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Home / Forum / Erziehung & Training / Leinenführigkeit in unbekannter Ungebung

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Katrin
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 119
zuletzt 28. Okt.

Leinenführigkeit in unbekannter Ungebung

Hallöchen! Ich will mal mein Problem schildern und hoffe, dass das schon jemand durch hat und mir sagen kann, wie ich es auch beheben kann. Mein 9 Monate alter Cavapoo läuft in der Hundschule 1plus und auf Gassistrecken, die er kennt sagen wir mal 2-3 an der Leine. Wir üben natürlich immer noch mit Überholen, Umdrehen usw. aber das klappt so weit ganz okay. Was aber garnicht mehr gilt, wenn er irgendwo ist, wo er noch nie war. Ich denke immer, ich tu ihm damit einen Gefallen, aber fall jedes Mal damit auf die Schnauze. Der hängt nur in der Leine egal ob da auch andere Hunde, Menschen oder einfach nur Felder und Wiesen sind. Macht garkeinen Spaß. Und es hilft wirklich nichts von dem, was helfen sollte. Ich Dreh so oft in oder überhole ihn, dass mir zum Teil selber schwindelig wird. Absitzen lassen, anhalten und abwarten, Leckerli, spielen….nix bringt den gewöhnlichen Erfolg. Der ist total abwesend indem Moment - ich krieg garkeinen Draht zu ihm. Hat eh lange gedauert bis wir den hatten aber immer öfter orientiert er sich jetzt schon an mir, d.h. Schaut mich wenigstens mal an unterwegs. Kennt ihr das? Wenn ja, was macht ihr dann?
 

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Melanie
18. Okt. 18:54
Das ist das Ergebnis von "positive only" Training. Der Hund macht mit solang er bock hat und dann geht er seinen Interessen hinterher. Ab dem 6 Monat zieht bei mir kein Hund mehr auch nur ansatzweise an der Leine. Aber man ist ja ein Tierquäler wenn man zb auch nur die stimme gegenüber dem Hund erhebt. Deswegen kann ich leider nicht Weiterhelfen als nur zu sagen das ihr darüber nachdenken solltet wieso es gerade nicht funktioniert. Mich würde es extrem belasten wenn ich meinen Hund nicht überall mitnehmen könnte weil er sich nicht respektvoll an der leine verhält. Viel Spaß beim rumstehen.
Ja du hast recht so ist es auch bei der Kindererziehung irgendeiner weiß es immer besser und was nicht alles pädagogisch wertvoll ist 🙄
 
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Simone
18. Okt. 18:58
Haben das gleiche Problem. Er ist immer super aufgeregt in neuer Umgebung und kommt gar nicht klar. Mein Plan für die nächste Zeit wäre so lange an einer Stelle zu stehen, bis er sich beruhigt. Erst dann geht es weiter. Flippt er wieder so aus, gleiches Spiel von vorn. Noch weiß ich aber nicht wie dann weiter. Sollte man abbrechen, sobald seine Konzentration weg ist - also dann wieder nach Hause oder Schleppleine dran und Freizeit? ... ich lese hier mal mit und bin gespannt. Ps: unser ist nicht ansprechbar in solchen Situationen und mit Leinenruck machen wir es nur noch schlimmer (abgesehen davon, dass ich meinen Hund so gut es geht ohne aversives Training leiten möchte)
Dann stehst du da bis du ein Skelett bist
 
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B
18. Okt. 18:59
Hallo, Hunde lernen in Bildern. Das heißt sie merken sich in Trainingssituationen was alles um sie herum ist. Sowie Tanja S. bereits gesagt hat, du fängst in jeder neuen Situation wieder von null an. Ich habe mir immer Käse fürs Training mitgenommen. Meiner liebt Käse total gerne. In neuen Situationen bin ich erstmal so mit ihm an der Leine gegangen ohne darauf zu achten ob er zieht. Sobald er allein gemerkt hat das ziehen blöd ist und zurück kam, bekam er sofort eine kleines Stück Käse. Für jedes Sitz, Platz oder komm gab's ein kleines Stück Käse (wenn es geklappt hat) Man braucht viel Geduld. Es ist vergleichbar mit Kindern. Fährt man mit denen in den Urlaub ist es für die Kids auch alles neu. Sie benötigen Zeit ihre neue auf-zeit-Umgebung zu erkunden. So habe ich es bei meinem Hund auch gemacht. Positiven Verhaltensweisen sofort belohnt. Negative ignoriert. Hunde und Menschen sind keine Maschinen. Alles braucht seinen Zeit
 
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Fee
18. Okt. 19:06
Hallo, Hunde lernen in Bildern. Das heißt sie merken sich in Trainingssituationen was alles um sie herum ist. Sowie Tanja S. bereits gesagt hat, du fängst in jeder neuen Situation wieder von null an. Ich habe mir immer Käse fürs Training mitgenommen. Meiner liebt Käse total gerne. In neuen Situationen bin ich erstmal so mit ihm an der Leine gegangen ohne darauf zu achten ob er zieht. Sobald er allein gemerkt hat das ziehen blöd ist und zurück kam, bekam er sofort eine kleines Stück Käse. Für jedes Sitz, Platz oder komm gab's ein kleines Stück Käse (wenn es geklappt hat) Man braucht viel Geduld. Es ist vergleichbar mit Kindern. Fährt man mit denen in den Urlaub ist es für die Kids auch alles neu. Sie benötigen Zeit ihre neue auf-zeit-Umgebung zu erkunden. So habe ich es bei meinem Hund auch gemacht. Positiven Verhaltensweisen sofort belohnt. Negative ignoriert. Hunde und Menschen sind keine Maschinen. Alles braucht seinen Zeit
So lief es bei uns in etwa auch ab. Nur mit viel Stehen zwischendrin. Nach ca. drei Wochen hatte sie es aber dann kapiert. Ihre Leinenführigkeit ist nicht perfekt, aber gut genug, um nur mit Blickverständigung durch den alltäglichen Großstadtwahnsinn zu kommen. Und darauf kommt es mir an🙂
 
