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zuletzt 26. Apr.

"Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Hallo ihr Lieben :) Ich habe kürzlich o.g. Buch verschlungen und gleich begeistert mit dem dort aufgeführten Training begonnen. Für alle, die es nicht kennen: Es geht darum gemeinsam mit seinem Hund die Welt zu entdecken und Spuren zu suchen etc.. Quasi ein Leitfaden, wie man dem Hund zeigt nicht mehr alleine jagen zu gehen, sondern voller Freude zu kooperieren. Ich bin nun unendlich begeistert, weil erste (auch unerwartete) Erfolge schon in wenigen Tagen sichtbar wurden und wollte nun mal fragen, ob noch jemand inspiriert von diesen Methoden mit seinem Hund die Welt erkundet? Würde mich über einen Erfahrungsaustausch unheimlich freuen! Liebe Grüße
 
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Sabine
26. Apr. 20:02
Das Ziel ist ja, dass der Hund obige Situationen anzeigt und nicht hetzt, also ein Abbruch nicht notwendig ist. Wenn der Hund noch nicht soweit ist, rät Ulli folgendes: Wild schützen und gemeinsam einen Bogen laufen, um später wieder zu der Stelle zu gelangen und sie dann vom Hund ausgiebig untersuchen zu lassen. Dann nimmt der Hund es auch weniger oder gar nicht als Abbruch wahr und ihr verliert nicht eure Gemeinsamkeit.
Das Vorgehen klappt aber doch bei dem Mausbeispiel so nicht, oder? Und das Problem hatten wir ähnlich leider auch schon mit 2- Meter-Leine.
 
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Jochen
26. Apr. 20:04
Ich spreche aber von etwas, was man selber nicht wahrnimmt und wo man in Bruchteilen von Sekunden handeln muss...so wie Steffi... und auch in den Situationen, die ich beschrieben habe, kann man keinen Bogen laufen und man selber und auch der Hund ist überrascht . Wir hatten das jetzt jeden Tag, dass ein Hase oder Fasan direkt vor uns aufgesprungen ist. Da erschrecken sich erstmal beide, aber der Hund hat das Wild direkt vor der Nase. Und dann ?
Wie ich bereits schrieb, dann freust du dich mit dem Hund, dass er das Wild so toll gesehen hat und lässt ihn die Spur untersuchen solange er will.

Wenn du einen Abbruch brauchst, bist du noch nicht soweit mit deinem Hund. Manche Hunde werden das auch nie schaffen (zB. viele Galgos/Podencos). Aber erstaunlich viele könnten es mit dem richtigen Verständnis der HalterInnen und vielen „Übungseinheiten“.
 
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Jochen
26. Apr. 20:08
Das Vorgehen klappt aber doch bei dem Mausbeispiel so nicht, oder? Und das Problem hatten wir ähnlich leider auch schon mit 2- Meter-Leine.
Dann -ich klugscheiße natürlich- versuche dich in solchen Gebieten entsprechend zu rüsten oder sie ganz zu meiden und dich der Thematik sukzessive anzunähern. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen, besonders wenn das Verhalten schon ritualisiert ist. Aber -um zum Thema zurückzukehren- man sollte sich nicht mit einem Abbruch zufrieden geben.
 
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Michi
26. Apr. 20:10
Wie ich bereits schrieb, dann freust du dich mit dem Hund, dass er das Wild so toll gesehen hat und lässt ihn die Spur untersuchen solange er will. Wenn du einen Abbruch brauchst, bist du noch nicht soweit mit deinem Hund. Manche Hunde werden das auch nie schaffen (zB. viele Galgos/Podencos). Aber erstaunlich viele könnten es mit dem richtigen Verständnis der HalterInnen und vielen „Übungseinheiten“.
Wo habe ich geschrieben, dass ich einen Abbruch brauche?
Und was heißt " am Ziel sein" ?
Auf dem Weg dorthin kann tagtäglich eine solche Situation entstehen. Bei jedem!
Dann muss man auch reagieren.
Bis jetzt weiß ich halt immernoch nicht, wie das dann geht...
 
