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zuletzt 2. Juni

"Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Hallo ihr Lieben :) Ich habe kürzlich o.g. Buch verschlungen und gleich begeistert mit dem dort aufgeführten Training begonnen. Für alle, die es nicht kennen: Es geht darum gemeinsam mit seinem Hund die Welt zu entdecken und Spuren zu suchen etc.. Quasi ein Leitfaden, wie man dem Hund zeigt nicht mehr alleine jagen zu gehen, sondern voller Freude zu kooperieren. Ich bin nun unendlich begeistert, weil erste (auch unerwartete) Erfolge schon in wenigen Tagen sichtbar wurden und wollte nun mal fragen, ob noch jemand inspiriert von diesen Methoden mit seinem Hund die Welt erkundet? Würde mich über einen Erfahrungsaustausch unheimlich freuen! Liebe Grüße
 
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Katja
28. Apr. 10:54
„Abbruch“ schleichen. Natürlich kann ich nicht alle Dinge laufen lassen. Aber viele Dinge gehen hier mittlerweile einfach gut freundlich formuliert. Bei dem Rest ist es wie Sandra sagt. In einer Situation massiv starker Überforderung käme ich mit einem Abbruch nicht an bzw. es würde dazu führen, dass sie noch schneller oder massiver reagiert.
Hihi, da kommen wir jetzt langsam in die philosophische Diskussion über den Abbruch… das erinnert mich, ehrlich gestanden, ein bisschen an die Threads zu „nur positiv/gewaltfrei erziehen“: an nem bestimmten Punkt wird’s mir da auch immer zu akademisch! Überspitzt formuliert: Ja, auch ein nicht gegebenes Lob ist eine Art von „Gewalt“ gegenüber dem Hund…😉
Aber das ist ein anderes Thema…

Für mich sieht man in dem Video schön das Gemeinsame: Mira möchte schon eigentlich an dem Häschen knuspern, aber da ist noch jemand, von dem sie weiß, dass der was anderes von ihr erwartet. Und der ist präsent über die Stimme und vielleicht sogar durch die durchhängende Schleppleine… quasi als Erinnerung „Es gibt noch ne andere Option“.

Ich finde, man sieht es sehr schön im Hundehirn arbeiten. Und der Moment, wo sie sich dann entschließt, sich doch einfach nur hinzusetzen, der ist einfach genial!😀

Für mich geht es immer darum, dass beide Seiten sich immer besser kennenlernen und so quasi schon im Voraus wissen, was der andere gerade will… da braucht‘s dann bestenfalls auch keine Leine und manchmal eben auch keine Worte mehr.
Gibt aber auch Hunde, die schaffen das nie auf die Ebene, die haben einfach zu viel Dynamik in dem Moment… und da muss eine Erinnerung auch mal (angepasst) deutlicher ausfallen, finde ich.
Wobei das natürlich auch wieder stark von der jeweiligen Reizlage abhängig ist! Es ist kompliziert…🥴
 
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Kirsten
28. Apr. 11:08
Hihi, da kommen wir jetzt langsam in die philosophische Diskussion über den Abbruch… das erinnert mich, ehrlich gestanden, ein bisschen an die Threads zu „nur positiv/gewaltfrei erziehen“: an nem bestimmten Punkt wird’s mir da auch immer zu akademisch! Überspitzt formuliert: Ja, auch ein nicht gegebenes Lob ist eine Art von „Gewalt“ gegenüber dem Hund…😉 Aber das ist ein anderes Thema… Für mich sieht man in dem Video schön das Gemeinsame: Mira möchte schon eigentlich an dem Häschen knuspern, aber da ist noch jemand, von dem sie weiß, dass der was anderes von ihr erwartet. Und der ist präsent über die Stimme und vielleicht sogar durch die durchhängende Schleppleine… quasi als Erinnerung „Es gibt noch ne andere Option“. Ich finde, man sieht es sehr schön im Hundehirn arbeiten. Und der Moment, wo sie sich dann entschließt, sich doch einfach nur hinzusetzen, der ist einfach genial!😀 Für mich geht es immer darum, dass beide Seiten sich immer besser kennenlernen und so quasi schon im Voraus wissen, was der andere gerade will… da braucht‘s dann bestenfalls auch keine Leine und manchmal eben auch keine Worte mehr. Gibt aber auch Hunde, die schaffen das nie auf die Ebene, die haben einfach zu viel Dynamik in dem Moment… und da muss eine Erinnerung auch mal (angepasst) deutlicher ausfallen, finde ich. Wobei das natürlich auch wieder stark von der jeweiligen Reizlage abhängig ist! Es ist kompliziert…🥴
Woher nimmst du die Assoziation?
Das klingt wild, habe ich so noch nie gehört. Aber du sagst ja überspitzt, also vermutlich ist es eine eigene Formulierung.
Na wir haben das auch alles mal anders gemacht 😄 War ne Erfahrung, nur keine besonders hilfreiche.

