Eigentlich weißt du ja wie es geht. Du hättest wahrscheinlich von Anfang an nicht drei Methoden ausprobieren dürfen, sondern bei einer bleiben müssen, dein Hund kann dich ja nicht ernst nehmen wenn immer rumprobiert wird. Er lernt ja durch die Konsequenz die du ihm entgegen bringst. Training findet eigentlich immer statt. Der Alltag ist Training. Regeln sind wichtig eingehalten zu werden, damit du für deinen Hund lesbar bist. Damit dein Hund weiß was du von ihm erwartest.
Kannst du vielleicht konkreter erklären, was du mit Konsequenz meinst und wie das umzusetzen ist?
Es ist nicht so, dass ich es nicht versuchen würde. Ich versuche mich schon durchzusetzen, es "auszudiskutieren" wie man im Hundetrainer Jargon gerne sagt, eine Verbindlichkeit zu erreichen.
Aber wie mache ich das, wenn der Hund dicht macht? Wenn er weder auf tollere Belohnung, noch auf strengere Korrektur reagiert? Ich habe versucht in der Situation zu bleiben, nicht weiterzugehen, bis er mitmacht.
Aber in der Praxis weiß ich tatsächlich nicht, wie ich diese Konsequenz durchsetzen soll, wenn der Hund weder kooperiert, noch reagiert. Ich fühle mich als wären mir die Hände gebunden.
Zum Beispiel als wir über Körpersprache gearbeitet haben. Ich spreche den Hund ein, lade ihn über Körpersprache nach hinten ein und nehme den Raum vorne ein. Das hat wunderbar geklappt, Nero was sehr empfindlich, auf ein bisschen mit dem Oberkörper nach vorne lehnen hat er schon regiert, wenn er sich zu weit nach vorne bewegt hat und sich wieder zurückorientiert.
Und dann eines Tages ging es los. Auf Einladung noch reagiert, aber direkt wieder nach vorne. Dann nicht mehr nach hinten gekommen, dann nicht mal mehr auf Ansprache umgedreht um zu schauen. Anfangs habe ich ihn angestupst, konkreter nach vorne blockiert usw. Aus Empfindlichkeit wurde völlige Stumpfheit meiner Körpersprache gegenüber.
Und irgendwann schreie ich dem Hund hinterher und er guckt nicht mal.
Wo geht das schief, was mache ich falsch?