Home / Forum / Verhalten & Psychologie / Entscheidung, Hund abzugeben

Verfasser-Bild
Melanie
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 182
heute 20:21

Entscheidung, Hund abzugeben

Hallo, ich hadere mit der Entscheidung, nach einem neuen Zuhause für meinen 7-jährigen Sheltie-Rüden zu suchen. Er war bisher mit den Kindern im Wechselmodell abwechselnd bei mir und meinem Ex-Mann, der das aber nun beruflich nicht mehr schafft. Ihn allein zu betreuen würde mich zeitlich und kräftemässig sehr belasten und auch nur mit viel Fremdbetreuung gehen. Ich bin berufstätig (wenig Home Office möglich)und zudem chronisch erkrankt. Habe auch keinen Garten und keine Familie vor Ort. Hinzu kommt, dass mein Verlobter so gar kein Hundemensch ist und somit mich auch kaum unterstützen kann/will mit ihm. Unser Sheltie ist ein sensibler, menschenbezogener Hund, der in neuen Situationen etwas Zeit braucht, sich dann aber gut bindet. Ich habe aber große Angst, dass er sehr unter dem Wechsel leiden könnte. Aber ich weiß, dass es auch bei uns nicht mehr optimal für ihn wäre. Und auch graut es mir vor der Trauer der Kinder, die ihn sehr lieben. Hundepensionen sind zu weit weg und zu teuer und ich merke schon jetzt, dass private Betreuungs-Modelle ziemlich wacklig sind. Ich will auch nicht zu viel Hin und Her für ihn mit einem Nett aus zig verschiedenen Menschen. Was denkt ihr, wäre das geringere Übel für den Hund? Hat jemand von euch Erfahrungen, wie Hunde so einen Umzug in ein neues Zuhause verarbeiten?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Tina
heute 18:46
Würde mir auch so gehen, das ist für mich so ähnlich, als wenn ein neuer Partner so gar nicht mit meinen Kindern könnte, da würde mir die Basis für eine gemeinsame Zukunft fehlen. Es muss ja kein Hundeliebhaber sein, aber ein normaler Umgang mit einem freundlichen Familienhund sollte schon möglich sein.
Und wer beschreibt, dass der Partner in Zukunft nicht ganz "normal" mit dem Hund umgeht?

Ich habe hier nicht alles komplett gelesen, außer dass dieser eine Phobie hat, aber schon auch mal alleine mit dem Hund in einem Raum sein kann, was ja schon mal ein super krasser Schritt ist für einen Mensch mit sehr großer Angst.

Ich kann mir vorstellen, dass der Partner mit der Zeit noch lockerer wird und aktuell schon an seiner Phobie ganz unbewusst arbeitet und das mit der Zeit noch besser wird. Da würde ich auch gar kein Druck rein bringen, dass dieser irgendeine Art Therapie oder proaktive Phobiebearbeitung starten muss.
 
Beitrag-Verfasser
Lena
heute 18:47
Echt, du würdest also deinen zukünftigen Ehemann kein bisschen finanziell unterstützen, wenn er schon krank vor Sorge geworden ist? Wenn sonst die einzige Lösung ist, seinen Hund abgzugeben der 7 Jahre fester Bestandteil der Familie war? Du würdest auch nicht über deinen Schatten springen und versuchen, zumindest den Hund soweit zu akzeptieren, um irgendwann mit ihm in einem Raum schlafen zu können, oder zumindest mal zeitweise auf ihn aufzupassen, wenn alle Stricke reissen? Also ich würde so einen Partner definitiv nicht wollten. Aber jeder hat halt andere Ansprüche.
Das kann man nicht ganz vergleichen, da ich ja gerne einen Hund hätte (aber die Lebensumstände noch nicht Passen).

Aber finanziell, wahrscheinlich nicht, ich kriege es im Falle der Trennung ja nicht wieder.

Daher auch keine Abstriche bei der Arbeit.

Mal aufpassen ist was anderes als wenn das ganze Betreuungsmodell an mir hängt.
 
Beitrag-Verfasser
Lena
heute 18:50
Würde mir auch so gehen, das ist für mich so ähnlich, als wenn ein neuer Partner so gar nicht mit meinen Kindern könnte, da würde mir die Basis für eine gemeinsame Zukunft fehlen. Es muss ja kein Hundeliebhaber sein, aber ein normaler Umgang mit einem freundlichen Familienhund sollte schon möglich sein.
Ein normaler Umgang und in die Verantwortung genommen werden, ist für mich ein Unterschied.

Oder würdest du einem neuen Partner mal eben so das Sorgerecht für deine Kinder geben?
 
