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Dogorama-Mitglied
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zuletzt 2. Juli

Erfolgsgeschichten gesucht

Liebe Hundehalter/innen, Ich bin gerade mit unserem Vierbeiner, hmm nein, nicht am Rande der Verzweiflung, sondern echt verzweifelt und nur noch am heulen. Das Problem ist eigentlich egal, und auch wenn sie gut gemeint sind, bitte ich euch nicht um Trainingstipps. Ich bin auf der Suche nach euren Erfolgsgeschichten! Ich brauche Motivation, um mein Durchhaltevermögen wieder anzukurbeln. Ich brauche einen Silberstreif an Horizont, der mich nicht aufgeben lässt, weil das keine Option ist. Und ich brauche neuen Mut, dass auch der pelzige Begleiter sich wieder bei mir wirklich sicher fühlen kann. Erzählt mir eure Geschichten, wie lange es gedauert hat, bis ihr mir eurem Hund ein gutes Team wurdet! Egal, wie steinig der Weg auch gewesen sein mag. Gerne dürft ihr mich auch auf vorhandene Threads verweisen. Ihr könnt hier antworten oder mir eine PN schreiben. Oder von mir aus auch persönlichen Kontakt herstellen. Alle Wege sind mir recht, um mich von euch inspirieren zu lassen 🙂 Ich würde mich sehr, sehr freuen, von euren Erfolgen zu lesen. Lieben Dank im voraus! ❤️
 
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Silke
Beliebteste Antwort
30. Okt. 11:49
Also ich hatte eine Panikhündin. Hab sie am 06.05.2021 übernommen weil sie sonst ins Tierheim gebacht worden wäre. Sie hatte panik vor allem und jeden. Selbst vor Artgenossen,ob groß,klein, alt oder jung hatte sie eine mörderische Angst. Sie kannte weder Halsband noch Leine. An ein Geschirr war gar nicht zu denken. Gefressen hat sie die erste Woche auch extrem schlecht vor lauter Angst. Gott sei Dank haben wir einen Garten. Gassi gehen, keine Chance. Hab einige Wochen gebraucht eine Beziehung zu ihr aufzubauen. Spielen kannte sie nicht, Futter wollte sie nicht, und das bei einem Hund der gerade mal 8 Monate alt war. Ich dachte zu dem Zeitpunkt, dass ich mir zuviel zugemutet habe. Hatte bis dato sowas noch nicht gesehen oder erlebt.Als sie anfing von selbst kontakt zu mir aufzunehmen, habe ich mich langsam aber sicher in ihr Herz geschlichen. Sie taute zu Hause und im Garten immer mehr auf. Habs geschafft das sie anfing zu spielen, zwar vorsichtig, aber ich war überglücklich. Von da an ging es voran. Jetzt ist sie zwar oft noch unsicher, aber von Angst oder Panik keine Spur mehr. Bin echt froh, das ich nicht aufgegeben hab. Heute habe ich einen Hund der wirklich IMMER versucht alles richtig zu machen. Super Aufmerksam. Wenn ich darüber nachdenke,wie sie war und wie sie heute ist, würde ich sagen das es zwei völlig verschiedene Hunde sind, obwohl es nur die eine ist. Ich weiß das es sich blöd anhört wenn man immer den gleichen Satz hört: Du musst Geduld haben, aber es ist wirklich so. Bei dem einen Hund geht's schnell, und bei dem anderen dauerts halt länger. Bleib dran, das wird schon... Wünsche dir viel Kraft, Geduld und ganz viel Erfolg...
 

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Steffi
30. Okt. 11:38
Meine Yukina ist sehr jagdambitiobiert und als Junghündin sprang sie bei jedem kleinen Tier (Vogel, Ratte, Eichhörnchen etc.) ganz kopflos in die Leine. Ich habe dann angefangen mit Click für Blick zu arbeiten und jede ruhige Handlung ihrerseits im Beisein von jenen Tieren zu loben. Es hat überhaupt nicht lange gedauert, eh ich Erfolge bei ihr sah. Mittlerweile laufen wir direkt an Tauben und Krähen vorbei und sie bleibt tiefenentspannt. Ich freue mich selbst heute noch tierisch darüber! Ich hätte nie gedacht, dass das überhaupt möglich ist :D
 
