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Dogorama
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heute 10:13

Leinenpflicht – nervige Einschränkung oder sinnvoller Schutz?

Frühling und Sommer bedeuten mehr Natur, mehr Bewegung – und für viele Hunde eigentlich auch Freilauf, Schnuppern, Rennen & Schwimmen. 😍 Gleichzeitig gilt in vielen Regionen die Leinenpflicht, besonders während der Setz- und Brutzeit. Diese beginnt in einen Regionen bereits am 1. März und gilt teilweise bis zum 30. September. Für manche Hundehalter:innen ist das frustrierend: Der Hund hört gut, bleibt in der Nähe, braucht Auslauf. Warum also anleinen? Andere sehen genau darin einen wichtigen Schutz: für Wildtiere, Bodenbrüter, Jungtiere – und am Ende auch für die Hunde selbst. Dabei prallen oft zwei Sichtweisen aufeinander: • „Mein Hund hat einen sicheren Rückruf.“ • „Wildtiere können trotzdem gestresst oder verletzt werden.“ • „Freilauf ist wichtig für Auslastung und Wohlbefinden.“ • „Nicht jeder Hund reagiert vorhersehbar – auch gut erzogene nicht.“ Gerade die Setz- und Brutzeit macht die Situation komplex. Wildtiere fliehen oft nicht sichtbar, sondern verharren – was Hunde leicht zum Nachsetzen verleiten kann, selbst ohne Jagdtrieb. 👉 Die zentrale Frage: Wie viel Freiheit ist verantwortungsvoll – und wo beginnt Rücksicht? 👉 Diskutiert mit: ➡️ Wie steht ihr zur Leinenpflicht während der Setz- und Brutzeit? ➡️ Reicht ein guter Rückruf eurer Meinung nach aus? ➡️ Wo wünscht ihr euch mehr Differenzierung – und wo klare Regeln?
 
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Karin
12. Apr. 23:25
stell dir vor, geht auch an der leine 👍 der hund muss es nur lernen. und kaito hat viele hundefreunde mit denen er spielen, interagieren usw. kann.
furchtbar!

und nein, dass ist jetzt nicht völlig meine persönliche Meinung.

Freilauf steht dem Hund als eines seiner wichtigsten Grundbedürfnisse zu - das ist Tierschutzrelevant!
 
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Karin
13. Apr. 06:17
Keine Ahnung ob das für alle so klar ist...ich bleibe auch außerhalb der Zeit auf dem Weg...man hat allgemein nichts quer im Wald zu suchen.
das werden die pilzsammler nicht gerne hören^^, außerhalb von brut und setzzeit und ev. in besonders geschützten gebieten ist es hier durchaus erlaubt die wege zu verlassen.

natürlich nicht bei jedem gassigang, und schon gar nicht mit frei jagendem hund, der alles im umkreis von nem kilometer aufstöbert..

übrigens auch nicht mit herumlaufenden und schreienden kindern, oder müll zurücklassen usw.

es gibt empfehlungen und regeln, wie man sich im wald prinzipiell verhalten soll - so dass man pflanzen und wild möglichst wenig stört - auch wenn man den wald betritt.
 
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Aga
13. Apr. 06:36
Keine Ahnung ob das für alle so klar ist...ich bleibe auch außerhalb der Zeit auf dem Weg...man hat allgemein nichts quer im Wald zu suchen.
Ich gehe z.B. auch Pilze suchen, verhalte mich dabei aber respektvoll und nehme den Hund im Freilauf auch nicht mit. Außerdem trainiere ich mit meinen Jagdhund, auch im Wald, die Jäger und Förster kennen mich, wissen das mein Hubd gut trainiert ist und ich mich an die Gewohnheiten der Wildtiere halte, würde meinen Hund nie morgens oder in der Dämmerung in den Wald schicken. Während der Brut- und Setzzeit halte ich mich an die Regeln und lasse den Hund hier im Nationalpark auch so auch nicht ohne Leine in den Wald. Ich hab ja selbst mit Wildtieren gearbeitet und versuche stets deren Bedürfnisse zu beachten aber ich denke wenn man sich respektvoll verhält geht das auch.
 
