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Dogorama
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 473
zuletzt 22. Aug.

Was haben wir aus dem Hund gemacht?

Stell dir vor, Menschen würden wie Hunde gezüchtet. Manche wären 3 Meter groß und 360 kg schwer – andere gerade mal 86 cm mit 13 kg. Klingt absurd? Genau das haben wir mit unseren Hunden gemacht – in nur 150 bis 200 Jahren. Aus Sicht der Evolution ein bloßer Wimpernschlag. 😱 Wir sind auf dieses unglaubliche Gedankenexperiment bei @wissen_macht_wau (Instagram) aufmerksam geworden. In der Natur entscheidet natürliche Selektion, welche Merkmale sich durchsetzen. Bei Hunden entscheidet der Mensch, wer sich fortpflanzen darf. So können einzelne Merkmale innerhalb weniger Generationen extrem verstärkt werden. Das Problem: Der Körper passt sich nicht immer genauso schnell an wie das Aussehen. Folgende Zahlen zeigt wissen_macht_wau: 🐾 Großwüchsige Rassen wie die Deutsche Dogge leben durchschnittlich 3,5 Jahre kürzer und haben ein bis zu 114-fach erhöhtes Risiko für eine Magendrehung. 🐾 Bei 92 % der untersuchten Chihuahuas hat sich der Schädel nicht vollständig geschlossen – dem Gehirn fehlt schlicht der Platz. Und das ist nur die Größe – Falten, Plattnasen und überlange Rücken kommen noch dazu. 👉 Welche Gedanken gehen dir dabei durch den Kopf? 👉 Wie stehst du zur „modernen“ Hundezucht?
 
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Bettina
12. Aug. 22:46
Aus mancher Rasse eine Karikatur und Witzfigur. Aber nicht nur Hunde
 
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Bettina
12. Aug. 22:53
Es gibt doch einen Sketch von Schlenger Meilhammer. Da sitzen die doch beim Arzt wegen Kinderwunsch. Was sie alles so anbringen.. Herpes, Pickel, Größe,Gewicht, Haarfarbe, sagen aber nicht das eben das alles nicht sein soll. Der Arzt tippt fleißig. Heraus kommt ein echt merkwürdig aussehendes Kind. Man lässt das einfach. Bei Tier und Mensch.
 
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Bettina
12. Aug. 22:58
..spannend.. vielleicht überschätzen wir auch etwas die grundsätzliche Bedeutung der Zucht.. ok.. der kleine Kuschel, die Supernase, der Allergiefreundliche, die Saubeisser, die blauäugige Merleschönheit, die Abschussrampe... uvm hätte es nie gegeben.. aber sehr wohl die Allrounder, mit hoher sozialer Kompetenz.. hätte es gegeben bzw sie gibt es.. Und Menschen wie mich doch wohl auch, die keinerlei Spezialkönnen verlangen, dem jegliche Optik zweitrangig ist, dem die Gesundheit und die Lebensfreude der Hunde, auch aus egoistischen Gründen, extrem wichtig sind, der zum Teil ähnliche Bedürfnisse wie sein Hund hat... zB lange Streifzüge durch die Natur.. usw Also ja.. ich vermute ohne Zucht gäbe es weniger Hunde und weniger Menschen mit Hund.. aber niemals keine Hunde bei/ mit Menschen oder Menschen bei/ mit Hunden.. Zu sehr haben sich da zwei gefunden.. zunächst lediglich mit etwas aufeinander zugehen.. Zucht kam doch deutlich später und ist für mich keinefalls der entscheidende Faktor für das Mensch/ Hund bzw Hund/ Mensch Gespann. Hat der Hund nicht auch uns Menschen bedeutend geformt? Mein Eindruck ist, dass ich ohne meine Erlebnisse mit Hunden ein anderer Mensch wäre.. Sind nur meine spontanen Gedanken bzw Gefühle dazu, ohne Anspruch auf die totale Oberweisheit.. 😘
Wenn ich immer nach Optik bei meinen Tieren gegangen wäre dann hätte ich so manches nicht gehabt. Auch gerettete Pferde und Hunde und Katzen im Stall. Bei mir macht der 1.Blick,die Augen sehr viel aus. Und die Schönheit kommt wie beim Menschen nicht von aussen und Optik.
 
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Kirsten
12. Aug. 23:23
Sandra, du hast mich richtig verstanden und es sehr schön ausformuliert. Ich danke dir.

Natürlich ging es mir nicht darum die Pariahunde nun hierher zu packen. Genau so wenig, wie ich mir wünsche, dass sie öffentlich oder privat hinter Gitter landen 😁

Ich denke nicht, dass es ohne gezielte Zucht keine Hunde gäbe oder dass keine Zusammenarbeit im engeren oder weiteren Sinne zwischen Mensch und Hund stattfände. Pariahunde jagen, sie wachen und schützen (der Mensch kann auch Teil ihrer sozialen Umgebung sein). Auch ohne dafür gezüchtet worden zu sein. In erster Linie aus Eigeninteresse, nicht weil sie genutzt werden. Sie jagen z.B. Ratten und stehen gleichzeitig auch in Konkurrenz um menschliche Nahrungsreste mit ihnen, was sich wiederum für den Menschen als dienlich erweisen kann.

