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Dogorama-Mitglied
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zuletzt 12. Mai

Zwerghunde und die "bösen Grossen"

(HALTER ENTSPRECHENDER HUNDE AUS ÜBERNAHME ODER TIERSCHUTZ SIND VON DIESEM BEITRAG AUSDRÜCKLICH AUSGENOMMEN) Gerade häufen sich mal wieder die Threads und Beiträge zum Thema winzige Hunde, die vor den angeblich so zahlreichen ungezogenen, normalgrossen Hunden beschützt werden müssen. Einerseits sollte natürlich jeder HH darum bemüht seinen, sein Tier zu weitgehend verträglichem, höflichen Verhalten zu erziehen und es so zu führen, dass es seine Umwelt nicht gefährdet. Andererseits stellt sich mir schon die Frage, woher Menschen, die absichtlich zu den problembehafteten (gesundheitliche, körperbauliche und kommunikationstechnische Probleme) Klein- und Zwergzuchten greifen, die Vorstellung nehmen, dass Halter grösserer Hunde sich in der Führung derselben nochmal extra einschränken müssten, um den künstlich produzierten speziellen Bedürfnissen dieser züchterischen Entgleisungen gerecht zu werden. Für mich fühlt sich das an wie Logik von innen nach aussen gestülpt - zuerst wird absichtlich ein Problem produziert, an das sich dann alle anzupassen haben...? Wie wär's stattdessen damit, das Problem ansich zu beheben? (HALTER ENTSPRECHENDER HUNDE AUS ÜBERNAHME ODER TIERSCHUTZ SIND VON DIESEM BEITRAG AUSDRÜCKLICH AUSGENOMMEN) [Dies ist eine Grundsatzfrage, Beiträge nach dem Motto "soll jetzt jeder bereits existente kleine Hund von grösseren verletzt werden dürfen?" würden an der Intention des Threads total vorbeigehen. Und nein, natürlich sollten sie das nicht.]
 
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Dogorama-Mitglied
9. Feb. 07:59
Dazu fällt mir übrigens noch ein, dass es bei Hunden rechtlich nie um die Schuldfrage geht. Der Besitzer des Hunde ist IMMER für den Schaden haftbar, den sein Hund anrichtet.
Darum bin ich als Großhundebesitzer wahrscheinlich ein bisschen empfindlich wenn Kleinhundebesitzer ihre Hunde unkontrolliert pöbeln lassen. Denn ich bin haftbar wenn den kleinen Hunden im Kontakt mit meinen Hunden etwas passiert, selbst wenn es ein Unfall oder Versehen ist. Die Rechtslage führt somit nicht unbedingt dazu, dass ich bei Hundebegegnungen immer total entspannt bin…
 
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Nathalie
9. Feb. 08:01
Meine Antwort war übrigens eine Antwort auf Deine Frage wo man sich als Großhundebesitzer eingeschränkt fühlt, kein Kommentar zu Deinen Aussagen, denen ich ja zustimme. Es tut mir leid wenn es nach Pauschalisieren klingt. Es gibt auch viele sehr wohlerzogene kleine Hunde, die wir auch auf engsten Raum problemlos passieren können. Ich meinte nur die spezielle Variante des hoch aggressiv kläffenden Hundes, bei denen meist auch die Rücksicht durch die Halter fehlt. Wenn meine sich so aufführen würden, würden sie fliehen und mich anzeigen…
Wenn meine dad machen würde,ich würde eine Krise bekommen... und dann wirklich zügig an den Problem arbeiten. Sowas finde ich ganz schrecklich mit einem kleinen springenden kläffenden etwas an der Leine ....
Ich bin froh dass ich meine so erzogen habe , dass sie es nicht macht .Klar zeigt sie auch mal deutlich wenn sie was nicht möchte bzw wenn der Hund zu aufdringlich ist ...

Aber dafür hatten wir andere Baustellen z.b Sozialisierung und Angstbewältigung

Aber ich muss dazu schreiben, dass ich von Anfang an schon in einem Verein bin und Trainer für Leni habe . Seit 2 Jahren.
 
