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Dogorama
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heute 07:28

Was haben wir aus dem Hund gemacht?

Stell dir vor, Menschen würden wie Hunde gezüchtet. Manche wären 3 Meter groß und 360 kg schwer – andere gerade mal 86 cm mit 13 kg. Klingt absurd? Genau das haben wir mit unseren Hunden gemacht – in nur 150 bis 200 Jahren. Aus Sicht der Evolution ein bloßer Wimpernschlag. 😱 Wir sind auf dieses unglaubliche Gedankenexperiment bei @wissen_macht_wau (Instagram) aufmerksam geworden. In der Natur entscheidet natürliche Selektion, welche Merkmale sich durchsetzen. Bei Hunden entscheidet der Mensch, wer sich fortpflanzen darf. So können einzelne Merkmale innerhalb weniger Generationen extrem verstärkt werden. Das Problem: Der Körper passt sich nicht immer genauso schnell an wie das Aussehen. Folgende Zahlen zeigt wissen_macht_wau: 🐾 Großwüchsige Rassen wie die Deutsche Dogge leben durchschnittlich 3,5 Jahre kürzer und haben ein bis zu 114-fach erhöhtes Risiko für eine Magendrehung. 🐾 Bei 92 % der untersuchten Chihuahuas hat sich der Schädel nicht vollständig geschlossen – dem Gehirn fehlt schlicht der Platz. Und das ist nur die Größe – Falten, Plattnasen und überlange Rücken kommen noch dazu. 👉 Welche Gedanken gehen dir dabei durch den Kopf? 👉 Wie stehst du zur „modernen“ Hundezucht?
 
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Katrin
heute 05:55
Ich verstehe deinen Gedanken so, dass Funktion und Optik nicht dasselbe sind? Dass ein funktionaler, wolfsähnlicher Körperbau sich erhalten kann, weil er für bestimmte Aufgaben schlicht gut funktioniert? Das würde ja nicht automatisch bedeuten, dass der Hund genetisch „ursprünglicher“ oder näher am Wolf ist. Ich finde den Begriff „ursprünglich“ bei Hunden schwierig. Ein Hund kann äußerlich sehr wolfsähnlich sein und trotzdem über lange Zeit stark auf bestimmte Funktionen selektiert worden sein. Umgekehrt kann ein Hund, der äußerlich kaum noch Ähnlichkeit mit einem Wolf hat, genetisch trotzdem sehr nah an alten Hundepopulationen liegen. Was aber passiert, wenn Funktion nicht mehr der entscheidende Selektionsgrund ist und die Optik selbst zum Zuchtziel wird, sehen wir ja leider an vielen unschönen Entwicklungen. Dann wird der funktionale Körper, der sich bewährt, weil er für das Leben des Hundes sinnvoll ist vernachlässigt zugunsten menschlicher Vorstellungen, die für das Hundeleben an sich im Grunde völlig unsinnig sind. Und da lande ich wieder an dem Punkt ob die Zucht das, was der Hund für ein gutes Leben braucht überwiegend weniger gewichtet als das, was mensch an ihm haben will - koste es den Hund was es wolle.
Ich glaube niemand möchte ernsthaft einen Hund haben der körperlich so leistungsstark ist wie der Wolf. Von daher ist Zucht schon sinnvoll. Wo wir von weg müssen sind extreme in der Zucht und Merkmale die schlicht nicht gut für den Hundekörper und Psyche sind. Wir können nicht für jeden Menschen den passenden Hund züchten was Wesen, Optik und Funktion angeht. Wir könnten aber einige gesunde Hunderassen züchten die spezialisiert sind und einige die besonders alltagstauglich aber eben keine Hochleistungstiere sind. Wem der gesunde Hund nicht gefällt und nicht passt muss dann halt auf Zuchthunde verzichten. Gesundheit und Leistungsfähigkeit gehört in der verantwortungsvollen Hundezucht ganz nach oben. Optik sollte dem untergeordnet sein.
 
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SandrA
heute 05:59
Wie spannend. Das macht die Frage auf, ob „Urtümlichkeit“ ein Qualitätsmerkmal für die aktuelle Zucht ist. Oder ob es sich lohnt genauer hinzuschauen.
Du meinst nicht „ursprünglich = besser“, sondern welcher Selektionsprozess steckt hinter Zucht?

Also nicht als Qualitätsmerkmal im Sinne von „ursprünglich ist automatisch besser“, sondern als Hinweis auf eine andere Art von Selektion.
 