Andreas Satz „Ich vermute ohne Zucht gäbe es weniger Hunde und weniger Menschen mit Hund… aber niemals keine Hunde bei/ mit Menschen“ und dein Gedanke Sandra, dass die Anziehungskraft vom Menschen zum Hund sehr ursprünglich ist, dieses Empfinden trage ich auch in mir.

Mal angenommen es gäbe einen Urtyp, der sich über die Zeit durch Selektion entwickelt hätte. Ein Typ Hund, der sich nur so nah am Mensch entwickelt, wie es dem eigenen Überleben und Interessen dienlich ist, funktional, angepasst an den Kontext, in dem wir leben.

Möglicherweise wird die Vorstellung an einen solchen Hund schon alleine dadurch unangenehm, dass wir uns gleichzeitig für Hunde entscheiden, die von diesem Typus stark abweichen?
Denn was würde das über uns aussagen? Unbequem ist das.
Nicht nur im Bezug auf Defektzuchten. Aber auch.

Mir geht es nicht darum Zucht schlecht zu reden.
Ich begrüße den Gedanken an gesunde Hunde, die ein größtmögliches Spektrum an geistigen und körperlichen Möglichkeiten in die Wiege gelegt bekommen.
 
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Ulla
13. Aug. 07:56
Ja , sowas sollte meines Erachtens verboten werden, aber das müsste dann auch kontrolliert werden. 😐😞
 
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Eva
13. Aug. 09:16
Da bin ich ganz bei dir. Genau aus diesem Grund habe ich mich vor zwei Jahren für einen Eurasier entschieden. Best Dog ever!
 
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Juli
13. Aug. 12:38
Schöne Gedanken 🥰 Du sprichst mir aus dem Bauch 😅 Ich halte seit meiner Jugend eigene Hunde, weil mich Hunde faszinieren. Auch schon als Kind. Ohne besonderen Grund, ohne dass mir jemand das vermittelt hätte. Ich kann es schwer erklären - italienische Dorfhunde haben mich als Kind geradezu magisch angezogen. Sehr zum Verdruss meiner Oma, die die Hunde stark ablehnte und sich vor allem um meine Sicherheit sorgte. Eines weiß ich heute mit absoluter Sicherheit: Rasse ist mir völlig wurscht. Mich interessiert der Hund als Individuum. Sein Wesen, seine Eigenheiten, seine Art, die Welt wahrzunehmen. Ich brauche keinen Hund, der für mich eine bestimmte Aufgabe erfüllt oder ein bestimmtes Aussehen hat. Und um den Bogen zum Gedankenspiel zu schlagen: ich glaube, dass die Faszination für den Hund wahrscheinlich viel ursprünglicher ist als unsere heutigen Vorstellungen davon, welcher Hund für welchen Zweck „gemacht“ sein soll. Ich hätte wahrscheinlich auch ohne unsere heutige Rassehundewelt Hunde gehabt. Nur wäre mir vermutlich nie in den Sinn gekommen, dass es überhaupt wichtig sein könnte, welche Rasse sie sind.
Auch mir sprichst du mit deinem Beitrag aus der Seele🫶🏼. Mich haben Hunde auch schon immer fasziniert, auch schon als Kind.
Besonders treffend ist der Satz: "Mich interessiert der Hund als Individuum."
So geht es mir auch.
Vielen Dank dafür😉!
 
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Jochen
13. Aug. 14:50
Auch mir sprichst du mit deinem Beitrag aus der Seele🫶🏼. Mich haben Hunde auch schon immer fasziniert, auch schon als Kind. Besonders treffend ist der Satz: "Mich interessiert der Hund als Individuum." So geht es mir auch. Vielen Dank dafür😉!
Witzigerweise habe ich das gerade gelesen (Zitat aus: Problemhund: Vom Umgang mit Herausforderungen)

„Die Tatsache, dass wir aus Hunden Rassehunde gemacht haben, erschwert uns jetzt den Blick auf das Individuum – wir haben uns selbst und unsere kognitiven Fähigkeiten ausgetrickst.“ Zitatende

Der Hund wird nur noch als Abbild einer Rassevorstellung wahrgenommen und bewusst/unbewusst werden diese Erwartungen beim Hund gefördert und nicht Verhalten gestärkt, um ein erbliches Übermaß zu regulieren.
 
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Sabine
13. Aug. 16:41
🤯
Stimmt auch nicht, er hat gescherzt und einen Hund im untersten "Segment der kognitiven Intelligenz" "empfohlen", da der als Familienhund nicht zu anspruchsvoll wäre...da muss man Martin Rütter in Schutz nehmen, er verurteilt in allen jemals gesehen Sendungen oder gehörten Podcaste Qualzuchten aufs äußerste.
 
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Katrin
13. Aug. 17:11
Stimmt auch nicht, er hat gescherzt und einen Hund im untersten "Segment der kognitiven Intelligenz" "empfohlen", da der als Familienhund nicht zu anspruchsvoll wäre...da muss man Martin Rütter in Schutz nehmen, er verurteilt in allen jemals gesehen Sendungen oder gehörten Podcaste Qualzuchten aufs äußerste.
Das wäre auch echt der Supergau bei seiner Bekanntheit.