchplanst musst du es auch immer einhalten weils den Hund sonst extrem stresst.
Hatte Martin Rütter auch mal iwo erklärt.
 
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Li
23. Mai 20:49
Bei nem Freeze/ Shutdown bekommst du noch alles mit, bist aber nicht handlungsfähig eben wie eingefroren. Bei Disso muss man unterscheiden. Dauerhafte Disso ist man nie so ganz "da", bei nem Disso Anfall (da gibts verschiedene Arten) tritt man weg und bekommt nichts mehr mit. Ich hab zb zum einen dauerhafte Disso und den sogenannten Stupor. Dabei frier ich ein, krieg nix mehr mit und auf Berührung reagiert mein Körper abwährend. Andere Menschen können meinen Anfall nicht erkennen weshalb mein Assistenzhund für mich umso wichtiger ist mich davor zu schützen. Man ist nicht ansprechbar und reagiert eben nicht, starrt ins Leere. Dann gibts noch die Krampfanfall Disso, das hat meine eine Schwester. Dabei kippt man um und krampft, zuckt und rudert mit Armen und Beinen. Sieht aus wie ein epileptischer Anfall, ist im Gegensatz zu meinem nach außen sichtbar. Man ist auch da nicht ansprechbar und nicht handlungsfähig und bekommt in dem Moment nix mit. Es ist verschieden was einem in so Situationen hilft. Meist aber etwas comfortendes. Etwas was Sicherheit und Wohlgefühl gibt oder ein starker Reiz. Bei Menschen nutzt man oft Ammoniak Stäbchen und hält die unter die Nase, das ist so ein starker Reiz und stinkt so widerlich das es einen zurückholt. Das aber bitte NICHT beim Hund machen, das ist viel zu stark für die empfindliche Nase und kann die Riechzellen schädigen. Bei mir helfen zb comfortende Sachen, eben Rocket mit seinen Kontaktaufgaben -> Taktile starke Reize oder Düfte die mich wohlfühlen lassen. Ich hab da auch zb ein Duftölträger Armband oder Kette. Mit der Kette kannst du einen Duft dauerhaft bei dir tragen der dich beruhigt/ angenehm ist und mit dem Armband eben punktuell wenn ich merke das ich was brauche. Bei meiner Schwester zb hilfts ihr Chuck Norris Witze zu erzählen, die liebt sie und die comforten sie wohl gut.🤷🏼‍♀️ Jap, ich hab damals auch blöd geguckt als meine Schwester umkippte und krampfend am Boden lag und meine Mum sagte ich solle Chuck Norris Witze googlen und vorlesen. Ich kam mir SO dumm vor.😭🤣 Aber es half sie wieder in der Realität zu ankern und sie kam langsam zu sich. Auf jeden Fall um es nochmal besser verständlich zu machen mit der Disso hab ich da immer so eine Metapher. Also erstmal, normalerweise wenn du eine Situation erlebst nimmt das Gehirn verschiedene Reize (sehen, riechen, schmecken, taktiles Fühlen, hören) war und die werden verbunden. Nur so kann es die Situation gut abspeichern und zuordnen. Wenn dir ein Trauma passiert wird das alles zerrissen. Das Gehirn kann die Situation nicht verarbeiten und nicht ins Archiv ablegen. Es bleibt also unverarbeitet aktuell. Dabei werden random Sachen verknüpft aber es fehlen Puzzleteile um es wegpacken zu können. Deswegen entstehen dann eben auch diese Trigger, zb ein bestimmter Geruch, Geräusch, jemand der wie jemand aussieht der dich traumatisiert hat oder oder oder. Du nimmst das wahr und zack durchlebst du diese Trauma Situation wieder. Das ist extrem anstrengend, weshalb man danach auch übelst geschlaucht ist. Wenn du Pech hast hast du nicht nur diese Trigger sondern dein Nervensystem hängt dauerhaft in dem Alarmmodus fest was langfristig auch sehr erschöpft, die sogenannte PTBS. Alles was wir erleben wird auch im Körper abgespeichert weshalb man dabei oft auch Psychosomatische Symptome bekommt. Ich schweife ab, das war jetzt nur grob wie das mit Trauma eben funktioniert damit wir zu meiner Metapher kommen können.🙊 Du kannst dir das Gehirn quasi wie einen Stromkasten vorstellen. Bei einem Trauma fliegt die komplette Sicherung raus, Schutzmodus für die überforderte Psyche - du dissoziierst. Nachträglich gibts dann dauerhafte Disso Zustände, das ist wie wenn in diesem Sicherungskasten immer irgendeine Sicherung draußen ist oder auch mal mehrere. Diese einzelnen Sicherungen sind für alles was du wahrnimmst, schmecken, hören, sehen, fühlen... Du erlebst nicht wirklich Situationen und sie können schlecht abgespeichert werden weshalb man sich dann oft auch nicht oder schlecht dran erinnert. Ich sag immer ich fühl mich als ob ich an nem Schaufenster stehe, ich seh es aber es kommt nicht an mich ran, ist iwie nicht wirklich greifbar. Ich weiß zb ich müsste mich jetzt freuen oder so aber iwie komm ich da nicht dran. Bei einem dissoziativem Anfall ist es wiederum so das alle diese Sicherungen rausspringen und du garnichts mitbekommst. Das ist wenn das System dann komplett überfordert ist. Allerdings passieren Shutdowns und Dissos nicht nur bei Trauma sondern können auch sein wenn man als Autist/ ADHSler / AuDHDler einfach völlig überfordert / reizüberflutet ist. Wir nehmen viel mehr Reize auf einmal wahr wodurch wir an dieser schieren Reizflut heutzutage oft einfach völlig überfordert sind. Man kann trainieren bis zu nem gewissen Grad das man besser filtert was wichtig ist und was nicht und anderes ausschaltet, ansonsten eben auch seinen Alltag managen das du dir nicht zu viel (Reize) vornimmst und danach immer ordentlich ne Reizpause gönnst (zb nen Tag wo du nix machst) um dich zu regenerieren. Beim Hund ist das nicht anders. Struktur hilft sehr, heißt aber auch nicht das man um punkt so und so viel Uhr dies und das machen muss (außer bei sehr extremen Fällen was aber eher seltener der Fall ist), es langt meist wenn du einfach ne grobe Struktur hast und vorallem feste Rituale. Das Problem ist wenn du alles ganz genau durchplanst musst du es auch immer einhalten weils den Hund sonst extrem stresst. Hatte Martin Rütter auch mal iwo erklärt.
Wow. Danke für deinen ausführlichen Beitrag. 👍
 
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Laura
23. Mai 21:38
Ich hatte zuerst einen ziemlich ausführlichen Beitrag darüber geschrieben, wie bei uns die Verhaltensanalyse abgelaufen ist. Jetzt ist mir allerdings aufgefallen, dass das vielleicht kontraproduktiv ist und du dadurch voreingenommen an die Sache ran gehst. Daher habe ich das jetzt gelöscht. Ich hoffe du hast den ersten Beitrag noch nicht gelesen 🙈.
Alles gut. Danke für deine Mühe! Es sind ja bis jetzt sehr viele Tipps zusammen gekommen und ich denke man keinen Hund mit einem anderen 1:1 vergleichen. Jeder muss mit seinem Hund einen eigenen Weg finden.

Die verschiedenen Ansätze haben mir auf jeden Fall geholfen, jetzt muss ich mir nur überlegen was für uns passt :)