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Dogorama-Mitglied
30. Okt. 11:38
Hallo Tina Am besten fange ich Mal von ganz vorne an.Als vor knapp 4 Jahren meine zweit Hündin zu mir kam, wusste ich schon was auf mich zukommt, allerdings nicht dass es echt ein harter Weg wird. Meine kleine kommt vom Tierschutz aus Deutschland und ihre Vorgeschichte ist nicht sehr schön. Von Misshandlung war halt alles dabei. Sie war eine totale Baustelle. Vertrauen zum Menschen war gleich null und Sie hat dadurch auch immer zugeschnapt wenn man ihr näher kam.Zudem kam noch das Sie Angst vor allem und jedem hatte und noch viele weitere Sachen. Ich muss sagen es war ein langer Weg mit ihr, auch wenn noch Minibaustellen da sind,hat die Kleine sich zu einer super Wegbegleiterin entwickelt.Sie kann endlich wieder Menschen vertrauen und auch ihre Angst ist teilweise extrem besser geworden. Ja es ist bzw. war ein langer Weg und manchmal saß man da und hat geheult und wusste nicht mehr weiter. Aber man sollte nie Aufgeben und weiter kämpfen, denn das was man am Ende erreicht um ist der lange Weg und Kampf wert. Ich hoffe ich konnte dich ein wenig damit aufbauen.
 
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Silke
30. Okt. 11:49
Also ich hatte eine Panikhündin. Hab sie am 06.05.2021 übernommen weil sie sonst ins Tierheim gebacht worden wäre. Sie hatte panik vor allem und jeden. Selbst vor Artgenossen,ob groß,klein, alt oder jung hatte sie eine mörderische Angst. Sie kannte weder Halsband noch Leine. An ein Geschirr war gar nicht zu denken. Gefressen hat sie die erste Woche auch extrem schlecht vor lauter Angst. Gott sei Dank haben wir einen Garten. Gassi gehen, keine Chance. Hab einige Wochen gebraucht eine Beziehung zu ihr aufzubauen. Spielen kannte sie nicht, Futter wollte sie nicht, und das bei einem Hund der gerade mal 8 Monate alt war. Ich dachte zu dem Zeitpunkt, dass ich mir zuviel zugemutet habe. Hatte bis dato sowas noch nicht gesehen oder erlebt.Als sie anfing von selbst kontakt zu mir aufzunehmen, habe ich mich langsam aber sicher in ihr Herz geschlichen. Sie taute zu Hause und im Garten immer mehr auf. Habs geschafft das sie anfing zu spielen, zwar vorsichtig, aber ich war überglücklich. Von da an ging es voran. Jetzt ist sie zwar oft noch unsicher, aber von Angst oder Panik keine Spur mehr. Bin echt froh, das ich nicht aufgegeben hab. Heute habe ich einen Hund der wirklich IMMER versucht alles richtig zu machen. Super Aufmerksam. Wenn ich darüber nachdenke,wie sie war und wie sie heute ist, würde ich sagen das es zwei völlig verschiedene Hunde sind, obwohl es nur die eine ist. Ich weiß das es sich blöd anhört wenn man immer den gleichen Satz hört: Du musst Geduld haben, aber es ist wirklich so. Bei dem einen Hund geht's schnell, und bei dem anderen dauerts halt länger. Bleib dran, das wird schon... Wünsche dir viel Kraft, Geduld und ganz viel Erfolg...
 
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Sandra
30. Okt. 11:52
Ich war der fünfte Besitzer meines Rüden, als er mit knapp vier Jahren zu mir kam. Die letzte Hündin meines Rudels war knappe 3 Monate verstorben und nur ihr Kater den sie Jahre zuvor von einem Bauernhof adoptiert hatte war noch bei uns daheim. Noel wurde von Frauen misshandelt und hatte Panikattacke bis hin zu aggressiven Ausrastern wenn er Frauen oder Kinder sah. Bellen, knurren alle Warnsignale hatte er bereits abgelegt. Es gab nur Flucht oder Angriff. In den meisten Fällen jedoch hat er Panikattacken bekommen. Hat sich eingenässt und am ganzen Körper gezittert. Wie auf dem Bild zu sehen - die Katze fand ihn toll - er kannte Katzen bisher Nur als Jagdobjekt (er hatte auch schon einige Katzen getötet).
 
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Dogorama-Mitglied
30. Okt. 11:55
Vielen Dank euch 🤗
 
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Birte
30. Okt. 11:56
Kann ich alles sehr gut verstehen. Haben eine Opi, 15 1/2 alles durch in der Hundeschule inkl. Hundeführerschein. Seit 2015 haben wir unseren 2. Tierschutzhund aus Rumänien. Und jaaa die Angst ist immer noch trotz vielem Arbeiten etc. pp. da. Ich möchte keine Werbung für Martin Rütter machen aber er imponierte mir sehr als er mal sagte "seht doch nicht immer die Fehler an eurem Hund "so ist es, zählt mal auf, was Eure Fellnase alles kann und macht. Daher nie und niemals entmudigen lassen. Unser Opi ist ein Mischling aus Spanien, eine souveräne Knutschkugel und der Rumäne hat halt durch leider auch schlimm erfahrene Sachen das Vertrauen zu vielem verloren. Er kannte keine Strasse, keine Autos, Busse, Menschen die schon auf ihn zukamen und noch kommen ...immer Diskussionen... er sei agressiv, ich solle mal in die Hundeschule gehen usw. usw. .... Leute, die mich so anblaffen, darauf gehe ich gar nicht mehr ein. Da wird man müde und spart sich die Energie. Daher, seit für Eure Fellnasen da, sie packen das gemeinsam mit Euch (hat ja keiner gesagt das das so schnell geht). Alles Gute Euch.
 
