Jetzt verstehe ich viel besser, was du meinst 💡
Danke fürs Teilen!
Und warum ist derjenige der Kontakt sucht, derjenige der führt? Ist das überhaupt so?
Kontakt suchen war falsch. Da hab ich geschludert.
Mit “Kontakt suchen” meinte ich “Kontakt initiieren”, also die Interaktionsquantitaet (und auch die Qualität) bestimmen.
Wichtig hinter dem Gedanken: “Wer Kontakt initiiert, der führt.” finde ich vor allem die Haltung dahinter. Das ist natürlich keine Einbahnstraße und ich meine nicht, dass man als Mensch nur seine Vorstellung durchsetzen sollte, wie es einem gerade passt.
Ein Beispiel, das ich wähle, weil wir heute nur eine sehr kurze Runde gelaufen sind, auf der die Hunde aber auf ihre Kosten kommen sollten.
Ein Extrem für so eine kurze Runde wäre: Der Mensch geht seinen Weg und macht was er moechte (Vielleicht hat er es eilig, weil er Stress bei der Arbeit hat) ohne auf den Hund zu achten. Der Hund kann folgen und sich beugen oder nebenbei sein eigenes Ding machen, wenn es die Situation zulässt. In Kontakt sind die beiden dann aber nicht. Jeder macht seins. Alternativ kann der Hund hier auch Ausgleichsverhalten zeigen (z.B. durch Verweigern)
Das andere Extrem: der Mensch rennt dem Hund hinterher, während der Hund sein Ding macht, ohne auf den Menschen zu achten (und der Mensch hängt klassischerweise am Handy). Die beiden sind auch nicht in Kontakt und Führung gibt es obendrein nicht. Das fällt mit einem Hund erstmal nicht auf, aber mit mehreren hat man dann absolutes Chaos.
Und die Spanne dazwischen ist sehr groß.
Eine Idee für die Mitte, in der der Mensch Interaktion initiiert, und Quantität und Qualität des Kontakts bestimmt: Der Mensch bestimmt Tempo und Richtung und unterbindet unerwünschtes Verhalten (z.B. Markieren an einer Haustür). Während des Spaziergangs ist er sich der Bedürfnisse des Hundes aber bewusst und steuert bewusst und eigeninitativ dorthin, wo es für den Hund interessant sein kann (Baum, Busch, Wiesertc.), gibt ihm dort die Freiheit, seine Geschäfte zu erledigen und lässt sich dann noch auf interessante Dinge ein, die der Hund findet oder der Mensch initiiert selbst ein Spiel. In diesem Beispiel führt der Mensch und beide bleiben in Verbindung.
Und Jan Nejboer höre ich gerade sagen, dass der Hund denken muss, dass man es als Mensch voll drauf hat, wenn man super spannende Schnueffelstellen findet.
Ich weiß nicht, ob deutlich wird, was ich meine. Irgendwie hab ich das Gefühl, ich hab mich verlaufen und etwas ganz anderes beschrieben. Ich finde es wirklich schwierig, alles, was ich damit verbinde mitzuteilen.
Und wie gesagt, bis vor kurzem habe ich nicht so gedacht. Zumindest drinnen war es so, dass ich mir dachte, dass Elisa doch jederzeit kommen kann und ich dann entscheide, ob der Kontakt für mich dann okay ist oder nicht. Schließlich entscheide ich in diesem Kontext ja auch. Aber am Ende bin ich in dieser Art der Kontaktgestaltung immer nur die, die reagiert und Elisa weiß im Grunde nie genau, wann sie dran ist, sie muss es immer erst ausprobieren und als Kontrolletti hoch 10 immer wieder prüfen, ob ich verfügbar bin.