Beitrag-Verfasser
Marion
heute 18:52
Ich würde solch einen Verlobten in die Wüste schicken.Auf ihn kann man sich in schwierigen Situationen anscheinend nicht verlassen.Bei Problemen ist er wohl aussen vor.Die Verantwortung für ein Tier hat man ein Leben lang,genauso wie für ein Kind.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Christina
heute 18:54
Danke, ja, das ist definitiv Plan B und ich überlege auch, ob es langfristig sogar besser, weil stabiler wäre. Kennst du zufällig gute Vermittlungsvereine? Hab von Inlandspfoten, Hucin und Heimat für Pfoten gelesen, aber kenne niemanden mit Erfahrungen dort
Leider nicht bzw.nur aus meiner Gegend....Ansonsten vll mal bei Vierbeiner in Not anfragen. Die stellen hier auch ganz viel ein bei Tiere suchen ein Zuhause
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Heike
heute 18:57
Ein normaler Umgang und in die Verantwortung genommen werden, ist für mich ein Unterschied. Oder würdest du einem neuen Partner mal eben so das Sorgerecht für deine Kinder geben?
Bestimmt nicht, wenn er eigentlich keine Kinder mag oder eine Phobie vor Kindern hat.
Ja, ok, darum geht es ja eigentlich nicht, man wird irgendwie in das Beziehungsthema mit reingezogen…
Es geht um die Betreuung des Familienhundes, die Entscheidung ihn abzugeben…
Gibt es eine laufende Krankenversicherung für Fili?
Für viele ist bei einem älteren Hund die gesundheitliche Versorgung ein Problem.
Mit 7 Jahren bekommt man noch Versicherungen, ab 8 wird es schon schwieriger.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Antje
heute 19:16
Habe jetzt viel mitgelesen, kann mich einigen Meinungen auch anschließen.

Für MICH käme eine Abgabe meines Pino's niemals in Frage! Egal, welche Lebensumstände, es sei denn, ICH werde zum Pflegefall. Aber auch da ist schon von Anfang an klar gewesen, sollte Fall X eintreten, geht Pino zu meinem Sohn, der anfangs noch bei uns lebte und vor gut 1Jahr ausgezogen ist.

Aber das stand schon fest, bevor Pino hier eingezogen ist, Vorsorge sozusagen.

Was mich echt irritiert, hier wird kaum von Liebe gesprochen, für MICH ist Pino nicht "nur" ein Hund, er ist Familienmitglied!

Mein Mann hat damals immer gesagt, nach Kenny, es kommt kein Hund mehr ins Haus, zuviel Arbeit, zuviel Dreck.
Als Kenny dann gegangen war, hat er endlich begriffen, wie sehr ich einen Weggefährten mit 4 Pfoten für meine Seele und mein Herz brauche!
Hätte er das nicht, wäre ich gegangen, denn ohne diese ehrliche Liebe eines Hundes hätte ich nicht mehr sein wollen, und wenn das vom Partner nicht akzeptiert wird, dann passt das für mich nicht, denn der Partner sollte doch wollen, daß es mir psychisch gut geht!

Für MICH steht fest, wenn man einen Weg finden möchte, dann findet man ihn auch! LIEBE versetzt Berge!

Und ja, manchmal kostet Liebe auch Geld, aber Pino ist mir jeden Euro wert, ich würde ALLES für ihn tun!
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Nad
heute 19:47
Hallo Melanie, ich arbeite ehrenamtlich als Pflegestelle für einen Tierschutzverein. Wenn Du Dich dafür entscheidest, ein neues Zuhause für Fili zu suchen, kannst Du mir gerne schreiben. Ich würde dann koordinieren und die Kontakte vermitteln.

Alles Gute Euch!
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Gabriele
heute 19:50
Das ist doch aber die Meinung der meisten hier. Was soll man ihr denn noch raten? Es wurden Angebote gemacht und auch Vorschläge wie man es eventuell doch noch möglich machen könnte den Hund zu behalten. Aber? Das eine zu teuer,versteh ich auch, der Verlobte Hundephopie,der er sich nicht stellen will,ein Ex der sich total raushält! Da bleibt doch nur eine Entscheidung! Und ich persönlich fände es für alle Beteiligten die beste Lösung. Ich vermute das die im Kopf eh schon gefallen ist.
So sehe ich das auch. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann geht es doch eigentlich nur um die 2 Tage, an denen lange gearbeitet werden muss. Das müsste doch hinzubekommen sein. Denn wenn Teilzeit gearbeitet wird, dann sind die anderen Tage sicherlich frei. Hier wurden viele Vorschläge unterbreitet, aber nichts passt. In meinen Augen ist die Entscheidung bereits gefallen. Was soll man dann noch raten. Ich hoffe, es wird wenigstens ein tolles zu Hause für Fili gesucht und er wird nicht an den erstbesten verschachert.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Fiona &
heute 20:09
Habt ihr euch denn schon mal alle an einen Tisch gesetzt und alle Möglichkeiten und daraus folgende Konsequenzen durchgesprochen? Also Kinder, Ex-Mann und du? Der Verlobte hat ja scheinbar seinen Standpunkt und möchte mit dem Hund eigentlich gar nichts zu tun haben 🤷🏼‍♀️
Das klingt wirklich erstmal nach der besten Idee.
Und hat zwar nix mit dem thread zu tun aber ich könnte nie mit jemandem zusammen sein der nix mit meinem Hund zu tun haben will. Und bereit ist im Fall von Krankheit oder so sich auch mal allein um den Hund zu kümmern.
Hab das auch ausgiebig mit meinem Freund besprochen bevor ich Kuromi geholt hab. Und er hat kein Problem damit.
Und der ist eigentlich auch eher ne
katzenperson😅