Home / Forum / Zucht / Was haben wir aus dem Hund gemacht?

Verfasser-Bild
Dogorama
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 474
heute 16:15

Was haben wir aus dem Hund gemacht?

Stell dir vor, Menschen würden wie Hunde gezüchtet. Manche wären 3 Meter groß und 360 kg schwer – andere gerade mal 86 cm mit 13 kg. Klingt absurd? Genau das haben wir mit unseren Hunden gemacht – in nur 150 bis 200 Jahren. Aus Sicht der Evolution ein bloßer Wimpernschlag. 😱 Wir sind auf dieses unglaubliche Gedankenexperiment bei @wissen_macht_wau (Instagram) aufmerksam geworden. In der Natur entscheidet natürliche Selektion, welche Merkmale sich durchsetzen. Bei Hunden entscheidet der Mensch, wer sich fortpflanzen darf. So können einzelne Merkmale innerhalb weniger Generationen extrem verstärkt werden. Das Problem: Der Körper passt sich nicht immer genauso schnell an wie das Aussehen. Folgende Zahlen zeigt wissen_macht_wau: 🐾 Großwüchsige Rassen wie die Deutsche Dogge leben durchschnittlich 3,5 Jahre kürzer und haben ein bis zu 114-fach erhöhtes Risiko für eine Magendrehung. 🐾 Bei 92 % der untersuchten Chihuahuas hat sich der Schädel nicht vollständig geschlossen – dem Gehirn fehlt schlicht der Platz. Und das ist nur die Größe – Falten, Plattnasen und überlange Rücken kommen noch dazu. 👉 Welche Gedanken gehen dir dabei durch den Kopf? 👉 Wie stehst du zur „modernen“ Hundezucht?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Martin
10. Aug. 06:27
Solange solche Rassen gekauft werden, werden sie auch gezüchtet. Was erwartet man denn von einer Menschheit, die auch an sich selbst rumschnibbeln lässt
👍👍👍
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katrin
10. Aug. 06:29
Sonja ,da muss ich dir leider widersprechen..... Auch bei einem Tierschutzhund kann man Ängste lösen..... Meine Hündin war auch extrem unsicher & ängstlich bei Männern,kleinen Kindern ,Tierarzt Wir haben es trainiert in ganz kleinen Schritten und es ist weg . Letztes Jahr habe ich mit ihr ein Tierarzttraining gemacht und auch da habe ich keine Probleme mehr. Aber man muss es wollen und Zeit haben haben...... Klar musste sie vieles lernen - aber es ist machbar.. . Heute läuft sie frei ,ist top erzogen, und wir sind ein Team und man merkt es nicht mehr das sie aus dem Tierschutz kommt.... Aber trotzdem würde es mir nicht in den Sinn kommen andere zu verurteilen, andere Meinnugen nicht akzeptieren nur weil sie einen Hund vom Züchter haben....
Nicht alle Ängste sind immer therapierbar. Ich kenne viele TS Hunde wo lebenslanges Management nötig war weil die Ängste nie wirklich ganz weg waren und im Alter sich sogar noch verstärkt haben weil die Sinne nachließen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katrin
10. Aug. 06:30
Leider gibt es dokumentierte Beispiele, wo sich der VDH selbst auf eigenen Veranstaltungen/Shows nicht an dieses Ausstellungsverbot hält.
Ja gibt es und sowas macht mich auch wütend. Nirgends läuft immer alles perfekt, auch nicht im VDH.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Romy 🌼
10. Aug. 06:36
Purer Egoismus der Züchter und Käufer. Da wird gezüchtet und gekauft was dem persönlichen Geschmack entspricht, völlig ohne Rücksicht. Bei manchen Rassen hilft meiner Meinung nach nur ein Zuchtverbot. Anders kommen diese Menschen, trotz mittlerweile guter Aufklärung über die immensen Problematiken, wohl nicht zur Vernunft. Leider
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Li
10. Aug. 06:42
Das einzigste Problem ist doch, dass der Mensch sich alles gerne so zusammenbaut, wie er es gerne hätte.
Wie z.B. beim Autokauf.

Man könnte die Hundezucht schon praktisch mit der Automobilherstellung vergleichen.

Würde man die Hunde nehmen, die schon da sind-ja, auch aus anderen Ländern, sie sind ja nicht weniger lebenswert-dann hätten sich doch schon einige Probleme von selbst erledigt.
Immer höher, immer weiter, bis alles kaputt ist, so wird doch die Hundezucht verstümmelt.

Die Hunde nehmen, die schon da sind, wäre die einzige Möglichkeit, diesem Irrsinn ein Ende zu setzen...

