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Andrea
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 15797
heute 18:24

Was hat euch heute genervt?

Wir alle kennen das, es gibt Tage und Situationen, die einfach nerven oder einen ärgern. Der Hund hört nicht, andere Leute geben "gute" Ratschläge oder der andere Hundehalter, der nur kurz hallo sagen will ohne euch zu fragen. Was hat euch heute so richtig genervt oder geärgert? Edit: bitte erzählt hauptsächlich von konkreten Situationen, über die ihr euch geärgert habt und vermeidet vor allem Situationen so darzustellen, dass sich Gruppen von Personen wie zB Altersgruppen oder Nationalitäten persönlich negativ angesprochen fühlen. Wir sind letztlich alle Individuen und machen Fehler, das hier soll nur dazu dienen den Frust auf unschädliche Weise loszuwerden. Für positives gerne auch hier vorbeischauen: https://dogorama.app/de-de/forum/Spass_Tratsch/Was_hat_euch_heute_gefreut-YfLcUJCNYw5LQKsaCX8K/
 
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S
heute 16:51
Nachhilfe gibt es zumindest hier in der Schule kostenlos. Da helfen die höheren Jahrgänge den Jüngeren. Auch Förderuntericht und Hausaufgabenbetreuung ist heute Standard. Chancengleichheit kann nicht von der Schule aus ganz individuell gestaltet werden. Ein wenig muss der Schüler schon selber dazu beitragen. Ich denke schon das alle (wenn der Wille und das Können da ist) die gleiche Chance haben einen guten Abschluss zu machen. Dazu braucht es in erster Linie aber auch Selbstdisziplin und genug Fantasie um eigene Lösungen zu finden.
Aber ob diese überall die gleiche Qualität hat? Wie ich schon erwähnte war bei mir die Kindheit bzw Jugend ganz schwer als ich noch bei meiner Mutter gewohnt habe. Daher kam ich auf die Hauptschule und dort hat mir die Nachhilfe komplett gar nichts gebracht. Als ich irgendwann mein Fachabitur nachgeholt habe, gab es dort viel bessere Nachhilfe.

Und ich glaube jemand der neben der Schule noch einen Nebenjob hat, sich vielleicht noch um die Geschwister kümmern muss, hat eben nicht gleiche Chancen, egal wie sehr er sich anstrengt. Also klar, man kann das schaffen, irgendwie. Aber für den einen ist der Weg zum Erfolg sehr viel einfacher machbar als für den anderen.
Dass das aber nicht ausschließlich alles über die Schule laufen kann, ist mir auch bewusst. Aber als Gerecht empfinde ich das alles nicht.
 
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S
heute 17:07
Ist es denn nicht oft auch so, dass viele Eltern ihre Kinder vor das Handy/Tablet/TV setzen, weil heutzutage normalerweise beide arbeiten müssen, dauerhaft erreichbar sein müssen und fast gezwungen sind sich in unterschiedlichen Elterngruppen einzubringen?
Bin zwar selbst keine Mutter und finde es selbst auch immer doof, zu sehen dass viele Kinder davor gesetzt werden, man sollte sich schon um das Kind kümmern und Zeit dafür haben, aber so ganz kann man das ja auch nicht außer Acht lassen.
Ist halt irgendwie alles ziemlich Familienunfreundlich geworden..
 
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Jochen
heute 17:27
Aber ob diese überall die gleiche Qualität hat? Wie ich schon erwähnte war bei mir die Kindheit bzw Jugend ganz schwer als ich noch bei meiner Mutter gewohnt habe. Daher kam ich auf die Hauptschule und dort hat mir die Nachhilfe komplett gar nichts gebracht. Als ich irgendwann mein Fachabitur nachgeholt habe, gab es dort viel bessere Nachhilfe. Und ich glaube jemand der neben der Schule noch einen Nebenjob hat, sich vielleicht noch um die Geschwister kümmern muss, hat eben nicht gleiche Chancen, egal wie sehr er sich anstrengt. Also klar, man kann das schaffen, irgendwie. Aber für den einen ist der Weg zum Erfolg sehr viel einfacher machbar als für den anderen. Dass das aber nicht ausschließlich alles über die Schule laufen kann, ist mir auch bewusst. Aber als Gerecht empfinde ich das alles nicht.
In solchen Familien herrscht ja zudem oft das Mindset, dass Bildung nicht viel wert ist und je früher man wirtschaftlich auf eigenen Beinen steht, desto besser (auch zur elterlichen Entlastung).

So eine Prägung ist schwer zu überwinden, umso bewundernswerter, wenn einige es dennoch schaffen.
 
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Marie
heute 17:29
Aber es sind doch die Eltern, die ihnen vorne und hinten alles reinschieben. Wieso sitzen die 4 Jährigen mit Tablet im Auto? Weil sich die Eltern nicht mit ihren Kindern auseinander setzen wollen. Konflikte gehören zur Auseinandersetzung dazu. Kinder müssen Frustration auch erst mal erlernen. Dazu fehlt vielen Eltern die Geduld, geschweige denn die Lust. Am Ende sind es also Erwachsene, die ihre Kinder zu dem machen, worüber sich Erwachsene aufregen.
Na da geb ich dir doch vollkommen Recht👍
Nichts anderes hab ich in dem Beitrag auch geschrieben!
 
