Home / Forum / Spaß & Tratsch / Eigenschaften Rasse gegen Mischling

Verfasser-Bild
Sabine
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 295
zuletzt 11. Juni

Eigenschaften Rasse gegen Mischling

Hallo zusammen ich mach mir gerade Gedanken, dass ein bekannter Hundetrainer,der immer propagiert hat, dass es wichtig ist vor dem Kauf eines Hundes zu überlegen was einem wichtig ist. Also z.B. kein Jagdtrieb, wachsam oder familienfreundlich, viel Energie oder eher wenig usw. Dazu gab es auch kostenlose Beratung in den Hundeschulen. Jetzt hat er eine Tierschutzorganisation gegründet und vermittelt Hunde aus dem Ausland bei denen man weder weiß was sie erlebt haben noch welche Rassen enthalten sind. Oft ist ja ein großer Anteil Jagd- oder Herdenschutzhund enthalten. Was denkt ihr darüber?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Michi
7. Juni 21:17
Es geht nicht darum die Augen zu verschließen. Es geht darum das sich in diesen Ländern etwas ändern muss.
Und was genau hat das hier mit dem Thema zu tun ??
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Stefanie
7. Juni 21:57
Ich denke darüber, Mischling hin oder her, dass ich nicht allzu viel davon halte sich für den Auslandstierschutz stark zu machen während hier alle Tierheime nur so aus den Nähten platzen. Würde das genauso eine Einkommensmöglichkeit sein, die Tierheime vor Ort in der Vermittlung, ideal im Training, der Sozialisierung von Tieren und evtl noch mehr zu unterstützen, Personal und Attraktivität auszubauen, ja dann wäre es ein schöner Zeitpunkt darüber nachzudenken noch mehr Hunde her zu holen.
Also, wenn wir nur an unsere Tierheime denken, dann würde es im Ausland noch schlimmere Zustände geben.
Ich finde es großartig und überaus wichtig den Tieren im Ausland zu helfen. Es gibt viele Kooperationen von deutschen Tierheimen zu ausländischen Tietschutzorganisationen.
Wir sollten bedenken, dass ein deutsches Tierheim für diese Hunde wirklicher Schutz bedeutet und keine Aufbewahrung ohne Zuneigung und notwendiger tierärztlicher Versorgung.
Wenn man eine gute Auslandstierschutzorganisation hat wird man gut beraten und auch nicht allein gelassen, falls es nicht zusammenpasst.
Das es fast vorwiegend Herdenschutzhundemischlinge im Ausland gibt ist ein Vorurteil. Jeder kann seinen passenden Hund im Tierschutz finden.
Eine gute Organisation wird mit bedacht vermitteln.
Ich habe meinen dritten Tierschutzhund, alles Mischlinge.
Nur mein jetziger ist nicht ganz so einfach, aber wir wussten vorher, dass es auch schwierig werden könnte. Für uns war klar, egal was es für Probleme gibt, wir gehen es an und würden auch einen Trainer nehmen, falls wir gar nicht weiter wissen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Stefanie
7. Juni 22:05
Ich würde dem Herrn vermutlich erst mal Doppelmoral vorwerfen. Auf der anderen Seite können sich Menschen auch ändern, und das sollte man dann auch anerkennen. Ich halte sein Projekt durchaus für unterstützenswert. Obwohl die Hunde in dieser Umgebung eher funktionieren als leben, da der Stressfaktor für sie einfach noch zu hoch sein kann. Aber in Anbetracht dessen, dass viele Hunde erst drei Monate nach der Ankunft bei ihrer neuen Familie ihr wahres Ich zeigen, ist das schon mal ein guter Ansatz. Viele unterschätzen leider Hunde aus dem Tierschutz oder gar dem Auslandstierschutz. Sie denken, sie tun etwas Gutes, verzweifeln dann aber oft an der Aufgabe. Gerade Menschen, die nie zuvor einen Hund hatten. Jenen, die es durchziehen, muss man folglich deutlich Respekt zollen. Auch wenn es natürlich viele Hunde gibt, die von Anfang an einfach Zucker sind.
Das eine schließt doch das andere nicht aus. Wegen der Doppelmoral.
Es geht immer darum, dass der Hund den man zu sich holt auch zu einem passt.
Manche wollen unbedingt einen Rassehund ( leider) , aber dann ist es natürlich wichtig, dass man sich mit den verschiedenen Eigenschaften auseinandersetzt.
Das ist bei Mischlingen ebenso.