Aber nein, der Mensch muss ja immer über Alles die Kontrolle haben, da sieht man ja, was dabei rausgekommen ist..
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Heidi
10. Aug. 06:46
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich persönlich brauche keine "alten Rassen" oder einen "gesunden Rassehund" für meinen Seelenfrieden. Den bräuchte ich, wenn ich Komplexe zu kompensieren oder einen Betrieb hätte, wo mein Hund einen Job zu übernehmen hätte. Okay. Aber doch nicht für mein privates Vergnügen. Dazu verrecken auf der ganzen Welt eindeutig zu viele Tiere elendig, die nicht für mein kleines Ego produziert wurden. DAFÜR schäme ich mich als Mensch und ehrlich gesagt möchte ich ein kleines Stück von dieser menschlichen Bösartigkeit wieder gut machen und nicht noch nachtreten.
Was hat es mit meinem Ego zu tun? Kann niemand mehr eine sachliche Diskussion führen ohne dumme Kommentare? Mein Maybe, ja reinrassig Hovawart, würde heute wahrscheinlich nicht mehr leben, wäre er nicht bei mir. Habe ich vom TS, alle Probleme wurden verschwiegen. Er war zuvor schon zweimal Kandidat fürs Einschläfern. Komm mir also nicht so dummen und oberflächlichen Kommentaren und ja ich liebe diese Rasse auch wenn manchen Tierweltrettern nicht passt.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Steffi
10. Aug. 06:49
Nicht alle Ängste sind immer therapierbar. Ich kenne viele TS Hunde wo lebenslanges Management nötig war weil die Ängste nie wirklich ganz weg waren und im Alter sich sogar noch verstärkt haben weil die Sinne nachließen.
Und wenn????Was ist so schlimm daran mit seinem Hund zu arbeiten?Er hat damit Beschäftigung, sein Mensch ist für ihn da,er liegt nicht nur als Statussymbol den Tag lang auf der Couch und darf dann 2x am Tag brav bei Fuß ums Eck gehen und präsentieren was für einen Wohlstand man doch hat.Das trifft nämlich nie auf Tierschutzhunde zu bei Zuchthunden kommt das aber ziemlich häufig vor. Zugegeben nicht bei jedem,das will ich auch gar nicht sagen.Aber auch Zuchthunde können Ängste haben usw.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Heidi
10. Aug. 06:50
Welche "Rasse" ist denn noch gesund?
Was verstehst du unter gesund? Meinst du vererbte Krankheiten?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
SandrA
10. Aug. 06:56
Das einzigste Problem ist doch, dass der Mensch sich alles gerne so zusammenbaut, wie er es gerne hätte. Wie z.B. beim Autokauf. Man könnte die Hundezucht schon praktisch mit der Automobilherstellung vergleichen. Würde man die Hunde nehmen, die schon da sind-ja, auch aus anderen Ländern, sie sind ja nicht weniger lebenswert-dann hätten sich doch schon einige Probleme von selbst erledigt. Immer höher, immer weiter, bis alles kaputt ist, so wird doch die Hundezucht verstümmelt. Die Hunde nehmen, die schon da sind, wäre die einzige Möglichkeit, diesem Irrsinn ein Ende zu setzen... Aber nein, der Mensch muss ja immer über Alles die Kontrolle haben, da sieht man ja, was dabei rausgekommen ist..
Genau. Und da kommen für mich aber auch die Verhaltensweisen ins Spiel.

Es wird ja nicht nur nach dem äußeren Ideal gezüchtet, sondern auch nach Eigenschaften, die dem Käufer gefallen oder das Zusammenleben für den Menschen attraktiv machen. Freundlich, immer menschenbezogen, distanzlos, ständig arbeitsbereit, hoch motiviert, immer „will to please“ …

Aber wen nützt dieses Verhalten eigentlich?
Dem Menschen oder dem Hund?

Ein Hund, der jeden Menschen toll findet und unbedingt Kontakt aufnehmen möchte, ist für viele Käufer vielleicht besonders angenehm. Aber aus Sicht des Hundes kann eine hohe soziale Motivation gepaart mit fehlender Distanzregulation durchaus auch Belastung und Stress bedeuten.

Genauso kann ein Hund, der permanent arbeitsbereit und hoch motiviert ist, für einen bestimmten Halter großartig sein. Wenn der Hund aber Schwierigkeiten hat, zur Ruhe zu kommen und seine Erregung selbst zu regulieren, ist das nicht automatisch ein Gewinn für seine Lebensqualität.

Vielleicht müssen wir deshalb auch bei Verhalten aufhören, den „perfekten Hund für den Menschen“ zu züchten.
Und stattdessen mal danach fragen, welche Eigenschaften das Leben für den Hund selbst besser machen (?)

Vielleicht wäre es mal Zeit wegzukommen vom Hund als Wunschprodukt und hin zum Hund als Lebewesen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Steffi
10. Aug. 06:59
Für mich ist das ganze jetzt hier beendet.Ich habe meine Meinung gesagt,werde dafür angefeindet.
Rasseverherrlicher werden es sowieso nie lernen.Eins sage ich dennoch.DIE WARE HUND.Es sind Lebewesen die durch Zucht teilweise ein Leben leben müssen das nur durch OPs oder Schmerzmittel einigermaßen ertragbar gemacht wird.Trifft nicht auf jeden Rassehund zu,aber auf sehr viele.
MUSS DAS SEIN?