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B
18. Okt. 19:17
So lief es bei uns in etwa auch ab. Nur mit viel Stehen zwischendrin. Nach ca. drei Wochen hatte sie es aber dann kapiert. Ihre Leinenführigkeit ist nicht perfekt, aber gut genug, um nur mit Blickverständigung durch den alltäglichen Großstadtwahnsinn zu kommen. Und darauf kommt es mir an🙂
👍 Geduld zahlt sich aus. Für meinem war jede neue Situation super spannend. Viele neue Gerüche, Bilder usw. Ich habe mich mit meinem auch einfach 20 min in der Innenstadt oder Einkaufszentrum hingestellt so dass er alles beobachten konnte. Durch Beobachtungen lernen sie viel über ihre Umgebung. Das habe ich mehrfach wiederholt und nun läuft es sehr gut. Und alle paar Minuten hat er Leckerli bekommen oder wenn andere Hunde an ihn vorbei gegangen sind und er blieb im Platz, dann gab es auch ein Leckerli
 
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Sara
18. Okt. 19:21
Alles was gelernt wird, lernt der Hund nur in der Situation. Du musst es generalisieren, d.h. Es an allen Orten genau so konsequent üben. Der Hund hat verstanden wie er sich in der Hundeschule verhalten muss, weiß aber nicht, dass er dies an anderen Orten auch tun soll. Also schön am Ball bleiben 🤗 Mach aber unbedingt Pausen mit einem Auflössignal. Oder am Halsband ist Training am Geschirr ist Freizeit 👍 Hauptsache ruhig, fair und konsequent bleiben 🤓
 
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Sara
18. Okt. 19:24
Und immer mit dem Training aufhören, wenn er es ganz toll macht, sonst geht die Konzentration nachher Flöten und die Frustration steigt
 
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Fee
18. Okt. 19:29
👍 Geduld zahlt sich aus. Für meinem war jede neue Situation super spannend. Viele neue Gerüche, Bilder usw. Ich habe mich mit meinem auch einfach 20 min in der Innenstadt oder Einkaufszentrum hingestellt so dass er alles beobachten konnte. Durch Beobachtungen lernen sie viel über ihre Umgebung. Das habe ich mehrfach wiederholt und nun läuft es sehr gut. Und alle paar Minuten hat er Leckerli bekommen oder wenn andere Hunde an ihn vorbei gegangen sind und er blieb im Platz, dann gab es auch ein Leckerli
Das Hinstellen habe ich auch in guter Erinnerung. Besonders an viel befahrenen Straßen mit den den bösen Autos und LKWs. Heute gar kein Problem mehr😁
 
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Claudia
18. Okt. 19:36
Unser Keks wird diesen November 8 und er ist ziemlich willensstark. Wir hatten eine sehr ähnliche Situation. Letztendlich hat ein tiefes Durchatmen meinerseits und ein ruhiges aber bestimmtes Blocken geholfen. Das heißt nichts weiter bei uns als den Hund neben oder hinter mir zu halten, wenn er an mir vorbei wollte, kam ein "Ey" und ich drehte mich vor ihn mit einer begrenzenden Körperhaltung. Nicht mehr nicht weniger. Hinter mir darf er schnüffeln, bummeln und co wenn er am Geschirr ist, am Halsband heißt es Fuß um Strecke zu machen. Mittlerweile klappt es super. Ich weiß, viele hören das Blocken nicht gerne, für uns wirkte es wunderbar. Mittlerweile darf er im Geschirr auch ein Stück vor, kommt sogar eigenständig hinter mich, wenn er eine Situation komisch oder gruselig findet. WICHTIG! Positives Verhalten wird verstärkt, durch ruhiges verbales Lob und/oder Leckerlies. Leckerlies gibt es bei mir nur auf der Rückseite meines Oberschenkels, ich will den Pfiffi ja nicht animieren nach vorne zu kommen 😊
 
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Simone
18. Okt. 20:00
Unser Keks wird diesen November 8 und er ist ziemlich willensstark. Wir hatten eine sehr ähnliche Situation. Letztendlich hat ein tiefes Durchatmen meinerseits und ein ruhiges aber bestimmtes Blocken geholfen. Das heißt nichts weiter bei uns als den Hund neben oder hinter mir zu halten, wenn er an mir vorbei wollte, kam ein "Ey" und ich drehte mich vor ihn mit einer begrenzenden Körperhaltung. Nicht mehr nicht weniger. Hinter mir darf er schnüffeln, bummeln und co wenn er am Geschirr ist, am Halsband heißt es Fuß um Strecke zu machen. Mittlerweile klappt es super. Ich weiß, viele hören das Blocken nicht gerne, für uns wirkte es wunderbar. Mittlerweile darf er im Geschirr auch ein Stück vor, kommt sogar eigenständig hinter mich, wenn er eine Situation komisch oder gruselig findet. WICHTIG! Positives Verhalten wird verstärkt, durch ruhiges verbales Lob und/oder Leckerlies. Leckerlies gibt es bei mir nur auf der Rückseite meines Oberschenkels, ich will den Pfiffi ja nicht animieren nach vorne zu kommen 😊
So mach ich das auch mit sehr gutem Erfolg muss fast keine Korrekturen mehr setzten
 

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