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Dogorama
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zuletzt 18. Apr.

Leinenpflicht – nervige Einschränkung oder sinnvoller Schutz?

Frühling und Sommer bedeuten mehr Natur, mehr Bewegung – und für viele Hunde eigentlich auch Freilauf, Schnuppern, Rennen & Schwimmen. 😍 Gleichzeitig gilt in vielen Regionen die Leinenpflicht, besonders während der Setz- und Brutzeit. Diese beginnt in einen Regionen bereits am 1. März und gilt teilweise bis zum 30. September. Für manche Hundehalter:innen ist das frustrierend: Der Hund hört gut, bleibt in der Nähe, braucht Auslauf. Warum also anleinen? Andere sehen genau darin einen wichtigen Schutz: für Wildtiere, Bodenbrüter, Jungtiere – und am Ende auch für die Hunde selbst. Dabei prallen oft zwei Sichtweisen aufeinander: • „Mein Hund hat einen sicheren Rückruf.“ • „Wildtiere können trotzdem gestresst oder verletzt werden.“ • „Freilauf ist wichtig für Auslastung und Wohlbefinden.“ • „Nicht jeder Hund reagiert vorhersehbar – auch gut erzogene nicht.“ Gerade die Setz- und Brutzeit macht die Situation komplex. Wildtiere fliehen oft nicht sichtbar, sondern verharren – was Hunde leicht zum Nachsetzen verleiten kann, selbst ohne Jagdtrieb. 👉 Die zentrale Frage: Wie viel Freiheit ist verantwortungsvoll – und wo beginnt Rücksicht? 👉 Diskutiert mit: ➡️ Wie steht ihr zur Leinenpflicht während der Setz- und Brutzeit? ➡️ Reicht ein guter Rückruf eurer Meinung nach aus? ➡️ Wo wünscht ihr euch mehr Differenzierung – und wo klare Regeln?
 
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Sebbi
21. März 18:11
Der hatte ne Frau, die war mit dem Hund gerade woanders unterwegs 😆 aber sonst....
Verdammt😂
 
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Susanne
21. März 19:02
Wir haben eine Podenca mit absolutem Jagdtrieb daher außerhalb des Gartens (2 m eingezäunt, da sie sonst drüber geht, mit Schutz gegen das Rausbuddeln)immer an Leine doppelt gesichert auch nach Hundeschule und Training und einen Labrador-Retriever auch an der Leine. Ich finde die Leinenpflicht in dieser Zeit sinnvoll da Wildtiere auch gestört werden und auch wenn ein Hund das Kitz nicht, reißt sondern nur mal schnuppert und/oder anstupst wird die Mutter eher nicht mehr hingehen und damit ist das Kleine auch alleine und wird nicht überleben.
 
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Marion
24. März 21:35
Wir haben eine Podenca mit absolutem Jagdtrieb daher außerhalb des Gartens (2 m eingezäunt, da sie sonst drüber geht, mit Schutz gegen das Rausbuddeln)immer an Leine doppelt gesichert auch nach Hundeschule und Training und einen Labrador-Retriever auch an der Leine. Ich finde die Leinenpflicht in dieser Zeit sinnvoll da Wildtiere auch gestört werden und auch wenn ein Hund das Kitz nicht, reißt sondern nur mal schnuppert und/oder anstupst wird die Mutter eher nicht mehr hingehen und damit ist das Kleine auch alleine und wird nicht überleben.
Klingt nach dem Leben eines Schwerverbrechers 😉…
Übrigens ist es falsch, dass die Ricke ihr Kitz nicht mehr annimmt, wenn ein Hund dran war. Dieses Falschwissen hält sich hartnäckig und wird auch von den Jägern weiter verbreitet - ist aber dennoch falsch.
 
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Gunda
25. März 02:05
Notwendig wenn der Hund nicht hört. Auch dann keine Schleppleine. Wenn Freilauf dann am Weg bleiben und nicht ins Unterholz rein. Meine laufen immer ohne Leine und müssen immer am Weg bleiben das ganze Jahr. Bei uns gibt es keine Leinenpflicht, auch in der Stadt nicht.
Woher kommst du denn?
 
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Liane
25. März 06:47
Woher kommst du denn?
Aus oberfranken
 
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Karin
12. Apr. 19:07
Ein Rückruf muss zu 150% sitzen, egal ob Schaff , Wildtiere, Vögel,und natürlich auch fremde Hunde! Egal wie lieb jede Fellnase ist, manchmal funkzt einfach nicht..Also, ohne Leine nur bei 150% Rückruf🤷🏽‍♂️
150%.. kommt dann noch ein halber anderer hund zurückgelaufen?😆
 
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Karin
12. Apr. 21:57
So ein Denken nenne ich gesunden Menschenverstand. Ich habe es selber schon erlebt, dass aus extremer Entfernung geschrien wird,ich solle meinen Hund anleinen, der wirklich immer tiefenentspannt ist. Abgesehen davon kann doch ein Mensch, der ungefähr 50 m von mir entfernt ist – 100 m ist wohl ein bisschen übertrieben– und vorgibt, extrem Angst zu haben, (obwohl er auf mich eher aggressiv wirkt, )sich selbst die Freiheit nehmen, nicht direkt auf mich zu zu laufen, sondern einen abweichenden Weg zu nehmen. Und wenn man nicht mal mehr so denken darf, na dann mal gute Nacht.
Die meisten Menschen, die sich so verhalten haben auch gar keine Angst.