Ja, ganz klar ists abhängig von der Reizlage 👍
 
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Katja
28. Apr. 11:28
Woher nimmst du die Assoziation? Das klingt wild, habe ich so noch nie gehört. Aber du sagst ja überspitzt, also vermutlich ist es eine eigene Formulierung. Na wir haben das auch alles mal anders gemacht 😄 War ne Erfahrung, nur keine besonders hilfreiche. Ja, ganz klar ists abhängig von der Reizlage 👍
Deswegen ja „philosophisch“… vergiss es…😬

Für mich gibts halt immer Sender und Empfänger… und beide von denen sind Individuen und dann kommt auch noch die Umgebung dazu.

Etwas, was in der einen Situation mit einem bestimmten Hund/Halter-Paar total angemessen ist, ist bei nem anderen Hund (Halter & Situation gleich) total übertrieben.

Deswegen finde ich den Faden hier und die Videos darin ja so schön: man sieht die Interaktion und auch die Zeichen, die jeweils wichtig sind!

Mira zeigt z.B. für mich gar kein Ohrenspiel in Deine Richtung. Das wäre bei Polli in derselben Situation ganz anders: als Hütehund holt sie sich immer wieder die Rückversicherung, was ich von ihrem nächsten Schritt halte… ganz anders halt.
Und auch ich bin ganz anderes: Ich glaube, ich bin viel sparsamer mit meinen Worten, dafür versuche ich mehr über Körpersprache, weggehen, andere Dinge anschauen.

Aber ich finds total interessant, wie’s bei anderen aussieht!
 
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Bettina
28. Apr. 13:07
Hallo, ich habe das Buch auch gelesen.
Super gut geschrieben und die Übungen kann man auch sehr gut nachmachen.
Unser Paul schnüffelt oft Spuren und es ist gut wenn man weiß damit umzugehen.
Habe das Buch nun hier zum Verkauf stehen, damit auch andere an den Übungen Freude haben. ;)
 
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Jochen
29. Apr. 15:35
Deswegen ja „philosophisch“… vergiss es…😬 Für mich gibts halt immer Sender und Empfänger… und beide von denen sind Individuen und dann kommt auch noch die Umgebung dazu. Etwas, was in der einen Situation mit einem bestimmten Hund/Halter-Paar total angemessen ist, ist bei nem anderen Hund (Halter & Situation gleich) total übertrieben. Deswegen finde ich den Faden hier und die Videos darin ja so schön: man sieht die Interaktion und auch die Zeichen, die jeweils wichtig sind! Mira zeigt z.B. für mich gar kein Ohrenspiel in Deine Richtung. Das wäre bei Polli in derselben Situation ganz anders: als Hütehund holt sie sich immer wieder die Rückversicherung, was ich von ihrem nächsten Schritt halte… ganz anders halt. Und auch ich bin ganz anderes: Ich glaube, ich bin viel sparsamer mit meinen Worten, dafür versuche ich mehr über Körpersprache, weggehen, andere Dinge anschauen. Aber ich finds total interessant, wie’s bei anderen aussieht!
"als Hütehund holt sie sich immer wieder die Rückversicherung, was ich von ihrem nächsten Schritt halte… ganz anders halt.
Und auch ich bin ganz anderes: Ich glaube, ich bin viel sparsamer mit meinen Worten, dafür versuche ich mehr über Körpersprache, weggehen, andere Dinge anschauen."

Interessant, ich fand den Ulli-Leitsatz, dass keine Frage unbeantwortet bleiben darf total schön und er wirkt immer noch nach.
Natürlich kann man auch ausschließlich körpersprachlich antworten, aber gerade bei einem Hütehund verschenkt man mE. sehr viel...

Du schätzt doch Baumann, der hat sich auch sehr beschwert über die Modeerscheinung mit den Hunden nicht mehr sprechen zu wollen...
 
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Katja
29. Apr. 17:05
"als Hütehund holt sie sich immer wieder die Rückversicherung, was ich von ihrem nächsten Schritt halte… ganz anders halt. Und auch ich bin ganz anderes: Ich glaube, ich bin viel sparsamer mit meinen Worten, dafür versuche ich mehr über Körpersprache, weggehen, andere Dinge anschauen." Interessant, ich fand den Ulli-Leitsatz, dass keine Frage unbeantwortet bleiben darf total schön und er wirkt immer noch nach. Natürlich kann man auch ausschließlich körpersprachlich antworten, aber gerade bei einem Hütehund verschenkt man mE. sehr viel... Du schätzt doch Baumann, der hat sich auch sehr beschwert über die Modeerscheinung mit den Hunden nicht mehr sprechen zu wollen...
Naja, ich bin halt, wie ich bin… und da will ich mich nicht für den Hund verbiegen.
Sehe aber auch, dass Polli z.B. die Plauderei des Kindes die ganze Zeit (der wird jetzt 13 und ist im Familienkreis eine echte Plaudertasche…) denn doch zu viel wird und sie eher auf Durchzug schaltet. Ist aber vielleicht auch zu wenig bzw. nicht die richtige Interaktion.🤔

