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Klaudi
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zuletzt 16. Apr.

Hund im Körbchen anfassen

Hallo zusammen, ich würde gerne mal eure Meinung wissen und wie ihr zu dem Thema „Hund im Körbchen anfassen“ steht. Ich hatte letztens Besuch von einigen Leuten und habe gemerkt, dass mein Hund etwas aufgedreht ist. Ich hab sie anschließen ins Körbchen geschickt zum „runterkommen“, was auch gut geklappt hat. Nur ist dann der Besuch andauernd aufgestanden und hat sie im Körbchen gestreichelt. Mein Hund ist sehr freundlich und lässt sich so ziemlich alles gefallen und würde nie jemanden Grenzen aufzeigen. Ich habe aber das Gefühl dass das kontraproduktiv ist und sie im Körbchen immer in Alarmbereitschaft ist. Ich selber fasse sie auch nicht im Körbchen an weil ich das als ihren Rückzugsort respektiere. Wenn ich etwas möchte, rufe oder locke ich sie heraus. Seht ihr das ähnlich? Ich habe auch überlegt den Besuch darauf hinzuweisen, aber weiß nicht ob ich da überreagiere.
 
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Sonja
14. Apr. 17:58
Rionnag hat mehere "Hundebetten" und eine grosse immee offene abgedeckte Gitterbox. Die Box ist sene "Höhle", wenn er dort reingeht will er seie Ruhe. Auch auf/in den anderen Hundebetten wird er auch von mir nicht angefasst ,es sei den er möchte es und "lädt mich zu sich ins körbchen ein" das zeigt deutlich durch körpersprache/blicke....Wenn ich Besuch habe, sind die vereots "aufgeklärt" oder ich "kläre sie auf", ohb on ruhe zu lassen wenn er in seinen Betten/Box liegt. Meive Besucher alzeptieren das auch. Also nein du übereagierst nicht, meiner meinung haben sich Besucher an meine und ja auch Rionnags Regeln zu halten 😉
 
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Tanja
14. Apr. 19:01
Nalani hat mehrere Liegeplätze: Ihre Decke auf dem Sofa, eine Decke auf einem Sessel, ein Kissen draußen auf der Terrasse, unser Bett und so ein rundes Bettchen á la Wolke 7. Sofa, Sessel und Bett gehören auch uns, daher muss sie das mit uns teilen, auf dem Kissen draußen sitze ich auch schon mal mit drauf, aber das Wolkenbett ist ihre persönliche Zone, das respektieren wir und das muss auch jeder Besuch akzeptieren, Kinder wie Erwachsene. Nalani selbst ist da tolerant, ein Besucherhund ist mal mitsamt Kaustange in das Bettchen gestiegen und hat genüsslich darauf herumgekaut, während Nalani davor stand und sich die Szene anschaute. (Kaum war der Besucherhund weg, ist sie aber zum Bettchen hingelaufen, hat den Kaustangenrest versteckt und ließ sich mit einem Riesenseufzer ins Bettchen fallen.) Aber das ist ihre Angelegenheit, ich regle nur die Menschenseite 🙂
 
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Petra
14. Apr. 19:10
Bei uns ist auch das Hundebett im Wohnraum der Rückzugsort und dort wird sie nicht gestört.
Ich sage das auch meinen Gästen.
Neuerdings lerne ich es auch meiner Enkelin mit fast 2 Jahren, dass man den Hund dort in Ruhe lässt.
Unser Hund liegt auch auf der Couch, dort kann er gestreichelt werden.
 
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R
14. Apr. 20:32
Bitte beginne deinem bauchgefühl, dass etwas nicht ok ist, die führung zu überlassen. In deiner Wohnung sind es deine Vorgaben und grundsätzlich auch was deinen Hund betrifft. Das wird sowohl dir, aber vor allem deinem Hund Sicherheit und klare Linien schaffen. Also nicht vergessen, wenn dein bauchgefühl sich meldet- dann Initiative für deine Ansichten ergreifen. Ich glaube manchmal, dieses Bauchgefühl bekommt man vom hund- getreu dem Motto Frauchen/Herrchen dein Part ! 😉
 
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Mel und
14. Apr. 22:20
Das kommt für mich ganz darauf an, ob er zum Beispiel schläft oder aber signalisiert, dass er gestreichelt werden möchte.

In deiner speziellen Situation würde ich das aber allerdings auch nicht zulassen.

Steinigt mich ruhig: Ich lege mich manchmal sogar mit auf sein großes Kissen und streichle ihn dann eine halbe Stunde. 😅🙈

Wenn er schläft, lasse ich ihn natürlich in Ruhe und zwar überall, nicht nur auf seinen Betten.
 
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Birgit
15. Apr. 05:34
Was ist übergriffing? Das man es nicht möchte oder den Hund einfach in seinem Korb zu streicheln?
Den Hund nicht mal auf seinem Rückzugsort in Ruhe zu lassen.