Wenn ich einen toll finde, wo Jack Russel sich sehr hervorhebt, dann wäre es schon wichtig zu wissen was dies bedeutet.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Stefanie
7. Juni 22:06
Ich weiß darüber nichts,aber ich denke ,es ist immer noch ein Unterschied ob man sich beim Züchter einen Hund aussucht,dessen Verhaltensweisen gezielt gezüchtet,bzw verstärkt wurden,um dann festzustellen,oh...passt ja doch nicht,oder ob man sich im Tierschutz für einen Hund entscheidet der natürlich keine Ahnentafel hat,aber man kann ja doch , zumindest optisch einiges ausschließen!Z.B Herdenschutzhund(ich denke an kleine Rassen),oder auch starken Jagdtrieb,wie z.B. ein Rhodesian Ridgeback.Natürlich können die Hunde entsprechende Gene in sich tragen,aber sie sind eben nicht bewusst verstärkt worden.Schlussendlich sind es sowieso Lebewesen und keine Roboter.Das muss sich jeder Hundebesitzer klar machen.Außerdem ist es nicht so,dass man grundsätzlich nichts über die Hunde weiß.Von unserer Jeanny wissen wir z.B. dass sie mit 4 Wurfgeschwistern ,die nicht verkauft werden konnten,bei der Tierschutzorganisation abgegeben wurde.Sie wurde also nie misshandelt oder ausgesetzt.Es gibt leider immer noch sehr viel Vorurteile gegenüber Mischlingen,dabei werden die "Gefahren" der Überzüchtung gerne verdrängt.Das ist selbstverständlich nur meine persönliche Meinung
Ganz genau!
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Stefanie
7. Juni 22:13
Wenn hier jemand privat ein Tierheim eröffnen würde fände ich das Klasse, wenn aber dann nur ATS Hunde dort hinkommen würde ich es nicht unterstützen. Fakt ist unsere TH sind am Limit und brauchen Entlastung. Es gibt bereits zuviele Hunde ohne Zuhause in Deutschland. Diese Hunde zu vermitteln sollte Priorität haben und dann kann man sich auch um die ATS Hunde kümmern. Ich möchte für mich als nächstes weder den TH Hund noch den ATS Hund. Mein nächster kommt wieder mit 8W vom Züchter eben weil ich genau weiß was ich will, was ich nicht will und was ich hier brauche und nicht brauche.
Schade. Selbst gesagt, unsere Tierheime brauchen Entlastung.
Ich könnte mir gar nicht vorstellen, keinen individuellen Hund zu haben.
Wenn ich mir vorstelle, dass ich meinen verstorbenen Hund immer wieder als Duplikat sehe. Furchtbar!
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Stefanie
7. Juni 22:14
Das würde mich auch interessieren. Der Hundetrainer, den ich meine, das ist der Steve Kaye. Der hilft auch hiesigen Tierheimen und nimmt „schwerer“ zu vermittelnde Hunde in sein Hundedorf auf. Er nimmt auch Rückläufer zurück, bzw. hat Alternativen in der Rückhand (ist so kommuniziert und ich hoffe, dass es so ist). Ich unterstütze auch einen Auslandstierschutzverein und die Hunde, die nach Deutschland geholt werden, sind sorgfältig ausgesucht und gut vermittelbar. Die kommen auch nicht direkt zu Adoptanten, sonder immer zuerst in die Hundeauffangstation und den Pflegestellen. Dort wird sich ein genaueres Bild vom Hund (Charakter, Eigenschaften, Verhalten) gemacht. Die Hunde werden an Halsband, Geschirr, Leine und den Alltag gewöhnt und parallel startet die Suche nach passenden Familien. Ich habe immer und werde auch zukünftig immer einen Hund aus dem Tierheim/Auslandstierschutz übernehmen. Demnächst gerne auch älter, als bisher 😊
Danke.