Glaube aber, wir haben uns bis jetzt auch ganz gut so zusammengerauft!😉

Sie ist eben Hütehund, aber weit weg von Border Collie oder Aussi (der sie übrigens zu 50% ist… bzw. eigentlich ein Carea Leones, das ist ein Vorläufer davon).
Ich glaube, ihre Zeit auf der Straße (wo sie mit ihrer Tochter aufgegriffen wurde) hat da doch so ihre Spuren hinterlassen…

PS: Hab grad nochmal ins “Feine Führen“ reingelesen. Meistens recht platt, aber doch ein paar grundsätzliche Konzepte, die ich nicht schlecht finde!
Übrigens die meisten Beispiele mit Border & Co…😉
 
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Petra
29. Apr. 18:04
Ja, abgesehen vom gemeinsamen Jagen sind viele andere tolle Sachen beschrieben. Aber zum Jagen zählen ja auch schon Buddeln, Tierspuren verfolgen, Vögel beobachten etc. So gesehen steckt in jedem Hund ein kleiner Jäger ;-)
Habe das Buch noch nicht. Klingt alles gut! Beobachten tun wir beide gern und Betti hat mich oft auf etwas hingewiesen, dass ich einfach nicht wahrnahm.z.B. lag tagelang ein toter Hase am Wegesrand, dann war er fort, ich 💭 wird jemand entsorgt haben. Aber Betti blieb stehen und ihr Blick wechselte zwischen mir und der Stelle und dann schaute ich nach und tatsächlich muss ein Tier den Toten Hasen in den Busch gezogen haben, denn Fellfetzen verrieten es! 🐕 😃
 
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Sarah
29. Apr. 18:22
"als Hütehund holt sie sich immer wieder die Rückversicherung, was ich von ihrem nächsten Schritt halte… ganz anders halt. Und auch ich bin ganz anderes: Ich glaube, ich bin viel sparsamer mit meinen Worten, dafür versuche ich mehr über Körpersprache, weggehen, andere Dinge anschauen." Interessant, ich fand den Ulli-Leitsatz, dass keine Frage unbeantwortet bleiben darf total schön und er wirkt immer noch nach. Natürlich kann man auch ausschließlich körpersprachlich antworten, aber gerade bei einem Hütehund verschenkt man mE. sehr viel... Du schätzt doch Baumann, der hat sich auch sehr beschwert über die Modeerscheinung mit den Hunden nicht mehr sprechen zu wollen...
Zum Glück gibt es ja nicht nur entweder oder. Ich glaube, manche Hunde sind, wie manche Menschen, weniger gesprächig. Wilma und ich kommunizieren auch gerne nonverbal. Wenn sie etwas fragt oder mir etwas zeigen möchte, ist meine natürliche Reaktion ein Blickkontakt und nicken, vielleicht geht auch der Körperschwerpunkt etwas vor. Falls Ihre Frage damit beantwortet ist, geht es weiter, falls nicht, insistiert sie, dass ich gucken komme/ihren Blickwinkel einnehme.
Also Fragen beantworten: ja, aber nicht unbedingt mit Lautäußerung.
 
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Sarah
29. Apr. 18:33
Bei mir spielt das Video leider nicht ab. In solchen Situationen spiele ich gerne Snackautomat:
Wilma hat so viel Leine, dass ich sie noch gut halten kann, sollte sie doch durchstarten. Dann hocke ich mich hin und lasse sie gucken, so viel sie mag, hab aber Leckerlies schon bereit. Kommt ein Blick zu mir, bestätige ich ihn durch Nicken, kommt sie aber für einen Snack zu mir, bekommt sie den sofort. Das hat sie mittlerweile echt raus und Wildbeobachtungen werden deutlich ruhiger: abwechselnd gucken und snacken (ist ja auch anstrengend alles!) hat den charmanten Effekt, dass sie 1. selbstständig die Blick- und Denkrichtung ändert, aber weiß, dass sie danach in Ruhe weiter gucken darf. So lange sie möchte.
2. Sehe ich sehr schön, wie viel Platz in Ihrem Kopf für anderes ist. Manchmal fällt ihr der Snackautomat schnell ein, manchmal braucht sie Zeit, um sich vom Reiz abwenden zu können.
 
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Sylvia
29. Apr. 18:41
Ach schade, aber vielleicht wird das Video noch geladen. Leider funktioniert im hohen Erregungszustand das mit den Lekkerlies nicht mehr.