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Verfasser
Tina
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 62
zuletzt 27. Juni

Suche nach Gleichgesinnten. "Männchen oder Weibchen"

Ich suche bewusst nach "älteren" Hundebesitzern. Kennt ihr die Zeiten, in denen man auf Entfernung kommuniziert habt? Weibchen oder Männchen? Kontakt ja oder nein. Zeiten ohne Hilfsmittel. Der Hund hat in der Familie gelebt. Ohne großartiges Training. Hundekontakt an der Leine war normal. Ruhe musste man nicht beibringen. Man ist eh permanent in der Natur unterwegs. Hund ruht automatisch zu Hause. Hund lief nebenbei. Der Hund war geliebtes Familienmitglied. Der Hund hatte viel Freiheiten, Grenzen wurden aber bewusst gesetzt. Gibt es Euch noch? Natürlich hat der Hund im Bett geschlafen.
 
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Juli
27. Juni 06:45
Thema Krankenversicherung für den Hund. Meine Hunde haben ein gewisses alter und sind wir mal erlich da gab es sowas noch nicht in der Form. Man wäre vor 13 und such noch vor 8 Jahren echt komisch angesehen geworden, auch von jüngeren. Die Versicherungen ist gefühlt seit Corona aus dem Boden gewachsen wie Pilze.
Das stimmt so nicht, als wir 2012 Lizzy bekommen haben, gab es auch schon Krankenversicherungen für Hunde. Ich kannte damals auch einige Hundebesitzer, die sich dafür entschieden hatten, wir jedoch nicht. Wir haben einfach ein bisschen mehr Geld gespart.
Eine OP-Versicherung haben wir erst seit 2 Jahren.
 
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Sonja
27. Juni 06:53
Ich kenne vieles davon auch noch aus Nachbarschaft, Familie und Bekanntschaft von früher. Das sind einige nette Rosinen, die da früher so am Start waren im Eingangstext. Dazu gehörte aber auch, dass der sicher geliebte Hund zwar einfach mitlief und man sich halt so aus dem Bauch raus beschäftigt hat, aber eben auch die Zeitung zusammenrollte, wenn er nicht spurte, ihn wenn er nicht automatisch ruhte ins Badezimmer sperrte etc. (macht meine ältere Nachbarin heute noch). Selbst danwo keine Zeitung zum Einsatz kam, wurde mindestens gebrüllt und an der Leine geruckt. Auch Oma mit der Flexi hat den Kleinhund geschimpft und geruckt. Vergisst man nur schnell, dass da früher nicht so viel auf "die Sicht des Hundes verstehen" gegeben wurde (war ja bei der Kindererziehung nicht anders). Hühnerknochen gab es gekocht aus der Suppe, das jagen der Nachbarskatze wurde belacht anstatt unterbunden (sind ja Hunde, die machen sowas) und Frolic mit den künstlichen Farbstoffen war bei jeder Omi Pflicht (kennt ihr noch die Haufen der "Frolic Hunde"? Ziegelrot, ein Traum). Früher hat sich auch eher nur der Jäger den Jagdhund geholt, in andere Hände kamen nur die unbrauchbaren. Übrigens ähnlich auch der erste Collie einer Bekannten - der wurde verschenkt, weil die Halskrause "zu hässlich" war.
Also ich weiß ja nicht, worauf der Thread abzielt. Ich freue mich über jeden alten Hasen, der sein Bauchgefühl zwar hat, aber diverse alte Vorgehensweisen gerne mal überdenkt. War halt nicht alles toll oder sinnig und auch nicht so wild romantisch. Und heute ist es mit Training und Hilfsmitteln auch nicht schlechter. Ich wäre damals jedenfalls dankbar gewesen, wenn nicht jeder Hinz und Kunz seinen Fifi zu meinem zwar ach sooo schönen, aber unverträglichen Gassihund gelassen hätte. Da musste er jedes Mal erstmal steil gehen und ich als Teenie in den Seilen hängen, damit mir das geglaubt wurde. Warum bin ich als Teenie mit nem gern mal griffigen Fremdhund gegangen? Weil man das damals einfach so erlaubt hat, ohne drüber nachzudenken 😅 Hach, das waren Zeiten 🙃. Dieser Hund musste übrigens regelmäßig lange in Flur und Garten sein, weil er zu laut war. Also für die Ohren der Familie. Wie die Nachbarn und Passanten das im Garten fanden war egal. Vielleicht sogar auch allen irgendwie. Vermeintlich entspannt für die Gesellschaft, aber nicht toll für den Hund.