Zumal er dort hingeschickt wurde und somit nicht mal weg kann…
 
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Tanja
15. Apr. 06:12
Das kommt für mich ganz darauf an, ob er zum Beispiel schläft oder aber signalisiert, dass er gestreichelt werden möchte. In deiner speziellen Situation würde ich das aber allerdings auch nicht zulassen. Steinigt mich ruhig: Ich lege mich manchmal sogar mit auf sein großes Kissen und streichle ihn dann eine halbe Stunde. 😅🙈 Wenn er schläft, lasse ich ihn natürlich in Ruhe und zwar überall, nicht nur auf seinen Betten.
Dann muss ich mich wohl neben dich zum steinigen stellen. Eine unserer beiden Hundetrainerinnen damals saß zur ersten Besprechung bei uns im Wohnzimmer, Nalani taperte langsam auf mich zu, stellte sich neben mich und lehnte ihren Kopf gegen mein Knie. Ohne mich davon ablenken zu lassen, habe ich mich weiter unterhalten, habe Nalani aber den Kopf gekrault. Da sagte die Trainerin zu mir, dass ich das ja jetzt nicht machen solle, weil Nalani das einfordert, sonst würde sie später auch keine Grenzen beim Einfordern anerkennen. Wenn, dann muss ich auf sie zukommen, jetzt sollte ich sie einfach sanft wegschieben.
Das kam mir irgendwie genauso logisch vor wie das oft gelesene "Lass den Hund nicht aufs Sofa oder aufs Bett, der dominiert dich sonst!"
Wenn Nalani ankommt und Nähe möchte, bekommt sie die, wann auch immer ich freie Hände habe, sonst muss sie sich mit Worten begnügen.
Wie zeigen eure Hunde denn aus ihrem Körbchen / Bett heraus, dass sie gestreichelt werden möchten? Ich kenne von Nalani nur anstubsen, anlehnen oder die Nase auf das Knie legen, also eher körperliche Signale. Vielleicht habe ich das aus der Ferne bisher nur nicht erkannt?
Aber aus dem Körbchen heraus zeigt sie mir eigentlich nichts, sie schläft und chillt dort, sobald sie drin liegt und kümmert sich nicht um das, was ich mache.
 
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Kirsten
15. Apr. 06:33
Ich tue mich schwer damit zu universelle Aussagen zu treffen. Nicht jedes Körbchen muss so behandelt werden und nicht jeder Hund braucht so viel Schutz. Ich stimme dir absolut zu, ein Hund, der diese Unterstützung braucht sollte sie auch bekommen. Aber ein Hund, der sich selbstständig auß der Situation entfernen kann, braucht diese Schutz nicht unbedingt. Wenn es den Hund nicht stört, kann man sowas auch laufen lassen, solange es Rückzugsmöglichkeiten gibt. Was für den einen Hund ein Riesenproblem ist, kann für den anderen überhaupt kein Thema sein.
Hier ist es ähnlich wie bei dir.
Meine Hündin mag Besucher.
Wenn spielenden Kinder anwesend sind, achte ich darauf, dass Mira nirgends liegt, wo Kinder auf sie drauf fallen könnten. Sie kuschelt sich dann meist irgendwo zwischen die Erwachsenen, falls die fein damit sind. Alternativ auf ihre Lieblingsstellen. Die Kinder kriegen hier meist weniger Grundsatzregeln erklärt, sondern Hundeverhalten, und wie man damit umgeht. So oft, wie es eben nötig ist, weil das langfristig, nicht nur unsere Hündin schützt, sondern auch die Kinder im Umgang mit Hunden.
Sie hat eine Box, in die sie sich zurückziehen kann. Das tut sie meist aber eher nach langen aufregenden Tagen.

Die Personen, die sich bei uns aufhalten, sind in der Regel Leute die ich gerne mag. Deswegen nehme ich mir bei ihnen auch die Zeit, zu erklären, warum Dinge hier auf eine bestimmte Weise gehandhabt werden ☺️ Was passiert, wenn man es anders macht und woran man das sieht. Statt zu verbieten, versuche ich es so zu erklären, dass sie es nachvollziehen können. Ich erkläre auch, woran man erkennt, dass der Hund sich in einer Situation nicht wohlfühlt. Ans Verständnis zu appellieren, funktioniert bei meinen Leuten sehr gut.

Bei Leuten die nicht hören wollen würde ich mich auch bestimmter zu Gunsten meiner Hündin durchsetzen (: Meist ist das hier aber gar nicht nötig.
 
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Unikum
15. Apr. 07:14
Hier gibt's z.B. keine Körbchen oder Rückzugsorte, weder für Menschen noch für Hunde. Wenn ein Hund oder Mensch seine Ruhe möchte, ignoriert er Offerten der anderen. Das hat sogar der einjährige Jungschnösel, der nur gelegentlich hier wohnt, nach zwei Wochen geschnallt. Wenn ein Hund da natürlich empfindlicher und das Umfeld entsprechend übergriffig ist, muss es der HH managen.
Strange und definitiv wider die Natur!
 
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Kirsten
15. Apr. 07:18
Strange und definitiv wider die Natur!
Warum?