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Jörg
heute 17:40
Nee, da bin ich anderer Meinung, sorry. Mein Dad war Polizist, hatte also beruflich auch mit dem Thema zu tun. Da meine Mutter sehr früh gestorben ist, tat er sich als alleinerziehender Vater etwas schwer, war Anfang der 80er Jahre. Er hat mal gesagt, es wäre ihm lieber, wenn wir Zuhause in seinem Beisein zum ersten Mal Zigaretten und Alkohol probieren, als wenn wir es heimlich irgendwo täten. Denn dann würden wir es wahrscheinlich übertreiben und in der Kleinstadt hätte er es sowieso erfahren. Das Verbot reizt Jugendliche einfach mehr, als wenn es legitim ist. Muss sagen, das war eine gute Entscheidung von ihm, weder mein Bruder noch ich haben es je übertrieben und haben eine gesunde Einstellung dazu. Hätte ich Kinder, dann hätte ich es wohl ähnlich wie mein Dad gemacht.
Du das ist auch eine gute Einstellung von deinem Vater gewesen. Aber ich glaube nicht das er die selbe Einstellung zu härteren dingen hätte. Genauso wenig glaube ich das dein Vater nicht der selben Einstellung wäre wo es dann um straff Taten geht. Es geht auch nicht um das Verbot es geht darum das jugendliche die Auswirkung sehen wenn sie es übertreiben. Ich sag nichts dagegen wenn ein 16.Jahriger mal alle paar Monate ein Bier trinkt. Wenn es aber jeden Tag oder jede Woche ist würde ich da ihm schon zeigen wo es hinführt wenn es zur Gewohnheit wird.
 
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Katrin
heute 18:17
Gleichheit ist aber nicht Gerechtigkeit ☝️. Gerechtigkeit bedeutet nicht jedem gleich viel zu geben, sondern jedem so viel wie er braucht, um einen fairen Zugang zu Chancen zu bekommen. Deswegen gibt es zum Beispiel Girls Days in STEM Unternehmen. Gleichheit reicht nicht aus, wenn eine Gruppe überproportional schlechteren Zugang hat.
Das Leben ist nunmal nicht immer fair und gerecht und wird es auch nie sein. Aber welche Gruppe hat denn in Schulen die schlechteren Chancen? Die Ausländer? Davon haben wir sehr viele in der Klasse. Also eher nein. Kriegsflüchtlinge? Auch die wurden aufgenommen und integriert. Zusätzlich wird geschaut das es ungefähr gleichviele Schüler in den Klassen gibt mit gleichen Anteil an Jungs und Mädchen. Es wird sogar geschaut das immer mindestens 2 Schüler aus dem selben Ort kommen. Schulmaterial ist einheitlich, Tablets für den Unterricht gibt es kostenlos, Webbücher können günstiger über die Schule besorgt werden, finanzschwache erhalten Zuschüsse oder die komplette Kostenübernahme zB für Klassenfahrten über das Bildungs und Teilhabe Paket usw.

Es gibt Förderprogramme für schwächere Schüler und Begabtenprogramme für die Überflieger. Ich denke also schon das es durchaus ausreicht um allen Schülern eine gute und solide Basis bieten zu können wenn sie lernen wollen.
 
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Carola
heute 18:24
Das Leben ist nunmal nicht immer fair und gerecht und wird es auch nie sein. Aber welche Gruppe hat denn in Schulen die schlechteren Chancen? Die Ausländer? Davon haben wir sehr viele in der Klasse. Also eher nein. Kriegsflüchtlinge? Auch die wurden aufgenommen und integriert. Zusätzlich wird geschaut das es ungefähr gleichviele Schüler in den Klassen gibt mit gleichen Anteil an Jungs und Mädchen. Es wird sogar geschaut das immer mindestens 2 Schüler aus dem selben Ort kommen. Schulmaterial ist einheitlich, Tablets für den Unterricht gibt es kostenlos, Webbücher können günstiger über die Schule besorgt werden, finanzschwache erhalten Zuschüsse oder die komplette Kostenübernahme zB für Klassenfahrten über das Bildungs und Teilhabe Paket usw. Es gibt Förderprogramme für schwächere Schüler und Begabtenprogramme für die Überflieger. Ich denke also schon das es durchaus ausreicht um allen Schülern eine gute und solide Basis bieten zu können wenn sie lernen wollen.
Das gibt sicherlich Orte wo das so ist aber leider ist es nicht überall so. Es gibt Klassen wo 18 von 20 Schülern kaum oder kein Deutsch sprechen und und die Lehrer große Probleme mit Respekt und ähnlichem haben. Da gibt es Schüler die sich beispielsweise nicht von Frauen irgendetwas sagen lassen und die Zusammenarbeit mit den Eltern ist auch mehr als schwierig.
Neulich gab es einen Vorfall an der Schule meiner größeren Enkelkinder und als ich sie fragte ob das bei ihnen geschehen sei sagte meine Enkelin: egal was passiert, ob gemessert wird oder ob ein Lehrer bedroht wird oder jemand zusammengeschlagen wird- eigentlich ist es immer bei uns. Dabei geht sie noch nicht mal auf eine Schule in einem besonders schlimmen Stadtteil, hier ist es sogar im Vergleich zu anderen Schulen noch richtig gut.
Zudem wird die Inklusion ja eher als Sparprogramm gesehen und viele Kinder die eine andere Förderung bräuchten bekommen zwar mit Glück eine schulassistenz aber das war's dann auch.
Ich kann jetzt nicht sagen dass ich irgendein Lehrer um seinen Job beneide und viele machen einen verdammt guten Job!
Ja man kann sich über die Jugend aufregen aber man sollte auf der anderen Seite auch sehen dass sie heute ganz anderen Problemen und Herausforderungen gegenüberstehen als wir es damals standen.