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zuletzt 26. Apr.

"Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Hallo ihr Lieben :) Ich habe kürzlich o.g. Buch verschlungen und gleich begeistert mit dem dort aufgeführten Training begonnen. Für alle, die es nicht kennen: Es geht darum gemeinsam mit seinem Hund die Welt zu entdecken und Spuren zu suchen etc.. Quasi ein Leitfaden, wie man dem Hund zeigt nicht mehr alleine jagen zu gehen, sondern voller Freude zu kooperieren. Ich bin nun unendlich begeistert, weil erste (auch unerwartete) Erfolge schon in wenigen Tagen sichtbar wurden und wollte nun mal fragen, ob noch jemand inspiriert von diesen Methoden mit seinem Hund die Welt erkundet? Würde mich über einen Erfahrungsaustausch unheimlich freuen! Liebe Grüße
 
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Michi
26. Apr. 21:15
Was soll ich denn noch schreiben? Für den Notfall ist ein Abbruch nötig. Ziel, es gibt möglichst keine Notfälle mehr. In der Liebeserklärung ist übrigens der Fall eines extremen Mäusejägers beschrieben.
Dann sind wir uns doch einig.
Im Notfall einen Abbruch, in der Hoffnung, dass man den möglichst selten braucht.
Etwas anderes habe ich nie geschrieben!
 
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Michi
26. Apr. 21:21
Ich kann gerne nochmal erläutern. Mir ist aufgefallen das es sich auf einmal um Freilauf dreht, den Hund stoppen zu können, darum das der Hund soll und respektiert und alles lautlos, das der Hund ebenso tut wie Mensch möchte. Den Hund zu bewerten, er soll reinpassen, die Anforderung erfüllen. Und das man auch den Ulliweg verlassen muss (Hä?!?🤔) Frei nach dem Motto, dass in erster Linie die Leistung erbracht werden muss, danach kann man nach Freundschaft gucken. … „Ursprünglich war ein "Ullihund" einer, dessen Jagdleidenschaft als Teil seiner Persönlichkeit angenommen, bewundert und keinesfalls unterdrückt wurde.“ Es geht um gegenseitiges Verstehen, um Zuhören, um Kommunikation (und ja, da darf auch zugehören, dass man sagt, wenn man etwas nicht gut findet, nur scheint der kompromisslose Abbruch da oft in den Köpfen die einzige Möglichkeit zu sein. Warum? Weil es garantiert, dass der Mensch seinen Anspruch erfüllt bekommt?) Die Diskussion um den Abbruch 🫣Naja. Worum geht es denn wirklich? Das Tierleben retten? Hier wird ja argumentiert, dass der Abbruch dazu dient, dass der Hund versteht, was er nicht darf. Also um menschliche Leistungskriterien. Klingelt da was? Ich hab es schon zuvor gesagt, mir ging es zu keinem Zeitpunkt darum, Steffi für ihren Abbruch zu kritisieren und ich bin froh, dass sie (hoffentlich) erfolgreich das kleine Mauseleben retten konnte. Wenn es darum geht, dass Tierleben zu retten, dann rettet doch bitte das Tierleben. Daran ist nichts verwerfliches. Diese ganze Abbruchdiskussion ist komplett an dem vorbei, worauf ich hinauswollte.
Und deine Interpretation meiner Aussagen, die hören sich tatsächlich nicht wirklich so an, wie ich sie geschrieben habe.
Von menschlichen Leistungskriterien bin ich aber ganz weit entfernt.
Ein Hund soll also nicht verstehen, dass er kein Tier verletzen oder töten soll?
Du kannst mich auch ruhig direkt ansprechen!
 
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Katja
26. Apr. 21:26
Ich glaube, das wird mir hier jetzt doch langsam zu dogmatisch… so von wegen „richtig“ und „falsch“… und „Anforderungen erfüllen“ und „reinpassen“… obwohl doch alle nur von gegenseitigem Verständnis reden!

Irgendwie hab ich grad das Gefühl, dass wir alle das gleiche meinen und wir im persönlichen Gespräch wahrscheinlich sogar recht schnell Konsens hätten… aber geschrieben wird einem jedes Wort gerade auf die Goldwaage gelegt.

Schade, es war eigentlich ein so schön friedlicher und verständnisvoller Thread…
 
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Anja
26. Apr. 21:42
Ich glaube, das wird mir hier jetzt doch langsam zu dogmatisch… so von wegen „richtig“ und „falsch“… und „Anforderungen erfüllen“ und „reinpassen“… obwohl doch alle nur von gegenseitigem Verständnis reden! Irgendwie hab ich grad das Gefühl, dass wir alle das gleiche meinen und wir im persönlichen Gespräch wahrscheinlich sogar recht schnell Konsens hätten… aber geschrieben wird einem jedes Wort gerade auf die Goldwaage gelegt. Schade, es war eigentlich ein so schön friedlicher und verständnisvoller Thread…
Da hast du absolut recht.
Leider werden hier Michi mit Müsli in eine Ecke gedrängt, die sie gar nicht füllen. Ich kenne die Beiden persönlich. Genau deshalb kann ich beurteilen, Müsli entscheidet fast immer alles selbst. Tatsächlich entscheidet er sich für das "Richtige", ohne Kommentare von Michi.
In Extrem Situationen muss natürlich ein Abbruch Signal her. Wer das nicht hat/kann, oder vorgibt es nicht zu nutzen, sorry, da stimmt was nicht.
 