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Dogorama-Mitglied
9. Feb. 08:06
Wenn meine dad machen würde,ich würde eine Krise bekommen... und dann wirklich zügig an den Problem arbeiten. Sowas finde ich ganz schrecklich mit einem kleinen springenden kläffenden etwas an der Leine .... Ich bin froh dass ich meine so erzogen habe , dass sie es nicht macht .Klar zeigt sie auch mal deutlich wenn sie was nicht möchte bzw wenn der Hund zu aufdringlich ist ... Aber dafür hatten wir andere Baustellen z.b Sozialisierung und Angstbewältigung Aber ich muss dazu schreiben, dass ich von Anfang an schon in einem Verein bin und Trainer für Leni habe . Seit 2 Jahren.
Mein Großer ist übrigens ganz toll mit kleineren Hunden, die Angst vor ihm haben. Er bleibt still und total entspannt einfach stehen und lässt sich ankläffen. Reckt sogar die Nase entgegen. Zuckt auch nicht wenn sie kläffend vorspringen. Er wartet solange bis sie aufhören und auf ihn ruhig zugehen. Er wäre ein toller Therapiehund um kleinen Hunden die Angst zu nehmen.
 
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Sophie
9. Feb. 08:22
Ich mein das jetzt völlig ernst und ohne jeden Unterton - ich kann mir ganz ehrlich nicht erklären, warum scheinbar so viele Hunde so häufig in solche Situationen geraten. Deutschland muss diesbezüglich eine andere Welt sein, hier bedrängen sich Hunde beim normalen Spazierengehen kaum gegenseitig, jedenfalls definitiv nicht in einem Ausmass, dass sie davon gestört würden. Ich hab echte Schwierigkeiten, mir die Szenarien vorzustellen, die zu sowas führen - da müssten einen doch wiederholt andere Hunde ohne dass ihre Menschen eingreifen über eine Strecke verfolgen, um solche Situationen zu erzeugen...? Ist das in euren Gegenden echt so, dass da derartiges Chaos herrscht? Da würd es mir dann wohl auch vergehen...
Ich denke das ist jetzt ein Missverständnis. Ich weiß nicht, wie du auf die Idee kommst, dass solche Situationen so "häufig" passieren.
Und ich weiß auch nicht was du mit "Chaos" meinst. Ich habe im anderen Thread schon ausführlich erklärt, dass es (bei uns zumindest) nicht um irgendwelche objektiv schlimme und "chaotische" Situationen geht. Sondern dass meine Hündin ungefähr eine Hand voll Begegnungen hatte, bei denen der andere Hund sie nicht in Ruhe gelassen hat (wie das genau aussah und dass das freundliche Hunde waren, habe ich im anderen Thread ja schon beschrieben). Dein Hund wäre damit wiederum wahrscheinlich sehr souverän umgegangen und hätte eine Grenze gesetzt. Und dementsprechend die Begegnung auch nicht als so negativ abgespeichert. Da ist jeder Hund unterschiedlich. Meine hat dadurch gelernt, dass fremde Hunde doof sind und man diese am besten schon von weitem durch Pöbeln auf Distanz hält. Es geht mir keineswegs darum, zu sagen, dass hier alle oder die meisten Hunde gefährlich oder super aufdringlich wären. Die Hunde, mit denen wir die für uns negativen Erfahrungen hatten, waren alle sehr freundliche Hunde, nur halt für meine Hündin etwas zu neugierig und aufdringlich. Und deshalb wähle ich gerne gezielt aus, mit welchen Hunden sie Kontakt hat.
Aber eigentlich ist das ja gar nicht Thema des Threads. Ich möchte eigentlich nur Verständnis dafür schaffen, warum manche Menschen ihre Hunde bei Hundebegegnungen (erstmal) anleinen. Ich glaube nämlich, dass das Grundproblem hier eigentlich ist, dass ein Teil nicht versteht, warum manche so "überreagieren" und ihre Hunde immer anleinen und die anderen verstehen nicht, warum sie als "unentspannt" betitelt werden, nur weil sie für sich die Erfahrung gemacht haben, dass das Anleinen bei Hundebegegnungen besser für ihren Hund ist.
 
