Dein Baby ist 8 Wochen alt und eine Woche bei Dir. Ich denke nicht, dass er sich bereits eingelebt hat, ist alles viel zu aufregend für ihn. Mach nur wenig mit ihm, gerade Mini Aussies drehen schnell auf. Evtl. mag er den Platz, den Du ihm ausgesucht hast ja nicht?
Da stimme ich Regina absolut zu.
Vorab erst mal Glückwunsch zum neuen Mitglied. Wieder ein Meilo/Milo? 🧐 Egal, die Nala freut es sicher, dass man nicht nur ihren Namen bei einer Ansammlung von vielen Hunden niemals einfach so rufen sollte, weil sich sonst die Hälfte umdreht.🤣
Sorry, der musste einfach sein😉
Nun zum Thema.
Das ist leider ein typisches Problem, wenn man sich vorab nicht so ganz genau mit der Rasse beschäftigt hat. Ein Mini Aussie ist ja ein kleiner Arbeitshund. Hütehunde sind von Haus aus Adrenalinjunkies unter Starkstrom auf Speed! Die bringen von Natur aus leider überhaupt kein Ausschaltgen mit. Sie regulieren sich auch nicht einfach von alleine runter, sondern das musst du ihm jetzt aktiv beibringen.
Wenn die Hütis von alleine Stopp sagen, ist es meistens schon zu spät. Nach gerade mal einer Woche ist der Zwerg durch die ganzen neuen Eindrücke sowieso noch völlig überreizt.
Deshalb ist Christines Tipp mit dem Schnüffelteppich und den Suchspielen im Moment auch genau der falsche Weg. Wenn man einen acht Wochen alten Welpen, der ohnehin nicht zur Ruhe kommt, jetzt noch extra bespaßt, dreht der erst recht völlig hohl.
Das ist kein müdemachen, das ist pures Aufputschen. Der Kleine braucht jetzt keine Auslastung, sondern einfach mal Sendepause. Hütehunde sind halt keine Möpse. Bei einem Hüti geht der Weg immer nur „höher und weiter“, aber kaum zurück.
Bei diesen Rassen zählt einfach nur der Rat: „Das Erste, was er lernen muss, ist Ruhe. Danach Ruhe und zum Schluss Ruhe.“ Auch ich habe damals diesen Rat bekommen und ich muss ganz ehrlich sagen: Es war wirklich verdammt schwer für mich, das durchzuziehen.
Ein fester Platz bringt am Anfang meistens recht wenig, weil der Hund viel zu viel Raum hat, um doch wieder aufzustehen und dir auf Schritt und Tritt hinterherzulaufen. Du musst da jetzt wirklich von Anfang an feste Ruhezeiten vorgeben. Super funktioniert das über eine räumliche Begrenzung, wie zum Beispiel mit einem Welpengitter um sein Körbchen herum, oder eine Leine. Wenn der Radius kleiner ist, kommt der Kopf viel schneller zur Ruhe, weil es für ihn einfach nichts zu tun oder zu kontrollieren gibt.
Ein Welpe braucht locker 18 bis 20 Stunden Schlaf am Tag. Bekommt er die nicht, schlägt das über den chronischen Stress ganz schnell auf die Gesundheit, also das Immunsystem, Magen-Darm und die Gelenke.
Die Ruhe muss man bei dieser Rasse anfangs also wirklich konsequent einfordern. Ich hab das am Ende aber immer superkonsequent hinbekommen. *Hüstel* 😇 NICHT 🙄
Zeig ihm erst mal seine Umwelt. Mache alles, was nicht hochpushed. Nutze den natürlichen Folgetrieb im Freilauf, um die Orientierung an dir und die spätere Leinenführigkeit ganz entspannt aufzubauen. Mach Sachen mit ihm, die eure Bindung und das gegenseitige Vertrauen stärken.