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Kirsten
26. Apr. 21:47
Nö, um Steffi ging es dir nicht. Mich hast du ja kritisiert, weil ich gut fand , was sie gemacht hat. Und es ist sehr schade, dass man ( du meinst ja wieder mich, nur sprichst es nicht aus) nicht schreiben sollte, dass man selber nicht alles kommentieren und anleiten möchte, aber es ja trotzdem auch irgendwie dem Ulliweg entspricht, wie man ja an meinen Videos sehen konnte. Es ist sehr schade, dass eine , doch eigentlich gute Philosphie, doch so engstirnig behandelt wird und kleine Abweichungen bereits dazu führen, dass man gesagt bekommt, dass das doch nicht Ulli entspricht. Ein bisschen mehr Offenheit wäre doch ganz schön !
Ich habe den Eindruck, dass du nun so aufgebracht bist, dass du mich nicht verstehen möchtest.

Ich habe dich nicht dafür kritisiert, dass du gut findest, was Steffi getan hat und auch nicht dafür wie du mit Müsli umgehst. Es gibt jederzeit die Möglichkeit zurückzuscrollen.
 
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Kirsten
26. Apr. 21:47
Kein Thema, bin raus.
 
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Sylvia
26. Apr. 21:49
Da hast du absolut recht. Leider werden hier Michi mit Müsli in eine Ecke gedrängt, die sie gar nicht füllen. Ich kenne die Beiden persönlich. Genau deshalb kann ich beurteilen, Müsli entscheidet fast immer alles selbst. Tatsächlich entscheidet er sich für das "Richtige", ohne Kommentare von Michi. In Extrem Situationen muss natürlich ein Abbruch Signal her. Wer das nicht hat/kann, oder vorgibt es nicht zu nutzen, sorry, da stimmt was nicht.
Aber hier geht es doch nicht nur um Michi und Müsli. Wie sie es macht mag für sie richtig sein. Abbruch, Nonverbale Kommunikation etc….. Ich für mich rede mit meinen Hunden und sie freuen sich mit mir gemeinsam was machen zu können. Wir haben unterschiedliche Hunderassen, und Einstellungen wie wir mit ihnen kommunizieren möchten. Ich habe hier einen neuen Weg gefunden und wir haben Spaß daran.
 
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Anja
26. Apr. 22:00
Aber hier geht es doch nicht nur um Michi und Müsli. Wie sie es macht mag für sie richtig sein. Abbruch, Nonverbale Kommunikation etc….. Ich für mich rede mit meinen Hunden und sie freuen sich mit mir gemeinsam was machen zu können. Wir haben unterschiedliche Hunderassen, und Einstellungen wie wir mit ihnen kommunizieren möchten. Ich habe hier einen neuen Weg gefunden und wir haben Spaß daran.
Natürlich geht es nicht um die Beiden hier, momentan aber schon. Dazu habe ich Stellung genommen, weil ich sie persönlich kenne.
Der Ulliweg ist in meinem Verständnis auch total gut. Praktizieren wir auch so gut es es geht. Für mich genau so gut, oder eigentlich gleich, intrinsische Motivation.
 
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Michi
26. Apr. 22:01
Ich habe den Eindruck, dass du nun so aufgebracht bist, dass du mich nicht verstehen möchtest. Ich habe dich nicht dafür kritisiert, dass du gut findest, was Steffi getan hat und auch nicht dafür wie du mit Müsli umgehst. Es gibt jederzeit die Möglichkeit zurückzuscrollen.
Mir hat es einen anderen Eindruck vermittelt.
Du hast mich zwar nur indirekt angesprochen, aber die Sachen, die du aufgezählt hast, die gehen doch ziemlich eindeutig in meine Richtung.
Schade finde ich das, denn schließlich kennst auch du uns persönlich und weißt, dass ich ja nun das Gegenteil von jemandem bin, der Anforderungen oder irgendeinen Leistungsgedanken hat.
Im Gegenteil, ich lasse ihn so wie er ist und er kann auch nicht besonders viele Dinge.
Deswegen genau habe ich mir diese Rasse zugelegt, weil sie nicht " dressierbar " ist. Das würde mir überhaupt nicht liegen.
Aber es gab ja auch mal den Thread " intrinsische Motivation " davon hatte ich vorher nie etwas gehört, aber ich habe festgestellt, dass das dem schon sehr nahe kommt, wie wir leben.
Nun heißt das aber nicht, dass man im Bezug auf das Jagdverhalten nicht trotzdem ein Stück weit den Ulliweg gehen kann, nur möchte ich erreichen, dass er das von sich aus macht, ohne dass ich Vorgaben machen möchte ( auf lange Sicht natürlich)
Der Eine macht es mit Anleitungen und Kommentaren, der andere vielleicht ohne.
Zählt denn dann nicht das, dass man gemeinsam mit seinem Hund einen Weg hat, der zufrieden und erfüllend ist?
Auch was das Jagen betrifft?
Meine Videos haben einen glücklichen, zufriedenen Hund gezeigt, der ausgiebigst Beobachten und schnüffeln darf.
Das entspricht doch dem Ulliweg....
 
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Michi
26. Apr. 22:03
Aber hier geht es doch nicht nur um Michi und Müsli. Wie sie es macht mag für sie richtig sein. Abbruch, Nonverbale Kommunikation etc….. Ich für mich rede mit meinen Hunden und sie freuen sich mit mir gemeinsam was machen zu können. Wir haben unterschiedliche Hunderassen, und Einstellungen wie wir mit ihnen kommunizieren möchten. Ich habe hier einen neuen Weg gefunden und wir haben Spaß daran.
Nehme ich dir denn den Spaß?
Habe ich irgendwem gesagt, dass er nicht mit seinem Hund sprechen soll?
Dir?
Ich habe geschrieben, wie ich es mache und du hast geschrieben, wie du es machst.
Ist da jetzt irgendwas schlechter oder besser?
Oder richtig und falsch?
Zählt nicht das Ergebnis, dass man zufriedene Hunde hat?