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Karin
13. Apr. 06:54
Ja, klar! wenn der Hund seinen Freilauf woanders trotzdem bekommt, ist Fahrradfahren natürlich cool, hab ich auch schon gemacht. 🙂

Ging mir nur darum, dass ich persönlich, die Leine mit Halter auf dem Fahrrad, als kaum geeignet finde, den Hund wirklich damit zu sichern, falls man den Jagdtrieb nicht unter Kontrolle hat.

Klar darfst du mit deinem angeleinten Hund fahrradfahren - ich persönlich würds halt nicht. und würd es auch nicht empfehlen.

(Ich will dir jetzt gar keine übermäßige Angst machen, wenn du dir/euch dass zutraust, ist das super!
Ich bin halt gleichgewichtsmäßig am Rad selbst nicht so sicher, ich hätt bei meiner weniger Angst, dass sie plötzlich zum Jagen in den Wald rennt, als dass sie sich einfach mal erschreckt, nen Satz macht und mich umreißt, da hilft bei meiner die beste Erziehung nicht..)
 
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Cordula
13. Apr. 07:41
Bei dem Schutz in der Brut und Setzzeit wird man wohl kaum eine Chance haben. (da ist der Nutzen wohl zu groß) - Aber ihr wisst schon alle, dass Gesetze nicht endgültig sein müssen, oder? Gesetze werden von Menschen gemacht, und verschärft, genaugenommen von Politikern, die im Falle generellen Leinenpflichten z.b, auch Fachmeinungen von Tierschützern, Tierärtzen, beauftragte Studien etc. ignoriert haben. (Vermutlich um den Wählern das Gefühl zu geben sie hätten nach Einzelfällen "was gemacht", und um rechtlich alles zu "ordnen".. Vergesst nicht, Hunde gelten immer noch als Sache, ähnlich einer gefährlichen Waffe. Ein gefährliches, unberechenbares Raubtier, dass jederzeit ohne Vorwarnung Menschen angreifen oder töten könnte und DAHER immer von HH beherrscht werden muss.) Ich hoffe wirklich, dass niemand wirklich so sein Familientier sieht.. Versteht mich nicht falsch, ich will hier niemanden auffordern, das Gesetz zu brechen. Aber ein Gesetz entbindet mich nunmal auch nicht von meiner moralischen Verantwortung. (dem Tierschutzgedanken zb., oder meiner Verantwortung möglichst gut für meinen Hund zu sorgen) Wenn ich also der fundierten Meinung bin, dass das Gesetz eine Gruppe unverhältnismäßig stark benachteiligt, und vlt seinen ursprünglichen Sinn in jetztiger Ausführung nicht erfüllt, oder die Lage vlt sogar verschlimmert.. kann ich mich dagegen aussprechen. "So schrecklich, dass sich soviele nicht daran halten" könnte somit sogar zu einem "die Mehrzahl ist meiner Meinung - mit der Unterstützung könnte man was erreichen" werden. Viele Gesetze werden besprochen und angepasst/verbessert. Solang das Gesetz gültig ist, wirst du natürlich trotzdem bestraft, wenn du es brichst. Die Polizei wird sich bei einer Kontrolle für deine Argumente wohl kaum interessieren.^^ Da müsste man schon was auf die Beine stellen, Petitionen, Tierschutzverbände, etc. um tatsächlich eine Gesetzesänderung zu bewirken... Wäre bei der Brut- und Setzzeitregelung vlt ein bisschen überambitioniert - die soll ja tatsächlich Wildtiere in ner besonders kritischen Zeit schützen.. Bei generellen flächendeckenden Leinen-und oder Maulkorbpflichten seh ich persönlich die Sache aber schon sehr bedenklich. Es ist also prinzipiell durchaus gerechtfertigt hier einen Meinungsdiskurs anzustoßen. Ansichten/ Methoden damit umzugehen auszutauschen, anzusprechen wie sinnvoll diverse Leinenzwänge und immer weniger Freilaufmöglichkeiten für Hunde sind und über die Probleme die damit für unsere Hunde entstehen zu sprechen, oder eben nach Alternativen suchen, wie beide Interessen gewahrt werden können.
Schutz von Wildtieren...lachhaft hier haben die Jäger alle Rehe geschossen....bei Bodenfrost wird auch kein Bodenbrüter brüten....aber hier fährt Ordnungsamt über landwirtschaftliche Wege, mit Auto oder auch Fahrrad, um ja alle Wege zu erreichen, nur um zu kontrollieren, das wirklich alle Hunde angeleint sind....als wenn die die Wildtiere nicht genauso stressen würden...und was passiert, wenn ihnen ein Tier ins Auto läuft, oder die jungen Feldhasen gerade dann ihr versteck verlassen, weil ein Greifvogel oder Fuchs sie gerade jagen...und plötzlich vor dem Autoreifen auf dem Weg sitzen....wer hat dann Schuld, wieder der böse Hund, der auf dem Weg bleibt und nicht jagt???
 