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Sandra
30. Okt. 11:57
Ich war der fünfte Besitzer meines Rüden, als er mit knapp vier Jahren zu mir kam. Die letzte Hündin meines Rudels war knappe 3 Monate verstorben und nur ihr Kater den sie Jahre zuvor von einem Bauernhof adoptiert hatte war noch bei uns daheim. Noel wurde von Frauen misshandelt und hatte Panikattacke bis hin zu aggressiven Ausrastern wenn er Frauen oder Kinder sah. Bellen, knurren alle Warnsignale hatte er bereits abgelegt. Es gab nur Flucht oder Angriff. In den meisten Fällen jedoch hat er Panikattacken bekommen. Hat sich eingenässt und am ganzen Körper gezittert. Wie auf dem Bild zu sehen - die Katze fand ihn toll - er kannte Katzen bisher Nur als Jagdobjekt (er hatte auch schon einige Katzen getötet).
Ich habe ihn nie aufgegeben. Er war nach viel Arbeit und Mühe ein toller einfühlsamer Hund. Der sehr achtsam mit Katzen war. Auch mit erwachsenen Frauen verträglich wurde und dank Training auch beim Hundekontakt sich sehr gut gemacht hat (er war ein frühkastrat der nicht nachgereift war und selbst mit sechs Jahren sich wie ein zwei jähriger gegenüber Artgenossen verhielt - aber mit zweijährigen war er super) 🤪 Er hat mir in meiner Schwersten Zeit so viel mit gemacht. Ich litt 2010 selbst unter Panikattacken und er half mir wie ich ihm zu Beginn Menschen und Situationen einzuschätzen und ohne Eskalation zu bewältigen. Verliere nicht den Mut und hör auf dein Herz ♥️
 
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Annette
30. Okt. 11:58
Hallo Tina, meine 2 einprägsamsten Erfolge bei unseren 2 Fellnasen sind für Fremde vielleicht klein und unwesentlich, mir selbst treiben sie immer wieder die Tränen der Freude in die Augen. Unsere beiden Hundis sind aus dem Tierschutz und waren stark traumatisiert. Als wir sie vor 3einhalb Jahren zu uns nahmen hat Mufi ein fast autistisches Verhalten an den Tag gelegt. Sie nahm überhaupt keinen Blickkontakt auf, man hatte den Eindruck, sie erwartet nichts mehr vom Leben, läßt nur noch geschehen. Es hat ungefähr ein Jahr gedauert, bis sie das erste Mal Blickkontakt aufgenommen hat, aber als sie es tat, hätte ich gerade losheulen können. Das Eis in ihrem Inneren war gebrochen und sie ist mittlerweile eine richtige kleine Knutschkugel. Zeus hat von Anfang an sehr gut Kontakt aufgenommen , aber durch seine Traumata in der Vergangenheit hat es 3 Jahre gedauert, bis ich ihm sanft über die Kruppe streichen durfte, ohne, dass er gleich ausgewichen ist. Auch das ein Moment , der einfach Gänsehaut verursacht hat. Verzweifel nicht. Liebe Grüße 😊
 
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Dogorama-Mitglied
30. Okt. 11:59
Hallo Tina, ich glaube diese Verzweiflung hin und wieder erlebt jeder mit Hund. Toll dass du dir auf diese Art positives Feedback holst und deinen Problemen Luft machst. Unser Hauptproblem liegt in den Hundebegegnungen und bin jedes Mal stolz wie bolle wenn wir ohne riesen Theater dran vorbei laufen können. Die kleinen Erfolge sind es die man unbedingt feiern sollte. Unser Problem gehört wohl eher zu den kleineren hier aber für meine Hündin bedeutet es jedes Mal Stress pur. Ich wünsche dir mehr von diesen positiven Erfahrungen und die Nerven, das durch zu stehen. Halt die Ohren steif😊
 
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Dogorama-Mitglied
30. Okt. 12:06
Danke euch für die schnellen Antworten und tollen Geschichten, ich habe schon wieder Pipi in den Augen... Aber dieses Mal vor Rührung 🥺🤗
 

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