Dann muss ich mich wohl neben dich zum steinigen stellen. Eine unserer beiden Hundetrainerinnen damals saß zur ersten Besprechung bei uns im Wohnzimmer, Nalani taperte langsam auf mich zu, stellte sich neben mich und lehnte ihren Kopf gegen mein Knie. Ohne mich davon ablenken zu lassen, habe ich mich weiter unterhalten, habe Nalani aber den Kopf gekrault. Da sagte die Trainerin zu mir, dass ich das ja jetzt nicht machen solle, weil Nalani das einfordert, sonst würde sie später auch keine Grenzen beim Einfordern anerkennen. Wenn, dann muss ich auf sie zukommen, jetzt sollte ich sie einfach sanft wegschieben.
Das kam mir irgendwie genauso logisch vor wie das oft gelesene "Lass den Hund nicht aufs Sofa oder aufs Bett, der dominiert dich sonst!"
Wenn Nalani ankommt und Nähe möchte, bekommt sie die, wann auch immer ich freie Hände habe, sonst muss sie sich mit Worten begnügen.
Wie zeigen eure Hunde denn aus ihrem Körbchen / Bett heraus, dass sie gestreichelt werden möchten? Ich kenne von Nalani nur anstubsen, anlehnen oder die Nase auf das Knie legen, also eher körperliche Signale. Vielleicht habe ich das aus der Ferne bisher nur nicht erkannt?
Aber aus dem Körbchen heraus zeigt sie mir eigentlich nichts, sie schläft und chillt dort, sobald sie drin liegt und kümmert sich nicht um das, was ich mache.
Diese Trainer Aussage ist so ein klassischer Vertreter der alten Schule. Dieses „der Hund darf nichts einfordern, sonst tanzt er dir später auf der Nase rum“ das ist einfach ziemlich überholt. Ein Hund, der Nähe sucht, ist nicht respektlos, sondern sozial.
Für mich hat das nichts mit Grenzen testen zu tun.
Meiner darf das auch jederzeit äußern,ich entscheide ja trotzdem letztendlich, ob es gerade passt oder nicht.
Ich sehe ihm ganz genau an, ob er gestreichelt werden möchte.
Er sucht dann Blickkontakt, wedelt und legt sich extra so hin ,zum Beispiel auf den Rücken , damit ich gut an ihn rankomme zum Kraulen.
Und dabei macht er dieses süße „Kraul mich“-Brummen.