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Babs
9. Feb. 08:31
Ich habe hier einiges (nicht alles) mitgelesen und schreibe jetzt am Thema vorbei. Mir fällt auf, dass die Verhaltensweisen und Emotionen von Hunden in menschliches Denken und fühlen umgewandelt werden. Es wird immer geschrieben, dass Hunde nicht belästigen dürfen. Sie sollen sich benehmen. Sie müssen abrufbar sein, sie müssen an der Leine laufen (viele Menschen bekommen überhaupt nicht mit, dass sie ständig an der Leine zubbeln, das Geklimper nervt, blocken .. ohne auf die tatsächliche Reaktion des Hundes zu achten), sie dürfen nicht bellen oder sonst irgendwelche Laute von sich geben, sie dürfen nicht jagen, sie müssen Sitz machen (obwohl ein Hund es in dieser Situation niemals von sich aus machen würde, denn er würde sich möglicherweise lieber gerne entfernen oder es tut weh, weil Brennessel unter dem Popo sind). Andererseits: Pupsen sie, wird sofort hingerannt, wollen sie ihre Ruhe haben ist das nicht normal (Hilfe, mein Hund legt sich nicht zu mir auf die Couch). Hundeschulen werden schlecht geredet und Hundetrainer müssen zaubern können und den Hund in kurzer Zeit erziehen. Hunde werden in blöde Situationen geschickt und aus schönen Situationen rausgeholt. Die Liste ist ellenlang.

Hunde sind Hunde. Sie kommunizieren ehrlich und haben keine "bösen" Hintergedanken. Sie verstellen sich nicht und sind Opportunisten, wenn sie ein Ziel im Kopf haben und das erreichen wollen. Ich lach mich immer schlapp, wenn ich die Strategie erkenne.

Hunde folgen ihrer Intention und ich hoffe, dass ihnen diese nicht genommen wird, nur weil der Mensch seiner nicht mehr folgen kann ... Es verlernt hat.
 
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Betti
9. Feb. 08:52
Ich hab mir längst nicht alle Beiträge durchgelesen, aber habe viel von Haltern größerer Hunde gelesen, die sich sehr aufregen.

Nun, wir haben zwei Bolonka Zwetna, die zusammen gerade einmal 6kg wiegen. Waren beide jeweils die Kleinsten in ihrem Würfen. Uns war von Anfang an wichtig, dass sie gut erzogen werden. Weil sind wir mal ehrlich, unerzogene Hunde sind scheiße, egal welche Größe sie haben. Mich macht es oft wütend, dass viele denken kleine Hunde müsse man nicht erziehen.

Wir haben tagtäglich mit Vorurteilen zu kämpfen, alle erwarten immer Teufel an der Leine zu erleben, dabei sind beide super erzogen und lieb. Nicht selten sprechen uns Fremde bei Spaziergängen an, dass die beiden ja gar nicht bellen würden usw. Immer große Verwunderung, dass das einzig mit Erziehung zusammen hängt, nicht mit Körpergröße. Wenn einer doch mal bellt (Überraschung, Hunde tun das gelegentlich), dann heißt es direkt er sei ein Kläffer. Wenn ich überlege, wie viele große Hunde in unserer Nachbarschaft sich tagtäglich die Seele aus dem Leib bellen, da beschwert sich keiner.

Unser Zweithund ist 10 Monate alt, er wurde wie unser Ersthund von klein auf mit Hunden aller Größen sozialisiert. Vor zwei Monaten hat uns bei der Mittagsrunde ein fremder Labradorrüde, der sich in der Entfernung ohne Grund samt Leine losgerissen hat, angegriffen. Es gab keinerlei Grund. Ich habe ihn gerade so abhalten können meine Hunde zu beißen, bis die Besitzerin endlich bei uns war. Seither ist unser Zweithund verunsichert bzw. meint beschützen zu müssen. Dieses Erlebnis hat ihn in einer wichtigen Phase sehr geprägt. Anfangs war kein Spaziergang mehr möglich, ohne dass er alles und jeden angeknurrt hat. Wir brechen uns wirklich einen ab, wieder entspannte Spaziergänge zu haben. Obwohl unser Ersthund glücklicherweise entspannt bleibt ist es wirklich mühselig. Menschen können wir mittlerweile überwiegend ohne Theater begegnen, Hundebegegnungen sind nach wie vor schwierig.

