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Kerstin
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zuletzt 19. Mai

Kranke oder Hunde mit Handicap

Meine Frage an euch ist wie steht ihr dazu ? Würdet ihr einen Hund nehmen der krank ist und regelmäßig seine Medikamente benötigt oder vielleicht sogar gespritzt werden muss? Ein Handicap hat z.B dass er nur mit einem Auge sieht oder nur drei Beine hat oder der Schwanz nur noch zur Hälfte dran ist oder sonst irgendein Handicap besitzt? Ich frage das,weil wir hatten letztens eine Diskussion in der Runde und da waren einige dabei die eigentlich nur einen Hund möchten der für sie schön ist und keinen der ein Handicap hat oder schon alt und krank ist. Die Diskussion entfachte einen großen Streit denn ich bin der Meinung jeder Hund egal welcher, ob mit oder ohne Handicap hat ein Recht auf Liebe Geborgenheit und leben so wie wir Menschen auch und sollte ein schönes Zuhause haben. Wie hättet ihr reagiert? Ich bin der Meinung, dass ich von nun an weiß, was ich von einigen Menschen zu halten habe und meide sie
 
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Kerstin
15. Mai 22:55
Ich würde einen Hund mit 3 Beinen, blind oder taub etc. sofort nehmen. Die armen Mäuse haben doch viel weniger Chancen als die anderen, gesunden. Meine Nachbarn haben eine 3beinige Hündin aus Spanien adoptiert - ein süßes Wesen, voller Lebensfreude.
Ja das stimmt meine Nachbarin hat auch einen Hund aus Griechenland mit drei Beinen und der rennt und freut sich wie verrückt erkennt es nicht anders und kommt mit seinen drei Beinen völlig gut zurecht
 
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Kerstin
15. Mai 22:56
Ich bin da realistisch. Ich wollte einen Begleiter im Alltag der körperlich fit genug ist auch mal 3 Std zu wandern. Das schließt schonmal einige Hunde aus. Tägliche Medikamente oder therapeutische Versorgung wäre mir persönlich einfach zu kostenintensiv. Also nein, ich würde mir keinen chronisch schwer kranken oder sehr alten Hund holen. Solange es ein Handycap wäre das man gut in den Alltag einbauen kann wäre es mir egal. Taub, Blind, Rute weg, 3 Bein...käme halt auf die schwere der Beeinträchtigung und die Begleiterkrankungen an. Anderst sieht es da natürlich bei meinem Hund aus. Sollte sie iwann intensive Unterstützung benötigen, bekommt sie - selbstverständlich - alles was nötig ist.
Ja klar das ist so wenn man das im vornherein weiß dann sollte man das auch lassen und ich finde auch gut dass du dazu stehst und nicht nur aus Mitleid an einem Hund holst obwohl du das gar nichts kannst oder möchtest oder zumindest nicht in deinen Lebenswandel passt
 
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Kerstin
15. Mai 22:57
Ich war viele Jahre Pflegestelle für Hunde mit Handicap aller Altersstufen in Dresden,das ganze ist ein Fulltimejob und nichts für nebenher. Und man muß es wollen.Wenn man nicht hundert Prozent überzeugt ist von dem was man macht und was da auf einen zukommt sollte man es einfach nicht tun. Wenn man mehrere Hunde aufnimmt ist die Mischung wichtig. Mein Tierarzt kam immer nach Hause.Medikamente habe ich mir mit dem Verein geteilt für den ich die Hunde aufgenommen habe.Alles steuerlich absetzbar. Alte Hunde haben Charakter,denen muß niemand mehr die Welt erklären.Jeder alte Hund hat einen Gnadeplatz verdient, leider lässt sich das nicht umsetzen. Und sie geben es jeden Tag zurück. Es landen genug Hunde jeden Tag im Heim oder im Labor. Ach ja noch so nebenbei, alle Hunde werden einmal alt... Man kann auch Patenschaften für alte Hunde übernehmen,im Heim z.B. Ich wünsche allen ein schönes Wochenende.
Das ist sehr schön und gut und wichtig dass du das hier geschrieben hast das stimmt alles was du gesagt hast man sollte wirklich intensiv mal darüber nachdenken und es ist so wie du sagst es gibt so viele Hunde die eingeschränkt sind aber sie geben so viel Liebe zurück dass sie es verdient haben bis zum Schluss begleitet zu werden oder zumindest gefüttert und umsorgt zu werden
 
