Home / Forum / Zucht / Was haben wir aus dem Hund gemacht?

Verfasser-Bild
Dogorama
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 89
heute 21:37

Was haben wir aus dem Hund gemacht?

Stell dir vor, Menschen würden wie Hunde gezüchtet. Manche wären 3 Meter groß und 360 kg schwer – andere gerade mal 86 cm mit 13 kg. Klingt absurd? Genau das haben wir mit unseren Hunden gemacht – in nur 150 bis 200 Jahren. Aus Sicht der Evolution ein bloßer Wimpernschlag. 😱 Wir sind auf dieses unglaubliche Gedankenexperiment bei @wissen_macht_wau (Instagram) aufmerksam geworden. In der Natur entscheidet natürliche Selektion, welche Merkmale sich durchsetzen. Bei Hunden entscheidet der Mensch, wer sich fortpflanzen darf. So können einzelne Merkmale innerhalb weniger Generationen extrem verstärkt werden. Das Problem: Der Körper passt sich nicht immer genauso schnell an wie das Aussehen. Folgende Zahlen zeigt wissen_macht_wau: 🐾 Großwüchsige Rassen wie die Deutsche Dogge leben durchschnittlich 3,5 Jahre kürzer und haben ein bis zu 114-fach erhöhtes Risiko für eine Magendrehung. 🐾 Bei 92 % der untersuchten Chihuahuas hat sich der Schädel nicht vollständig geschlossen – dem Gehirn fehlt schlicht der Platz. Und das ist nur die Größe – Falten, Plattnasen und überlange Rücken kommen noch dazu. 👉 Welche Gedanken gehen dir dabei durch den Kopf? 👉 Wie stehst du zur „modernen“ Hundezucht?
 
Beitrag-Verfasser
Gabriele
heute 18:25
ich finde es unfassbar das es immernoch menschen gibt die sich qualzuchten kaufen. Viele Menschen denken leider nur an sich selbst und keine Sekunde ans tier.
Die Menschen kaufen sich nicht nur Qualzuchten ,sondern beschönigen deren Leiden:"Rückgezüchtet,längere Schnauze,".
Leider sieht man davon nichts.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
B.
heute 18:27
Die Frage, die ich mir seit meinem ersten Hund vor langen Jahren stelle, ist, muss überhaupt gezüchtet werden?
Es gibt genug Hunde auf dieser Erde, die alle ein warmes Körbchen suchen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Unikum
heute 18:29
Ich denke wenn der hund leidet, dann sollte mann die zucht verbieten. Ich zum z.b. kaufe mir keinen Mops , weil das mit der Nase für mich nicht geht. Zu kurz, und einfach nicht Artgerecht. Die armen können ja nicht mal richtig atmen. Ich bevorzuge den Malinos großer Hund mit viel schnauze. Kann wenigstens atmen so wie es sein sollte.
Ich hoffe du informierst dich vorher ausgiebig über die Rasse!
In deinem Profil steht, du hast nur ne kleine Wohnung. Das alleine ist m.M.n. schon ein Ausschlusskriterium.
Diese Hunderasse ist nix für Anfänger und auch nicht für Leute, die die einfach "schön" finden!
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Elke u
heute 18:31
Frankenstein fällt mir dazu nur ein!
Deswegen bin ich ein Gegner von Züchtern, die nur züchten, schöner, kleiner, Platte Nasen usw. um damit gutes Geld zu verdienen. Die Käufer lieben ihre Hunde u müssen dann feststellen, daß sie krank sind. Ich kenne Züchter die mit dem Verkauf ihrer Hunde ihren Lebensunterhalt verdienen. Es müßte grundsätzlich verboten werden.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Angela
heute 18:32
Qualzuchten verbieten !
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Petra
heute 18:35
Meinen Traumhund aus Kindheit und Jugend, habe ich nicht geholt!
Was haben die denn mit den Pudeln gemacht !?!
Schlaue und robuste Arbeitstiere, die jetzt einen instabilen Bewegungsapparat haben 😟
Es ist kein schwarzer Königspudel geworden, sondern ein kniehoher , selten sauberer weißer Lagotto. Genau die Art Hund, die ich wollte, schlau gesund und agil.
Wir lieben unseren Kobold ❣️
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Heike
heute 18:41
Wenn eine Rasse nicht das Glück hat, zum Modehund zu werden, können diese durchaus alt werden. Ich hatte mehrere Whippets, die 16, bzw 17 Jahre alt geworden sind.
Absolut nicht zu tolerieren sind Qualzuchten, wie zum Beispiel der Frenchie oder der Mops. Besonders schlimm finde ich die neuen Mischlinge, Doodle und Co, welche mittlerweile auch diverse Krankheiten aufweisen. Aber gut zu vermarkten sind
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Moni
heute 18:41
Ich muss Andreas C da voll Recht geben.
Leider züchten die Menschen seit dem Beginn des Ackerbaus vor 10000 Jahren alles: Kulturpflanzen, Nutztiere, Haustiere.

Mit dem heutigen Wissensstand und technischen Möglichkeiten müsste das ganze Leid nicht mehr existieren.

Bleiben wir beim Thema Hund: die Züchter sollten umdenken und andere Rassen mit größerem Genpool einkreuzen, damit wenigstens die Hunde wieder gesünder werden würden.
 
Beitrag-Verfasser
Eva
heute 18:41
Deshalb habe ich mich vor mehr als 40 Jahren mit 16 J. entschieden, irgendwann einen Eurasier in mein Leben zu nehmen. Da 4-8 Std./Tag den Hund alleine zu lassen für mich nie in Frage kommt, habe ich so lange gewartet. Mit 9 Wo. habe ich meinen Hund vom Züchter geholt und seitdem ist er nahezu 24/7 bei mir (auch im Geschäft/Einzelhandel). Alle lieben ihn! Zum Thema: Eurasier wurden seit den 1960er Jahren so eingekreuzt, dass die ganzen Fehlentwicklungen rausgezüchtet wurden. Man spricht heute wieder von einer Ur-Rasse. Best Dog ever!!!
Schön , dass du den richtigen Hund gefunden hast. Leider können auch wir nicht alle Eurasier haben. 👍🏻
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Petra
heute 18:46
.. das ist ein klasse Gedankenexperiment.. Leider fallen mir beim Lesen noch schlimmere Zuchtsünden ein. Ich kann dabei nicht die "Gebrauchstiere" aussen vor lassen... Ihr merkt schon, dass ich ein Kritiker der heutigen Zucht bin..produziert wird ggf der Teetassenhund.. oder zB das schnell wachsende, kaum lauffähige Schwein mit ein paar mehr Zitzen als in der Natur... warum dies alles? Weil wir das so wollen... und nicht erst seit wenigen Jahrzenten...
Genau!
Mehr Rippen = mehr Koteletten
Einfach nur pervers