Ich sehe grundsätzlich ein Problem darin, so arrogant zu sein, um für sich selbst ein möglichst perfektes Tier produzieren zu lassen, bei allem was auf der Welt hier passiert. Sorry, mit dieser Denkweise ist jemand bei mir halt absolut kein tierlieber und verantwortungsvoller Hundehalter, der bereit dazu ist, sich mit den Bedürfnissen eines Tieres zu befassen. Sondern ein Egoist. Denn sobald etwas NICHT läuft, stehen diese Hunde zur Vermittlung oder gehen wieder zurück.
Im TH sitzen übrigens überwiegend so genannte Listenhunde, kranke und alte Hunde sowie viele HSH. Ungewollte Rassehunde lassen sich natürlich besser weitervermitteln, sogar noch gegen Geld. Nicht wenige davon werden schließlich zu Wanderpokalen.
Zum "was wäre wenn": Die Frage, ob ein Hund mit Männern kann, ist meist in Sekunden beantwortet. 🤦🏻♀️
An Ängsten arbeitet man. Die meisten Welpen und Junghunde entwickeln irgendwann in ihrem Lebenslauf mal Ängste vor irgendwas. Da ist normal.
Wer das als ein Problem sieht, disqualifiziert sich als Hundehalter.
Und ja - ein guter Verein hilft dir, bei nicht vorhersehbaren oder unüberwindbaren Problemen. Auch bei der Weitervermittlung.
Ein guter Verein vermittelt auch nicht zu Familien, wo sie keinen Hund sehen. Und ich denke, dass bei vielen der Wind daher weht.
Kaufen ist oftmals wesentlich einfacher, weil da gerne mal nicht so genau hingesehen wird, wo die Hunde eigentlich hinkommen. Und dann sitzt er da eben, der Border Collie in einer Familie mit drei Kindern, die maximal ne Stunde Zeit am Tag habt. Aber immerhin einen Hund zum Vorzeigen am Wochenende.
Das was du Egoismus nennst, ist für mich Verantwortung sich für eine Quelle zu entscheiden, die z.B. auf Krankheiten testet um diese auszuschließen, gut sozialisiert, um gerade auf "die Welt hier" vorzubereiten, helfend zur Seite steht und notfalls auch zurücknimmt usw.. Das was du Arroganz nennst, ist für mich Selbstreflexion, z.B. was man leisten kann und was nicht. Usw.. Auch Weiteres von dir strotzt vor Vorurteilen und zeigt, dass du dich nie mit der Vorgehensweise von seriösen Züchtern (nicht Vermehrern) beschäftigt hast. Musst du nicht. Aber dann lass die Leute doch bitte in Ruhe.
Übrigens: das Thema Angst vor Männern haben wir hier regelmäßig im Forum bei Leuten, die ihren Hund gerade aus dem TS bekommen haben. Und komischerweise wurde ihnen das meist leider nicht gesagt. Viele haben damit einen langen Weg vor sich und manche bekommen es nie richtig in den Griff. Kann man hier nachlesen. Das ist traurig und natürlich können die armen Hunde nichts dafür. Aber dessen muss man sich eben bewusst sein. Auch unterscheiden sich Ängste, die ein Hund hat, weil er schlechte Erfahrungen gemacht hat, von den Unsicherheiten eines Junghundes, der sich gerade noch entwickelt und dem die Erfahrung nur fehlt. Die kann man ihm liebevoll geben und schon ist es gut. Konkrete Ängste zu "löschen" geht nicht. Also so einfach ist es eben dann doch nicht alles.