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Andreas
heute 06:18
Ich verstehe deinen Gedanken so, dass Funktion und Optik nicht dasselbe sind? Dass ein funktionaler, wolfsähnlicher Körperbau sich erhalten kann, weil er für bestimmte Aufgaben schlicht gut funktioniert? Das würde ja nicht automatisch bedeuten, dass der Hund genetisch „ursprünglicher“ oder näher am Wolf ist. Ich finde den Begriff „ursprünglich“ bei Hunden schwierig. Ein Hund kann äußerlich sehr wolfsähnlich sein und trotzdem über lange Zeit stark auf bestimmte Funktionen selektiert worden sein. Umgekehrt kann ein Hund, der äußerlich kaum noch Ähnlichkeit mit einem Wolf hat, genetisch trotzdem sehr nah an alten Hundepopulationen liegen. Was aber passiert, wenn Funktion nicht mehr der entscheidende Selektionsgrund ist und die Optik selbst zum Zuchtziel wird, sehen wir ja leider an vielen unschönen Entwicklungen. Dann wird der funktionale Körper, der sich bewährt, weil er für das Leben des Hundes sinnvoll ist vernachlässigt zugunsten menschlicher Vorstellungen, die für das Hundeleben an sich im Grunde völlig unsinnig sind. Und da lande ich wieder an dem Punkt ob die Zucht das, was der Hund für ein gutes Leben braucht überwiegend weniger gewichtet als das, was mensch an ihm haben will - koste es den Hund was es wolle.
.danke Dir.. ja.. Du hast mich verstanden und meiner Meinung nach, die heute verstärkt auftretende Problematik exakt auf den Punkt gebracht.

Eigentlich suchte ich nur nach Erklärungen für die körperliche Ähnlichkeit meines Schatzes zum Wolf, wobei er doch genetisch viel stärker entfernt ist von diesem, als ein Chow Chow

und dafür lieferte mir die KI, die an Euch übermittelten Antworten.
 
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SandrA
heute 07:13
Ich glaube niemand möchte ernsthaft einen Hund haben der körperlich so leistungsstark ist wie der Wolf. Von daher ist Zucht schon sinnvoll. Wo wir von weg müssen sind extreme in der Zucht und Merkmale die schlicht nicht gut für den Hundekörper und Psyche sind. Wir können nicht für jeden Menschen den passenden Hund züchten was Wesen, Optik und Funktion angeht. Wir könnten aber einige gesunde Hunderassen züchten die spezialisiert sind und einige die besonders alltagstauglich aber eben keine Hochleistungstiere sind. Wem der gesunde Hund nicht gefällt und nicht passt muss dann halt auf Zuchthunde verzichten. Gesundheit und Leistungsfähigkeit gehört in der verantwortungsvollen Hundezucht ganz nach oben. Optik sollte dem untergeordnet sein.
Ich denke gar nicht, dass Hunde wieder körperlich so leistungsfähig wie Wölfe gemacht werden sollten. Ich denke auch nicht, dass Zucht grundsätzlich sinnlos ist.

Ich finde nur den Gedanken spannend, Hunde mit möglichst vielen geistigen und körperlichen Möglichkeiten zu erhalten und nicht einzelne Eigenschaften marktgetreu immer weiter zu maximieren.

Mir geht es um die Richtung der Selektion und Grenzen.

Es geht also um die Frage, was durch Zucht überhaupt verstärkt werden soll und wann aus sinnvoller Selektion ein Extrem wird, dessen Kosten der Hund trägt.

Von daher finde ich, „Gesundheit und Leistungsfähigkeit ganz nach oben“ nicht ganz ausreichend. Denn auch Leistungsfähigkeit kann zum Problem werden, wenn wir sie immer weiter maximieren. Ivy wäre vermutlich ein hervorragender Hochleistungshund, aber ich bin mir nicht sicher, dass ihre extreme Arbeits- und Jagdmotivation deshalb automatisch ein Gewinn für Ivy selbst ist.

Mein Wunsch wäre deshalb nicht der perfekte Spezialist, sondern eher der gesunde, belastbare, regulierbare und vielseitige Hund.

Also nicht weniger Zucht um jeden Preis, sondern weniger Optimierung auf menschliche Wunschmerkmale und mehr Selektion auf das, was dem Hund selbst ein gutes Leben ermöglicht.
 
