Hallo Julia,
könntest du mal genauer beschreiben, wie ihr das Training in den Alltag integriert, wieviel ihr übt, was ihr macht, wenn ihr nicht trainiert, wieviel Zeit ihr mit dem Training einer Methode verbringt, sowohl täglich als auch gesamt? Vielleicht auch noch deine innere Motivationskurve, wenn du magst.
Edit: Und wie gehst du damit um, wenn du mal keine Lust aufs Training hast?
Ich versuche es mal zu beschreiben, wenn ich etwas auslasse oder unklar bin, frag gerne noch mal nach.
Ich bleibe einfach am Besipiel der Leinenführigkeit, weil es das aktuelle Fail ist.
Wir haben das Training erst einmal auf dem Hundeplatz angefangen, damit Nero das fundamentale Prinzip versteht. Das hat er auch recht schnell. Dann habe ich es draußen angefangen umzusetzen, erst mal sind wir den Weg normal als Freizeit gelaufen, damit er alles abschnüffeln kann und dann nochmal zurück mit Leinenführung. Hat er wunderbar mitgemacht. Angefangen haben wir 2 bis 3 Mal die Woche, 1 Einheit pro Spaziergang. Dann täglich bei jedem Spaziergang 2 Einheiten für ein paar Minuten und dann konnte er wieder seinen Dingen nachgehen.
Die Dauer bzw Strecke pro Einheit habe wir gesteigert, aber dennoch nur 2 Einheiten pro Spaziergang, er darf und soll ja immer ausreichend Zeit für sich haben.
Sein Verhalten an der Leine hat sich dann auch zwischen den Trainingseinheiten deutlich verbessert, so wie man es sich ja auch erhofft. Also auch wenn gerade nicht aktiv Leinenführigkeit dran war, hat er sich recht gut im Radius der Leine bewegt.
Das geht 2 bis 3 Monate gut und jetzt sind wir an dem Punkt, an dem er keine "Lust" mehr hat und mich ignoriert.
Wir haben in 3 Jahren 3 Methoden probiert, also auch kein Methoden Hopping gemacht. Das erste war recht klassisch Korrektur beim Ziehen und in andere Richtung gehen. Das zweite war über Körpersprache, also nach hinten einladen und den Raum vorne einnehmen. Das dritte war jetzt mit langer Schleppleine und Marker, wenn er im richtigen Bereich geht.
Alles hat geklappt, bis es nicht mehr geklappt hat. Reize oder Dauer reduzieren hat nichts gebracht.
Meine Motivationskurve steigt eigentlich immer. Anfangs bin ich skeptisch und dann freue ich mich über die Verbesserung und glaube, dass wir es schaffen können.
Umso krasser fühlt sich dann natürlich Tag X an, an dem Nero beschließt, dass das jetzt genug war und er lieber wieder meinem Arm ausreißen will.
Ich hatte auch mal probiert sein Bedürfnis zu ziehen außerhalb von Spaziergängen kontrolliert mit Canicross zu befriedigen. Hat offensichtlich nicht geholfen.