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Kerstin
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 22
heute 05:56

Kranke oder Hunde mit Handicap

Meine Frage an euch ist wie steht ihr dazu ? Würdet ihr einen Hund nehmen der krank ist und regelmäßig seine Medikamente benötigt oder vielleicht sogar gespritzt werden muss? Ein Handicap hat z.B dass er nur mit einem Auge sieht oder nur drei Beine hat oder der Schwanz nur noch zur Hälfte dran ist oder sonst irgendein Handicap besitzt? Ich frage das,weil wir hatten letztens eine Diskussion in der Runde und da waren einige dabei die eigentlich nur einen Hund möchten der für sie schön ist und keinen der ein Handicap hat oder schon alt und krank ist. Die Diskussion entfachte einen großen Streit denn ich bin der Meinung jeder Hund egal welcher, ob mit oder ohne Handicap hat ein Recht auf Liebe Geborgenheit und leben so wie wir Menschen auch und sollte ein schönes Zuhause haben. Wie hättet ihr reagiert? Ich bin der Meinung, dass ich von nun an weiß, was ich von einigen Menschen zu halten habe und meide sie
 
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Kerstin
14. Mai 22:27
Wir haben mal einen alten zunehmend gelähmten, inkontinenten Schäferhund aus dem Tierheim übernommen. Ein toller Kerl. Er lebte noch 9 Monate bei uns ein lebenswertes Leben. Aber er war wirklich ein Vollzeit-Hund. Wäre mein Mann zu dieser Zeit nicht mit Zuhause gewesen um mitzuhelfen, wäre es nicht machbar gewesen. Aber Lobo wollte leben und nicht wegen Inkontinenz und gelähmter Hinterhand eingeschläfert werden. Als er dann doch nicht mehr konnte und wollte, sind wir bewusst erstmal nicht mehr ins Tierheim gegangen. Wir wären wieder mit dem Ärmsten und Ältesten nach Hause gekommen… Aber die Kraft dazu hätte ich nicht mehr gehabt. Da brauchten wir erstmal was junges und fittes, was zu unserem Leben passt. Der nächste wird dann vielleicht wieder ein gehandicapter Hund sein. Es muss zum Leben passen.
Vielen Dank für die Rückmeldung
 
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Kerstin
14. Mai 22:27
https://youtu.be/-UC18sj1U0c?si=iTz6bfiQcb-WqQy4 Ich finde diese Doku zeigt das ziemlich krass, wie eine schwere Krankheit/Einschränkung den HH auf die Probe stellen kann. In dem Fall ein Unfall. Ein Hund der einst ins eigene Leben passte wird plötzlich ein Pflegefall und es wurde zum Glück eine gute Lösung gefunden. Ich hoffe so etwas nie erleben zu müssen.
Dankeschön
 
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Uta
14. Mai 22:32
Mein Hund hat auch nur noch ein kleinen Teil seiner Rude! Deshalb ist er noch genauso süß und knuffig wie vorher und auch wenn er drei Beine hätte. Ein Weg zusammen gibt es immer..
 
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Carola
14. Mai 23:12
Das muss letztendlich jeder selbst entscheiden. Ich würde es aus freien Stücken nicht tun weil es einfach nicht in mein Leben passen würde.
Wenn der Hund den man hat alt und vielleicht krank wird ist das aus meiner Sicht eine ganz andere Sache und den pflegt man natürlich bis zum letzten Tag. Das kann aber auch eine ziemlich große Belastung sein.
Mein früherer Hund war im Alter taub das hat zwar einige Einschränkungen gebracht da Freilauf nicht mehr möglich war aber ansonsten war sie fit und gesund bis zu ihrem Tod.
Der uralt Dackel den ich geerbt hatte und der mir drei Jahre lang die Wohnung vollpinkelte war da eine ganz andere Hausnummer. Natürlich ist er bei mir geblieben, hat seine Herztabletten und seine Nierendiät bekommen und ist dann ein Altersschwäche verblichen. Ja ich mochte ihn auch und ich habe auch dafür gesorgt dass er bis zu seinem letzten Tag-wie versprochen-ein gutes Leben hatte. Aber freiwillig würde ich es nicht noch mal tun.
 
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Sandra
14. Mai 23:24
Wir hatten unseren 3 Hund Fofito eigentlich nur als Pflegehund.
Nachdem sich herausgestellt hat, dass er keine Hüfte hat, haben wir beschlossen ihn zu behalten.
Weil wir keine Vermittlungschancen gesehen haben und wir mit mehreren Hunden, Haus und Garten ihm die Möglichkeit bieten können, mit seiner Behinderung zu leben.
Das er der süßeste Schatz überhaupt ist, hat damit natürlich gar nix zu tun😁
Obwohl wir von Anfang an wussten, wo der Weg hinführt, tut es trotzdem weh und beunruhigt zu sehen, dass er immer schlechter läuft.
 
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Frauke &
14. Mai 23:39
Ich frage mich, was die Leute tun, wenn ihr junger, fitter Hund alt oder krank wird und dann nicht mehr "in ihr Leben passt". Abgeben? Einschläfern lassen?
 