Also ja, früher waren manche Dinge entspannter - aber andere dafür aversiver. Was heute der verwöhnte, verweichlichte Kindersatz ist (und darunter leidet) war früher der gegängelte (Gebrauchs)hund (der genau so gelitten hat, nur anders).
Also Bauchgefühl von früher mitnehmen und mit Wissen von heute kombinieren, das wäre gut 👍
 
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Juli
27. Juni 06:53
Rionnag ist mein "erster eigener Hund (Alleinverantwortlich) " ( lebensumstände haben davor einfach nicht gepasst) ABER ich bin mit Hunden ( Familien & Diensthunde) aufgwachsen. Ich lernte mit Hilfe von zwei SH sozusagen das laufen ((packte "unsere" beiden SH ins Fell und ab gingen die Gehversuche😄🤪, natürlich waren Eltern immer dabei )). Mit 14 bekam ich dann "meinen eigenen SH😉" war ein aus dem aktiven Dienst ausgeschiedenr "Spühr-/Suchhund"🤗. Als ich dann von zuhause auszog war die zeit für "einen eigenen Hund" noch nicht da. Bis 2018 arbeitete/half ich oft in Tierheimen, "sittete" Hunde von Freunden/Bekannten/Verwandten.. diese Hunde machten auch öfter mal " Urlaub bei mir" etc....Ja "Früher" war, nicht nur auf dem Hundeplatz, vieles anders, einiges besser einiges schlechter.... Aber ich denke auch das "früher" viele HH mehr aus dem "Bauch heraus" entschieden : "Früher" gabs auch schon diverse Trainingsmethoden/Trainer, aber das "Wort/Methode" eines einzelnen sah man nicht so als "Gesetz" an wie heute ( Stichwort: "Promitrainer"). Zumindest in meinen Umfeld wars meist so; "Man schaute sich diverse Methoden an, mixte sich daraus seine eigene, auf den Hund zugeschnitten, und verquirllte das ganze mit einer grossen Portion Bauchgefühl"🤪😀... HH liesen den Hund auch oftmals mehr Hund sein , auch wenn es dann halt gelegentlich mal zu "drohgebärden oder etwas Fellverlust" bei Hundebegegnungen kam, die meisten HH liesen die Hunde mehr, also bis zu eunem gewissen grad, selbst regeln und schritten nicht gleich sofort ein , also blockten etc wenn ein Fremder Hund freundlich wenn auch übermütig auf den eigenen zurannte etc... Man las nicht "zwölfundrölfzig" Bücher über Hunde-kommumikation , sondern lernte durch beobachten . Ach wurde nicht jeder 💩-Haufen fotografiert/analysiert etc...🫣😊... Sicherlich wurden Hunde,auch "früher" von der Merheit der HH als Familienmitglieder angesehen aber eben auch als Tiere/Hunde, Hundekleidung (z.B.Mäntel, Schuhe etc) gabs (zumindest in eher ländlichen gegenden) nur für "alte/ältere , nicht gesunde Hunde, oder halt als "Arbeitsschutz" und nicht als "Mode-accessoires" .....etc... Ja heutzutage ist die Hundedichte, vielerorts höher, aber für mich kein Grund den Hund "überzubehüten" , der HH muss nach meiner Meinung nicht alles für sein Hund regeln/regeln wollen, Hunde (auch kleine) sind "nicht aus Zucker". So manch HH traut seinen Hund zuwenig zu, kleine Hunde werden von Halter oftmsls nicht ernst genommen, was dann öfter auch zu problemen im Alltag führt.....Andersrum es aber auch so das die Rücksichtslosigkeit scheinbar zunimmt, egal ob der Hund durch Getreidefelder/Heuwiesen rennen lässt, und/oder in Wildgebieten /Brut & Setzzeit frei läuft oder auch, owohl bekannt das der eigene Hund "nicht ohne" ist; nicht anleint, nicht mit dem anderen HH durch gesten/rufe kommuniziert.... etc..
Sehr interessant geschrieben und bei vielen Dingen bin ich ganz bei dir😉 .
 
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Sonja
27. Juni 06:54
Das stimmt so nicht, als wir 2012 Lizzy bekommen haben, gab es auch schon Krankenversicherungen für Hunde. Ich kannte damals auch einige Hundebesitzer, die sich dafür entschieden hatten, wir jedoch nicht. Wir haben einfach ein bisschen mehr Geld gespart. Eine OP-Versicherung haben wir erst seit 2 Jahren.
Das war noch vor der neuen Gebührenordnung, da hatten wir auch noch keine Versicherungen. Seit 2022 sind die Preise ja so empfindlich gestiegen, da macht es durchaus Sinn.
 