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Kerstin
15. Mai 23:00
Die Frage ist nicht so einfach zu beantworten 🤷🏼‍♀️ Ein Handicap wie du sie beschreibst, damit hätte ich kein Problem, mein Hund muss nicht „schön“ sein. Alt und krank… da wird es problematischer. Ich finde, man muss auch an sich selbst denken. Ich arbeite und der Hund muss versorgt werden, also krank kommt dann drauf an wieviel Pflege notwendig ist. Finanziell kann das auch ein Problem sein, bei alt und krank bekommst du keine Versicherung mehr, da muss man sich alt und krank auch finanziell leisten können. Natürlich wünsche ich jedem Hund, auch alt und krank, einen schönen Lebensplatz, man muss aber auch so planen, dass das eigene Leben damit vereinbar ist.
So ungefähr wie du es beschreibst sehe ich das auch
 
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Kerstin
15. Mai 23:01
Jeder Hund hat sicherlich das Recht auf ein schönes Leben, aber ins eigene Leben muss er natürlich auch passen. Wenn mein Hobby Bergwandern ist, dann ist ein blinder oder amputierter Hund wahrscheinlich nicht günstig. Auch in der Etagenwohnunug 2.Stock ohne Aufzug. Mit unregelmäßigen Arbeitszeiten ist eine pünktliche Medikamentengabe, wie sie z B bei Epilepsie notwendig ist, nicht machbar. Sicher verguckt man sich zuerst in die Optik. Das aber als alleiniges Kriterium für seine Hundewahl anzugeben ist traurig.
Ja ich finde auch man kann es nicht verallgemeinern es geht um den Einzelfall aber von vornherein grundlegend einen kranken oder einen Hund mit Handicap abzulehnen und zu sagen sowas will ich nicht sowas brauche ich nicht so einen möchte ich nicht ich möchte einen nur der mir gefällt weil man das Thema weit weg haben will finde ich nicht gut man sollte sich schon überlegen ob es vielleicht doch machbar ist oder zumindest wenn man einen gesunden Hund bekommt der dann später irgendwann ein Handicap bekommt
 
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Kerstin
15. Mai 23:02
Wir hatten unseren 3 Hund Fofito eigentlich nur als Pflegehund. Nachdem sich herausgestellt hat, dass er keine Hüfte hat, haben wir beschlossen ihn zu behalten. Weil wir keine Vermittlungschancen gesehen haben und wir mit mehreren Hunden, Haus und Garten ihm die Möglichkeit bieten können, mit seiner Behinderung zu leben. Das er der süßeste Schatz überhaupt ist, hat damit natürlich gar nix zu tun😁 Obwohl wir von Anfang an wussten, wo der Weg hinführt, tut es trotzdem weh und beunruhigt zu sehen, dass er immer schlechter läuft.
Da hattet ihr eine hohe Verantwortung und eine sehr intensive Zeit um dem Hund gerecht zu werden meine Hochachtung
 
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Kerstin
15. Mai 23:03
Ich würde ihn mir bewusst aussuchen wenn meine Lebensumstände dazu passen würden. Momentan sind wir sehr aktiv als Familie alle unsere Hunde sind momentan noch jung und fit. Wäre die Konstellation allerdings so, dass einer unserer Hunde schon älter wäre und vielleicht auch etwas invalide, würde ich evlt. einen Invaliden Hund dazu nehmen. Wenn die beiden dann energetisch zusammenpassen. Auch würde ich die finanzielle Lage abchecken wenn er Medikamente bräuchte oder andere Therapie. Wir hatten schon so eine Konstellation ein Tauber und blinder Hund mit alten Brüchen kam aus der Not zu uns als Pflegehund. Wir haben es gut hinbekommen weil wir einen alten Rüden hatten der sich wunderbar mit ihm verstanden hat. Aber es war schon schwierig. So ein Hund braucht 100% Aufmerksamkeit bei uns musste er nebenher mitlaufen ich hab ihn irgendwann ein zu Hause gesucht wo er im Mittelpunkt war und das war besser so. Unser Leben war damals schon sehr eingeschränkt mit ihm. Da er nicht überall mithin konnte. Urlaub ging gar nicht da bekam er Angst. Er war froh zu Hause und um die kleinen Spaziergänge wo er sich auskannte. Fremde Hunde waren ok aber nur wenn sie ruhig waren und ihn nicht erschreckt oder einfach angerannt haben. Alleinbleiben ging nur zwei drei Stunden. Neue Umgebungen gingen nur mit mir und mit viel Zeit zum eingewöhnen. Geschlossenen Türen versetzen ihn in Panik usw. All diese Schwierigkeiten konnte man regeln waren aber mit einem Leben mit Kindern, Trubel und ständig unterwegs und andere aktive Hunde im Haushalt eine echte Herausforderung. Getrennte Spaziergänge das jeder seine Bedürfnisse befriedigt bekommt usw. Ich würde es wieder machen aber nur wenn meine Lebensumstände auch passen und das Handicap finanziell tragbar wäre. Denn der Hund an sich war richtig toll! Man wächst doch ganz anderst zusammen mit so einem speziellen Hund. Und man kann so viel von ihnen lernen fürs Leben.
Ja das stimmt so denke ich auch es dreht sich eigentlich immer um den Einzelfall wie schwer der Hund krank ist oder was er für ein Handicap hat wie der jetzige Lebensumstand ist ob er in die Familie passt zu meinem Hobbys zu meinen Alltag mein Berufsleben und dann kann man das sicher entscheiden
 