Ich ebenfalls und freue mich über Gleichgesinnte.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Stefanie
7. Juni 22:17
Ich halte es auch für sehr wichtig, sich vor der Übernahme eines Hundes genau Gedanken zu machen, was einem wichtig ist und was man selbst überhaupt leisten kann. In den örtlichen Tierheimen (viele große Hunde mit Listenanteil) war damals nichts für mich dabei (Hundeanfängerin, Großstadt, Wohnung etc.) daher habe ich im Auslandstierschutz geschaut. Ich wollte keinen Hund vom Laster und einen Welpen habe ich mir nicht zugetraut. Daher also einen älteren „fertigen“ Hund, nicht zu groß, nicht zu schwer. Daher habe ich nach Pflegestellen geschaut. Meine Hündin kommt aus Rumänien und war damals 5 Jahre alt, hat im Familienverband mit Kindern, Katzen und anderen Hunden mehrere Wochen in Deutschland gelebt. So hatte ich Ansprechpartner und mir konnte schon viel über ihre Art gesagt werden. Klar gibt es rassebedingte Veranlagungen, der Charakter eines Hundes ist aber individuell. Ich hatte großes Glück mit der Pflegestelle, die den Hund und mich gut einschätzen konnten. Schlussendlich habe ich den für mich absolut perfekten Hund bekommen und den gleichen Weg würde ich immer wieder wählen.
Wie schön! Danke für den Beitrag. Vielleicht macht das anderen Mut einen Tierschutzhund zu nehmen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Stefanie
7. Juni 22:28
Dein Hund war nur ein Beispiel ich kenn einen Kuvac aus dem Tierschutz der ist zwei Jahre lang unters Bett geflüchtet wenn Menschen kamen selbst die erwachsenen Kinder. Angst im Dunkeln Angst vor Männern Angst vor Taschenlampen… Gibt es hier nicht genug Hunde zu vermitteln dass wir auch noch alle aus dem Ausland retten müssen und gute Züchter schlecht gemacht werden weil es ja besser ist man holt einen aus dem Ausland.
Ja, alles ist besser, als züchten.
Züchten ist Geld verdienen, sonst nichts. Manchmal Rassen die komplett Fehlgezüchtet sind und eh verboten gehörten.
Ich kenne Hunde vom Züchter, die nicht gut sozialisiert werden und ebenso ängstlich sind und z.B. alles anbellen, oder an Mülltonnen nicht vorbeigehen, weil die gestern noch nicht da standen.
Es kann sowohl bei Zuchthund, als auch bei Tierschutzhund zu Problemen kommen. Eine Garantie gibt es für Lebewesen zum Glück nicht.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
SandrA
8. Juni 04:53
Mein erster Mischling zog vor 35 Jahren bei mir ein, seitdem leben bei mir ausschließlich Hunde aus Tierheim/Tierschutz. Natürlich spielt Genetik eine Rolle, aber für meine Entscheidung war sie nie das wichtigste Kriterium - noch weniger die Nationalität. Immerhin lerne ich den Hund vor der Übernahme kennen, besuche ihn im Tierheim oder auf der Pflegestelle und bekomme so einen Eindruck von seinem Wesen. Den Rest - und wie viel Blackbox dieser Rest ist, bestimme ich letztendlich auch über das Ausmaß der Kennenlernphase mit - lasse ich auf mich zukommen. Ich freue mich über die Eigenheiten eines Hundes - was nicht ausschließt dass ich auch mal drüber fluche, aber meine Familie ist darauf eingestellt, dass auch Herausforderungen dazugehören können, dass Hunde Individuen sind und dass das Leben manchmal anders läuft als erwartet. Für mich ist also nicht entscheidend, wie vorhersehbar ein Hund ist, sondern ob er und ich/wir zueinander passen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Christina
8. Juni 05:14
Seriöser Auslandstierschutz macht genau das: Kastrationsprogramme vor Ort und Aufklärung der Bevölkerung, bis das wirkt dauert es aber halt sehr lange. Warum holen denn deutsche Tierheime deiner Meinung nach freundliche Hunde selbst aus Tötungsstationen?
Dem kann ich mir nur anschließen. Als wir auf der Suche nach einem Hund waren waren wir auch zuerst in den örtlichen Tierheimen. Als Hundeanfänger und mit Kindern waren aber die meisten Hunde dort nicht geeignet. Einzig ein Welpe blieb übrig und der kam tada: aus Rumänien! Da ich keinen Welpen wollte, landeten wir dann doch beim Aulandstierschutz. Seriöser Verein der auch Kastrationsprogramme fährt und Vermittlung über Pflegestelle die den Hund einschätzen konnte. Denke im häuslichen Umfeld auch viel besser möglich als im Tierheim. Und bzgl. Rasseeigenschaften; beim Welpen vom Züchter weiß ich auch nie hundertprozentig wie stark welche Eigenschaft ausgeprägt sein wird. Beim älteren Mischling lässt sich das schon eher einschätzen. Und sich über ATS aufregen und jammern dass heimische Tierheime unterstützt werden sollen aber gleichzeitig inner Welpen von Züchter zu holen finde ich mal die fette Doppelmoral