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Carola
heute 07:24
Ich denke gar nicht, dass Hunde wieder körperlich so leistungsfähig wie Wölfe gemacht werden sollten. Ich denke auch nicht, dass Zucht grundsätzlich sinnlos ist. Ich finde nur den Gedanken spannend, Hunde mit möglichst vielen geistigen und körperlichen Möglichkeiten zu erhalten und nicht einzelne Eigenschaften marktgetreu immer weiter zu maximieren. Mir geht es um die Richtung der Selektion und Grenzen. Es geht also um die Frage, was durch Zucht überhaupt verstärkt werden soll und wann aus sinnvoller Selektion ein Extrem wird, dessen Kosten der Hund trägt. Von daher finde ich, „Gesundheit und Leistungsfähigkeit ganz nach oben“ nicht ganz ausreichend. Denn auch Leistungsfähigkeit kann zum Problem werden, wenn wir sie immer weiter maximieren. Ivy wäre vermutlich ein hervorragender Hochleistungshund, aber ich bin mir nicht sicher, dass ihre extreme Arbeits- und Jagdmotivation deshalb automatisch ein Gewinn für Ivy selbst ist. Mein Wunsch wäre deshalb nicht der perfekte Spezialist, sondern eher der gesunde, belastbare, regulierbare und vielseitige Hund. Also nicht weniger Zucht um jeden Preis, sondern weniger Optimierung auf menschliche Wunschmerkmale und mehr Selektion auf das, was dem Hund selbst ein gutes Leben ermöglicht.
Aus meiner Sicht gehören Spezialisten die für bestimmte Arbeiten selektiert wurden nicht unbedingt in Laien Hände.
Der gewöhnliche Familienhund muss doch ein psychisch stabiler und körperlich gesunder Allrounder sein und kein möglichst "ursprünglicher" wolfsähnlicher Hund.
Leider ist es halt Trend dass viele etwas "Besonderes" haben wollen. Und da wird auch vor den unmöglichsten Mischungen nicht Halt gemacht und genauso wie es bei der Rasse Zucht bei bestimmten Rassen zu Auswüchsen kommt.
Die Dogge kann nicht groß genug sein, der Mali nicht nervös genug, die französische Bulldogge nicht brachycephal genug oder der Chihuahua nicht klein genug.
Das Problem ist der Käufer! Ohne Markt gäbe es solche Hunde nicht.
Da werden teilweise auf Social Media Hunde in unerträglicher Weise präsentiert und es gibt tatsächlich Leute die das toll finden.
Von daher ist es aus meiner Sicht zu kurz gegriffen auf der Französischen Bulldogge und den Mops herum zu hacken die natürlich unbestreitbar Qualzuchten sind aber die Verengung des Blicks auf genau diese Rassen lässt Raum für neue schreckliche "Kreationen ".
 
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R
heute 07:26
Ich glaube niemand möchte ernsthaft einen Hund haben der körperlich so leistungsstark ist wie der Wolf. Von daher ist Zucht schon sinnvoll. Wo wir von weg müssen sind extreme in der Zucht und Merkmale die schlicht nicht gut für den Hundekörper und Psyche sind. Wir können nicht für jeden Menschen den passenden Hund züchten was Wesen, Optik und Funktion angeht. Wir könnten aber einige gesunde Hunderassen züchten die spezialisiert sind und einige die besonders alltagstauglich aber eben keine Hochleistungstiere sind. Wem der gesunde Hund nicht gefällt und nicht passt muss dann halt auf Zuchthunde verzichten. Gesundheit und Leistungsfähigkeit gehört in der verantwortungsvollen Hundezucht ganz nach oben. Optik sollte dem untergeordnet sein.
Sehe es eher so, das wir genau das in unseren Hunden haben. Wir haben superwölfe. Wir haben wesentlich ausdauerndere hütehunde, stärkere herdis, schnellere Windhunde und viele Jagdhunde sind in Gehör und Geruchssinn komplett überlegen. Der Wolf ist ein robustes grundgerüst. Aber nicht die Superlative. Klar gibt es die begleit und Kuschelhunde. Ich sage mal, ein cavalier sollte es nicht mit einem Wolf aufnehmen. Aber das sind eben die Ergebnisse Richtung halterfreundlich. Also ja , die Gedanken sind alle schon inbegriffen. Die Frage ist mehr, wie bekommt man bei begrenztem Genpool die Gene gesund und langfristig stabil. Müssen Rassemerkmale so extrem vorhanden sein, dass Optik wichtiger als Funktion ist und wird, wenn funktion und Gesundheit höher gesetzt sind- die Rasse sich noch halten.
 
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SandrA
heute 07:28
Aus meiner Sicht gehören Spezialisten die für bestimmte Arbeiten selektiert wurden nicht unbedingt in Laien Hände. Der gewöhnliche Familienhund muss doch ein psychisch stabiler und körperlich gesunder Allrounder sein und kein möglichst "ursprünglicher" wolfsähnlicher Hund. Leider ist es halt Trend dass viele etwas "Besonderes" haben wollen. Und da wird auch vor den unmöglichsten Mischungen nicht Halt gemacht und genauso wie es bei der Rasse Zucht bei bestimmten Rassen zu Auswüchsen kommt. Die Dogge kann nicht groß genug sein, der Mali nicht nervös genug, die französische Bulldogge nicht brachycephal genug oder der Chihuahua nicht klein genug. Das Problem ist der Käufer! Ohne Markt gäbe es solche Hunde nicht. Da werden teilweise auf Social Media Hunde in unerträglicher Weise präsentiert und es gibt tatsächlich Leute die das toll finden. Von daher ist es aus meiner Sicht zu kurz gegriffen auf der Französischen Bulldogge und den Mops herum zu hacken die natürlich unbestreitbar Qualzuchten sind aber die Verengung des Blicks auf genau diese Rassen lässt Raum für neue schreckliche "Kreationen ".
Richtig: der Käufer fragt nach. Aber der Züchter entscheidet, was er daraufhin produziert, und letztlich belohnt der Markt anschließend bestimmte Merkmale. Das ist ein Kreislauf.