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Kerstin
15. Mai 23:04
Ein wichtiger Punkt ist das finanzielle Risiko bei der Übernahme eines alten/kranken Hundes. Wenn ich selbst irgendwann körperlich nicht mehr so belastbar sein sollte und nicht mehr im Berufsleben stehe, also zu Hause bin und Zeit genug für die Rundum-Versorgung vorhanden ist, bleibt die Frage, ob es bei den heutigen Tierarztkosten genug finanzielle Polster gibt, um den Hund ohne mögliche Versicherung medizinisch zu versorgen. Es müsste eine Tierschutz-Krankenversicherung geben, wo auch alte Hunde mit Vorerkrankungen aufgenommen werden zu einem festen, überschaubaren Monatsbeitrag. Da damit aber keine Gewinne zu erzielen sind, wird es die nicht geben. Vielleicht würden dann noch mehr Hunde mit gesundheitlichen Problemen eine Chance zur Adoption bekommen.
In der heutigen Zeit wo alles teurer wird und die Medikamente und Operationen auch alles so ein immenses Problem darstellen ist es sowieso schwierig dass alles zu stemmen
 
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Kerstin
15. Mai 23:04
Ich stimme meinen Vorredner:innen zu: jedes Leben ist lebenswert, jedes Tier ist liebenswert. Jedes Tier hat ein gutes Leben verdient. Egal ob mit oder ohne Handicap oder Krankheit. Aber ich finde es auch okay, wenn Menschen von Anfang an sagen, dass bestimmte Krankheitsbilder oder Handicaps nicht in ihr Leben passen oder wenn Menschen sich Gedanken über potentielle Kosten und Probleme machen. Was soll jemand, der regelmäßig Bergsteigen geht mit einem alten Hund mit Arthrose oder einem Dreibeinchen? Ich finde es sogar richtig gut, wenn Menschen VOR dem Hundekauf/der Vermittlung gründlich überlegen, ob der Hund zum Menschen passt (oder umgekehrt). Denn dann sind die Chancen, dass dieser Hund nicht im Tierheim landet wesentlich höher, als wenn der Hund als ein Spontankauf oder eine Mitleidsadoption angeschafft wurde. Seltsam finde ich jedoch, dass die vermeintlich schönen Hunderassen, die aktuell am trenden sind und die man überall sieht, oft Qualzuchten sind. Die sind nicht selten ihr Leben lang krank und haben so gesehen auch Handicaps. Keine Ahnung, ob das in der Ursprungs-Diskussion von Relevanz war, aber ich werf's einfach mal mit in den Raum.
Da hast du Recht so denke ich auch
 
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Kerstin
15. Mai 23:06
Ja…wir haben Lucy genommen…trotz Epilepsie, kaputter Hüfte und vieler Baustellen mehr.Sie hat wie jeder Hund eine Chance verdient und es so viel schwerer, ein Zuhause zu finden. Krankheit kann jeden Hund treffen…auch wenn ich ihn vermeintlich gesund übernehme…es gibt keine Garantie. Aber ich verstehe, wenn Menschen sagen…ich traue mir das nicht zu und finanziell ist es eine große Herausforderung. Nichts desto trotz…wenn man die Verantwortung übernimmt…das Tier krank wird…muss man es auch tragen…es kann einem immer passieren. Ich finde diese Einstellung traurig…spiegelt aber unsere Gesellschaftsentwicklung wieder.
Ich finde das super dass du so einen Hund genommen hast so viel Kraft und Zeit und Energie aufwendest letztendlich hat man ihn doch lieb und will man ihn nicht verlieren