Hundephobie betrifft nur etwa 4%.

(und in etwa der Hälfte der Fälle, hatten Phobiker nie ein direktes beängstigendes Erlebnis mit Hunden, sondern lernen oft die Reaktion als Kinder von ihren Bezugspersonen)

Ich hab mit meiner Hündin schon Leute getroffen, die bei erstem WEIT entfernten Sichtkontakt erstarrt sind, oder weiß wurden.. auch bei angeleintem Hund.. - da gibts immer Leine, Fuß, und ruhiges Vorbeigehen auf Abstand. Eventuell auch kurzes Nachfragen, ob sie ok sind.

Ich hab mal eine Dame getroffen, die fands, glaub ich, sogar halbwegs gut.
Ich hab sie gefragt.. und ihr gesagt, dass sie sich nicht noch mehr Sorgen machen muss, dass mein Hund gesichert ist, dass meine Hündin gerade völlig entspannt ist, sich gar nicht für sie interessiert..(Meine saß bei mir, hat nur kurz mich und dann die Wegbiegung angesehen, schön beschwichtigend von der Frau weg^^) Meine Hündin jetzt viel lieber den Weg weitergehen würd - von ihr weg.
Natürlich das alles auf Distanz. Aber die Frau schien sich sichtlich etwas zu entspannen. Dann hab ich mich verabschiedet und bin weitergegangen, schön alles ganz ruhig und mit Abstand.

Nur das was du beschreibst, klingt für mich nach Leuten, die von weitem schreien, den Hund und HH beschimpfen... Bei denen, meiner Erfahrung nach auch oft deutlich Ärger, Agression oder Ekel im Gesicht abzulesen ist.

(Am schlimmsten find ich, die, die nichts sagen und dann plötzlich im vorbeigehen herankommen und versuchen nach dem Hund zu schlagen oder zu treten.. schrecklich!)

Die würd ich ganz klar der Kategorie der HUNDEHASSER zuteilen!

Hochrechnungsmäßig müsste es davon etwa 10% geben. (also deutlich mehr, als die die wirklich Angst haben...)

Egal, ob sie sich mit angeblicher Angst und Sicherheit, "es könnten Kinder verletzt werden" etc. Ausreden brüsten - es kann mir keiner sagen, dass jemand, der ANGEWIDERT das Gesicht verzieht, und agressiv auf uns in den Nahebereich zukommt - wirklich Angst hat.
 
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Karin
12. Apr. 22:26
Tatsache wusste ich davon schon etwas, bzw. als bei meiner Labbi Dame damals mit 1 Jahr die HD diagnostiziert wurde, sagte mir der Orthopäde bei der Gangbildanalyse direkt, dass sie runder und unbeschwerter im leichten Trab unterwegs ist/für sie das die wesentlich geeignetere Gangart als im Schritt ist (da hat sie stark ausgeglichen durch ausgiebiges Powackeln/Schlenkern). Deshalb sind wir bis ins hohe Alter sehr viel Fahrrad gefahren (allerdings mit Leine), keine riesigen Strecken, aber wo es möglich war sehr gern auf alltäglichen Wegen mit verbaut, und halt langsam mit ca.10 kmh, sodass sie einfach ihren leichten Trab hatte und nicht ins "Galoppieren" kam. Und ja klar hatte sie trotzdem auch Freilauf. Aber um an der Leine einen artgerechten/entspannen Gang zu ermöglichen, hat uns das Fahrrad sehr geholfen, sonst hätte ich ganz viel joggen müssen 😅
in festem Tempo mit dem fahrenden Fahrrad mitzulaufen, ist leider auch kein Ersatz, für das freie Laufen..

Sie muss in ihrem eigenen Tempo und mit Gangartwechseln unterwegs sein können - kaum möglich, wenn sie an einen Radfahrer angeleint ist..

Mal abgesehen davon wenn du die Leine aus Sicherheitsgründen hier verteidigst, weil man sich auf seinen Hund nie zu 100% verlassen kann..

Viel Spaß auf dem Fahrrad, wenn dann wirklich der befürchtete Leinenruck und Jagdtrieb kommt - erst reißt sie dich vom Rad, und dann mit dann ein Spurt in den Wald, mit der Leine noch dran, die entweder nichts bringt und sie trotzdem jagt, oder sich verfängt und der Hund sich auch noch verletzt...

Ich kann die Gefahrenminderung durch die Leine hier überhaupt nicht sehen.
 
