Innenministerkonferenz, Hamburgs Innensenator Andy Grote, hat unsere Anfrage beantwortet: Er will die 3,3 Millionen Unterschriften unserer Petition für ein bundesweites Böllerverbot NICHT entgegennehmen. Grund:
Die gleiche Petition gab es letztes Jahr auch schon.
Tja,so ist das hier in Deutschland...mir war klar,das sich hier nichts ändert. Die Deutschen sind halt ein Volk, das viel redet und nichts passiert. Die Politiker "verdienen" an die Lobbyisten, die sollen nicht verärgert werden.
Schade,also müssen unsere Tiere weiter leiden und die Polizei und andere Hilfskräfte dürfen weiter beworfen werden.
Schade und traurig 😢
Dieser Beitrag ist eigentlich typisch:
Haltlose Argumente und reine Polemik, die letztendlich genau das Gegenteil von dem bewirken, was sie eigentlich erreichen wollen. Solche Stammtischparolen klicken sich zwar immer gut, haben mit der Realität aber wenig zu tun.
Dass die Petition nicht noch mal entgegengenommen wird, hat nichts mit Desinteresse zu tun. Wenn das Thema letztes Jahr schon auf dem Tisch lag und entschieden wurde, gibt es rein bürokratisch keinen Grund, dieselbe Petition für die Galerie noch mal entgegenzunehmen. Das ist kein "Politiker-Versagen", sondern ganz normale Verwaltung.
Auch die Behauptung, die Politiker würden an der "Böller-Lobby" verdienen, ist völlig haltlos. Die Pyro-Industrie ist wirtschaftlich viel zu klein, als dass sie irgendeinen nennenswerten Einfluss auf die Bundespolitik hätte.
Der Grund für kein Verbot ist viel simpler: Ein riesiger Teil der Bevölkerung will dieses Verbot schlichtweg nicht. Und diejenigen Chaoten, die Einsatzkräfte mit Böllern bewerfen, nutzen sowieso schon vorwiegend illegales Zeug aus dem Ausland. Denen ist ein Verbot von legalem deutschen Feuerwerk völlig egal. Die Polizei schützt man nicht durch neue Verbote, sondern durch das konsequente Durchsetzen der bestehenden Gesetze.
Abgesehen davon wird das ganze Jahr über hier und da immer wieder geböllert. Das ist ja jetzt schon verboten. Was soll da ein zusätzliches Verbot an Silvester bringen? Das ist den meisten wohl völlig klar.
Man hat eher den Eindruck, vielen geht es eigentlich nur um das Verbot an sich.
Gerade für Besitzer von Angsthunden sind ja die willkürlichen Böllersessions unterm Jahr das viel größere Problem. Auf Silvester kann man sich vorbereiten, den Hund sichern, Medikamente geben oder wegfahren. Auf diese plötzlichen Knalle im Alltag kann man sich überhaupt nicht vorbereiten, und genau deshalb werfen sie so manchen mühsamen Trainingserfolg beim Hund von heute auf morgen wieder in die Tonne.
Und selbst wenn es per Gesetz an Silvester verboten wäre: Wer soll bitteschön dafür sorgen, dass das auch durchgesetzt wird? Die Polizei pfeift an Silvester personell eh schon aus dem letzten Loch. Man kann ja schlecht hinter jeden Busch und in jeden Hinterhof einen Streifenwagen stellen.