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Jochen
26. Apr. 20:34
Wo habe ich geschrieben, dass ich einen Abbruch brauche? Und was heißt " am Ziel sein" ? Auf dem Weg dorthin kann tagtäglich eine solche Situation entstehen. Bei jedem! Dann muss man auch reagieren. Bis jetzt weiß ich halt immernoch nicht, wie das dann geht...
Wir drehen uns ein wenig im Kreis, der Abbruch gehört trotzdem nicht zur Methode.

Maßnahmen:
- Hund sichern
- aufmerksam sein zu Hund und Umgebung
- Gebiete mit hoher Mausdichte erstmal meiden bzw. sukzessive annähern

Vermeidung sollte immer Priorität haben, verunfallt dann doch das brennende Versicherungsvertreterauto in der Tankstelle, wird jeder hier einen Abbruch setzen, der klar bei Verstand ist.
 
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Michi
26. Apr. 20:37
Wir drehen uns ein wenig im Kreis, der Abbruch gehört trotzdem nicht zur Methode. Maßnahmen: - Hund sichern - aufmerksam sein zu Hund und Umgebung - Gebiete mit hoher Mausdichte erstmal meiden bzw. sukzessive annähern Vermeidung sollte immer Priorität haben, verunfallt dann doch das brennende Versicherungsvertreterauto in der Tankstelle, wird jeder hier einen Abbruch setzen, der klar bei Verstand ist.
Du beantwortest halt meine Fragen nicht...
Es geht nicht um den Trainingsweg oder die Trainingsmethode.
Auf dem Weg können diese Situationen unverhofft passieren. Wie verhält man sich dann?
Bei Steffi war es genauso.
 
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Sylvia
26. Apr. 20:57
Es ist ja auch ein Weg in Richtung Ulli zu kommen. Ich persönlich habe mehr Freude und Friede mit ihrem Jagdtrieb geschlossen, seit ich mit Cleo in diese Richtung arbeite. Ich ärgere mich nicht mehr über ihren Jagdtrieb. Bei uns gibt es auch Grenzen die allerdings immer weiter Richtung Vertrauen verschoben werden können. Vielleicht sind wir bald soweit, daß das Kitz was am Wegrand liegt angezeigt wird und nicht beschnuppert wird. Es heißt ja auch „Wege zur Freundschaft“
 
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Kirsten
26. Apr. 21:07
Hier ist der Punkt, wo ich Schwierigkeiten auf dem Ulliweg habe und diesen auch verlasse. Abbruch gehört irgendwie nicht dazu. Aber da ich in der Stadt wohne, geht es leider auch nicht ganz ohne. Das hat aber bei uns weniger mit Jagen zu tun, sondern mehr damit, dass ich einfach über schmale Bürgersteige muss und Mila die Nähe zu Menschen oft schwer fällt. Menschen sind auch einfach unberechenbar.
Ich kann gerne nochmal erläutern.

Mir ist aufgefallen das es sich auf einmal um Freilauf dreht, den Hund stoppen zu können, darum das der Hund soll und respektiert und alles lautlos, das der Hund ebenso tut wie Mensch möchte.
Den Hund zu bewerten, er soll reinpassen, die Anforderung erfüllen. Und das man auch den Ulliweg verlassen muss (Hä?!?🤔)

Frei nach dem Motto, dass in erster Linie die Leistung erbracht werden muss, danach kann man nach Freundschaft gucken.


„Ursprünglich war ein "Ullihund" einer, dessen Jagdleidenschaft als Teil seiner Persönlichkeit angenommen, bewundert und keinesfalls unterdrückt wurde.“
Es geht um gegenseitiges Verstehen, um Zuhören, um Kommunikation (und ja, da darf auch zugehören, dass man sagt, wenn man etwas nicht gut findet, nur scheint der kompromisslose Abbruch da oft in den Köpfen die einzige Möglichkeit zu sein. Warum? Weil es garantiert, dass der Mensch seinen Anspruch erfüllt bekommt?)