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mi
27. Juni 06:58
Also ich "oute" mich mal und zwar🙃😆: Rionnag "mag" einen bestimmten "Typ Hund" nicht wirklich ( mehere negative erfahrungen mit dem HundeTyp)🤗...Wenn ich einem mir fremden HH mit diesem Typ Hund sehe, rufe/frage auch "Rüde oder Hündin" 🫣. Einfach um bei der eigentlichen Begegnung/Kreuzung besser Vorbereitet zu sein , also z.b.bei einem Rüden Leine kürzer nehmen, individualabstand vergrössern, Bogen laufen etc. Denn z.B auch ein kurzes "harmloses /machohaftes nach vorne gehen " ist bei 45kg Hund nicht unbedingt angenehm 🥴🫣. Auch kann/hatt Rionnags "laut-geben" ( er kann ja kaum klassisches standart-bellen)eher die ähnlichkeit mit einem wütend röhrenden Hirschbock...🤯🙃, und das hat schon so manchen HH ( und auch einige Hunde) erschreckt🫣🤗🤪
Das eigentliche problem sehe ich in der generell abnehmenden wahrnehmungs- und kommunikationsfähigkeit der leinenmenschen. Mir passiert es oft, dass bei blickkontakt mit einem anderen hundehalter, der eher verschreckt die richtung wechselt - und ich starre nicht, bin klein und höflich... ;)

Verbalen kontakt nehme ich über die frage: dürfen wir hallo sagen? auf und meist sind es völlig entspannte begegnung mit einem kleinen plausch unter mensch und tier.

Manchmal passiert aber auch sowas wie heut morgen:
dürfen wir hallo sagen?

nein, lieber nicht, der ist schon älter und bellt dann
...
währenddessen haben die hunde sich ganz entspannt begrüßt, kurz das wetter besprochen, der bellopa gab kurz bescheid, dass er jetzt mal sein herrchen weiterbringen muss, weil der hat immer so angst und alle vier gingen ihrer wege...
 
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Sonja
27. Juni 07:02
Das eigentliche problem sehe ich in der generell abnehmenden wahrnehmungs- und kommunikationsfähigkeit der leinenmenschen. Mir passiert es oft, dass bei blickkontakt mit einem anderen hundehalter, der eher verschreckt die richtung wechselt - und ich starre nicht, bin klein und höflich... ;) Verbalen kontakt nehme ich über die frage: dürfen wir hallo sagen? auf und meist sind es völlig entspannte begegnung mit einem kleinen plausch unter mensch und tier. Manchmal passiert aber auch sowas wie heut morgen: dürfen wir hallo sagen? nein, lieber nicht, der ist schon älter und bellt dann ... währenddessen haben die hunde sich ganz entspannt begrüßt, kurz das wetter besprochen, der bellopa gab kurz bescheid, dass er jetzt mal sein herrchen weiterbringen muss, weil der hat immer so angst und alle vier gingen ihrer wege...
Das stimmt und findet sich leider nicht nur unter Hundehaltern wieder... Das ist das Bild der Gesellschaft aktuell 😞
 