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Tina
12. Apr. 23:08
in festem Tempo mit dem fahrenden Fahrrad mitzulaufen, ist leider auch kein Ersatz, für das freie Laufen.. Sie muss in ihrem eigenen Tempo und mit Gangartwechseln unterwegs sein können - kaum möglich, wenn sie an einen Radfahrer angeleint ist.. Mal abgesehen davon wenn du die Leine aus Sicherheitsgründen hier verteidigst, weil man sich auf seinen Hund nie zu 100% verlassen kann.. Viel Spaß auf dem Fahrrad, wenn dann wirklich der befürchtete Leinenruck und Jagdtrieb kommt - erst reißt sie dich vom Rad, und dann mit dann ein Spurt in den Wald, mit der Leine noch dran, die entweder nichts bringt und sie trotzdem jagt, oder sich verfängt und der Hund sich auch noch verletzt... Ich kann die Gefahrenminderung durch die Leine hier überhaupt nicht sehen.
Ich glaube da hast du was falsch gedeutet? 😮

Soweit ich mich erinnere ging es da nur mal um die Gangarten an der Leine ganz nebenbei dann speziell am Rad und damit mEn ein besserer/entspannterer Gang als beim langsamen Gehen.

Ich habe auch nicht die Leine in den Himmel gelobt oder gar verteidigt, wir sind schon recht freilaufliebend. Und ich habe erst recht nicht von einer Gefahrenminderung durch Radfahren mit Leine gesprochen. 🧐

Das wirkt auf mich so, als möchtest du mir Angst machen mit meinem Hund Fahrrad zu fahren. 🙈 Es ist auch nicht für jeden das richtige und muss auch nicht jeder machen.
 
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Karin
12. Apr. 23:11
Ich bin ein Tierfreund. Nicht nur ein Hundefreund. Das letzte was ich will, ist das mein Hund wildert. Ich bezahle Hundesteuer, gehe jede Woche in die Hundeschule. Nehme die Hinterlassenschaften zusammen und beobachte meine Tiere sehr genau. Mich nervt riesig dass irgendwelche Leute bestimmen was man darf oder soll.
Bei dem Schutz in der Brut und Setzzeit wird man wohl kaum eine Chance haben. (da ist der Nutzen wohl zu groß)

- Aber ihr wisst schon alle, dass Gesetze nicht endgültig sein müssen, oder?

Gesetze werden von Menschen gemacht, und verschärft, genaugenommen von Politikern, die im Falle generellen Leinenpflichten z.b, auch Fachmeinungen von Tierschützern, Tierärtzen, beauftragte Studien etc. ignoriert haben.

(Vermutlich um den Wählern das Gefühl zu geben sie hätten nach Einzelfällen "was gemacht", und um rechtlich alles zu "ordnen".. Vergesst nicht, Hunde gelten immer noch als Sache, ähnlich einer gefährlichen Waffe. Ein gefährliches, unberechenbares Raubtier, dass jederzeit ohne Vorwarnung Menschen angreifen oder töten könnte und DAHER immer von HH beherrscht werden muss.)

Ich hoffe wirklich, dass niemand wirklich so sein Familientier sieht..

Versteht mich nicht falsch, ich will hier niemanden auffordern, das Gesetz zu brechen. Aber ein Gesetz entbindet mich nunmal auch nicht von meiner moralischen Verantwortung. (dem Tierschutzgedanken zb., oder meiner Verantwortung möglichst gut für meinen Hund zu sorgen)

Wenn ich also der fundierten Meinung bin, dass das Gesetz eine Gruppe unverhältnismäßig stark benachteiligt, und vlt seinen ursprünglichen Sinn in jetztiger Ausführung nicht erfüllt, oder die Lage vlt sogar verschlimmert.. kann ich mich dagegen aussprechen.

"So schrecklich, dass sich soviele nicht daran halten" könnte somit sogar zu einem "die Mehrzahl ist meiner Meinung - mit der Unterstützung könnte man was erreichen" werden.

Viele Gesetze werden besprochen und angepasst/verbessert.

Solang das Gesetz gültig ist, wirst du natürlich trotzdem bestraft, wenn du es brichst. Die Polizei wird sich bei einer Kontrolle für deine Argumente wohl kaum interessieren.^^

Da müsste man schon was auf die Beine stellen, Petitionen, Tierschutzverbände, etc. um tatsächlich eine Gesetzesänderung zu bewirken...

Wäre bei der Brut- und Setzzeitregelung vlt ein bisschen überambitioniert - die soll ja tatsächlich Wildtiere in ner besonders kritischen Zeit schützen..

Bei generellen flächendeckenden Leinen-und oder Maulkorbpflichten seh ich persönlich die Sache aber schon sehr bedenklich.

Es ist also prinzipiell durchaus gerechtfertigt hier einen Meinungsdiskurs anzustoßen.

Ansichten/ Methoden damit umzugehen auszutauschen, anzusprechen wie sinnvoll diverse Leinenzwänge und immer weniger Freilaufmöglichkeiten für Hunde sind und über die Probleme die damit für unsere Hunde entstehen zu sprechen, oder eben nach Alternativen suchen, wie beide Interessen gewahrt werden können.