Was ich damit sagen will: Jeder Hund gehört erzogen, völlig egal welche Rasse, welche Größe, welche Herkunft,... Und vor allem gehört JEDER Hund mit Hunden verschiedener Größen sozialisiert. Weil das vernachlässigen auch viele Halter großer Hunde. Mich macht auch jeder Hundehalter wütend, der seinen kleinen Hund bei jeder Gelegenheit auf den Arm nimmt, da sind selbst uns schon viele begegnet. Versteh ich nicht. Es ist einmal definitiv ein Erziehungsproblem auf beiden (!) Seiten, aber auch die Gesellschaft mit ihren Vorurteilen. Leider werden kleine Hunde, die Theater machen auch oft belächelt. Ich würde am liebsten jedem ins Gesicht springen, der darüber lacht, wenn wir vorbei laufen und unser Zweithund Geräusche macht, weil ihn irgendwas verunsichert. Das ist nicht lustig und bei einem Rottweiler würde das sicherlich keiner lustig finden.

Man könnte genauso ein Thema aufmachen: Große Hunde und die "bösen Zwerghunde" 🤷🏽‍♀️ Alle sollten entsprechend Verantwortung für ihr Tier übernehmen.
 
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Frauke &
9. Feb. 08:52
Das geht größentechnisch auch anders herum… Ich sah zwei Personen mit deutlich kleineren (also im Vergleich zu meinen Ridgebacks kleineren) Hunden, die frei liefen. Ich rief meine Hunde und leinte sie an, zwar in gutem Abstand, aber deutlich sichtbar für die Personen. Sie machten dennoch keine Anstalten ihre Hunde zu sich holen zu wollen. Und es kam wie es kommen musste: Laut kläffend kam der eine angedonnert und die Frau ruft: Der tut nix!!! Ich rief freundlich zurück: Meine aber! Da wurde die Frau dann etwas hektisch… Was geht in solchen Köpfen vor? Ich habe meine Hunde ja nicht angeleint weil ich Angst habe dass die kleinen Hunde meine Hunde verletzen, sondern weil ich keine Lust auf den Stress mit den Besitzern habe wenn meine Hunde den kleinen Hunden ihren Platz in der Hierarchie erklären…
Das Problem ist die Dummheit der Menschen. Leider in vielen Lebensbereichen. 🤷
 
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S.W.🌸
9. Feb. 09:00
🤔Die bösen kleinen Hunde,die bösen großen Hunde, die bösen Kampfhunde , die bösen schwarzen Hunde ……..
Eigentlich müsste es heißen die dummen Vorurteile, die dummen Menschen!
Wenn jeder sein Hund richtig erziehen würde wäre das Leben mit Hund so schön !
Es ist doch egal ob groß ob klein ob schwarz ob weiß ob Züchter oder Tierschutz !
Wir haben uns ein Tier geholt und sind dafür zuständig das Tier zu erziehen! Nicht der Hund ist von Geburt schlecht sondern was wir ihn beibringen!
Schönen Sonntag wünsche ich euch
 
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Dogorama-Mitglied
9. Feb. 09:03
🤔Die bösen kleinen Hunde,die bösen großen Hunde, die bösen Kampfhunde , die bösen schwarzen Hunde …….. Eigentlich müsste es heißen die dummen Vorurteile, die dummen Menschen! Wenn jeder sein Hund richtig erziehen würde wäre das Leben mit Hund so schön ! Es ist doch egal ob groß ob klein ob schwarz ob weiß ob Züchter oder Tierschutz ! Wir haben uns ein Tier geholt und sind dafür zuständig das Tier zu erziehen! Nicht der Hund ist von Geburt schlecht sondern was wir ihn beibringen! Schönen Sonntag wünsche ich euch
Ja, ganz genau. Doch wie erreichen wir das? Dazu müssen wir alle miteinander reden, damit jeder den Schmerz des anderen verstehen kann…
 
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Babs
9. Feb. 09:11
Ja, ganz genau. Doch wie erreichen wir das? Dazu müssen wir alle miteinander reden, damit jeder den Schmerz des anderen verstehen kann…
Jetzt wird es aber dramatisch. Schmerz des anderen verstehen?