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Juli
27. Juni 07:06
Ich kenne vieles davon auch noch aus Nachbarschaft, Familie und Bekanntschaft von früher. Das sind einige nette Rosinen, die da früher so am Start waren im Eingangstext. Dazu gehörte aber auch, dass der sicher geliebte Hund zwar einfach mitlief und man sich halt so aus dem Bauch raus beschäftigt hat, aber eben auch die Zeitung zusammenrollte, wenn er nicht spurte, ihn wenn er nicht automatisch ruhte ins Badezimmer sperrte etc. (macht meine ältere Nachbarin heute noch). Selbst danwo keine Zeitung zum Einsatz kam, wurde mindestens gebrüllt und an der Leine geruckt. Auch Oma mit der Flexi hat den Kleinhund geschimpft und geruckt. Vergisst man nur schnell, dass da früher nicht so viel auf "die Sicht des Hundes verstehen" gegeben wurde (war ja bei der Kindererziehung nicht anders). Hühnerknochen gab es gekocht aus der Suppe, das jagen der Nachbarskatze wurde belacht anstatt unterbunden (sind ja Hunde, die machen sowas) und Frolic mit den künstlichen Farbstoffen war bei jeder Omi Pflicht (kennt ihr noch die Haufen der "Frolic Hunde"? Ziegelrot, ein Traum). Früher hat sich auch eher nur der Jäger den Jagdhund geholt, in andere Hände kamen nur die unbrauchbaren. Übrigens ähnlich auch der erste Collie einer Bekannten - der wurde verschenkt, weil die Halskrause "zu hässlich" war. Also ich weiß ja nicht, worauf der Thread abzielt. Ich freue mich über jeden alten Hasen, der sein Bauchgefühl zwar hat, aber diverse alte Vorgehensweisen gerne mal überdenkt. War halt nicht alles toll oder sinnig und auch nicht so wild romantisch. Und heute ist es mit Training und Hilfsmitteln auch nicht schlechter. Ich wäre damals jedenfalls dankbar gewesen, wenn nicht jeder Hinz und Kunz seinen Fifi zu meinem zwar ach sooo schönen, aber unverträglichen Gassihund gelassen hätte. Da musste er jedes Mal erstmal steil gehen und ich als Teenie in den Seilen hängen, damit mir das geglaubt wurde. Warum bin ich als Teenie mit nem gern mal griffigen Fremdhund gegangen? Weil man das damals einfach so erlaubt hat, ohne drüber nachzudenken 😅 Hach, das waren Zeiten 🙃. Dieser Hund musste übrigens regelmäßig lange in Flur und Garten sein, weil er zu laut war. Also für die Ohren der Familie. Wie die Nachbarn und Passanten das im Garten fanden war egal. Vielleicht sogar auch allen irgendwie. Vermeintlich entspannt für die Gesellschaft, aber nicht toll für den Hund. Also ja, früher waren manche Dinge entspannter - aber andere dafür aversiver. Was heute der verwöhnte, verweichlichte Kindersatz ist (und darunter leidet) war früher der gegängelte (Gebrauchs)hund (der genau so gelitten hat, nur anders). Also Bauchgefühl von früher mitnehmen und mit Wissen von heute kombinieren, das wäre gut 👍
Natürlich war früher nicht alles besser, da gebe ich dir vollkommen recht. Das mit der Zeitung kenne ich auch - einfach schlimm! Wurde aber bei uns zu Hause, bei unserem Familienhund auch nicht praktiziert.

Deinen letzten Satz finde ich richtig gut!
Ich glaube aber leider, dass manche Menschen durch das "Wissen", das überall und von jedem verbreitet wird und sich oft widerspricht, völlig verunsichert sind.
 
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Thomas Alexander
27. Juni 07:17
Ich mache das auch so. Bei unbekannten Hunden wird angehalten. Die Aktion und Reaktionen werden beobachtet und eingeschätzt. Meine Hunde sind grundsätzlich angeleint. Und es wird mit dem anderen Halter kommuniziert, verbal oder mit Handzeichen. Manchmal gibt es eben auch Hunde die sich nie verstehen werden. Das ist dann so. Aber durch solche Maßnahmen kann man Vieles schon im Vorfeld klären oder auf dem Weg gehen.
 
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Carola
27. Juni 07:17
Heute ist es halt leicht an Informationen zu kommen und das ist Fluch und Segen zugleich.
Es gibt Leute die Fragen Chat gpt wie man Kartoffeln kocht, fotografieren jeden Hundehaufen und lassen ihn analysieren und beobachten den Hund ständig ob sich nicht irgendwie eine Krankheit einschleicht oder eine Verhaltensänderung. Sie sind damit so beschäftigt dass sie nicht den Hund als Lebewesen wahrnehmen können und ihre Umwelt- ihre Familie und andere Menschen auch nicht.
Früher las man einen Erziehungsratgeber oder die Bücher von Konrad Lorenz und später die von Günter Bloch, tauschte sich mit anderen Hundehaltern aus und kam meistens zu einem vernünftigen Erziehungsergebnis.
Auch wenn nicht immer alles so toll war so gab es dennoch eine Linie und diese gab dem Hund Sicherheit und den Menschen auch.
Inzwischen sind viele Menschen mit ihren Hunden so verunsichert, dass sie nicht in der Lage sind ihrem Hund eine klare Linie zu geben oder sie betrachten bereits das Anlegen eines Halsbandes als Tierquälerei- da kann es dann schon mal zu Problemen und Verwirrungen kommen.
 
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Heike
27. Juni 08:12
Früher, als ich noch im Schwäbischen gewohnt habe wurde gerufen: Männle oder Weible?😂