Die Diskussion um den Abbruch 🫣Naja. Worum geht es denn wirklich? Das Tierleben retten? Hier wird ja argumentiert, dass der Abbruch dazu dient, dass der Hund versteht, was er nicht darf. Also um menschliche Leistungskriterien. Klingelt da was?

Ich hab es schon zuvor gesagt, mir ging es zu keinem Zeitpunkt darum, Steffi für ihren Abbruch zu kritisieren und ich bin froh, dass sie (hoffentlich) erfolgreich das kleine Mauseleben retten konnte. Wenn es darum geht, dass Tierleben zu retten, dann rettet doch bitte das Tierleben. Daran ist nichts verwerfliches.
Diese ganze Abbruchdiskussion ist komplett an dem vorbei, worauf ich hinauswollte.
 
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Jochen
26. Apr. 21:08
Du beantwortest halt meine Fragen nicht... Es geht nicht um den Trainingsweg oder die Trainingsmethode. Auf dem Weg können diese Situationen unverhofft passieren. Wie verhält man sich dann? Bei Steffi war es genauso.
Was soll ich denn noch schreiben?
Für den Notfall ist ein Abbruch nötig.
Ziel, es gibt möglichst keine Notfälle mehr.

In der Liebeserklärung ist übrigens der Fall eines extremen Mäusejägers beschrieben.
 
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Michi
26. Apr. 21:13
Ich kann gerne nochmal erläutern. Mir ist aufgefallen das es sich auf einmal um Freilauf dreht, den Hund stoppen zu können, darum das der Hund soll und respektiert und alles lautlos, das der Hund ebenso tut wie Mensch möchte. Den Hund zu bewerten, er soll reinpassen, die Anforderung erfüllen. Und das man auch den Ulliweg verlassen muss (Hä?!?🤔) Frei nach dem Motto, dass in erster Linie die Leistung erbracht werden muss, danach kann man nach Freundschaft gucken. … „Ursprünglich war ein "Ullihund" einer, dessen Jagdleidenschaft als Teil seiner Persönlichkeit angenommen, bewundert und keinesfalls unterdrückt wurde.“ Es geht um gegenseitiges Verstehen, um Zuhören, um Kommunikation (und ja, da darf auch zugehören, dass man sagt, wenn man etwas nicht gut findet, nur scheint der kompromisslose Abbruch da oft in den Köpfen die einzige Möglichkeit zu sein. Warum? Weil es garantiert, dass der Mensch seinen Anspruch erfüllt bekommt?) Die Diskussion um den Abbruch 🫣Naja. Worum geht es denn wirklich? Das Tierleben retten? Hier wird ja argumentiert, dass der Abbruch dazu dient, dass der Hund versteht, was er nicht darf. Also um menschliche Leistungskriterien. Klingelt da was? Ich hab es schon zuvor gesagt, mir ging es zu keinem Zeitpunkt darum, Steffi für ihren Abbruch zu kritisieren und ich bin froh, dass sie (hoffentlich) erfolgreich das kleine Mauseleben retten konnte. Wenn es darum geht, dass Tierleben zu retten, dann rettet doch bitte das Tierleben. Daran ist nichts verwerfliches. Diese ganze Abbruchdiskussion ist komplett an dem vorbei, worauf ich hinauswollte.
Nö, um Steffi ging es dir nicht.
Mich hast du ja kritisiert, weil ich gut fand , was sie gemacht hat.
Und es ist sehr schade, dass man ( du meinst ja wieder mich, nur sprichst es nicht aus) nicht schreiben sollte, dass man selber nicht alles kommentieren und anleiten möchte, aber es ja trotzdem auch irgendwie dem Ulliweg entspricht, wie man ja an meinen Videos sehen konnte.
Es ist sehr schade, dass eine , doch eigentlich gute Philosphie, doch so engstirnig behandelt wird und kleine Abweichungen bereits dazu führen, dass man gesagt bekommt, dass das doch nicht Ulli entspricht.
Ein bisschen mehr Offenheit wäre doch ganz schön !