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Sonja
heute 03:49
Ich hatte vor ein paar Jahren einen "für mich passenden Hund" gesucht. Da ich einen aus dem TS wollte, der in Deutschland war und kurz nach Corona, gab es nichts passendes, da ich auch noch 2 große Kater hatte, davon einer (Pascha) sehr dominant.
Nachdem Pascha erkrankt war und verstarb, ging die Suche wieder los.
Wir fanden Frieder, einen ehemaligen Strassenhund aus Rumänien.
Er hatte warscheinlich als junger Hund einen Unfall, bei dem das Sprunggelenk ausgekugelt wurde.
Die Pflegestelle in D hat ihn gründlich untersuchen lassen und auf Absprache mir den Ärzten auf eine OP verzichtet, da die Knochen nicht mit gewachsen waren.
Er hatte keine Schmerzen, konnte nicht gut springen und sollte nicht zu viel rennen (joggen) oder Treppen steigen.
Ich habe es nie bereut, ihn genommen zu haben !!!!!
 
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Heike
heute 04:51
Ich frage mich, was die Leute tun, wenn ihr junger, fitter Hund alt oder krank wird und dann nicht mehr "in ihr Leben passt". Abgeben? Einschläfern lassen?
Natürlich wird mein Hund bis an ihr Lebensende bei mir bleiben und gut versorgt werden - wie auch meine Hunde zuvor.
Ich weiß aber auch, wie belastend es sein kann, einen alten / kranken Hund zu versorgen und zu begleiten.
Ich habe meine Hunde als erwachsene Hunde aus dem Tierschutz oder als Privatabgabe bekommen und mit allen schöne Jahre und viele gemeinsame Erlebnisse gehabt. Das Alter oder Krankheit gehört zum Lebenslauf dazu und wird auch gemeinsam gemeistert.
Ich möchte aber die gesunde, aktive gemeinsame Zeit im Leben nicht ausschließen aus der gemeinsamen Lebenszeit.
 
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Katharina
heute 05:31
Ich würde ihn mir bewusst aussuchen wenn meine Lebensumstände dazu passen würden. Momentan sind wir sehr aktiv als Familie alle unsere Hunde sind momentan noch jung und fit. Wäre die Konstellation allerdings so, dass einer unserer Hunde schon älter wäre und vielleicht auch etwas invalide, würde ich evlt. einen Invaliden Hund dazu nehmen. Wenn die beiden dann energetisch zusammenpassen. Auch würde ich die finanzielle Lage abchecken wenn er Medikamente bräuchte oder andere Therapie. Wir hatten schon so eine Konstellation ein Tauber und blinder Hund mit alten Brüchen kam aus der Not zu uns als Pflegehund. Wir haben es gut hinbekommen weil wir einen alten Rüden hatten der sich wunderbar mit ihm verstanden hat. Aber es war schon schwierig. So ein Hund braucht 100% Aufmerksamkeit bei uns musste er nebenher mitlaufen ich hab ihn irgendwann ein zu Hause gesucht wo er im Mittelpunkt war und das war besser so. Unser Leben war damals schon sehr eingeschränkt mit ihm. Da er nicht überall mithin konnte. Urlaub ging gar nicht da bekam er Angst. Er war froh zu Hause und um die kleinen Spaziergänge wo er sich auskannte. Fremde Hunde waren ok aber nur wenn sie ruhig waren und ihn nicht erschreckt oder einfach angerannt haben. Alleinbleiben ging nur zwei drei Stunden. Neue Umgebungen gingen nur mit mir und mit viel Zeit zum eingewöhnen. Geschlossenen Türen versetzen ihn in Panik usw. All diese Schwierigkeiten konnte man regeln waren aber mit einem Leben mit Kindern, Trubel und ständig unterwegs und andere aktive Hunde im Haushalt eine echte Herausforderung. Getrennte Spaziergänge das jeder seine Bedürfnisse befriedigt bekommt usw. Ich würde es wieder machen aber nur wenn meine Lebensumstände auch passen und das Handicap finanziell tragbar wäre. Denn der Hund an sich war richtig toll! Man wächst doch ganz anderst zusammen mit so einem speziellen Hund. Und man kann so viel von ihnen lernen fürs Leben.
 
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Katharina
heute 05:43
Ich frage mich, was die Leute tun, wenn ihr junger, fitter Hund alt oder krank wird und dann nicht mehr "in ihr Leben passt". Abgeben? Einschläfern lassen?
Naja man wächst da ja mit rein in das altwerden. Das ist ja ein Wandel der da von statten geht. Aber es ist manchmal wenn die Hunde krank werden schon eine Herausforderung der man sich stellen muss. Sich bewusst nur diesen Lebensabschnitt herauszusuchen und so einen Hund zu nehmen, ist ja schon durchaus möglich aber es muss ja dann auch in dein Leben passen. Man möchte ja auch einen Hund aus bestimmten Gründen. Und wenn diese nicht übereinstimmen warum dann überhaupt ein Hund. Ich denke es ist nicht zu vergleichen wenn dann der eigene Hund der ein Jahre begleitet hat alt und krank wird da man ja in der Verantwortung ist und sich auf diese Zeit eingestellt hat. Wenn der Hund plötzlich krank wird in jungen Jahren ist das für jeden eine Herausforderung und hat mit massiven Einschränkungen zu tun. Aber es ist was anderes diese Verantwortung weiter zu tragen oder sie sich bewusst auszusuchen. Bewusst aussuchen würde ich es auch nur wenn mein Leben auch zu dieser Situation passt.