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Cordula
13. Apr. 07:47
Wir haben eine Podenca mit absolutem Jagdtrieb daher außerhalb des Gartens (2 m eingezäunt, da sie sonst drüber geht, mit Schutz gegen das Rausbuddeln)immer an Leine doppelt gesichert auch nach Hundeschule und Training und einen Labrador-Retriever auch an der Leine. Ich finde die Leinenpflicht in dieser Zeit sinnvoll da Wildtiere auch gestört werden und auch wenn ein Hund das Kitz nicht, reißt sondern nur mal schnuppert und/oder anstupst wird die Mutter eher nicht mehr hingehen und damit ist das Kleine auch alleine und wird nicht überleben.
Ich bin da bei dir, mein Collie ist auch an der Leine oder Schleppleine, obwohl er kein Jagdtrieb hat und das Wildtier eher totkuscheln würde....es werden leider immer alle über einen Kamm geschert...
 
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Marion
13. Apr. 08:20
Der Schutz der Wildtiere in der Brut- und Setzzeit ist ganz wichtig ☝️!
Sonst hat nämlich der Jäger dann im Herbst nix in der Tiefkühltruhe 🤷🏼‍♀️.
Tja, der Realität muss man schon ins Auge schauen können … !
Also jetzt seid doch nicht so egoistisch 😉.
 
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Tim
13. Apr. 08:26
Ich wurde letzte Woche von einem Waldarbeiter darauf hingewiesen,dass aktuell Brut- und Setzzeit ist, da meine Hunde frei liefen. Ich lachte laut auf und ging kommentarlos weiter. Daraufhin ging der Waldarbeiter auch kommentarlos vom Auto mitten im Wald,aber auf dem Weg, weiter mit der extrem lauten Kettensäge Bäume fällen...
 
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Carola
13. Apr. 08:31
Es ist halt leichter Wale oder den Regenwald zu retten als die Natur vor der eigenen Haustür zu respektieren.
 
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Wolfgang
heute 10:13
Auf unseren "Heimatstrecken" läuft die Hündin frei, weil sie absolut abrufbar ist. Und der Rüde an der Schleppleine, weil es bei ihm noch nicht so klappt. Er bekommt seinen Freilauf auf einer riesigen eingezäunten Obststreuwiese.
Wo wir selten gehen oder bisher noch nie waren sind beide an der Leine. Das hat aber nichts mit Brut- und Setzzeit zu tun.
Und übrigens gehen mir die jährlichen Belehrung darüber am A.... vorbei.